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Mandel-Weide (Salix triandra)
Quelle: ??????? ??????, CC0, via Wikimedia Commons
Super Insekten-pflanze

Mandel-Weide

Salix triandra

Das Wichtigste auf einen Blick

heimische Wildform Gehölz winterhart Super Insektenpflanze
  • Einheimisches Weidengewächs
  • Benannt nach den mandelbaum-ähnlichen Blättern
  • Dünne grüne Kätzchen
  • Frühblühende Insektenweide
  • Gute Bienenweide
  • Pollenquelle für Wildbienen und Raupenfutter für Schmetterlinge
  • Leichte Vermehrung mit Steckhölzern
  • Für feuchte Standorte wie Ränder von Gartenteichen
  • Ideal als Bodenfestiger von Ufern
  • Gut schnittverträglich und robust
🏡 Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig
Wasser: feucht bis frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
PH-Wert: basisch / kalk
🌱 Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Wuchs: großer Strauch oder kleiner Baum, sehr ausladend
Höhe: 1,5 - 4 m
Breite: 2 - 6 m
Zuwachs: 40 - 100 cm/Jahr
frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
Wurzelsystem: Flachwurzler

Thematisch passende Pflanzen:

🌼 Blüte
Blütenfarbe: grün
Blühzeit:
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Blütenform: Kätzchen
🍃 Laub
Blattfarbe: dunkelgrün
Blattphase: sommergrün
Blattform: lanzettlich
🐝 Ökologie
Bestandssituation (Rote Liste): mäßig häufig
Gefährdung (Rote Liste): ungefährdet
Wildbienen: 33 (Nektar und/oder Pollen, davon 10 spezialisiert)
Schmetterlinge: 18
Raupen: 138 (davon 29 spezialisiert)
Schwebfliegen: 19
Käfer: 33
Nektarwert: 4/4 - sehr viel
Pollenwert: 4/4 - sehr viel

Thematisch passende Pflanzen:

🌐 Einheimische Verbreitung

Bitte beachte, dass die angezeigte Verbreitung auf der Karte lediglich als grobe Orientierungshilfe dienen soll. Für eine detailliertere Darstellung und mehr Informationen zur Verbreitung besuche doch gern floraweb.de.

Verbreitung:
häufig
mittel
gering
Höhenlage: planar (<100m1 / <300m)2
bis
montan (500m-600m1 / 800m-1200m)2

1 Mittelgebirge / 2 Alpen⁠

ℹ️ Sonstiges
Pflanzen je ㎡: 30
Jahreszeitlich Aspekte: Herbstfärbung
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Malpighienartige
Familie: Weidengewächse
Gattung: Weiden
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten
Markus Wichert

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Markus Wichert Naturgärtner

Was ist Mandel-Weide?

Mandel-Weide (Salix triandra) findet man bei uns zerstreut im Gebüsch von Auen und an den Ufern von Bächen und Flüssen. Der Vertreter aus der Familie der Weidengewächse (Salicaceae) erreicht eine Wuchshöhe von 1,5-4 Metern und bildet verzweigte Sträucher, selten kleine Bäume.

Die Rinde neuer Zweige ist zimtbraun, später werden sie gelbgrün bis braun; im Alter ist sie grau und löst sich in Fetzen ab. Die 4-11 Zentimeter langen breit-lanzettlichen Blätter sind beiderseits grün, seltener unterseits weißlich, oben glänzend, mit einem fein gesägten Rand. Mandel-Weiden sind zweihäusig, es gibt also männliche und weibliche Exemplare. Ihre Kätzchen erscheinen zusammen mit den Blättern; sie sind sehr dünn und auch nach der Blüte sehr locker. Die männlichen Kätzchen mit den charakteristischen gelben Staubbeuteln werden bis zu acht Zentimetern lang, die grünen weiblichen nur halb so groß. Die Tragblätter bleiben bis zur Fruchtreife erhalten, der Griffel ist sehr kurz oder fehlt, und auch die Narben sind extrem kurz und waagrecht abstehend.

Mandel-Weide im Garten

Standort

Die Mandel-Weide benötigt einen sickernassen, vorzugsweise zeitweise überschwemmten, nährstoff- und basenreichen, möglichst kalkigen Tonboden.

Schnitt

Die Mandel-Weide ist gut schnittverträglich und kann problemlos in Form gebracht werden, wenn sie zu stark austreibt.

Vermehrung

Eine Vermehrung gelingt am einfachsten mit Stecklingen, die man einfach abschneidet und in den Boden steckt.

Verwendung

Die Mandel-Weide ist auf nassen Böden eine Pionierpflanze und eignet sich gut zur Bodenfestigung, um etwa die Erosion an einem Bachufer zu stoppen. Sie macht sich auch am Rand eines Gartenteiches gut.

Schädlinge

Eigentlich ist die Mandel-Weide recht robust und hat selten mit Krankheiten oder Schädlingen zu tun. Bisweilen finden sich Rostpilze auf den Blättern.

Ökologie

Die frühen Blüten der Mandel-Weide werden von vielen Insekten besucht. In Russland nutzt man große Weidenbestände gezielt zur Gewinnung von sortenreinem Mandel-Weidenhonig. Besonders interessant sind hierfür Sorten, die sich durch eine besonders lange Blütezeit auszeichnen.

Den Pollen sammeln vier Wildbienen, die vier Sandbienen Andrena mitis, A. vetralis, A. stragulata und A. thoracica. Die Blätter als Raupenfutter nutzen die beiden Schmetterlinge Zackeneule (Scoliopteryx libatrix) und der Rotbauchige Weiden-Glasflügler (Synanthedon formicaeformis).

Wissenswertes

In der freien Natur gibt es unzählige Hybriden mit anderen Weidenarten, die eine genaue Bestimmung erschweren. Sie wächst an ähnlich feuchten Standorten wie die Korb-Weide und wurde wie diese häufig zum Flechten verwendet. Im Gartenfachhandel bekommt man eine ganze Reihe von Kultivaren.

Das Laub von Mandel-Weide ist schnell kompostierbar

Das Herbstlaub von Salix triandra wird innerhalb von etwa einem Jahr zu wertvollem Laubkompost, den du zum Düngen deines Nutzgartens verwenden kannst. Nutze das Laub auch als Mulch, um den Boden vor Erosionen und Frost zu schützen. Ob als Kompost oder als Mulch – so förderst Du die Humusbildung.

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Fotos (3)

Gesamte Pflanze Mandel-Weide
Quelle: ??????? ??????, CC0, via Wikimedia Commons
Blüte Mandel-Weide
Quelle: ??????? ??????, CC0, via Wikimedia Commons
Blatt Mandel-Weide
Quelle: BCB, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Salix triandra
Quelle:??????? ??????, CC0, via Wikimedia Commons
Salix triandraMandel-Weide
  • heimisch
PflanzeWuchsStandortBlüte
Mandel-WeideSalix triandraWildform

großer Strauch oder kleiner Baum, sehr ausladend
1,5 - 4 m
2 - 6 m

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Immerblühende MandelweideSalix triandra 'Semperflorens'immergrün, anspruchslos, frosthart

horstig, kissenartig, kompakt
1,5 - 2,5 m
30 - 40 cm


Kübel geeignet

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Häufige Fragen

Woher hat die Mandel-Weide ihren Namen?

Den Namen Mandel-Weide hat die Salix triandra von ihren Blättern, die an die des Mandelbaums erinnern. Der lateinische Artname triandra bedeutet dreimännig und bezieht sich auf die drei Staubblätter der männlichen Blüten.

Wert für Insekten und Vögel

Mandel-Weide ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Schmetterlingsraupen

spezialisierte Wildbienen:
0
Auf Pollen spezialisiert
Wildbienen insgesamt:
0
Nektar und/oder Pollen
Schmetterlinge:
0
Raupen spezialisiert:
0
Raupenarten:
0
Schwebfliegenarten:
0
Käfer:
0

Wildbienenarten

Schmetterlingsarten

Schwebfliegen

Käfer

Vögel

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Am Inhalt mitgewirkt haben:
Dr. rer. medic. Harald Stephan
Dr. rer. medic. Harald Stephan Diplom-Biologe
Markus Wichert
Markus Wichert Naturgärtner
Thomas Puhlmann
Thomas Puhlmann Balkongärtner
Sebastian Hadj Ahmed
Sebastian Hadj Ahmed Balkon- und Kleingärtner
Stand:
17.01.2024