Die beliebtesten heimischen Heckenpflanzen

Aus der naturnahen Gartengestaltung sind heimische Heckenpflanzen nicht wegzudenken. Sie haben in mancherlei Hinsicht viel zu bieten und sind eine eindeutige Alternative zu exotischer Thuja und ökologisch desaströsem Kirschlorbeer.

In der Regel sind sie ausgesprochen langlebig und robust - immerhin wachsen sie bei uns in der freien Natur und konnten sich über Jahrtausende optimal an unsere klimatischen Bedingungen anpassen. Daher sind sie auch winterhart und an einem passenden Standort geradezu unzerstörbar.

Darüber hinaus bieten heimische Heckenpflanzen einen echten Mehrwert für Tiere, indem sie Nahrung liefern oder Schutzmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Auch hier hat die Evolution ganze Arbeit geleistet. Einige ihrer Früchte sind für uns giftig, andere sogar essbar, das Blattwerk ist oftmals ein beliebtes Raupenfutter, und die Blüten liefern Insekten wie Bienen und Schmetterlingen Nektar und Pollen.

Pflanzen im Überblick

Unsere Empfehlungen

Prunus spinosa

Schlehe

Undurchdringliche Hecken mit reichlich Futter für Tiere
Frühblüherhecke
Vogelschutzgehölz
robust
ausläuferbildend
bienenfreundlich
Gesamte Pflanze Schlehe
Quelle: A. Barra, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Der Schlehdorn gibt eine robuste und pflegeleichte Wildhecke, die nur selten einen Schnitt benötigt und vor allem in ihrem Ausbreitungsdrang mit Ausläufern begrenzt werden muss. Die sommergrünen Hecken sind dank ihrer Bedornung undurchdringlich und werden von Vögeln gerne zum Nestbau verwendet. Sie machen sich im Herbst und Winter auch über die schmackhaften Schlehen her, und die frühjährlichen Blüten sind ein gefundenes Fressen für Bienen und Schmetterlinge.
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Weitere Pflanzen

Salix caprea

Sal-Weide

Frühblühende Bienenweide und gutes Raupenfutter
Bodenfestiger
robust
pflegeleicht
trockenheitsverträglich
Gesamte Pflanze Sal-Weide
Quelle: Bildagentur Zoonar GmbH/shutterstock.com

Die Sal-Weide gehört zu den wichtigsten Nahrungspflanzen unserer Tierwelt: Bereits im März und April liefern ihre Kätzchen Pollen und Nektar für Schmetterlinge, Honig- und Wildbienen, und die Raupen vieler Nachtfalter machen sich über das Grün her. Als Pionierpflanzen haben die Hecken keine besonderen Ansprüche und begnügen sich mit den Bedingungen der meisten Standorte, egal wie karg sie sind. Im Gegensatz zu anderen Weiden lässt sich die Sal-Weide nicht ganz so leicht mit Stecklingen vermehren, aber sie ist ebenso schnittverträglich und robust und gibt einen guten Bodenfestiger.
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Taxus baccata

Europäische Eibe

Giftig, immergrün und unverwüstlich
rauchhart
Vogelschutzgehölz
trockenheitsresistent
schnittverträglich
Gesamte Pflanze Europäische Eibe
Europäische Eibe: Gesamte Pflanze

Im Garten sind die meisten Heckenpflanzen Laubgehölze; so gesehen gehört die Eibe als Nadelbaum zu den eher seltenen Ausnahmen. Das macht sie zu einem immergrünen Wind- und Sichtschutz, der zudem auch am Straßenrand trotz Abgasen munter wächst und sich in fast jede beliebige Form schneiden lässt. Eine Eibenhecke kommt zudem auch mit Halbschatten und trockenem Boden zurecht und wächst eher langsam, sodass Du sie nur selten schneiden musst. Für Vögel sind die dichten Hecken ein beliebter Unterschlupf, der zudem reichlich Winterfuttter bietet. Die roten Früchte sind allerdings der einzige Teil der Eibe, der für Menschen nicht giftig ist.
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Euonymus europaeus

Pfaffenhütchen

Hecken mit sehr aparten Früchten und rotem Herbstlaub
giftig
trockenheitsverträglich
Vogelnährgehölz
Bienenweide
Frucht Pfaffenhütchen
Pfaffenhütchen: Frucht

Das Pfaffenhütchen hat seinen Namen von den unverwechselbaren, weithin leuchtenden Früchten, die bei Vögeln so beliebt sind, dass sie ihm den Namen Rotkehlchenbrot eingebracht haben. Für Menschen ist die vogelfreundliche Winternahrung allerdings giftig; dafür erfreuen die Hecken ihren Gärtner mit einer prachtvoll roten Herbstfärbung. Sie müssen nur selten geschnitten werden und bieten mit ihren unscheinbaren Blüten Futter für Bienen, Fliegen und andere Insekten.
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Prunus padus

Gemeine Traubenkirsche

Guter Bodenfestiger für frische Böden
schnittbedürftig
robust
Raupenfutter
vogelfreundlich
Herbstfärbung
Gesamte Pflanze Gemeine Traubenkirsche
Gemeine Traubenkirsche: Gesamte Pflanze

Die Gewöhnliche Traubenkirsche bevorzugt einen eher feuchten Boden mit Sonne oder Halbschatten; dort fallen die Wildhecken bereits im Frühjahr mit ihrem bronzefarbenen Austrieb und den angenehm duftenden weißen Blütenständen auf, die von Bienen und Schmetterlingen aufgesucht werden. Ebenso interessiert sind die Vögel an den im Herbst reifenden tiefschwarzen Früchte als Winterfutter, die im Herbst ebenso dekorativ aussehen wie das prächtig bunt verfärbte Laub der Traubenkirsche. Die pflegeleichten Hecken müssen regelmäßig geschnitten werden und haben so dichte Wurzeln, dass sie Böschungen und Hänge gut festigen.
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Sorbus aria

Mehlbeere

Große Wildhecken für große Gärten
Vogelschutzgehölz
trockenheitsverträglich
Raupenfutter
langlebig
Bienenweide
Frucht Mehlbeere
Quelle: APugach/shutterstock.com

Elsbeeren vertragen wie alle Sorbus-Arten problemlos längere Phasen mit trockenen Tagen. Die Wildhecken sind nicht nur winterhart und robust, sondern müssen auch nur selten geschnitten werden. Sie sind eher für den großen Garten geeignet, denn in unmittelbarer Nähe des Hauses wird es mit den langlebigen Rosengewächsen auf Dauer schnell eng – sowohl mit den Wurzeln als auch mit der breiten Krone. Die wird von Vögeln gerne zum Nestbau und Verstecken genutzt, und die herbstlichen Elsbeeren sind ein beliebtes Winterfutter. Nicht minder gut frequentiert werden die weißen Blüten im Frühjahr von Insekten, und Schmetterlinge nutzen die Blätter als Raupenfutter.
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Rosa canina

Hundsrose

Robuste und pflegeleichte Bienenweide
ausläuferbildend
schnittverträglich
Vogelnährgehölz
Vogelschutzgehölz
Blüte Hundsrose
Quelle: Ole Schoener/ shutterstock.com

Der Name Hundsrose ist eher verächtlich, aber Tiere sehen das ganz anders: Die Wildhecken sind im Frühjahr mit ihren blassrosa Blüten eine Attraktion für Bienen und Schmetterlinge, wobei letztere sie auch als Raupenfutter schätzen; im Herbst nutzen Vögel und Kleinsäuger die nahrhaften Hagebutten als Winternahrung, und die dichten stacheligen Wildhecken bieten idealen Unterschlupf. Als Hecke gibt die Hundsrose zudem einen guten Bodenfestiger und verträgt als Straßenhecke auch das Streusalz und die Abgase.
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Sorbus aucuparia

Vogelbeere

Vogelschutzgehölz und guter Bodenfestiger
Bienenweide
Raupenfutter
essbare Früchte
Herbstfärbung
pflegeleicht
Gesamte Pflanze Vogelbeere
Vogelbeere: Gesamte Pflanze

Mit ein paar Ebereschen in den gemischten Wildhecken des Gartens erweist man der Vogelwelt einen großen Gefallen, denn die blickdichten Büsche heißen nicht umsonst auch Vogelbeeren. Amseln und Drosseln sind die leckeren Früchte ebenso willkommen wie Siebenschläfern und Haselmäusen, und gekocht und gesüßt werden sie auch für uns Menschen genießbar. Honigbienen und Schmetterlinge nutzen die Eberesche als Futterpflanzen. In der Stadt kommt sie mit den Abgasen gut klar und erweist sich an Hängen und Böschungen als ausgezeichneter Bodenfestiger. Die robusten Wildhecken müssen nur selten geschnitten werden und sind ansonsten absolut pflegeleicht.
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