Schmal wachsende Heckenpflanzen für Struktur und Abgrenzung

Schmal wachsende Heckenpflanzen für Struktur und Abgrenzung
Quelle: ThomBal/shutterstock.com

Für eine schmale Hecke bieten sich aufrecht und nicht zu ausladend wachsende Pflanzen an. Sie sollten gut zu schneiden sein. Idealerweise sind sie immergrün, bringen so das ganze Jahr über Farbe in den Garten und fungieren ganzjährig als Schutz vor unerwünschten Blicken von außen.

Eine schmale Hecke hat eine Tiefe von 40 - 50 cm.

Wieviel Platz die spätere Hecke einnimmt, liegt an verschiedenen Faktoren:

Die klassische Eibe und die Glanzmispel haben zwar keinen ursprünglich schmalen Wuchs, mit geeigneten Schnittmaßnahmen eignen sie sich dennoch für eine platzsparende Hecke. Dazu kommen der Wacholder, die Spiere, die Hainbuche und der blühenden Zierapfel "Van Eseltine", die sich als schmale Heckengehölze eignen.

Pflanzen im Überblick

Unsere Empfehlungen

Taxus baccata

Europäische Eibe

Schmale immergrüne Sichtschutzhecken
immergrün
Sichtschutz
heimisch
giftig
Vogelschutzgehölz
Vogelnährgehölz
rauchhart
Hecke Europäische Eibe
Europäische Eibe: Hecke

Eine Eiben-Hecke ist immergrün mit kräftigen dunkelgrünen Nadeln. Sie wächst langsam und braucht nur selten ein Schneiden. Zudem ist sie ökologisch wertvoll, denn viele Singvögel suchen hier Unterschlupf und nutzen ihre roten Früchte als Leckerbissen; für den Menschen ungiftig ist allein der fleischige Samenmantel, bereits der Same darin ist wie alle anderen Pflanzenteile unbekömmlich. Praktischerweise ist die Eibe rauchhart und stört sich am Straßenrand nicht an den Abgasen; der Standort darf sowohl sonnig als auch leicht schattiert sein.
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Juniperus communis

Gewöhnlicher Wacholder

Schmale Säulen für schmale Hecken
heimisch
Raupenfutter
Vogelschutzgehölz
Vogelnährgehölz
pflegeleicht
robust
Gesamte Pflanze Gewöhnlicher Wacholder
Gewöhnlicher Wacholder: Gesamte Pflanze

Der Wacholder wächst auch ohne Schneiden tendenziell säulenförmig, was ihn zu einer idealen Pflanze für schmale Hecken macht. Seine kleinen Nadeln sind immergrün und sorgen für ganzjährigen Sichtschutz. Zudem kommt die robuste Heckenpflanze im Sommer problemlos mit viel Sonne und längeren Trockenzeiten klar und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Ökologisch wertvoll ist er als Raupenfutter, und die Wacholderbeeren dienen Vögeln und Kleinsäugern als Nahrung.
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Spiraea salicifolia

Weidenblättrige Spiere

Kleine und schmale Hecken mit rosa Blüten
bienenfreundlich
sommergrün
schnittverträglich
trockenheitsresistent
Gesamte Pflanze Weidenblättrige Spiere
Quelle: I, KENPEI, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Weidenblättrige Spiere lässt sich gut als schmale Hecke schneiden und steht gerne in Sonne oder Halbschatten auf einem trockenen bis frischen Boden. Ihre kleinen wuscheligen Blütenstände erscheinen im Juni und Juli und sind bei Wildbienen beliebt. In der Höhe erreichen die Hecken eine Höhe von ein bis zwei Metern und sind damit für kleinere Exemplare bestens geeignet, mit denen sich ein Garten gliedern und auflockern lässt. Weitere Informationen

Weitere Pflanzen

Ribes alpinum

Alpen-Johannisbeere

Klein aber oho und auch für schattige Stellen geeignet
sommergrün
bienenfreundlich
schnittverträglich
schattenverträglich
robust
Fruchtschmuck
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Alpen-Johannisbeere: Gesamte Pflanze

Mit etwas über einem Meter bleibt die Alpen-Johannisbeere als Hecke relativ klein; dabei lässt sie sich mit dem geeigneten Schneiden auch problemlos schmal halten. Die Sträucher brauchen einen frischen und nährstoffreichen, vorzugsweise kalkhaltigen Boden und machen sich im Garten gut als dekorative Kleinhecke, deren traubenförmige Blütenstände im Sommer vor allem von Honigbienen besucht werden. Zu viel Sonne mag sie nicht, aber dafür verträgt sie im Gegensatz zu vielen anderen Heckenpflanzen auch Schatten. Sie wird mit ihren dekorativen Blüten und Früchten auch gerne für die Unterpflanzung von größerem Gehölz genutzt.
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Sorbus torminalis

Elsbeere

Große Bäume und schmale Hecken mit viel Vogelfutter
heimisch
Vogelschutzgehölz
Vogelnährgehölz
Bienenweide
Wildhecke
Gesamte Pflanze Elsbeere
Quelle: Andrew Dunn, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die Elsbeere wächst in freier Wildbahn als bis zu 25 Meter hoher Baum, aber im Garten lässt sie sich mit regelmäßigem Schneiden auch als schmale Hecke halten. Sie ist robust und pflegeleicht, muss nur selten geschnitten werden und hat eine bunte Herbstfärbung. Ihre zahllosen duftenden Blüten machen sie zu einer guten Bienenweide, und die kleinen Elsbeeren sind für Vögel eine willkommene Winternahrung. Meistens nutzt man die Wildhecken als Bestandteil einer Mischhecke mit anderen heimischen Heckenpflanzen oder als Solitär.
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Viburnum lantana

Wolliger Schneeball

Dekorative Zierhecke mit schönen Blüten, Blättern und Früchten
sommergrün
heimisch
Bienenweide
Vogelnährgehölz
Blüte Wolliger Schneeball
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons

Mit zwei bis etwas über drei Metern Höhe ist der Wollige Schneeball eine mittelhohe Heckenpflanze, die sich in übersichtlicher Breite zurecht schneiden lässt. Er fällt mit seinen runzligen dunklen Blättern auf, die einen reizvollen Kontrast zu den großen weißen Blütenrispen bilden. Ihr leicht penetranter Geruch zieht Bienen und Fliegen an, die Blätter dienen als Raupenfutter und die knapp zentimetergroßen Früchte sind eine wichtige Winternahrung für Vögel und Kleinsäuger. Das dekorative und robuste Ziergehölz macht sich am besten in einer gemischten Wildhecke und braucht nur wenig Pflege; Schneiden lässt ihn buschiger wachsen.
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