Bienenfreundliche Heckenpflanzen - wichtige Pollen- und Nektarspender

Bienenfreundliche Heckenpflanzen - wichtige Pollen- und Nektarspender
Quelle: nnattalli/shutterstock.com

Große Pflanzen – viele Blüten – reichlich Futter

Freust Du Dich auch ungemein, wenn es bei Dir im Garten in den Sträuchern summt und brummt? Viele Heckenpflanzen sind eine gute Bienenweide, denn allein wegen ihrer schieren Größe und zahlreichen Blüten bieten sie reichlich Nahrung.

Unsere hungrigen Freunde freuen sich besonders, wenn sie immer irgendwo etwas zum Futtern finden.

Trachtenfließband aus guten Bienenweide-Hecken

Imker sprechen von einem Trachtenfließband – Tracht nennt man alles, was die Tiere an Essbarem in ihren Stock bringen: Nektar und Honigtau für Honig, Pollen für Bienenbrot (Perga). Im Idealfall hält Dein Garten Futter am laufenden Band bereit; bienenfreundliche Hecken mit Blüten im Frühling und Sommer sind da mit ihrem Blütenreichtum ein wichtiger Bestandteil. Dazu dann noch die passenden bienenfreundlichen Stauden und Blumen, die im Hochsommer und Herbst blühen – perfekt!

Auch andere Tiere profitieren von bienenfreundlichen Heckenpflanzen

Die bienenfreundlichen Hecken geben kein Solo nur für Bienen, andere Tiere profitieren mindestens ebenso: Angefangen von Vögeln, die sich in den Sträuchern verstecken, Nester bauen und sich gegebenenfalls über Früchte als Winterfutter freuen, bis zu Schmetterlingen, die die Blüten als Nektarquellen aufsuchen und ihre Eier an das prospektive Raupenfutter ablegen. Auch Kleinsäuger haben etwas davon, so wie Igel, die in den Hecken Unterschlupf suchen oder Haselmäuse und Siebenschläfer, die sich hier Früchte für den Winter sammeln.

Unsere Empfehlungen

Salix caprea

Sal-Weide

Frühe Kätzchen für Osterstrauß und Bienen
Blüte März - April
heimisch
schnittverträglich
wenig rauchhart
Raupenfutter
Gesamte Pflanze Sal-Weide
Quelle: Bildagentur Zoonar GmbH/shutterstock.com

Die Sal-Weide führen wir hier stellvertretend für die vielen heimischen Weiden-Arten auf, die mit ihrer besonders frühen und üppigen Blüte ab März der erwachenden Insektenwelt das erste gut gedeckte Büffet zur Verfügung stellen. Asch-Weide, Korb-Weide und Silber-Weide gelten allesamt als besonders ergiebige Bienenweiden und sind zudem auch Raupenfutter für zahlreiche Schmetterlinge.

Im Garten erweist sich die Sal-Weide als ausgesprochen genügsam und pflegeleicht; als klassische Pionierpflanzen kommt sie mit den meisten Böden klar und ist extrem gut schnittverträglich. Zudem lassen sich die meisten Weidenarten mit Stecklingen, die man einfach in den Boden steckt, leicht vermehren. Hier bewährt sie sich auch als exzellenter Bodenfestiger. Einzige Achillesverse: Besonders rauchhart sind Weiden nicht und damit nichts für vielbefahrene Straßenränder.


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Rubus idaeus

Himbeere

Leckere Früchte nicht nur für Vögel
Blüte Mai – Juni heimisch
essbare Früchte
Vogelschutzgehölz
Vogelnährgehölz
schnittbedürftig
Frucht Himbeere
Quelle: Peace656, Public domain, via Wikimedia Commons

Himbeerhecken stehen gerne etwas windgeschützt und werden im Garten meist am Spalier gezogen. Je nach Erntezeit unterscheidet man zwischen Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren; die Himbeeren sind nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Vögeln und Kleinsäugern beliebt. Die Piepmätze bauen gerne ihre Nester in den stacheligen Hecken und verstecken sich darin.

Bienen kommen an der guten Bienenweide voll auf ihre Kosten und liefern gegebenenfalls einen sortenreinen Himbeerhonig. Himbeersträucher müssen regelmäßig geschnitten werden und bleiben leider nicht immer von Krankheiten oder Schädlingen verschont.

Im Handel gibt es zahlreiche Sorten, die sich in ihrer Fruchtzeit und den Früchten unterscheiden. Eine ähnlich gute bienenfreundliche Hecke gibt auch die nahe verwandte Brombeere (Rubus fruticosus).


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Prunus cerasus

Sauerkirsche

Schmackhafte Sauerkirschen
Blüte April – Mai
heimisch
essbare Früchte
anfällig
schnittbedürftig
braucht viel Sonne und Nährstoffe
Frucht Sauerkirsche
Quelle: Nick Pecker/shutterstock.com

Die Sauerkirsche wächst als kleiner Baum oder vielstämmiger Strauch, in dem sich Vögel gerne verstecken und Nester bauen. Praktischerweise liefern die Hecken im Herbst auch leckere Früchte, die für große zweibeinige und kleine vierbeinige Säuger eine rechte Delikatesse darstellen.

Im Frühling glänzen sie mit zahllosen wohlriechenden Blüten, die von Honig- und Wildbienen umschwirrt werden. Für die Blätter als Raupenfutter interessieren sich Schmetterlinge.

Leider ist die gute Bienenweide recht anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Ansonsten braucht sie einen frischen Boden und reichlich Sonne, damit sie reichlich blüht und fruchtet. Ebenso wichtig ist regelmäßiges Schneiden, damit die Hecke in Form bleibt.


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Weitere Pflanzen

Prunus avium

Vogelkirsche

Bienenweide für die Bienen und Vogelkirschen für die Vögel
Blüte April – Mai
Vogelschutzgehölz
Vogelnährgehölz
robust
schnittbedürftig
sonnenhungrig
Gesamte Pflanze Vogelkirsche
Vogelkirsche: Gesamte Pflanze

Die Früchte der Vogelkirsche sind bei Vögeln als Winterfutter wesentlich beliebter als beim Menschen; der bedient sich lieber bei denen der Kulturform, der Süßkirsche, zu deren Eltern der Strauch oder kleine Baum gehört. An den Kirschen bedienen sich zudem zahlreiche Kleinsäuger wie Mäuse und Schläfer.

Dafür gehören die zahllosen duftenden Blüten mit ihren hohen Nektar- und Pollenwerten allein den Insekten; die ausgezeichnete Bienenweide ist vor allem für Honigbienen und Wildbienen attraktiv, und Schmetterlinge nutzen das Grün als Raupenfutter.

Eine Vogelkirschenhecke muss regelmäßig geschnitten werden und braucht reichlich Sonne, damit sie ordentlich blüht und viele Kirschen produziert. Sie ist so robust, dass man sie häufig als Unterlage für Edelkirschen verwendet.


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