Wiesensalbei (Salvia pratensis)
Wiesensalbei: Blüte

Wiesensalbei

Salvia pratensis

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Das Wichtigste auf einen Blick

Staude
heimische Wildform
winterhart
Super Insektenpflanze
Wichtiges Vogelschutznährgehölz
essbar
lange Blühzeit
  • Einheimisches, bis zu 60 Zentimeter hohes Staudengewächs
  • Tiefreichende Wurzel mit Blattrosette
  • Bevorzugt trockene und sonnige Standorte
  • Dekorative, weithin sichtbare Blütenstände
  • Charakteristische blaue Blüten mit raffiniertem Bestäubungsmechanismus
  • Vermehrung durch Samen oder Stecklinge
  • Pflegeleicht und ohne besondere Ansprüche
  • Gut geeignet für Bauerngärten, Beete und Rabatten
  • Wichtige Futterpflanze für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge
  • Alte Heil- und Gewürzpflanze
🏡 Standort
Licht: Sonne
Boden: durchlässig bis normal
Wasser: trocken
Nährstoffe: normaler Boden
PH-Wert: basisch / kalk
Kübel/Balkon geeignet: ja
🌱 Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs Konkurrenz: sehr stark
Höhe: 30 - 50 cm
schnittverträglich: ja
Wurzelsystem: Pfahlwurzler
Frostverträglich: bis -40 °C (bis Klimazone 3)
🌼 Blüte
Blütenfarbe: blau
Blühzeit:
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Blütenform: lippenförmig
Zweitblühte nach Sommerschnitt ja
🍃 Laub
Blattfarbe dunkelgrün
Blattform breitlanzettlich, zugespitzt
Schneckenunempfindlich ja
🐝 Ökologie
Bienen: Bienenweide (20 Arten)
Schmetterlinge: Schmetterlingsweide (26 Arten)
Raupenfutterpflanze: 16 Arten
Nektarwert: 3 von 4
Pollenwert: 1 von 4
Säugetiere: 16 fressende Arten
ℹ️ Sonstiges
ist essbar Verwendung: Saft für Vitalgetränke
Aussaat:
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Keimer: Lichtkeimer, Warmkeimer
Pflanzen je ㎡: 9
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Lippenblütlerartige
Familie: Lippenblütler
Gattung: Salbei

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Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe
Stand:
2021-11-23 20:37:56

Was ist Wiesensalbei?

Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist ein einheimisches Staudengewächs, das in Mittel- und Osteuropa halbmeterhohe dichte Büsche bildet. Wie der Artname bereits verrät, wächst das Mitglied der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) mit Vorliebe auf sonnenreichen Wiesen, Feldern und an Wegrändern. Dabei reicht die pfahlförmige Wurzel gut einen Meter in die Tiefe. Oberirdisch bilden seine faltigen, länglich-eiförmigen und behaarten Blätter eine lockere Rosette, die von vierkantigen, leicht gebogenen Stängeln mit großen Blütenständen überragt wird. Die bis zu 60 Zentimeter hohen Ähren bestehen aus dichtstehenden blauen Lippenblüten, die man bereits von weitem erkennt. Sie werden bis zu 2,5 Zentimeter lang. Nach der Bestäubung bilden sich daraus Klausenfrüchte mit zahlreichen Samen, die von Wind und Regen aus luftiger Höhe verteilt werden.

Wiesensalbei im Garten

Standort

Wiesensalbei mag es gerne trocken und sonnig. Der Boden sollte kalkreich, humos bis sandig-lehmig sein und nicht zuviel Stickstoff enthalten. Ansonsten ist er pflegeleicht und hat keine besonderen Ansprüche.

Schnitt

Stutzt man die Pflanzen nach der ersten Blüte, wird man meistens mit einer zweiten Blütezeit belohnt. Er wächst relativ langsam, sodass Schneiden und Teilen nur selten und vor allem bei zu reichhaltigem Nährstoffangebot notwendig ist.

Vermehrung

Der Wiesensalbei sät sich mit seinen zahlreichen Samen selbst aus. Darüber hinaus kann man noch nicht vollständig verholzte Triebe als Stecklinge verwenden.

Verwendung

Aus Bauerngärten ist der Wiesensalbei nicht wegzudenken. Ebenso gut machen sich kleine Gruppen davon in Rabatten und Blumenbeeten in Kombination mit anderen Wildstauden.

Schädlinge

Nicht nur der Mensch riecht den Wiesensalbei schon von weiten: Seine etherischen Öle halten die meisten Schädlinge fern. Spinnmilben, Blattläuse und Mehltau machen nur geschwächten Pflanzen zu schaffen, die zu feucht, zu dicht oder auf überdüngtem Boden stehen.

Ökologie

Der Wiesensalbei gehört zu den wichtigsten einheimischen Pollen- und Nektarlieferanten von Schmetterlingen, Wild- und Honigbienen. Der Hebelmechanismus der Blüten ist vor allem an die großen Hummeln angepaßt.

Wissenswertes

Ebenso wie der verwandte Gartensalbei lässt sich der Wiesensalbei als Heilpflanze und Gewürz verwenden. Die Blätter mit ihrem aromatischen Öl sind für Fischgerichte, Eintöpfe, herzhafte Saucen oder Saltimbocca bestens geeignet. Salbei kommt vom lateinischen salvare, heilen. Ein aromatischer Tee aus den Blättern gilt als ausgezeichnetes Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Verdauungsprobleme und Entzündungen.

Bisweilen treten Varianten mit andersartig gefärbten Blüten auf, von reinem weiß über verschiedene Blautöne bis zu dunklem Violett wie auch gemischte Formen mit weißer Unterlippe und blauem Helm. Kreuzungen mit anderen einheimischen Arten wie dem Gartensalbei oder Steppensalbei sind häufig und schwer zu unterscheiden.

Der Bestäubungsmechanismus ist ausgesprochen raffiniert: Kriecht ein Insekt bei der Suche nach Nektar in den glockenartigen Kelch, muss es dabei eine kleine Platte mit den Staubfäden bewegen. Diese senken sich mit ihren Staubbeuteln ab und pudern den Bestäuber ein. Erst danach wird der Fruchtknoten empfängnisbereit – so verhindert die Pflanze eine Selbstbefruchtung. Der Griffel hat dann genau die richtige Länge, um mit seinen klebrigen Narben die Pollen vom Rücken des Besuchers aufzunehmen.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (4)

Blüte Wiesensalbei
Wiesensalbei: Blüte
Blatt Wiesensalbei
Wiesensalbei: Blatt
Gesamte Pflanze Wiesensalbei
Wiesensalbei: Gesamte Pflanze
Blatt Wiesensalbei
Wiesensalbei: Blatt

Sortentabelle

Salvia pratensis 'Madeline'
Quelle:Nancy J. Ondra/ shutterstock.com
Salvia pratensis 'Pink Delight'
Quelle:Photo by David J. Stang, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Salvia pratensis 'Serenade'
Quelle:Millward Shoults/ shutterstock.com
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
WiesensalbeiWildform

30 - 50 cm


Kübel geeignet

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Blüten-Salbei 'Ballerina Pink'insektenfreundlich, winterhart

aufrecht, kompakt, buschig
45 - 55 cm
40 - 45 cm

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ab 10,50 €
Sommersalbei 'Indigo'lange violettblaue Blüten, insektenfreundlich

aufrecht, horstbildend, buschig
40 - 70 cm
30 - 40 cm


Kübel geeignet

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Wiesensalbei 'Madeline'zweifarbige Lippenblüten

aufrecht, locker
70 - 80 cm
40 - 50 cm

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Blüten-Salbei 'Midnight Model'pflegeleichte Staude

aufrecht, horstig
40 - 60 cm
40 - 60 cm

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ab 10,50 €
Wiesensalbei 'Mittsommer'hellviolette, insektenfreundliche Blüten

aufrecht, buschig
50 - 80 cm
40 - 50 cm

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Wiesensalbei 'Pink Delight'rosa Blüten

aufrecht, horstig
20 - 50 cm
30 - 40 cm

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Wiesensalbei 'Rhapsody in Blue®'lange tiefblaue Blütenrispen

aufrecht, buschig
50 - 60 cm
30 - 40 cm

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ab 7,10 €
Wiesensalbei 'Rose Rhapsody'rosa Blüten

aufrecht, buschig
30 - 60 cm
20 - 40 cm

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Wiesensalbei 'Rosea'

Wiesensalbei 'Serenade'blauviolette Blüten

aufrecht, horstig
60 - 70 cm
20 - 30 cm

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Wiesensalbei 'Sky Dancer'hellblaue Blüten, insektenfreundlich

aufrecht, horstbildend, buschig
30 - 50 cm
20 - 30 cm

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Wiesensalbei 'Swan Lake'weiße Blüten, insektenfreundlich

aufrecht, kompakt, buschig
30 - 60 cm
20 - 30 cm

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Wiesensalbei 'Sweet Esmeralda'hellrosa Blüten, insektenfreundliche Pflanze

aufrecht, buschig
30 - 60 cm
20 - 30 cm

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Wiesensalbei 'Vanity Flair'himmelblaue Blüten, insektenfreundlich

aufrecht, buschig
50 - 55 cm
50 - 60 cm


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Garten-Blüten-Salbei Color Spires® 'Azure Snow'lila- weiße Blüten, insektenfreundlich

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40 - 50 cm
40 - 50 cm


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Häufige Fragen

Wo kann man Wiesensalbei kaufen?

Am naheliegendsten ist der Kauf in einer Gärtnerei oder einer Baumschule deiner Region.
Unter "Wiesensalbei kaufen" findest du sofort erhältliche Angebote unterschiedlicher Internet-Anbieter.

Wann Wiesensalbei zurückschneiden?

Wiesensalbei schneidet man am besten nach der Blütezeit, dann treibt er nämlich noch mal neu aus und produziert noch mal eine Runde blaue Blütenpracht.

Ist Wiesensalbei winterhart?

Wiesensalbei ist eine einheimische Pflanze und daher natürlich vollkommen frosthart – mit den in unseren Breiten üblichen Minusgraden kommt die altbewährte Hummelweide bestens zurecht.

Ist Wiesensalbei essbar?

Ja, ebenso wie der Echte Salbei Salvia officinalis, wenngleich er nicht ganz so aromatisch ist. Beide sind ein beliebtes Gewürz, das vor allem im Mittelmeerraum noch deutlich mehr Anwendung findet als bei uns, beispielsweise in Form von Saltimbocca, in Saucen, Fisch- und Fleischgerichten oder Eintöpfen. Zudem ist er eine alte Heilpflanze, aber auch hier verwendet man vorzugsweise seinen offizinellen Verwandten.

Wie hoch wird Wiesensalbei?

Wiesensalbei erreicht eine Höhe von 30-50 Zentimetern, wobei die endständigen Blütenstände das Grün ein gutes Stück überragen.

Wie funktioniert der Hebel der Salbeiblüte?

Ziemlich raffiniert – der Eingang in den Kelch der Salbeiblüte versperrt eine kleine Platte. Sobald die fleißige Hauptbestäuberin, die Hummel diese bewegt wird sie hinterrücks von den sich dabei mechanisch absenkenden Staubbeuteln kräftig mit Pollen eingepudert. Eine Selbstbestäubung ist dabei ausgeschlossen, da die Fruchtknoten erst empfängnisbereit werden, wenn die Staubbeutel bereits geleert sind. In anderen Blüten ist das bereits der Fall – hier sorgt ein Griffel mit klebrigen Narben und der richtigen Länge dafür, dass der huckepack transportierte Pollen an seinen Bestimmungsort gelangt und für die erfolgreiche Bestäubung sorgt.

Wann wächst Wiesensalbei?

Der Wiesensalbei ist eine mehrjährige einheimische Staude – im Winter bleibt zumindest die bodenständige Blattrosette erhalten, die im Frühjahr mit den ersten Sonnenstrahlen neu auszutreiben beginnt und die aufsteigenden kantigen Stängel mit den endständig stehenden Ähren aus großen blauen Blüten austreibt. Die Hauptblütezeit liegt zwischen April und August. Nach der Befruchtung bilden sich die Klausenfrüchte, und im Herbst sterben die großen Stängel ab, sodass nur die Blattrosette übrigbleibt.

Wie überwintert der Wiesensalbei?

Der Wiesensalbei Salvia pratensis überwintert mit seiner bodennahen Blattrosette und seiner kräftigen Wurzel – die großen Stängel sterben im Herbst spätestens bei den ersten Frösten ab und vertrocknen.

Wie wird beim Wiesensalbei die Selbstbestäubung verhindert?

Das Zauberwort heißt Proterandrie – die Staubbeutel werden vor dem weiblichen Geschlechtsapparat reif. Sie platzen auf und geben ihren Pollen an besuchende Hummeln ab. Diese drücken eine Platte im Eingang der Blüten durch und senken damit die Staubbeutel ab, die ihre Fracht portionsweise auf dem Rücken der Tiere verteilen. In anderen Blüten sind bereits die Staubbeutel verblüht und die Narben empfängnisbereit. Ihr Griffel hat genau die richtige Länge, um den Pollen vom Rücken der Tiere zu übernehmen. PS: Falls das mit der Fremdbestäubung nicht funktioniert hat kann der Wiesensalbei notfalls noch mit einer Selbstbestäubung vorlieb nehmen und trotzdem Samen bilden.

Warum kommt der Wiesensalbei auf häufig gemähten Wiesen nicht vor?

Dauerndes Mähen schwächt die Pflanzen, bis sie letztlich den Geist aufgeben. Immerhin ist es für sie ein Kraftakt, die großen Ähren mit blauen Lippenblüten zu bilden. Wenn man ihr den immer wieder abverlangt funktioniert das irgendwann nicht mehr, und der Wiesensalbei geht ein. Daher findet man ihn nur auf selten oder überhaupt nicht gemähten Wiesen.

Kann ich Salbei überwintern?

Kein Problem – zumindest der bei uns einheimische Wiesensalbei ist mehrjährig. Bei einigen exotischen Salbeiarten sieht das teilweise anders aus. Im Zweifelsfalle solltest Du aber sowieso lieber auf die einheimischen Arten und den ebenfalls winterharten Echten Salbei Salvia officinalis zurückgreifen, der ist der einheimischen Insektenflora jedenfalls eindeutig am besten bekannt und wird vor allem von den dicken Hummeln gerne besucht.

Ist Salbei winterhart und mehrjährig?

Der Wiesensalbei Salvia pratensis auf jeden Fall, der ist in Mitteleuropa einheimisch und kommt mit den bei uns üblichen Minustemperaturen ohne Probleme zurecht.

Welches Insekt bestäubt den Salbei?

Dafür braucht es einiges an Gewicht und Kraft – das schaffen in unserer heimischen Insektenwelt praktisch nur die dicken Hummeln und einige wenige besonders große Wildbienen. Sie fliegen die Unterlippen an und drücken die Platten an den Staubfäden kräftig herab, um an den Nektar im Inneren der Blüten zu gelangen. Dabei werden sie vom Hebelmechanismus der Staubblätter mit Pollen eingepudert, den sie fleißig zu den nächsten Blüten weitertragen. Dort sind teilweise bereits die Narben klebrig und empfängnisbereit – sie sitzen auf Griffeln, die dafür genau die richtige Länge haben.

Wann sollte Salbei geschnitten werden?

Salbei sollte man am besten immer erst nach der Blüte schneiden. Das hat zumindest den Vorteil, dass er in aller Regel noch mal einen neuen Schub Blüten produziert.

Wann soll man den Salbei pflücken?

Pflücken sollte man den Salbei vorzugsweise kurz vor der Blüte, dann sind seine Blätter am aromatischsten. Man kann sie entweder frisch verwenden, einfrieren oder trocknen.

Wie sieht ein Wiesensalbei aus?

Der Wiesensalbei Salvia pratensis ist ein einheimischer Lippenblütler, der eine Höhe von bis zu über einem halben Meter erreicht. Er hat behaarte länglich-eiförmige Blätter, die beiderseits dicht behaart sind und am Boden am größten sind und eine Rosette bilden, weiter oben an den aufsteigenden Stängeln werden sie zusehends kleiner. Am Ende der Triebe stehen die langgezogenen Blütenstände, Ähren aus bis zu 2,5 Zentimeter langen blauen Lippenblüten. Seine Blütezeit liegt zwischen April und August.

Ist Wiesensalbei eine Heilpflanze?

Ja, er wird ähnlich verwendet wie der noch wesentlich häufiger gebrauchte Echte Salbei Salvia officinalis. Man nutzt ihn seit der Antike bei Erkältungskrankheiten, Entzündungen und Verdauungsbeschwerden. Daher kommt sogar sein Name – salvare heißt auf lateinisch heilen.

Wo findet man Wiesensalbei?

Wiesensalbei hat seinen Namen vollkommen zu Recht, denn man findet den prächtigen Lippenblütler vor allem auf sonnenbeschienenen Wiesen, an Wegrändern und Feldern.

Was kann man mit Wiesensalbei machen?

Salbeiblätter geben einen schmackhaften Tee, der auch bei Erkältungen und Verdauungsbeschwerden hilft; man kann sie frisch oder getrocknet genau wie den Echten Salbei als Gewürz für Fleisch- und Fischgerichte, Saucen und Eintöpfe verwenden oder sie beispielsweise in Ausbackteig frittieren.

Welcher Salbei ist essbar?

Praktisch alle Salbeiarten sind essbar – ausgesprochen giftig sind keine davon, auch wenn man sie nicht im Übermaß essen sollte. Das gilt insbesondere für den besonders beliebten Küchensalbei oder Echten Salbei Salvia officinalis, der auch als Heilpflanze bevorzugt verwendet wird, wie auch für seinen kleineren Verwandten, den Wiesensalbei Salvia pratensis, den man bei uns häufig in Wiesen und an Wegrändern findet.

Welche Teile vom Salbei werden verwendet?

Vom Salbei verwendet man meistens nur die Blätter – etwa als Gewürz und für Salbeitee. Die Blüten nutzt man vor allem als essbare Dekoration.

Was für eine Wirkung hat Salbeitee?

Salbeitee ist entzündungshemmend und hilft getrunken oder als Gurgellösung gegen Halsbeschwerden; zudem ist er verdauungsfördernd und hilft bei Magen-Darm-Verstimmungen.

Wie lange braucht Salbei zum Trocknen?

Das kommt drauf an, wie Du sie lagerst – am besten breitest Du sie an einem luftigen Ort auf einem Kuchengitter aus, dann geht das mit dem Trocknen mit etwas Wärme innerhalb von ein oder zwei Tagen. Achte nur darauf, dass die Blätter wirklich gut durchgetrocknet sind, bevor Du sie in einem Glas lichtgeschützt und nicht zu warm aufbewahrst, Reste von Feuchtigkeit führen unweigerlich zur Bildung von Schimmel. Wenn das Glas beim Öffnen entsprechend riecht – sofort entsorgen und auf gar keinen Fall verwenden.

Wie kann ich Salbeiblätter konservieren?

Am einfachsten durch Trocknen, wobei so ein großer Teil des Aromas verlorengeht. Wesentlich besser bleibt der Geruch und Geschmack erhalten, wenn Du sie einfrierst – am besten mit einem Vakuumschweißgerät, denn dann kann sich nichts davon verflüchtigen. Die Mühe lohnt sich allemal, vor allem wenn man daraus Leckereien wie frittierte Salbeiblätter oder Kalbsschnitzelchen Marke Saltimbocca herstellen möchte.

Wie trocknet man frischen Salbei?

Am besten schnell und gründlich. Am schnellsten geht das ohne die Stängel und locker auf einem Kuchengitter ausgebreitet an einem luftigen Ort.

Wie kann man frischen Salbei haltbar machen?

Entweder indem man ihn trocknet oder indem man ihn einfriert. Letzteres ist natürlich deutlich aufwändiger, aber mit einem Vakuumiergerät in Folie eingeschweißt kann man ihn im Tiefkühlfach lange Zeit aufheben.

Wie lange kann man frischen Salbei aufbewahren?

Am besten im Kühlschrank im Gemüsefach – in einer Tüte verpackt kann er, wenn er nicht gequetscht wird, sogar bis zu zwei oder drei Wochen lang frisch bleiben.

Wie bereitet man frischen Salbeitee zu?

Frische Salbeiblätter mit kochendem Wasser übergießen und fünf Minuten ziehen lassen, fertig. Wichtig ist vor allem die Tasse oder Kanne abzudecken, damit sich die wertvollen ätherischen Öle nicht in Wohlgefallen auflösen und verschwinden.

Wert für Insekten und Vögel

Wiesensalbei ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
20
Anzahl Schmetterlingsarten:
26
Nektarwert:
3
Pollenwert:
1
Dient als Futterplanze für Raupen:
16
Dient als Nektarpflanze für Schmetterlinge:
10

Vögel und Säugetiere

Anzahl fressende Vogelarten:
16
Anzahl fressende Säugetierarten:
16

Schmetterlingsarten

Foto Buschheiden-Rindeneule
Quelle: P_vaida/shutterstock.com
Acronicta auricoma
Buschheiden-Rindeneule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Ammoconia caecimacula
Graubraune Frühherbsteule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Autographa gamma
Gammaeule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Foto Jota-Goldeule
Quelle: IanRedding/shutterstock.com
Autographa jota
Jota-Goldeule
  • Raupen-Futterpflanze
Canephora hirsuta
Großer Sackträger
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Foto Regensburger Gelbling
Quelle: Kamieniak Sebastian/shutterstock.com
Colias myrmidone
Regensburger Gelbling
  • Nektarpflanze
  • ausgestorben oder verschollen
Foto Messingeule
Quelle: Igor Krasilov/shutterstock.com
Diachrysia chrysitis
Messingeule
  • Nektarpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Eugnorisma depuncta
Dunkelbraune Erdeule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Foto Abbiß-Scheckenfalter
Quelle: colin robert varndell/shutterstock.com
Euphydryas aurinia
Abbiß-Scheckenfalter
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Heliothis ononis
Hauhechel-Sonneneule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • vom Aussterben bedroht
Heliothis peltigera
Schildträger
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Heliothis viriplaca
Karden-Sonneneule
  • Nektarpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Hemaris fuciformis
Hummelschwärmer
  • Nektarpflanze
Hemaris tityus
Skabiosenschwärmer
  • Nektarpflanze
Idaea antiquaria
Hellbrauner Kräuter-Kleinspanner
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Lycia zonaria
Trockenrasen-Spinnerspanner
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • vom Aussterben bedroht
Foto Zweibrütiger Scheckenfalter
Quelle: Rudmer Zwerver/shutterstock.com
Melitaea parthenoides
Zweibrütiger Scheckenfalter
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Foto Apollofalter
Quelle: Kenan TALAS/shutterstock.com
Parnassius apollo
Apollofalter
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Foto Großer Kohlweißling
Quelle: AbuMazna/shutterstock.com
Pieris brassicae
Großer Kohlweißling
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Nachtkerzenschwärmer
Quelle: klaus Keller nature photo/shutterstock,com
Proserpinus proserpinus
Nachtkerzenschwärmer
  • Nektarpflanze
  • oligophag
Pyrrhia umbra
Umbra-Sonneneule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Rebelia herrichiella
Großer Erdröhren-Sackträger
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Rhyacia lucipeta
Glänzende Erdeule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • gefährdet
Foto Kleines Nachtpfauenauge
Quelle: John Navajo/shutterstock.com
Saturnia pavonia
Kleines Nachtpfauenauge
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Foto Sandgrauer Heide-Kleinspanner
Quelle: Ihor Hvozdetskyi/shutterstock.com
Scopula immorata
Sandgrauer Heide-Kleinspanner
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Spiris striata
Gestreifter Grasbär
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag

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Themen

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Quelle: ArTono/shutterstock.com
Quelle: Ruth Swan/shutterstock.com
Pflanzen für Tiere
Pflanzen für Tiere
Quelle: Photo by Peter Monsberger from Pexels
Pflanzen für Tiere
Quelle: YesPhotographers / Shutterstock.com
Themenwelt
Quelle: Onelia Pena/ shutterstock.com
Quelle: MarinaGreen/ shutterstock.com
Balkon und Terrasse