Wiesensalbei

Salvia pratensis

Staude
Wildform
Super Insektenpflanze
lange Blühzeit
Wiesensalbei (Salvia pratensis) Alle 4 Fotos anzeigen
Blüte von Wiesensalbei

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Einheimisches, bis zu 60 Zentimeter hohes Staudengewächs
  • Tiefreichende Wurzel mit Blattrosette
  • Bevorzugt trockene und sonnige Standorte
  • Dekorative, weithin sichtbare Blütenstände
  • Charakteristische blaue Blüten mit raffiniertem Bestäubungsmechanismus
  • Vermehrung durch Samen oder Stecklinge
  • Pflegeleicht und ohne besondere Ansprüche
  • Gut geeignet für Bauerngärten, Beete und Rabatten
  • Wichtige Futterpflanze für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge
  • Alte Heil- und Gewürzpflanze
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs Konkurrenz: sehr stark
Höhe: 30 - 50 cm
Wurzelsystem: Pfahlwurzler
Blüte
Blütenfarbe: blau
Blühzeit:
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Zweitblühte nach Sommerschnitt ja
Licht
Sonne
Laub
Schneckenunempfindlich Ja
Boden
Boden: normal
Wasser: trocken
Nährstoffe: normaler Boden
PH-Wert: basisch / kalk
Kübel/Balkon geeignet: Ja , Kübelgröße groß
Sonstiges
Ordnung: Lippenblütlerartige
Familie: Lippenblütler
Gattung: Salbei
Aussaat:
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Keimer: Lichtkeimer, Warmkeimer
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Was ist Wiesensalbei?

Der Wiesensalbei (Salvia pratensis) ist ein einheimisches Staudengewächs, das in Mittel- und Osteuropa halbmeterhohe dichte Büsche bildet. Wie der Artname bereits verrät, wächst das Mitglied der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) mit Vorliebe auf sonnenreichen Wiesen, Feldern und an Wegrändern. Dabei reicht die pfahlförmige Wurzel gut einen Meter in die Tiefe. Oberirdisch bilden seine faltigen, länglich-eiförmigen und behaarten Blätter eine lockere Rosette, die von vierkantigen, leicht gebogenen Stängeln mit großen Blütenständen überragt wird. Die bis zu 60 Zentimeter hohen Ähren bestehen aus dichtstehenden blauen Lippenblüten, die man bereits von weitem erkennt. Sie werden bis zu 2,5 Zentimeter lang. Nach der Bestäubung bilden sich daraus Klausenfrüchte mit zahlreichen Samen, die von Wind und Regen aus luftiger Höhe verteilt werden.

Wiesensalbei im Garten

Standort

Wiesensalbei mag es gerne trocken und sonnig. Der Boden sollte kalkreich, humos bis sandig-lehmig sein und nicht zuviel Stickstoff enthalten. Ansonsten ist er pflegeleicht und hat keine besonderen Ansprüche.

Schnitt

Stutzt man die Pflanzen nach der ersten Blüte, wird man meistens mit einer zweiten Blütezeit belohnt. Er wächst relativ langsam, sodass Schneiden und Teilen nur selten und vor allem bei zu reichhaltigem Nährstoffangebot notwendig ist.

Vermehrung

Der Wiesensalbei sät sich mit seinen zahlreichen Samen selbst aus. Darüber hinaus kann man noch nicht vollständig verholzte Triebe als Stecklinge verwenden.

Verwendung

Aus Bauerngärten ist der Wiesensalbei nicht wegzudenken. Ebenso gut machen sich kleine Gruppen davon in Rabatten und Blumenbeeten in Kombination mit anderen Wildstauden.

Schädlinge

Nicht nur der Mensch riecht den Wiesensalbei schon von weiten: Seine etherischen Öle halten die meisten Schädlinge fern. Spinnmilben, Blattläuse und Mehltau machen nur geschwächten Pflanzen zu schaffen, die zu feucht, zu dicht oder auf überdüngtem Boden stehen.

Ökologie

Der Wiesensalbei gehört zu den wichtigsten einheimischen Pollen- und Nektarlieferanten von Schmetterlingen, Wild- und Honigbienen. Der Hebelmechanismus der Blüten ist vor allem an die großen Hummeln angepaßt.

Wissenswertes

Ebenso wie der verwandte Gartensalbei lässt sich der Wiesensalbei als Heilpflanze und Gewürz verwenden. Die Blätter mit ihrem aromatischen Öl sind für Fischgerichte, Eintöpfe, herzhafte Saucen oder Saltimbocca bestens geeignet. Salbei kommt vom lateinischen salvare, heilen. Ein aromatischer Tee aus den Blättern gilt als ausgezeichnetes Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Verdauungsprobleme und Entzündungen.

Bisweilen treten Varianten mit andersartig gefärbten Blüten auf, von reinem weiß über verschiedene Blautöne bis zu dunklem Violett wie auch gemischte Formen mit weißer Unterlippe und blauem Helm. Kreuzungen mit anderen einheimischen Arten wie dem Gartensalbei oder Steppensalbei sind häufig und schwer zu unterscheiden.

Der Bestäubungsmechanismus ist ausgesprochen raffiniert: Kriecht ein Insekt bei der Suche nach Nektar in den glockenartigen Kelch, muss es dabei eine kleine Platte mit den Staubfäden bewegen. Diese senken sich mit ihren Staubbeuteln ab und pudern den Bestäuber ein. Erst danach wird der Fruchtknoten empfängnisbereit – so verhindert die Pflanze eine Selbstbefruchtung. Der Griffel hat dann genau die richtige Länge, um mit seinen klebrigen Narben die Pollen vom Rücken des Besuchers aufzunehmen.

Fotos

Blüte Wiesensalbei
Quelle: NaturaDB
Blatt Wiesensalbei
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Wiesensalbei
Quelle: NaturaDB
Blatt Wiesensalbei
Quelle: NaturaDB

Sorten Wiesensalbei

Sorte Blütenfarbe Blühzeit
Wiesensalbei (Wildform) blau
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Wiesensalbei 'Madeline' blau
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Wiesensalbei 'Rose Rhapsody' rosa
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Wiesensalbei 'Serenade' lila
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Wiesensalbei 'Swan Lake' weiß
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Wiesensalbei 'Sweet Esmeralda' rosa
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Wiesensalbei 'Mittsommer' violett -
Wiesensalbei 'Pink Delight' pink -
Wiesensalbei 'Rosea' rosa -
Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

Ökologischer Wert

Wiesensalbei in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
20
Anzahl Schmetterlingsarten:
24
Nektarwert:
3
Pollenwert:
1
Dient als Futterplanze für Raupen:
17
Dient als Nektarpflanze für Schmetterlinge:
11

Wiesensalbei passt gut zu

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Balkon und Terrasse
Pflanzen für Tiere
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Quelle: Photo by Peter Monsberger from Pexels
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