Moschusmalve

Malva moschata

Staude
Wildform
winterhart
Bienenweide
wintergrün
lange Blühzeit
Moschusmalve (Malva moschata) Alle 13 Fotos anzeigen
Blüte von Moschusmalve

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Intensiv nach Moschus riechende einheimische Malvenart
  • Beliebte Zier- und Heilpflanze
  • Robust, pflegeleicht und winterhart
  • Vermehrung durch Samen
  • Vor allem durch Malvenrost bedroht
  • Hübsche Dekoration für Staudenbeete und Rabatten
  • Blätter, Blüten und Früchte essbar
  • Tee aus den Blättern gegen Verdauungsprobleme und Erkältungskrankheiten
  • Gute Bienenweide
  • Nektarpflanze und Raupenfutter für Schmetterlinge
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs Konkurrenz: stark
Höhe: 40 - 80 cm
Wurzelsystem: Pfahlwurzel
Frostverträglich: bis -40 °C (bis Klimazone 3)
Blüte
Blütenfarbe: rosa
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Zweitblühte nach Sommerschnitt ja
Licht
Sonne bis Halbschatten
Laub
Blatt wintergrün ja
Blatt aromatisch ja
Schneckenunempfindlich Ja
Boden
Boden: humos
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Kübel/Balkon geeignet: Ja , Kübelgröße groß
Sonstiges
Ordnung: Malvenartige
Familie: Malvengewächse
Gattung: Malven
Aussaat:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Keimer: Dunkelkeimer, Warmkeimer
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Was ist Moschusmalve?

Moschusmalve, auch als Abelmoschus oder Indische Hibiscus-Malve bezeichnet (Malva moschata) gehört zur Familie der Malvengewächse (Malvaceae). Es handelt sich dabei um eine ausdauernde krautige Pflanze, die 40-80 Zentimeter hoch wird, eine kräftige Pfahlwurzel besitzt und mit knapp unter der Erdoberfläche sitzenden Überwinterungsknospen den Winter übersteht. Man findet sie in ganz Europa verbreitet, aber relativ selten auf nährstoffreichen Wiesen, Weiden, Schutt- und Staudengesellschaften, oft aus Gärten ausgewildert.

An den bogig aufsteigenden, mit einfachen Haaren besetzten Stängeln sitzen die wechselständigen mehrfach gefiederten Blätter, die bodennah nur unvollständig geteilt erscheinen und weiter oben linealische Fiedern aufweisen.

In den Blattachseln stehen die fünfzähligen radiärsymmetrischen rosafarbenen, selten weißen Blüten einzeln bis zu dritt weit oben am Stängel oder endständig. Sie sind schalenförmig, fünfzählig, 3-5 Zentimeter breit mit verwachsenen linealisch-lanzettlichen Außenkelchblättern, die 3-5mal so lang wie breit sind und an der Spitze eingebuchteten Kronblättern. Alle Teile der Pflanze riechen wie der Name bereits verrät intensiv nach Moschus. Die 3-6 Millimeter Durchmesser erreichenden diskusförmigen Spaltfrüchte stehen in den vertrockneten Kelchen und zerfallen in 10-16 rauhaarige Achänen mit jeweils einem Samen.

Moschusmalve im Garten

Standort

Die Moschusmalve bevorzugt einen frischen, nährstoff- und basenreichen aber kalkarmen tiefgründigen Boden, der sandig oder lehmig sein sollte. Sie ist wärmeliebend und steht am liebsten in der Sonne oder im Halbschatten.

Schnitt

Ein Schnitt ist bei der Moschusmalve nur nötig, um die nach den ersten Frösten abgestorbenen und verwelkten Triebe zu entfernen. Schneidet man die verblühten Triebe regelmäßig ab, dankt sie es mit weiteren Blüten.

Vermehrung

Eine Vermehrung der Moschusmalve ist mit Samen möglich oder durch Teilen bestehender Bestände. Die Überwinterungsknospen sitzen dicht unter der Erde und lassen sich abstechen und verpflanzen. Sie sorgt auch für Selbstaussaat oder lässt sich durch Stecklinge vermehren.

Verwendung

Die Kniehöhe erreichenden Moschusmalven sind eine dekorative Bereicherung für Staudenbeete und Blumenrabatten; sie lassen sich auch unter Gehölz oder auf Terrasse und Balkon in Kästen und Kübeln pflanzen.

Schädlinge

Moschusmalve gilt als relativ robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen, und sogar Schnecken schmeckt sie nur selten. Sie ist jedoch empfindlich gegenüber Malvenrost, einer durch den Rostpilz Puccinia malvacearum hervorgerufenen fleckigen Erkrankung der Blätter.

Ökologie

Die Moschusmalve wird vor allem von Honigbienen bestäubt und gilt als gute Bienenweide. Unter den Wildbienen sammelt die Malven-Langhornbiene (Eucera macroglossa) den Pollen.

Den Nektar als Nahrungsquelle und die Blätter der Moschusmalve als Raupenfutter verwendet der Schmetterling Malven-Dickkopffalter (Carcharodus alceae) und lediglich als Raupennahrung der Wegrand-Malven-Blattspanner (Larentia clavaria).

Wissenswertes

Blätter und Blüten der Moschusmalve sind essbar und lassen sich in Wildkräutersalaten oder zur Dekoration verwenden. Die jungen Spaltfrüchte mit ihren Samen kann man ebenfalls essen, entweder roh oder in Essig eingelegt ähnlich wie Kapern. Aus den Blättern lässt sich Spinat kochen.

Neben der rosa blühenden Wildform gibt es Zuchtsorten wie weiße Albinos und andere Farbschattierungen.

Fotos

Blüte Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Knospe Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Blüte Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Blüte Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Blüte Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Blatt Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Blatt Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Moschusmalve
Quelle: NaturaDB
Blatt Moschusmalve
Quelle: Agnieszka Kwiecie?, Nova, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Frucht Moschusmalve
Quelle: Plenuska, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blüte Moschusmalve
Quelle: Drojat, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Moschusmalve
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons

Sorten Moschusmalve

Sorte Blütenfarbe Blühzeit
Moschusmalve (Wildform) rosa
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Moschusmalve 'Alba' weiß
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

Häufige Fragen

Wofür ist Moschusmalve gut?

Die Moschusmalve ist eine alte Heilpflanze, die in der Naturheilkunde noch heute verwendet wird. Man nutzt die getrockneten Blätter, die eine entzündungshemmende, harntreibende und schleimlösende Wirkung haben. Sie wird gegen Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden und Harnwegsinfekten eingesetzt. Die Blätter steigern die Milchsekretion, was man früher nicht nur bei stillenden Müttern, sondern auch bei Milchvieh anwendete.

Kann man Moschusmalve essen?

Bei der Moschusmalve sind Blüten, Blätter und Früchte essbar. Man kann sie als Dekoration, in Wildkräutersalaten oder Kräuterquark und Suppen verwenden. Die diskusförmigen Früchte lassen sich wie Kapern in Essig einlegen.

Ökologischer Wert

Moschusmalve in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
1
Anzahl Schmetterlingsarten:
2
Nektarwert:
2
Pollenwert:
1
Dient als Futterplanze für Raupen:
2
Dient als Nektarpflanze für Schmetterlinge:
1

Moschusmalve passt gut zu

Themen

Balkon und Terrasse
Pflanzen für Tiere
Pflanzen für Tiere
Quelle: Photo by Peter Monsberger from Pexels
Pflanzen für Tiere