Gewöhnliche Goldrute

Solidago virgaurea

Staude
Wildform
Wichtige Schmetterlingspflanze
wintergrün
lange Blühzeit
Gewöhnliche Goldrute (Solidago virgaurea) Alle 2 Fotos anzeigen
Quelle: Ji?í Sedlá?ek, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
  • Einheimische Goldrutenart
  • Gehört zur Familie der Korbblütler
  • Bis zu zwei Metern hoch, ausdauernd und sommergrün
  • Große Rispen mit kleinen gelben Blüten
  • Vermehrung mit Samen
  • Bestäubung durch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen
  • Alte Heilpflanze mit diuretischer Wirkung
  • In größeren Mengen für Tiere giftig
  • Kann Kontaktallergien hervorrufen
  • Auslöser von Heuschnupfen
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Höhe: 20 - 50 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Licht
Sonne bis Halbschatten
Laub
Blatt wintergrün ja
Schneckenunempfindlich Ja
Boden
Boden: durchlässig bis normal
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: nährstoffarmer Boden
Sonstiges
Ordnung: Asternartige
Familie: Korbblütler
Gattung: Goldruten
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Was ist Gewöhnliche Goldrute?

Gewöhnliche Goldrute, Gemeine oder Echte Goldrute (Solidago virgaurea) wächst verbreitet in lichten, gras- und krautreichen Eichen-, Buchen- und Nadelmischwäldern, auf Heiden und Magerwiesen. Die ausdauernden krautigen Pflanzen werden bis zu 50 Zentimeter hoch und zeichnen sich durch straff aufrechte, meist unverzweigte Stängel aus. Daran stehen die wechselständigen, gestielten Blätter, die im unteren Teil länglich-eiförmig und nach oben hin zusehends schmal-lanzettlich werden. Ihr Rand ist fein gezähnt und die Unterseite deutlich gerippt.

Bei den Blütenständen handelt es sich um aufrechte allseitswendige und wenig verzweigte, traubenförmige Rispen mit locker stehenden Korbblüten. Diese sind 10-15 Millimeter breit, mit 6-12 gelben Zungenblüten außen. Als Früchte werden eiförmige Achänen mit borstig-fedrigem Pappus gebildet.

Gewöhnliche Goldrute im Garten

Standort

Die Gewöhnliche Goldrute bevorzugt einen mäßig frischen bis trockenen, milden bis mäßig sauren, lockeren sandigen, steinigen oder reinen Lehmboden mit Halbschatten.

Schnitt

Schneiden ist nur vonnöten, um vertrocknete Stängel zu entfernen. Ansonsten ist die Pflanze pflegeleicht.

Vermehrung

Die Gewöhnliche Goldrute bildet im Gegensatz zu verwandten Arten keine Wurzelausläufer, sodass man sie nur mit Samen vermehren kann.

Verwendung

Mit ihren auffälligen gelben Blüten ist die Gewöhnliche Goldrute gut für Staudenbeete geeignet.

Schädlinge

Die Gewöhnliche Goldrute ist recht robust und wird nur selten von Krankheiten oder Schädlingen bedroht. An den Blättern finden sich bisweilen Rostflecken, selten Mehltau.

Ökologie

Für die Bestäubung der Gewöhnlichen Goldrute sind Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Schwebfliegen verantwortlich, sie kann sich aber auch selbst bestäuben. Pollen sammelt hier die Wildbiene Andrena denticulata für den Nestbau. 16 Schmetterlinge interessieren sich für die Blätter als Raupenfutter. Dazu zählen auch gefährdete Arten wie der Goldruten-Mönch (Cucullia gnaphalii), der Goldruten-Blütenspanner (Eupithecia orphnata) und der Schwalbenwurz-Kleinspanner (Scopula umbelaria).

Wissenswertes

Die Gewöhnliche Goldrute ist eine alte Heilpflanze, die in der Antike noch unbekannt war und erst von den Autoren der mittelalterlichen Kräuterbücher ausführlich behandelt wurde. Als Diuretikum, als harntreibendes Mittel ist der Tee bis heute in Gebrauch. Früher verwendet man sie auch als Färbepflanze zum Gelbfärben von Tuchen.

Neben der Wildform gibt es im Gartenfachhandel zahlreiche Zuchtsorten.

Fotos

Gesamte Pflanze Gewöhnliche Goldrute
Quelle: Ji?í Sedlá?ek, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blüte Gewöhnliche Goldrute
Quelle: H. Zell, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

Häufige Fragen

Ist die Goldrute giftig?

Für den Menschen gilt die Goldrute als ungiftig und wird von der Naturheilkunde als harntreibende Heilpflanze bei Harnwegsbeschwerden, Gicht und Rheuma eingesetzt. Bei größeren Mengen kann sie jedoch der Gesundheit schaden, wie man bei Pferden und Rindern sieht. Daher sollte man auch Goldrutentee nicht über längere Zeiträume regelmäßig zu sich nehmen. Außerdem kann sie bei empfindlichen Menschen bei häufigem Hautkontakt allergische Reaktionen auslösen. Der Pollen kann Heuschnupfen hervorrufen.

Für was ist Goldrute gut?

Goldrute verwendet man in der Naturheilkunde äußerlich gegen Wunden, Ekzeme und Hautgeschwüre. Der Tee ist ein starkes Diuretikum, das man bei Nierensteinen, Blasenentzündungen sowie zur Entwässerung bei Gicht und rheumatischen Beschwerden einsetzt.

Ökologischer Wert

Gewöhnliche Goldrute ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
1
Anzahl Schmetterlingsarten:
16
Nektarwert:
2
Pollenwert:
2
Dient als Futterplanze für Raupen:
17

Schmetterlingspflanzen

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