Hänge-Segge (Carex pendula)
Hänge-Segge: Gesamte Pflanze

Hänge-Segge,Riesen-Segge, Große Segge, Hängende Segge

Carex pendula

Gras
heimisch
Wildform
winterhart
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beliebtes hohes Sauergras mit langen dunkelgrünen Blättern
  • Überhängende Blütenstände, mit männlichen Ähren an der Spitze und weiblichen weiter unten
  • Bildet dichte Horste ohne Ausläufer
  • Wintergrün, daher auch im Winter sehr dekorativ
  • Vermehrung mit Samen oder durch Teilung der Horste, auch Selbstaussaat
  • Sollten regelmäßig ausgeputzt, zurückgeschnitten oder geteilt werden
  • Für einen feuchten und fruchtbaren Boden mit Sonne, Halbschatten oder Schatten
  • Gut zu kombinieren mit Pflanzen mit anderen Blattformen und größeren Blüten
  • Pflegeleicht, robust, winterhart, schneckenunempfindlich
  • Bestäubung und Verbreitung der Samen mit dem Wind
Standort
Licht: Sonne bis Schatten
Boden: durchlässig bis lehmig
Wasser: feucht bis frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Wuchs
Pflanzenart: Gras
Wuchs: aufrecht, buschig, horstbildend
Höhe: 50 - 90 cm
Breite: 70 - 80 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
Blüte
Blütenfarbe: grün
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenform: klein, unscheinbar, in getrennten männlichen und weiblichen Ähren
Laub
Blattfarbe dunkelgrün
Blattphase wintergrün
Blattform riemen- bis bandförmig, zugespitzt
Schneckenunempfindlich ja
Sonstiges
Pflanzen je ㎡: 3
Klassifizierung
Ordnung: Süßgrasartige
Familie: Sauergrasgewächse
Gattung: Seggen

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Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Hänge-Segge?

Hänge-Segge, Große Segge oder Riesen-Segge (Carex pendula) gehört zu den Sauergräsern (Cyperaceae); sie ist in Europa, Vorderasien und Nordafrika weit verbreitet und mit die größte unserer heimischen Grasarten. Wild wächst sie in Wäldern und Gebüschen, bevorzugt an Wasserläufen mit schweren Lehmböden.

Die Hängende Segge erreicht mit ihren imposanten Blütenständen eine Höhe von 50-90 Zentimetern; sie ist eine büschelig wachsende immergrüne Staude mit dreizeilig stehenden, bis zu 90 Zentimeter langen und recht breiten, kahlen gekielten linealischen Blättern, die auf der Oberseite leuchtend mittelgrün, unterseits bläulichgrün ausfallen. Sie bildet stattliche, breit buschige Horste, die in der Erde ein kurzes, aber kräftiges und verholzendes Rhizom aufweisen. Ausläufer bildet sie im Gegensatz zu vielen anderen Carex-Arten nicht.

Anfang des Sommers erscheinen die überhängenden dreikantigen Sprosse mit den namensgebend hängenden, langgestielten zylindrischen und kätzchenartigen Ähren. Typischerweise finden sich an der Spitze ein oder zwei dunkelbraune und schmale Ähren mit männlichen Blüten, weiter untern vier bis sieben breitere und eher grüne Ähren mit weiblichem Blütenbesatz. Die männlichen Ähren sind 5-16 Zentimeter lang, die weiblichen 5-26 Zentimeter. Aus Letzteren entwickeln sich nach der Bestäubung durch den Wind grünbraune, 35 Millimeter lange Karyopsen mit einem 1-3 Millimeter langen Schnabel.

Hänge-Segge im Garten

Standort

Die Hänge-Segge benötigt im Garten eine fruchtbare und feuchte bis recht nasse, humos-lehmige Erde mit Sonne oder Halbschatten. Der Boden sollte nicht zu kalkhaltig sein; ansonsten ist das Gras wenig anspruchsvoll. Im Gegensatz zu anderen Sauergräsern darf bei Carex pendula der Boden vorübergehend auch recht trocken werden, das darf sich nur nicht zu einem Dauerzustand entwickeln.

Zu viel Sonne kann im Winter gefährlich werden, da dann kalte scharfe Winde das immergrüne Gras austrocknen können; daher ist ein etwas beschatteter und windgeschützter Standort angesagt. Als heimische Pflanze ist Carex pendula gut winterhart – sie hält Temperaturen bis -28 °C locker aus.

Schnitt

Werden die prachtvollen Horste der Hänge-Segge mit der Zeit struppig und unansehnlich hilft ihnen ein kräftiger Rückschnitt wieder auf die Beine. Ähnliches gilt für eine Teilung der Bestände. Willst Du eine Selbstaussaat verhindern, so musst Du die Ähren rechtzeitig vor der Samenreife entfernen.

Vermehrung

Die Samen der Hänge-Segge sind Kaltkeimer, die man nach der Samenreife im Herbst direkt im Freiland einer Kälteperiode aussetzen muss. Sie sorgt auch fleißig für Selbstaussaat, wenn Du sie gewähren lässt. Die Horste lassen sich im späten Frühling bis zum frühen Sommer teilen.

Verwendung

Mit ihren prächtigen Ähren macht sich die Hänge-Segge an vielen Orten im Garten ausgezeichnet und bildet als Solitärgras einen dekorativen Hintergrund für viele Blumen und Zierstauden. Sie lässt sich gut kombinieren mit Nieswurz, Immergrün, Funkien oder Farnen – unterschiedliche Blätter und vor allem noch auffälligere Blüten bilden einen schönen Kontrast.

Schädlinge

Die Hänge-Segge ist ausgesprochen robust; Blattläuse finden sich bestenfalls an den noch grünen und zarten Sproßbasen, Schnecken sind von ihnen nicht angetan.

Ökologie

Wie alle Gräser wird auch die Hänge-Segge vom Wind bestäubt. Auch für die Verbreitung der Karyopsen ist er zuständig, wobei diese auch von Regen und Wasser davongespült werden.

Weltweit ist die Hänge-Segge mittlerweile eingeschleppt, so in Neuseeland und Teilen der USA. An den passenden Standorten mit feuchten und schweren Böden werden die Neophyten schnell dominant und drohen die einheimischen Arten zu vertreiben.

Wissenswertes

Gras ist nicht gleich Gras, und Sauergras längst nicht Sauergras. Gerade die Gattung Carex gilt als eine der formenreichsten der gesamten europäischen Flora.

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Fotos (8)

Gesamte Pflanze Hänge-Segge
Hänge-Segge: Gesamte Pflanze
Gesamte Pflanze Hänge-Segge
Hänge-Segge: Gesamte Pflanze
Blatt Hänge-Segge
Hänge-Segge: Blatt
Gesamte Pflanze Hänge-Segge
Hänge-Segge: Gesamte Pflanze
Blatt Hänge-Segge
Quelle: Guy LECQ, CC BY-SA 2.0 FR, via Wikimedia Commons
Blüte Hänge-Segge
Quelle: Inge WULLWEBER, CC BY-SA 2.0 FR, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Hänge-Segge
Quelle: Augustin ROCHE, CC BY-SA 2.0 FR, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Hänge-Segge
Hänge-Segge: Gesamte Pflanze

Häufige Fragen

Wann schneidet man Hänge-Segge?

Am besten vor dem Austrieb, also vorzugsweise im zeitigen Frühjahr. Dann nimmt sie selbst einen radikalen Rückschnitt gelassen hin; Du kannst sie ruhig bis eine Handbreit über dem Boden ratzekahl abschneiden, danach treibt das immergrüne Sauergras unbeeindruckt neu aus und beginnt im Sommer zu blühen.

Wie hoch wird Hänge-Segge?

Die Hänge-Segge Carex pendula ist mit die größte unserer einheimischen Sauergräser. Die Blätter werden fast einen Meter lang und werden noch von den charakteristischen Blütenständen überragt. In denen finden sich an der Spitze eine oder zwei dunklere Ähren mit nur männlichen Blüten, darunter vier bis sieben Ähren nur mit weiblichen. In den großen Horsten macht sie damit einen stattlichen Eindruck.

Wert für Insekten und Vögel

Hänge-Segge ist in Mitteleuropa heimisch und dürfte deshalb einen Wert für Bienen, Schmetterlinge & Co. haben.

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