Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)
Schneeglöckchen: Gesamte Pflanze

Schneeglöckchen

Galanthus nivalis

Zwiebel
heimisch
Wildform
winterhart
Bienenweide
Frühblüher
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bekannter Frühblüher, oft bereits aus der Schneedecke aufragend
  • Duftende weiß-grüne Blüten und schmale lange Blätter
  • Verschwindet im Frühsommer und überwintert mit Zwiebeln
  • Bildet kleine Horste im Rasen oder unter Gehölz
  • Vermehrung über Zwiebeln oder Samen
  • Wichtiger erster Nektarlieferant für Insekten im zeitigen Frühjahr
  • Verbreitung mit Zwiebeln oder über Samen mithilfe von Ameisen
  • Ideal zur Kombination mit anderen Frühblühern
  • In allen Teilen giftig
  • Hübsche Schnittblume

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Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig bis lehmig
Wasser: feucht bis frisch
Nährstoffe: normaler Boden
Kübel/Balkon geeignet: ja
Wuchs
Pflanzenart: Zwiebel
Höhe: 10 - 20 cm
Breite: 5 - 10 cm
Wurzelsystem: Zwiebel
Frostverträglich: bis -34 °C (bis Klimazone 4)
Blüte
Blütenfarbe: weiß
Blühzeit:
j
f
m
a
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j
j
a
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d
Blütenform: zweikreisig
Laub
Blattfarbe grün
Blattphase wintergrün
Blattform lineal, abgerundet
Ökologie
Bienen: Bienenweide
Sonstiges
Pflanzen je ㎡: 400
Klassifizierung
Ordnung: Spargelartige
Familie: Amaryllisgewächse
Gattung: Schneeglöckchen

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Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was sind Kleine Schneeglöckchen?

Das Kleine Schneeglöckchen (Galanthus nivalis) ist ein Zwiebelgewächs aus der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Der aus dem Griechischen abgeleitete Name galanthos bedeutet sinngemäß Milchblüte, das lateinische nivalis steht für Schnee. Es handelt sich dabei um die einzige in Mitteleuropa heimische Schneeglöckchenart und ist in Mischwäldern, Gärten und Parkanlagen weit verbreitet. Das ausdauernde Kraut erscheint im Frühjahr und bildet kleine Gruppen. Die überwinternden Zwiebeln haben einen Durchmesser von zwei Zentimetern und sind oberirdisch nicht zu erkennen.

Seine linealischen Blätter sind blaugrün, bereift und bis zu zwanzig Zentimetern lang. Sie erscheinen zusammen mit den Blüten und werden von diesen um ein Stückchen überragt. Die nickenden, glöckchenförmigen Blüten sind strahlend weiß mit grünen Stellen, stehen einzeln und entfalten einen charakteristischen Duft. Oft blühen sie bereits, wenn noch Schnee liegt. Botanisch handelt es sich um eine Trugdolde, mit langem Stiel, länglichem grünen Fruchtknoten und dreizähligen Blütenblättern. Nach der Bestäubung bildet sich eine Kapselfrucht mit hellbraunen Samen. Das oberirdische Grün verschwindet im Frühsommer, nur die Zwiebel überdauert.

Kleine Schneeglöckchen im Garten

Standort

Das Kleine Schneeglöckchen bevorzugt einen feucht-humosen, leicht feuchten und schattigen bis halbschattigen Standort.

Schnitt

Da das Kraut bereits im Frühsommer verschwindet ist ein Schnitt nicht nötig.

Vermehrung

Schneeglöckchen breiten sich mit Zwiebeln und Samen aus. Im Garten vermehrt man sie am einfachsten durch Verpflanzen der Zwiebeln in etwa acht Zentimetern Tiefe. Sie mögen es allerdings nicht besonders, wenn man in ihrer Nähe herumgräbt – daher sollte man sie am besten sich selbst überlassen. Ansonsten kann man auch die reifen Früchtchen aufsammeln und den Samen im Blumenkasten keimen lassen.

Verwendung

Das Kleine Schneeglöckchen lässt sich in Beeten, Rabatten und sogar auf Rasenflächen wunderbar mit anderen Frühblühern wie Krokus und Winterling kombinieren. Als Unterwuchs von Büschen und Sträuchern sorgt es für ein erstes Grün, bevor das Gehölz Blätter austreibt. Rasen mit Schneeglöckchen sollte man unbedingt erst nach der Blüte mähen.

Schädlinge

Schneeglöckchen werden bisweilen von Rostpilzen heimgesucht, darunter Melampsora- und Puccinia-Arten. Schnecken schrecken vor seinen Giftstoffen nicht zurück.

Ökologie

Für die Bestäubung sorgen vor allem Honigbienen und Schmetterlinge. Bienen werden erst bei einer Außentemperatur von 10°C aktiv und finden im Frühjahr häufig Schneeglöckchen als erste Nektarlieferanten vor.

Die Samen besitzen ein fleischiges Anhängsel. Dieses Elaisosom lockt Ameisen herbei, die den Samen des Kleinen Schneeglöckchen verbreiten. Die Pflanze kommt ihnen beim Einsammeln entgegen, indem sie den Stängel mit der Frucht nach der Reife erschlaffen lässt.

Wissenswertes

Das Kleine Schneeglöckchen gehört zu den wenigen Frühblühern, bei denen sogar die Blüten strengen Frost unbeschadet überstehen. Die weißen Blütenblätter reflektieren das UV-Licht der Sonne besonders stark, sodass die Blüten sogar im Schnee weithin sichtbar bleiben. Die Pflanze ist in allen Teilen giftig, wobei die größten Alkaloidmengen in den Zwiebeln zu finden sind.

Im Gartenfachhandel bekommt man zahlreiche Zuchtsorten, mit unterschiedlich grün gezeichneten Blütenkelchen, gefüllten Sorten und anderes. Die vereinzelt wildwachsenden Exemplare stehen unter Naturschutz. Jene aus dem heimischen Garten geben als Schnittblumen hübsche Frühjahrssträußchen ab.

Übrigens: Das Große Schneeglöckchen ist die Art Galanthus elwesii – es etwas größer und blüht noch vor seiner kleineren Schwester.

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Fotos (4)

Gesamte Pflanze Schneeglöckchen
Schneeglöckchen: Gesamte Pflanze
Gesamte Pflanze Schneeglöckchen
Schneeglöckchen: Gesamte Pflanze
Blüte Schneeglöckchen
Quelle: André Karwath aka Aka, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Schneeglöckchen
Quelle: The Cosmonaut, CC BY-SA 2.5 CA, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Wo kann man Schneeglöckchen kaufen?

Am naheliegendsten ist der Kauf in einer Gärtnerei oder einer Baumschule deiner Region.
Unter "Schneeglöckchen kaufen" findest du sofort erhältliche Angebote unterschiedlicher Internet-Anbieter.

Welchen Standort brauchen Schneeglöckchen?

Schneeglöckchen brauchen einen humosen und leicht feuchten, aber nicht nassen und schattigen bis halbschattigen Standort.

Wie lange brauchen Schneeglöckchen?

Die bei uns heimische Wildform vom Schneeglöckchen Galanthus nivalis blüht im Februar und März. Bei den verschiedenen Gartensorten gibt es sowohl frühblühende und spätblühende Vertreter, bei denen die Blütezeit teilweise bis in den April hineinreicht.

Was macht man, wenn Schneeglöckchen verblüht sind?

Am besten erst einmal völlig in Ruhe lassen. Nach der Blüte gehen die Pflanzen bereits in den Rückzug und ziehen die oberirdischen Teile ein. Da stecken noch jede Menge wichtige Bau- und Nährstoffe drin, die sie für die lange blattgrünlose Zeit und den Austrieb im nächsten Frühjahr brauchen. Daher solltest Du das verblühte Kraut erst dann entfernen, wenn es vollkommen vertrocknet ist – dann gibt es für die unterirdischen Teile definitiv nichts mehr zu holen. Gegebenenfalls kannst Du die Fruchtansätze unabhängig davon vorher entfernen, da die Pflanzen in die Samenproduktion recht viel Energie investieren.

Wie pflegt man Schneeglöckchen?

Schneeglöckchen sind nicht nur äußerst robust, sondern auch ausgesprochen pflegeleicht. Eigentlich brauchst Du Dich überhaupt nicht mehr um sie zu kümmern, wenn Du sie erst einmal in Deinem Garten angesiedelt hast. Sie blühen jedes Jahr zuverlässig bereits im Februar und März und verschwinden bereits im Frühsommer, wobei sie sich bis auf die unterirdische Zwiebel zurückziehen. Bestenfalls kannst Du das vertrocknete Kraut irgendwann entfernen – nur nicht zu früh, denn die Zwiebelchen holen sich noch alle wichtigen Nährstoffe für die lange Phase ohne Photosynthese und lagern sie ein. Ansonsten kannst Du ab und zu mal die Bestände teilen, damit sie wieder nach allen Seiten Platz haben und nicht allmählich blühfaul werden.

Wann düngt man Schneeglöckchen?

Vorzugsweise nur bis zur Blütezeit – es gibt spezielle Dünger für Blumenzwiebeln und Frühblüher. Die Nährstoffe werden allerdings nur bis zur vollzogenen Blüte aufgenommen, danach gehen die Schneeglöckchen bereits in die Diaspora und beginnen sich bis auf ihre Zwiebeln zurückzuziehen. Da braucht es eigentlich keinen Dünger mehr.

Wie lange blüht das Schneeglöckchen?

In der Wildform blüht das Schneeglöckchen Galanthus nivalis im Februar und März, einige spätblühende Sorten auch bis in den April hinein. Die einzelnen Blüten halten sich erstaunlich lange – wie lange genau hängt natürlich auch vom Wetter ab. Bei vielen frühen Sommertagen und relativ hohen Temperaturen dauert die Blütenpracht naturgemäß nicht ganz so lange wie bei kühlem und bedecktem Wetter. Das hat auch mit der Bestäubung zu tun: sobald die Blüten von tierischen Besuchern mit Pollen versehen wurden hat sich der Zweck des Schauorgans erledigt, und das Schneeglöckchen kann sich der Produktion von Früchten und Samen widmen.

Wie schneidet man Schneeglöckchen?

Eigentlich gar nicht nötig – wenn überhaupt, dann kannst Du die vollkommen ausgetrockneten Blätter und Blütenstände irgendwann entfernen. Nur nicht zu früh, weil das die Pflanzen unnötig schwächen würde. Legst Du keinen Wert auf Samen und Selbstaussaat kannst Du auch schon vorher die Früchte abknipsen, bevor sie zu viel Kraft aus der Pflanze ziehen. Ansonsten kannst Du die Bestände nach der Blüte bis in den Herbst hinein teilen und verpflanzen.

Bis wann kann man Schneeglöckchen pflanzen?

Wie bei allen Frühblühern pflanzt man die Zwiebeln des Schneeglöckchens zwischen August und Oktober an Ort und Stelle im Garten. Oktober ist dann aber höchste Zeit – ein bisschen Zeit brauchen die Zwiebelchen, bis sie Wurzeln getrieben und sich etabliert haben, bis die ersten strengen Fröste kommen.

Wann Schneeglöckchen Samen ernten?

Die Fruchtreife erfolgt bei den meisten Schneeglöckchen im April, bei den spätblühenden auch etwas später. Wenn die kleinen grünen Kapseln zu vertrocknen beginnen und sich zum Verteilen der Samen öffnen kannst Du sie auf jeden Fall ernten. Achte doch einfach mal auf die Ameisen: Sobald diese mit den Samen beladen Richtung Nest aufmachen sind sie mit Sicherheit reif – die Krabbler interessieren sich für das nahrhafte Elaiosom und verschleppen dabei den eigentlichen Samen über weite Strecken von der Mutterpflanze entfernt. Bei der Aussaat daran denken, dass die Schneeglöckchensamen Dunkelkeimer und Kaltkeimer sind – sie müssen also mindestens einen Zentimeter tief in der Erde verbuddelt werden und benötigen eine Kältephase zum Keimen.

Können sich Schneeglöckchen vermehren?

Ansonsten wären sie schon lange ausgestorben. Ausläufer bilden sie nicht, sondern vermehren sich vorzugsweise generativ über reichlich gebildete Samen. Dass diese weite Verbreitung finden, dafür sorgen Ameisen. Das fettreiche Elaisom, das Samenanhängsel, ist für sie ein gefundenes Fressen. Daher nicht wundern, wenn plötzlich in der Nähe eines Ameisennestes im Garten an unvermuteten Stellen plötzlich Schneeglöckchen auftauchen.

Wo wachsen Schneeglöckchen?

Das Schneeglöckchen Galanthus nivalis wächst wild in den Laub- und Mischwäldern sowie Auenwäldern Mitteleuropas auf kalkhaltigen humosen Lehm- und Tonböden. Man findet es in einem isolierten Areal in Westfrankreich sowie einem größeren Gebiet zwischen dem Süden Deutschlands, Italien über den Nordwesten der Balkanhalbinsel bis in die Ukraine hinein. Andere Arten der Gattung Galanthus wachsen noch weiter östlich bis zum Kaspischen Meer, Kleinasien und der Levante.

Sind Schneeglöckchen winterhart?

Die Wildform des Schneeglöckchens ist in unseren Breiten heimisch und daher bestens an die klimatischen Verhältnisse angepasst. So ist es kaum verwunderlich, dass es mit unseren winterlichen Temperaturen bestens zurechtkommt.

Was ist besonders an Schneeglöckchen?

Schneeglöckchen sind vor allem deswegen etwas ungewöhnlich, weil sie selbst bei Schnee tapfer ihre Blüten austreiben – oft bereits im Februar und März, wenn es draußen noch knackig kalt ist. Damit gehören sie zu den ersten Frühblühern überhaupt. Die weiße Farbe und die glockenförmige Form haben dem Schneeglöckchen auch zu seinem deutschen Namen verholfen. Nicht viel anders sieht es mit der botanischen Bezeichnung aus: Galanthus kommt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß Milchblume, nivalis aus dem Lateinischen und heißt im Schnee wachsend. Die nickenden dreiteiligen Blüten mit ihren grünen unterständigen Fruchtknoten und die langen schmalen Blätter machen es unverwechselbar.

Warum hängen Schneeglöckchen?

Vermutlich einfach deswegen, weil so die Staubblätter und Fruchtblätter am besten vor Niederschlägen geschützt sind. Wären sie aufgestellt, so würde sich Feuchtigkeit darin sammeln – in der frühen Blütezeit, wo der nächste Nachtfrost sicher ist könnte das fatal werden.

Welche Pflanze wird manchmal mit dem Schneeglöckchen verwechselt?

Eigentlich ist das Schneeglöckchen Galanthus nivalis mit seinen dreiteiligen nickenden Blüten unverwechselbar. Man braucht schon etwas Fantasie, um es mit dem Maiglöckchen Convallaria majalis zu verwechseln. Die Unterschiede sind unverkennbar: Bei diesem sind die Blätter nicht schmal-, sondern breit-lanzettlich, die weißen nickenden Blüten stehen in langen Trauben und bilden kleine breite Glöckchen aus verwachsenen Kronblättern, während die des Schneeglöckchens getrennt voneinander stehen und wesentlich schmaler ausfallen.

Welchen Dünger brauchen Schneeglöckchen?

Für Schneeglöckchen und andere frühblühende Zwiebelpflanzen gibt es besondere Dünger, die sich positiv auf den Blütenreichtum auswirken. Ansonsten tut es auch ab und zu eine Portion gut abgehangener Kompost und etwas Kalk. Nur Mineraldünger und stark stickstoffhaltigen Dünger mögen sie nicht. Zugute kommt die Düngung den Pflanzen nur vor der Blütezeit – danach stellen sie das Wachstum ein und konzentrieren sich nur noch auf die Samenbildung und die anstehende Ruhephase. Wenn düngen, dann also gleich im Januar und Februar, wenn die Schneeglöckchen austreiben und ihre Knospen bilden, oder schon vorher im Herbst

Wann kann ich Schneeglöckchen mähen?

Am besten, wenn sie bereits verblüht sind und den Rückzug ins Winterquartier abgeschlossen haben, sprich wenn ihre oberirdischen Teile vollkommen vertrocknet sind. Vorher nimmst Du ihnen mit der Aktion Rasenmäher zu viel von der wertvollen Kraft, die sie noch für ihre lange Ruhezeit benötigen.

Soll man Schneeglöckchen düngen?

Kann man, muss man aber nur, wenn der Boden wirklich ausgesprochen mager ausfällt. Das Schneeglöckchen kommt auch mit wenig Nährstoffen gut zurecht – in seiner kurzen Vegetationsphase hat es noch nicht mit viel Konkurrenz zu kämpfen. Überdüngen solltest Du es auf gar keinen Fall, denn das gehört zu den wenigen Dingen, die das ansonsten robuste und pflegeleichte Schneeglöckchen übelnimmt. Das schwächt und verweichlicht die Pflanzen, die dadurch empfindlich für Pilze und Schädlinge werden. Auch hat es organischen Dünger lieber als mineralischen, zumal es an seinen natürlichen Standorten humose und kalkhaltige Böden bevorzugt.

Wie viele Blüten hat ein Schneeglöckchen?

Jede einzelne Schneeglöckchen-Zwiebel bildet nur eine einzige Blüte. Heißt überall wo Du im Garten eine Schneeglöckchenblüte siehst verbirgt sich ein Zwiebelchen in der Erde.

Wie tief werden Schneeglöckchen gepflanzt?

Einfache Faustregel – im wahrsten Sinne des Wortes: Eine Handbreit tief und eine halbe Handbreit auseinander, sprich etwa zehn Zentimeter in die Erde mit einem Abstand von etwa fünf Zentimetern.

Wie lange halten Schneeglöckchen in der Vase?

Kommt vor allem darauf an, wie warm sie stehen – so etwa eine Woche halten sie durch, wenn man sie nicht gerade in Reichweite der Heizung platziert. Täglich das Wasser in der Vase wechseln oder etwas Schnittblumenfrisch hineingeben lässt sie noch etwas länger leben. Wenn Du Dich an dem feinen Duft erfreuen willst kannst Du es aber stattdessen auch einfach mit Schneeglöckchen im Topf versuchen? Die halten definitiv länger als Schnittblumen-Schneeglöckchen in der Vase.

Wie vermehren sich Schneeglöckchen selbst?

Mit Samen, und das reichlich. Dabei nehmen sie tierische Hilfe in Anspruch, denn die großen Elaiosomen, die Samenanhängsel locken Ameisen herbei, die die Samen in ihre Nester verschleppen und die „Reste“ in der Umgebung entsorgen. So wachsen mitunter ganze Kränze von neuen Schneeglöckchen an unvermuteter Stelle im Garten – bei näherem Hinsehen dürfte dann in der Mitte ein Ameisennest liegen.

Kann man Schneeglöckchen während der Blüte umpflanzen?

Kann man schon, aber so richtig gerne haben sie das nicht. Man macht das besser vor der Blüte oder noch besser danach. Wo die Zwiebeln sitzen erkennt man auch an den Blättern und gegebenenfalls an den Fruchtständen.

Ist das Schneeglöckchen ein Frühblüher?

Ja, allerdings, quasi ein Frühblüher par excellence. Es zeigt seine Blüten oft bereits, wenn noch eine Schneedecke liegt. Dann ragen die kleinen Glöckchen heraus und bieten den ersten unerschrockenen Insekten früh im Jahr Nahrung.

Sind Schneeglöckchen mehrjährig?

Ja. Sie überwintern mittels ihrer unterirdischen Zwiebeln und treiben jedes Jahr im Januar und Februar aus, um dann im Februar und März ihre charakteristischen Blüten zu zeigen. Nicht wundern, wenn sie bereits im Frühsommer aus dem Garten verschwunden zu sein scheinen – sie haben sich nur vollständig zurückgezogen und warten unterirdisch auf die nächste Saison.

Warum kann das Schneeglöckchen überwintern?

Das funktioniert dank eines speziellen „Gefrierschutzes“. Der verhindert, dass das Wasser in den Pflanzenzellen gefriert und die Zellwände zerstört. Dadurch ist das Schneeglöckchen vollkommen winterhart und übersteht auch die strengsten Minusgrade. Begünstigt wird das durch das Zurückziehen auf die Zwiebel, sodass keine exponierten Blattteile dem Frost ausgesetzt sind. Nicht nur das: Sobald die ersten Sonnenstrahlen auf die Schneedecke treffen wird es darunter deutlich wärmer als darüber. So kann das Schneeglöckchen bei Schnee und Eis austreiben und seine Blüten bereits im Februar und März durch die Schneedecke hindurch an die Oberfläche schieben.

Wie sehen Schneeglöckchen aus?

Schneeglöckchen sind Frühblüher mit einer unterirdischen Zwiebel, aus der sich die bläulichgrünen linealischen Blätter und nickenden Blüten erheben. Diese haben einen ovalen grünen unterständigen Fruchtknoten, auf dem drei spreizende äußere und drei zusammengeneigte innere Blütenhüllblätter sitzen. Letztere weisen einen grünen Fleck auf, ansonsten sind alle Hüllblätter strahlend weiß.

Woher kommen die Schneeglöckchen?

Schneeglöckchen, also die Gattung Galanthus, wachsen in einem Gebiet zwischen Westfrankreich, Italien und dem Süden Deutschlands über den Balkan und Kleinasien bis zum Kaspischen Meer und Kaukasus. Der bekannteste Vertreter ist das Kleine oder Gewöhnliche Schneeglöckchen Galanthus nivalis, das sich vor allem im Westen dieses Verbreitungsgebietes findet.

Was ist der Unterschied zwischen Maiglöckchen und Schneeglöckchen?

Die beiden sind vielleicht etwas ähnlich, aber nur sehr weitläufig miteinander verwandt. Das Schneeglöckchen Galanthus nivalis zählt zu den Amaryllisgewächsen (Amaryllidaceae), das Maiglöckchen zu den Spargelgewächsen (Asparagaceae). Beim Maiglöckchen sind die Blätter breit-lanzettlich und derb, die Blüten stehen in langen Trauben und sind breit glockenförmig. Dagegen sind beim Schneeglöckchen die Blätter linealisch, die Blüten erscheinen einzeln und bestehen aus drei freien äußeren und drei zusammenstehenden inneren Blütenhüllblättern, wobei die Letzteren jeweils einen grünen Tupfen an der Spitze haben.

Wie schnell vermehren sich Schneeglöckchen?

Eine vegetative Vermehrung ist beim Schneeglöckchen längst nicht so flott wie die generative mittels Samen. Den bildet der Frühblüher in großen Mengen und sorgt damit für reichliche Selbstaussaat. Mit der Unterstützung von Ameisen, die sich für das gebogene nährstoffreiche Samenanhängsel interessieren und den Samen in der Umgebung verteilen.

Hat das Schneeglöckchen eine Zwiebel?

Ja, die wird maximal zwei Zentimeter groß und dient den Pflanzen als Überdauerungsorgan, mit dem sie den Winter überleben und aus dem sie bereits im Februar und März ihre Blätter und nickenden Blüten erscheinen lassen.

Haben Schneeglöckchen Samen?

Ansonsten wären sie schon lange ausgestorben.

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