Bienenfreundliche frühblühende Blumenzwiebeln

Bienenfreundliche frühblühende Blumenzwiebeln
Quelle: Marcin Rogozinski/shutterstock.com

Nach dem tristen Winter: Endlich etwas Buntes– und etwas zum Futtern!

Frühblühende Zwiebeln und Knollenpflanzen bieten nicht nur die ersten Farbtupfer nach dem eintönigen winterlichen Grau, sie liefern auch der erwachenden Insektenwelt erste Nahrung. Das mit dem bienenfreundlich gilt dabei nicht nur für die Honigbienen: Einige Hummeln und andere Wildbienen sind noch früher unterwegs und machen sich bereits auf Futtersuche, sobald die Außentemperaturen die 10°C-Marke überschreiten. Schmetterlinge überwintern nur selten als fertige Falter wie Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs, aber auch sie sind nach der winterlichen Hungerperiode auf etwas Essbares angewiesen. Mit einem reich gedeckten Büffet kannst Du ihnen dabei helfen, die nächste Generation in Angriff zu nehmen und etwas für die Artenvielfalt in Deinem Refugium zu tun.

Bienenfreundlich und vielfältig verwendbar

Mit frühblühenden und zugleich bienenfreundlichen Blumenzwiebeln lässt sich im Garten so einiges anfangen: Einige lassen sich im Rasen oder einer naturnahen Wiese unterbringen, andere in Blumenbeete oder als Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern, und sogar auf dem Balkon kommen einige dieser Frühlingsboten im Blumenkasten oder Kübel gepflanzt den Insekten zugute. Besonders praktisch: Viel zu tun gibt es dabei nicht – pflanzen und vergessen trifft die Sache am besten, denn viel Pflege wie Schneiden oder dergleichen ist gar nicht notwendig, eigentlich muss nur der Standort passen.

Unsere Empfehlungen

Tulipa sylvestris

Wilde Tulpe

In kleinen Gruppen am schönsten
eingebürgert
schnelle Ausbreitung
duftende Blüten
kübelgeeignet
Blüte Wilde Tulpe
Wilde Tulpe: Blüte

Die ursprünglich aus Italien stammende Wilde Tulpe oder Weinbergstulpe gehört zu den wenigen eingebürgerten Tulpenarten. Sie bildet nicht ganz so große Blüten wie die zahlreichen Gartentulpen, aber dafür duften diese umso besser und locken damit Bienen und andere Bestäuber an. Mit Brutzwiebeln und Selbstaussaat vermehrt sie sich fleißig, sodass ihre Bestände im Garten schnell größer werden. Im Herbst gepflanzt braucht sie einen sonnigen Standort mit durchlässigem Boden, denn Staunässe vertragen die Blumenzwiebeln überhaupt nicht.
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Muscari racemosum

Große Traubenhyazinthe

Kleine Blüten mit reichlich Pollen und Nektar
gut kombinierbar
für trockene und warme Standorte
selten heimisch
Samenstände lange haltbar
Gesamte Pflanze Große Traubenhyazinthe
Quelle: Lazaregagnidze, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eigentlich kommt die Schopfige Traubenhyazinthe aus dem Mittelmeerraum, aber als frühblühende Blumenzwiebel ist sie seit langem wegen ihrer ungewöhnlichen namensgebenden Blütentrauben beliebt. Die bisweilen über einen halben Meter hohen Blütenstände erheben sich aus einer Rosette aus breit-linealischen Blättern. Traubenhyazinthen mögen es eher trocken und vor allem schön warm, bis sie sich im Sommer wieder zurückziehen. Besonders häufig findet man sie in Blumenbeeten und Rabatten oder Steingärten. Die Blüten sind reich an Pollen und Nektar und werden gerne von Insekten besucht.
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Narcissus poeticus

Dichter-Narzisse

Große Schnittblumen mit intensivem Duft
giftig
anspruchslos
für feuchte Böden
Vermehrung mit Tochterzwiebeln
kübelgeeignet
Blüte Dichter-Narzisse
Quelle: Ole Schoener/ shutterstock.com

Die Dichter-Narzisse gehört zu den Eltern der aus unseren Gärten nicht mehr wegzudenkenden Narzissenarten. Auffällig sind ihre Blüten mit der großen weißen Hauptkrone und einer kleineren gelben und rot gerandeten Nebenkrone. Sie werden vor allem von Bienen, Schmetterlingen und Schwebfliegen besucht. Der insektenfreundliche Frühblüher eignet sich vor allem für frische, nährstoffreiche und durchlässige Böden mit Sonne oder Halbschatten; meistens findet man ihn in Blumenbeeten, unter Bäumen und Büschen oder im Steingarten, wo man sie auch gerne zu Schnittblumen verarbeitet. Den Saft sollte man dabei nicht unterschätzen – Dichter-Narzissen sind leicht giftig und können Hautreizungen hervorrufen.
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Scilla bifolia

Zweiblättriger Blaustern

Heimische blaue Sternchen
heimisch
giftig
schattenverträglich
für frische Böden
Brutzwiebeln
Blüte Zweiblättriger Blaustern
Quelle: Björn S..., CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Zweiblättriger Blaustern ist im Garten als Frühblüher weniger verbreitet als der nahe verwandte Sibirische Blaustern, aber dafür ist er in unseren Breiten heimisch und wird von unseren Insekten lieber besucht. Die gute Bienenweide glänzt mit ihren frühen blauen Blüten, die ebenfalls sternförmig sind und in kleinen Trauben stehen. Der Frühblüher bevorzugt einen fruchtbaren lehmigen Boden und kommt mit Sonne ebenso klar wie mit Schatten. Man pflanzt den Blaustern gerne unter Sträuchern, wo er schnell große Bestände bildet, oder im Rasen oder einer naturnahen Wiese kombiniert mit anderen Frühblühern. Sogar im Steingarten hält er sich wacker.
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Weitere Pflanzen

Ornithogalum umbellatum

Dolden-Milchstern

Schnellwachsende Bestände unter Gehölz
heimisch
Bienenweide
giftig
bestandsbildend
trockenheitsverträglich
Blüte Dolden-Milchstern
Quelle: Svetlana Mahovskaya/shutterstock.com

Dolden-Milchstern fällt im Frühjahr mit seinen Schirmtrauben aus duftenden weißen Blüten auf; mit seinen Tochterzwiebeln bildet er schnell große Bestände, etwa als Bodendecker und Unterpflanzung unter Sträuchern und Bäumen. Dort lässt er sich ebenso wie im rustikalen Bauerngarten auf einem frischen bis trockenen Boden gut mit anderen bunten Frühblühern kombinieren. Sein Nektar und Pollen ist für Honigbienen und Wildbienen interessant, und das kurze Erscheinen der Blätter nutzt die Graslilieneule als Raupenfutter. Als Giftpflanze darf man den Dolden-Milchstern nicht unterschätzen – der hübsche Frühblüher enthält wie der Fingerhut herzwirksame Glykoside.
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Blühkalender

Pflanze Blühzeit und -farbe
Zweiblättriger Blaustern
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Wilde Tulpe
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Große Traubenhyazinthe
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Dichter-Narzisse
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Dolden-Milchstern
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