Elfen-Krokus (Crocus tommasinianus)
Quelle: Jörg Hempel, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons

Elfen-Krokus,Dalmatiner Krokus

Crocus tommasinianus

Zwiebel
nicht heimisch
Wildform
winterhart
Bienenweide
Frühblüher
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Besonders filigrane und frühblühende Krokusart
  • Zahlreiche Sorten mit weißen, lila und roten Blüten im Handel erhältlich
  • Kleine Knollen mit 2-4 linealischen Blättern mit silbriger Mittellinie
  • Zarte Blüten, in der Sonne weit offen
  • Leichte Vermehrung mit Knöllchen und Samen, auch Selbstaussaat
  • Für Rasen und naturnahe Wiesen, Blumenbeete oder vor Gehölz
  • Auch für Töpfe, Tröge und Kästen auf Balkon und Terrasse geeignet
  • Pflegeleicht, robust und winterhart
  • Braucht eine durchlässige, mäßig fruchtbare Erde mit viel Sonne
  • Blätter ziehen im Sommer ein
Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig
Wasser: feucht
Nährstoffe: nährstoffarmer bis normaler Boden
Kübel/Balkon geeignet: ja
Wuchs
Pflanzenart: Zwiebel
Wuchs: aufrecht
Höhe: 5 - 10 cm
Wurzelsystem: Zwiebel
Frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
Blüte
Blütenfarbe: lila
Blühzeit:
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d
Blütenform: trichterförmig, kronröhrig, radiärsymmetrisch, zweikreisig
Laub
Blattfarbe grün
Blattform lineal, grasartig
Ökologie
Bienen: Bienenweide
Klassifizierung
Ordnung: Spargelartige
Familie: Schwertliliengewächse
Gattung: Krokusse
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch

Bedenke, die auf heimische Wildpflanzen angewiesenen Tierarten, wie die meisten Wildbienen- und Schmetterlingsarten sowie davon abhängige Vögel, sind von einem dramatischen Artenschwund betroffen. Mit heimischen Arten kannst du etwas zum Erhalt beitragen.



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Elfen-Krokus?

Elfen-Krokus oder Dalmatiner Krokus (Crocus tommasinianus) ist ein Frühblüher, der von Februar bis April seine schmalblättrigen Blüten zeigt und als einer der ersten Krokusse zu blühen beginnt. Der Vertreter aus der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae) wächst wild vom Süden Ungarns und Nordwesten Bulgariens bis in die Balkanhalbinsel hinein in feuchten Laubwäldern, Wiesen und trockenen steinigen Berghängen bis in eine Höhe von 1500 Metern, zumeist auf kalkhaltigen Böden.

Jede der reichlich Ableger bildenden ausdauernden Knollen treibt 2-4 schmal-linealische, an ein Gras erinnernde Blätter mit silbriger Mittelrippe und eine oder zwei schlanke Blüten; diese sind 2-5 Zentimeter lang, mit einer langen weißen und spärlich behaarten Röhre, wohingegen der obere Teil der Hüllblätter je nach Sorte unterschiedlich gefärbt ist: Da gibt es violette, blass fliederfarbene bis hin zu purpurroten und weißen Vertretern, und die Außenseite zeigt oft einen silbrig schimmernden Hauch. Die sechs Blütenblätter stehen in zwei Kreisen zu drei Exemplaren und sind gleichartig gestaltet, die trichterförmige Blüte insgesamt radiärsymmetrisch. Die Blätter sind zur Blütezeit voll entwickelt. Als Früchte werden längliche Kapseln gebildet.

Elfen-Krokus im Garten

Standort

Der Elfen-Krokus ist wie alle wilden Krokusse genügsam und robust. Er braucht einen gut durchlässigen, am besten grusigen oder sandig-steinigen mageren bis mäßig fruchtbaren und leicht feuchten Boden mit Sonne oder Halbschatten. Schweren tonigen oder lehmigen Boden musst Du mit reichlich Sand auflockern. Die Pflanzen sind vollkommen winterhart und vertragen Temperaturen von bis zu -28 °C.

Schnitt und Pflege

So robust und pflegeleicht wie Krokusse sind wenige andere Gartenpflanzen, da macht der Elfen-Krokus keine Ausnahme: Pflanzen und vergessen. Es sei denn, Du möchtest einige davon umsetzen. Ansonsten brauchst Du Dich nie um sie zu kümmern.

Der Elfenkrokus ist verblüht? Die feinen Blätter enthalten noch jede Menge Nährstoffe, die die Knollen zum Überwintern und als Vorbereitung für die nächste Saison benötigen. Daher solltest Du sie nie abschneiden, so lange sie noch nicht welk sind. Das gilt auch für das Mähen, wenn Du Elfen-Krokus oder andere Krokusse in einer Wiese oder im Rasen hast: Mach das frühestens Ende Mai, besser noch erst Anfang oder Mitte Juni.

Vermehrung

Sich selbst vermehrt der Elfen-Krokus mit zahlreichen Ablegern, die schnell die Umgebung erobern, sowie durch Selbstaussaat. Willst Du die Samen ernten, so muss Du den Zeitpunkt genau abpassen, zu dem sich die Kapseln zu öffnen beginnen. Dann kannst Du sie entnehmen und sofort oder im darauffolgenden Frühjahr in Töpfen oder direkt im Freiland an Ort und Stelle aussäen. Die Lichtkeimer darfst Du nur mit wenig Sand oder Erde übersieben, sonst keimen sie nicht. Bei ausreichend feuchter Erde keimen sie zuverlässig. Am sichersten ist das Vorziehen in Töpfen, dort kannst Du die Sämlinge erst einmal zwei Jahre lang belassen. Sie blühen nach 2-4 Jahren zum ersten Mal.

In der Ruhezeit lassen sich auch die Knöllchen ausgraben und verpflanzen, am besten in einer Tiefe von 5-8 Zentimetern und mit einem Abstand von 8-10 Zentimetern. Das gilt ebenso für die Knollen, wenn Du Elfen-Krokus kaufen willst.

Verwendung

Meistens nutzt man den Elfen-Krokus zur Auswilderung in Rasenflächen und naturnahen Wiesen, in denen er zu den ersten Frühblühern gehört. Ebenso gut macht er sich etwas prominenter gepflanzt im Steingarten, im Vordergrund von Blumenrabatten, im Hochbeet und vor dem dunklen Hintergrund von Gehölzgruppen. Natürlich lässt sich der Winzling auch gut in Trögen, Töpfen und Kästen halten und so auf Balkon und Terrasse bringen; besonders beliebt sind bunt gemischte Blumentöpfe zusammen mit anderen Frühblühern wie Hyazinthen, Schneeglöckchen oder Blaustern.

So richtig zur Geltung kommt der Elfen-Krokus nur, wenn man ihn in kleinen Gruppen pflanzt. Einzelne Exemplare der zierlichen Blüten übersieht man schnell. Dabei kannst Du auch gerne mehrere bunte Sorten von Crocus tommasinianus miteinander mischen, damit der Anblick noch etwas farbenfroher wird. Sie machen sich auch gut zusammen mit niedrigen immergrünen oder frisch austreibenden Polsterstauden.

Schädlinge

Die kleinen Knöllchen verschwinden bisweilen auf wundersame Art und Weise; das liegt daran, dass sich Mäuse, insbesondere Wühlmäuse, und Eichhörnchen am saftigen Büffet bedienen. Vögel wie Amseln picken bisweilen die Blüten zuschanden. Insbesondere an ungünstigen Standorten und mit zu viel Feuchtigkeit beginnen die Knöllchen zu faulen.

Ökologie

Für die Bestäubung der Blüten sorgen Insekten, vor allem Hummeln, aber auch Honigbienen, sofern sie sich bei den Temperaturen bereits aus dem Stock trauen.

Wissenswertes

Elfen-Krokus und seine Verwandtschaft

Die Gattung Crocus umfasst rund 80 ähnlich winziger Knollenpflanzen, die in einer Vielzahl von Lebensräumen von Wiesen bis Hecken in Europa, Nordafrika sowie West- und Zentralasien vorkommen. Der Elfen-Krokus hat seinen deutschen Namen von seiner elfenhaften Gestalt aus zarten schlanken Blüten mit einer langen Röhre und filigranen Blättern.

Wer sich mal die Mühe macht und seine Nase bemüht: Die Blüten riechen leicht nach Safran – wie die des nahe verwandten Safran-Krokus (Crocus sativus). Die Blüten öffnen sich bei Sonne weit, sodass sie eine kleine Schüssel bilden; im geschlossenen Zustand lassen sie sich anhand ihrer weißen Röhre vom ähnlichen Frühlings-Krokus (Crocus vernus) unterscheiden, diese ist hier deutlich dunkler.

Woher kommt der Name Crocus tommasinianus?

Der Gattungsname Crocus stammt vom griechischen krokos, mit dem die Pflanzen bereits in der Antike bezeichnet wurden. Der Elfen-Krokus hat seinen Artnamen 1847 vom britischen Botaniker William Herbert (1778-1847) zu Ehren des italienisch-habsburgischen Naturforschers Mutius von Tommasini (1794-1879) bekommen.

Preisgekrönt und mit zahlreichen Sorten

Kaum verwunderlich, dass die dekorativen, zierlichen und extrem pflegeleichten Pflanzen den Award of Garden Merit der Royal Agricultural Society erhalten haben. Neben der Wildform gibt es im Gartenfachhandel eine ganze Reihe von Sorten des Elfen-Krokus‘, die ebenso zierlich sind, sich aber in der Farbe ihrer Blüten unterscheiden. Bisweilen werden sie scherzhaft als „Tommies“ bezeichnet:

  • Crocus tommasinianus ‘Picturatus’ mit silbrig-weißen, außen rotviolett gemusterten Blüten
  • Crocus tommasinianus ‚Lilac Beauty‘, purpurfarbene Blüten
  • Crocus tommasinianus ‚Barr’s Purple’ - purpurn und außen silbrig
  • Crocus tommasinianus ‚Roseus‘ - rosafarben
  • Crocus tommasinianus ‚Ruby Giant – große dunkellila sterile Blüten, wohl die beliebteste Sorte von Elfen-Krokus
  • Crocus tommasinianus ‚Taplow Ruby‘ - rötlich-lila blühend,
  • Crocus tommasinianus ‚Whitewell Purple‘ - tief purpurviolette und innen silbrig lavendelfarbene Blüten; ausgesprochen schnellwüchsig;
  • Crocus tommasinianus f. albus ist komplett weiß.
Bundesweiter Pflanzwettbewerb 2022 - Endlich Pflanzzeit

Fotos (7)

Gesamte Pflanze Elfen-Krokus
Quelle: Jörg Hempel, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons
Blüte Elfen-Krokus
Elfen-Krokus: Blüte
Blüte Elfen-Krokus
Quelle: Martyn M aka Martyx, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Knospe Elfen-Krokus
Quelle: Sebastian Wallroth, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Crocus tommasinianus
Quelle:Jörg Hempel, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons
Crocus tommasinianus 'Roseus'
Quelle:Uleli, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Rosa Elfen-Krokus
Crocus tommasinianus 'Ruby Giant'
Quelle:dore art/shutterstock.com
Elfen-Krokus 'Ruby Giant'
Crocus tommasinianus 'Whitewell Purple'
Quelle:Alex Manders/shutterstock.com
Elfen-Krokus 'Whitewell Purple'
PflanzeWuchsStandortBlüte
Elfen-KrokusWildform

aufrecht
5 - 10 cm


Kübel geeignet

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Rosa Elfen-Krokus

aufrecht
10 - 10 cm


Kübel geeignet

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Elfen-Krokus 'Ruby Giant'

8 - 10 cm
8 - 10 cm


Kübel geeignet

j
f
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a
m
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j
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Elfen-Krokus 'Whitewell Purple'

aufrecht
10 - 10 cm


Kübel geeignet

j
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j
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o
n
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Häufige Fragen

Wie groß wird Elfen-Krokus?

Die besonders früh blühenden Elfen-Krokusse werden 5-10 Zentimeter hoch und 2-3 Zentimeter breit – mit den Blüten und den aufrechten Laubblättern. Allerdings bilden sie mit der Zeit einen dichten Rasen, da sie sich fleißig mit Ausläufern der Knollen und mit Samen vermehren.

Wann blüht der Elfen-Krokus?

Der Elfen-Krokus Crocus tommasinianus gehört zu den Krokussen, die als erste im Garten blühen – die bei der Wildart violetten, bei Sorten auch roten und weißen Blüten erscheinen bereits im Februar, die letzten im April.

Wie vermehrt sich der Elfen-Krokus?

Der Elfen-Krokus fährt bei seiner Vermehrung zweigleisig: vegetativ durch neue Knöllchen, generativ mit Samen. Mit den neu gebildeten Knollen und der reichlichen Selbstaussaat bildet er nach wenigen Jahren dekorative Gruppen, in denen die violetten, weißen oder rötlichen Blüten besonders gut zur Geltung kommen.

Woher hat der Krokus seinen Namen?

Der Gattungsname Crocus leitet sich vom griechischen krokos ab. Die alten Griechen haben die Bezeichnung aus dem Orient übernommen, wo der Safran-Krokus auf hebräisch karkom, arabisch kurkum heißt. Der Wortstamm, von dem sich auch Kurkuma für die Gelbwurzel ableitet, stammt vermutlich ursprünglich aus dem im Sanskrit gebräuchlichen kunkunam.

Wert für Insekten und Vögel

Elfen-Krokus ist nicht heimisch, aber dennoch Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen

Gute Kombinationspartner im Garten

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