Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria)
Tauben-Skabiose: Blüte

Tauben-Skabiose

Scabiosa columbaria

Staude
heimisch
Wildform
winterhart
Super Insektenpflanze
essbar
lange Blühzeit
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Einheimisches Geißblattgewächs
  • Große violette Blütenkörbchen
  • Rosettig stehende Blätter, weiter oben am Stängel fiederteilig
  • Robust, anspruchslos und pflegeleicht
  • Gute Bienenweide
  • Raupenfutter für Schmetterlinge
  • Verträgt keinen Überschuss an Nässe oder Stickstoff
  • Für eher trockene und kalkhaltige Beete und Steingärten
  • Vermehrung mit Ablegern oder Samen
  • Alte Heilpflanze vor allem gegen Krätze

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Standort
Licht: Sonne
Boden: durchlässig bis normal
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: nährstoffarmer Boden
Kübel/Balkon geeignet: ja, Kübelgröße mittel
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs Konkurrenz: stark
Höhe: 20 - 60 cm
Wurzelsystem: Tiefwurzler
Frostverträglich: bis -23 °C (bis Klimazone 6)
Blüte
Blütenfarbe: blau
Blühzeit:
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Blütenform: scheibenförmig, kronröhrig
Zweitblühte nach Sommerschnitt ja
Laub
Blattfarbe grün
Blattphase sommergrün
Blattform lanzettlich, variabel
Schneckenunempfindlich ja
Ökologie
Bienen: Bienenweide (7 Arten)
Schmetterlinge: Schmetterlingsweide (34 Arten)
Raupenfutterpflanze: 2 Arten
Nektarwert: 2/4
Pollenwert: 1/4
Sonstiges
ist essbar Verwendung: Kräuter, Salat, Rohkost, Gemüse, Brotteig, Würze, Wildpflanzensalz, essb.Deko.
Aussaat:
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Keimer: Lichtkeimer, Warmkeimer
Pflanzen je ㎡: 7-9
Trittfest: etwas trittfest
Klassifizierung
Ordnung: Kardenartige
Familie: Geißblattgewächse
Gattung: Skabiosen
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Tauben-Skabiose?

Tauben-Skabiose oder Tauben-Grindkraut (Scabiosa columbaria) ist eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae), die man bei uns häufig auf sonnigen Kalkmagerrasen oder mageren und warmen Wiesen und Moorwiesen findet.

Das bis zu 60 Zentimeter hohe sommergrüne Kraut entspringt einer bis zu eineinhalb Meter langen Wurzel, die mit reichlich gebildeten Wurzelsprossen für die vegetative Vermehrung sorgt. Darüber erhebt sich der runde verzweigte Stängel mit gegenständig angeordneten Blättern. Diese sind glanzlos, fein kraushaarig, unten am Stängel in einer Halbrosette stehend ungeteilt, weiter oben ein- oder zweifach gefiedert mit linealisch-lanzettlichen Fiederblättchen.

Bei den Blüten handelt es sich um am Ende langer Blütenstiele stehende Köpfchen, die 15-35 Millimeter breit werden, mit einen Außenkelch bildenden schmal-lanzettlichen Hüllblättern und deutlich längeren Blütenblättern. Die Kelchblätter sind borstig, braunschwarz und gekielt, die Kronblätter fünfzipfelig und „taubenblau“ hell bis dunkel blauviolett. Nach der Bestäubung entwickeln sich kugelige Fruchtstände mit einsamigen achänenartigen Früchtchen.

Tauben-Skabiose im Garten

Standort

Die Tauben-Skabiose bevorzugt einen nicht allzu trockenen und mäßig nährstoffreichen, vorzugsweise kalkhaltigen und humosen, lockeren Lehmboden. Zu viel Stickstoff im Boden vertreibt die Pflanze ebenso zuverlässig wie Staunässe.

Schnitt

Ein Schnitt ist bei der Tauben-Skabiose nur zum Entfernen verwelkter Anteil vonnöten.

Vermehrung

Eine Vermehrung ist problemlos durch Teilung alter Bestände möglich, aber ebenso mithilfe von Samen.

Verwendung

Mit ihren Ansprüchen an eher nährstoffarme Standorte eignet sich die Tauben-Skabiose gut für Steingärten, Bauerngärten und magere Blumenbeete.

Schädlinge

Die Tauben-Skabiose ist recht anspruchslos und robust und hat nur selten mit Schädlingen oder Erkrankungen zu kämpfen.

Ökologie

Die Bestäubung der Tauben-Skabiose bewerkstelligen Bienen, Fliegen und Schmetterlinge, hier vor allem Widderchen. Sie gilt als gute Bienenweide. Für die Blätter als Raupenfutter interessieren sich zwei Schmetterlinge, der Regensburger Gelbling (Colias myrmidone) und der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia).

Den Pollen sammeln sieben Wildbienen für ihre Brut, zwei Sandbienen (Andrena spec.), zwei Furchenbienen (Halictus spec.) sowie die Skabiosen-Hosenbiene (Dasypoda argentata) und die Mauerbiene Osmia mustelina. Die ausgereiften Fruchtstände werden von Vögeln gefressen.

Wissenswertes

Die Taube steckt auch im lateinischen Artnamen columbaria und bezieht sich auf die taubenblauen Blüten.

Die Tauben-Skabiose ist formenreich, und Botaniker unterscheiden zudem diverse Bastarde mit anderen Skabiosen, die die korrekte Bestimmung oftmals erschweren.

In einigen Bundesländern ist sie geschützt, sodass man wild wachsende Exemplare nicht pflücken sollte. Für den Rückgang der früher wesentlich häufigeren Pflanze hat die Überdüngung landwirtschaftlicher Flächen gesorgt – zu viel Nährstoffe lässt andere, wesentlich konkurrenzstärkere Pflanzen aufkommen, die die Tauben-Skabiose verdrängen.

Neben der Wildform gibt es diverse Zuchtsorten im Gartenfachhandel, die kleiner und gedrungener wachsen und blaue, rosa oder weiße Blüten haben.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (6)

Blüte Tauben-Skabiose
Tauben-Skabiose: Blüte
Blüte Tauben-Skabiose
Tauben-Skabiose: Blüte
Gesamte Pflanze Tauben-Skabiose
Tauben-Skabiose: Gesamte Pflanze
Gesamte Pflanze Tauben-Skabiose
Quelle: Agnes Monkelbaan, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blüte Tauben-Skabiose
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons
Frucht Tauben-Skabiose
Quelle: jacilluch, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Scabiosa columbaria 'Butterfly Blue'
Quelle:Photo by David J. Stang, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Tauben-Skabiose 'Butterfly Blue'
Scabiosa columbaria 'Pink Mist'
Quelle:Joanne Dale/shutterstock.com
Tauben-Skabiose 'Pink Mist'
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
Tauben-SkabioseWildform

20 - 60 cm


Kübel geeignet

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Tauben-Skabiose 'Butterfly Blue'

30 - 50 cm

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ab 6,30 €
Tauben-Skabiose 'Misty Butterflies'

30 - 40 cm

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Tauben-Skabiose 'Pink Mist'

20 - 30 cm

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ab 6,30 €

Häufige Fragen

Wofür ist Tauben-Skabiose gut?

Die Tauben-Skabiose ist eine alte Heilpflanze, die man früher vor allem bei Hauterkrankungen einsetzte. Der Name Tauben-Grindkraut bezieht sich auf ihren Einsatz im Kampf gegen die Grind, genauer Krätze, die durch Hautmilben hervorgerufen wird und zu Entzündungen und erheblichem Juckreiz führt. Dazu stellte man früher aus den frischen Blättern Umschläge zur äußerlichen Anwendung her. Innerlich genommen hilft ein Tee aus Blättern und Wurzeln bei Atemwegserkrankungen. Man kann sie auch essen und die Blüten als essbare Dekoration verwenden.

Wert für Insekten und Vögel

Tauben-Skabiose ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
7
Anzahl Schmetterlingsarten:
34
Nektarwert:
2
Pollenwert:
1
Dient als Futterplanze für Raupen:
2
Dient als Nektarpflanze für Schmetterlinge:
32

Schmetterlingsarten

Foto Sonnenröschen-Grünwidderchen
Quelle: Martin Fowler/shutterstock.com
Adscita geryon
Sonnenröschen-Grünwidderchen
  • Nektarpflanze
Foto Kleiner Fuchs
Quelle: HWall/shutterstock.com
Aglais urticae
Kleiner Fuchs
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Rotbindiger Samtfalter
Quelle: Ivan Marjanovic/shutterstock.com
Arethusana arethusa
Rotbindiger Samtfalter
  • Nektarpflanze
  • ausgestorben oder verstollen
Foto Zweibrütiger Sonnenröschen-Bläuling
Quelle: Nenad Nedomacki/shutterstock.com
Aricia agestis
Zweibrütiger Sonnenröschen-Bläuling
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Kleiner Magerrasen-Perlmuttfalter
Quelle: morvai_szilard/shutterstock.com
Boloria dia
Kleiner Magerrasen-Perlmuttfalter
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Weißer Waldportier
Quelle: aaltair/shutterstock.com
Brintesia circe
Weißer Waldportier
  • Nektarpflanze
  • gefährdet
Foto Goldene Acht
Quelle: Roberto Dani/shutterstock.com
Colias hyale
Goldene Acht
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Regensburger Gelbling
Quelle: Kamieniak Sebastian/shutterstock.com
Colias myrmidone
Regensburger Gelbling
  • Nektarpflanze
  • ausgestorben oder verstollen
Foto Messingeule
Quelle: Igor Krasilov/shutterstock.com
Diachrysia chrysitis
Messingeule
  • Nektarpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Foto Gelbleib-Flechtenbärchen
Quelle: HWall/shutterstock.com
Eilema complana
Gelbleib-Flechtenbärchen
  • Nektarpflanze
  • polyphag
Foto Graubindiger Mohrenfalter
Quelle: Erebia aethiops/shutterstock.com
Erebia aethiops
Graubindiger Mohrenfalter
  • Nektarpflanze
  • polyphag
  • gefährdet
Foto Abbiß-Scheckenfalter
Quelle: colin robert varndell/shutterstock.com
Euphydryas aurinia
Abbiß-Scheckenfalter
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Hemaris tityus
Skabiosenschwärmer
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Foto Komma-Dickkopffalter
Quelle: Agorca/shutterstock.com
Hesperia comma
Komma-Dickkopffalter
  • Nektarpflanze
  • gefährdet
Jordanita notata
Skabiosen-Grünwidderchen
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Foto Schafgarben-Silbereule
Quelle: nounours/shutterstock.com
Macdunnoughia confusa
Schafgarben-Silbereule
  • Nektarpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Foto Großes Ochsenauge
Quelle: kristof lauwers/shutterstock.com
Maniola jurtina
Großes Ochsenauge
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Schachbrettfalter
Quelle: Andi111/shutterstock.com
Melanargia galathea
Schachbrettfalter
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Wachtelweizen-Scheckenfalter
Quelle: ibrahim kavus/shutterstock.com
Melitaea athalia
Wachtelweizen-Scheckenfalter
  • Nektarpflanze
  • gefährdet
Foto Ehrenpreis-Scheckenfalter
Quelle: Ildiko Laskay/shutterstock.com
Melitaea aurelia
Ehrenpreis-Scheckenfalter
  • Nektarpflanze
  • Vorwarnliste
Foto Zweibrütiger Scheckenfalter
Quelle: Rudmer Zwerver/shutterstock.com
Melitaea parthenoides
Zweibrütiger Scheckenfalter
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Foto Riedteufel
Quelle: zcebeci/shutterstock.com
Minois dryas
Riedteufel
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Foto Früher Kommafalter
Quelle: thatmacroguy/shutterstock.com
Ochlodes venata
Früher Kommafalter
  • Nektarpflanze
Foto Raps-Weißling
Quelle: Ivan Marjanovic/shutterstock.com
Pieris napi
Raps-Weißling
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Silber-Bläuling
Quelle: Gillian Pullinger/shutterstock.com
Polyommatus coridon
Silber-Bläuling
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Pyrgus cirsii
Spätsommer-Würfeldickkopffalter
  • Nektarpflanze
  • vom Aussterben bedroht
Foto Mattscheckiger Braundickkopffalter
Quelle: ibrahim kavus/shutterstock.com
Thymelicus acteon
Mattscheckiger Braundickkopffalter
  • Nektarpflanze
  • gefährdet
Foto Esparsetten-Widderchen
Quelle: Peter Gudella/shutterstock.com
Zygaena carniolica
Esparsetten-Widderchen
  • Nektarpflanze
Foto Bergkronwicken-Widderchen
Quelle: Carlos Pereira M/shutterstock.com
Zygaena fausta
Bergkronwicken-Widderchen
  • Nektarpflanze
Foto Erdeichel-Widderchen
Quelle: Miroslav Hlavko/shutterstock.com
Zygaena filipendulae
Erdeichel-Widderchen
  • Nektarpflanze
  • polyphag
Foto Beilfleck-Widderchen
Quelle: Ihor Hvozdetskyi/shutterstock.com
Zygaena loti
Beilfleck-Widderchen
  • Nektarpflanze
Foto Bibernell-Widderchen
Quelle: Thomas Males/shutterstock.com
Zygaena minos
Bibernell-Widderchen
  • Nektarpflanze
Foto Thymian-Widderchen
Quelle: aaltair/shutterstock.com
Zygaena purpuralis
Thymian-Widderchen
  • Nektarpflanze
Foto Hufeisenklee-Widderchen
Quelle: Matej Ondov/shutterstock.com
Zygaena transalpina
Hufeisenklee-Widderchen
  • Nektarpflanze

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