Blutweiderich (Lythrum salicaria)
Blutweiderich: Blüte

Blutweiderich

Lythrum salicaria

Staude
heimisch
Wildform
winterhart
Wichtige Bienenpflanze
essbar
lange Blühzeit
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Imposantes Staudengewächs aus der Familie der Weiderichgewächse
  • Tiefreichendes Rhizom und verholzende Stängel
  • Triebe steif aufrecht und bis über einen Meter lang
  • Über 100 purpurfarbene Blüten in langgestreckten Ähren oder Trauben
  • Bildet um die drei Millionen Samen pro Exemplar
  • Voll frosthart
  • Robust und pflegeleicht
  • Für feuchte humose Böden mit Sonne oder Halbschatten
  • Alte Heilpflanze - ungiftig, aber extrem gerbstoffhaltig
  • Wichtige Bienenweide und Raupenfutter für viele Schmetterlinge
Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: lehmig
Wasser: feucht
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Kübel/Balkon geeignet: ja
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs: aufrecht
Wuchs Konkurrenz: stark
Höhe: 50 - 100 cm
Breite: 40 - 50 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Wurzelausläufer: Ausläufer
Frostverträglich: bis -40 °C (bis Klimazone 3)
Blüte
Blütenfarbe: pink
Blühzeit:
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Blütenform: kronröhrig, kronblättrig
Laub
Blattfarbe grün
Blattphase sommergrün
Blattform lanzettlich, schmal
Schneckenunempfindlich ja
Ökologie
Bienen: Bienenweide (8 Arten)
Schmetterlinge: Schmetterlingsweide (21 Arten)
Raupenfutterpflanze: 7 Arten
Nektarwert: 3/4
Pollenwert: 2/4
Säugetiere: 7 fressende Arten
Sonstiges
ist essbar Verwendung: Sirup, Salat, Gemüse, Deko
Pflanzen je ㎡: 7
Stütze: Pflanze benötigt keine Stütze
Klassifizierung
Ordnung: Myrtenartige
Familie: Weiderichgewächse
Gattung: Blutweideriche

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Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Blut-Weiderich?

Der Blut-Weiderich (Lythrum salicaria) ist eine tief wurzelnde einheimische Staude. Das Mitglied aus der Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) ist in Europa und Asien weit verbreitet und findet sich in staudenreichen Nasswiesen, an Gräben und Ufern sowie auf Moorwiesen auf wechselfeuchten humosen Böden mit viel Licht oder Halbschatten. Dem unterirdischen Rhizom entspringen Horste von vier- oder mehrkantigen Stängeln, die bodennah verholzen, steif aufrecht wachsen und eine Höhe von 50-100 Zentimetern erreichen. Seine lanzettlichen Blätter sind bis zu zehn Zentimeter lang und flaumig behaart.

Die purpurroten Blüten stehen endständig mit dreizähligen Quirlen in langgezogenen Ähren oder Trauben, die bis zu einem halben Meter lang werden. Sie sind sternförmig, zwei Zentimeter breit und zeichnen sich durch unterschiedlich lange Griffel und ebenso verschieden langen Staubblättern aus. Eine einzelne Pflanze kann in ihren eiförmigen Kapseln bis zu drei Millionen Samen produzieren, die für eine sichere Selbstaussaat sorgen.

Blut-Weiderich im Garten

Standort

Der Blut-Weiderich wächst auf so ziemlich jedem fruchtbaren und feuchten Boden in voller Sonne. Leichte Überflutung macht ihm nichts aus.

Schnitt

Entfernt man regelmäßig die abgeblühten Sprosse, so wächst der Blut-Weiderich buschiger und breitet sich nicht so schnell ungezielt mit seinen Samen aus.

Vermehrung

Der Blut-Weiderich ist ein Lichtkeimer, daher dürfen die Samen nur leicht auf die Erde angedrückt werden. Schneller ist die Vermehrung durch Teilung der Horste oder mithilfe von grundständigen Stecklingen. Mit seinen reichlich produzierten Samen sorgt er für Selbstaussaat.

Verwendung

Mit seiner Vorliebe für nasse Stellen im Garten ist der Blut-Weiderich ein geeigneter Kandidat für Sumpfgärten, Teichränder oder feuchte Rabatten.

Schädlinge

Besonders die jungen, zarten Triebe werden regelmäßig das Opfer gefräßiger Schnecken. Bei älteren Exemplaren halten die etherischen Öle Nacktschnecken, Blattläuse und andere Schädlinge fern.

Ökologie

Die purpurnen, extrem nektarreichen Blüten des Blut-Weiderichs werden vor allem von Schwebfliegen, Bienen und Schmetterlingen bestäubt.

Die oligolektischen Wildbienen Blutweiden-Langhornbiene (Eucera salicariae) und Blutweiderich-Sägehornbiene (Melitta nigricans) sind auf diese Art als Pollenquelle angewiesen. Außerdem finden sich hier Zweifleck-Pelzbiene (Anthophora bimaculata), Gebänderte Furchenbiene (Halictus tumulorum), Schwarzspornige Stängel-Mauerbiene (Osmia leucomelana) und drei Furchbienen (Halictus spec.) ein.

21 Schmetterlingsarten bedienen sich am Nektar oder nutzen die Blätter als Raupenfutter, darunter die seltenen Ameisenbläulinge (Maculinea spec.), Wiesenvögelchen (Coenonympha spec.) sowie Weißlinge (Pieris spec.).

Die Verbreitung der mit Schleimhaaren überzogenen Samen erfolgt durch den Wind oder das Anhaften an Wasservögeln.

Wissenswertes

Man streitet über die Herkunft des Namens des Blut-Weiderichs. Er soll auf der roten Farbe der Blüten beruhen, andere Quellen sehen seine blutstillende Wirkung als Ursache.

Neben der Wildform mit ihren purpurfarbenen Blüten gibt es Zuchtsorten mit hellrosa oder dunkelrosa Kronblättern.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (10)

Blüte Blutweiderich
Blutweiderich: Blüte
Blüte Blutweiderich
Blutweiderich: Blüte
Blatt Blutweiderich
Blutweiderich: Blatt
Gesamte Pflanze Blutweiderich
Blutweiderich: Gesamte Pflanze
Gesamte Pflanze Blutweiderich
Blutweiderich: Gesamte Pflanze
Blatt Blutweiderich
Quelle: Wouter Hagens, Public domain, via Wikimedia Commons
Blüte Blutweiderich
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Blutweiderich
Quelle: Jörg Hempel, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Blutweiderich
Blutweiderich: Gesamte Pflanze
Gesamte Pflanze Blutweiderich
Blutweiderich: Gesamte Pflanze

Sortentabelle

Lythrum salicaria 'Blush'
Quelle:photoPOU/shutterstock.com
Blutweiderich 'Blush'
Lythrum salicaria 'Feuerkerze'
Quelle:Magnus Manske, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Lythrum salicaria 'Robert'
Quelle:Epibase, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
BlutweiderichWildform

aufrecht
50 - 100 cm
40 - 50 cm


Kübel geeignet

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ab 3,99 €
Blutweiderich 'Blush'

40 - 70 cm
30 - 40 cm

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ab 7,20 €
Blutweiderich 'Feuerkerze'leuchtend rosa Blütenkerzen

aufrecht, buschig
1,2 - 1,5 m
40 - 50 cm

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Blutweiderich 'Morden Pink'reiche Fülle an Blüten

aufrecht, horstbildend
90 - 120 cm
40 - 160 cm

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ab 6,30 €
Blutweiderich 'Robert'niedriger und kompakter Wuchs

aufrecht, niedrig, kompakt
60 - 80 cm
30 - 40 cm

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ab 7,50 €
Blutweiderich 'Robin'insektenfreundlich, winterhart

aufrecht, horstig
60 - 80 cm
30 - 40 cm

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ab 6,30 €
Blutweiderich 'Rosensäule'rosarote Blüte, insektenfreundlich

aufrecht, schlank
50 - 100 cm
20 - 30 cm

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Blutweiderich 'Rosy Gem'

Blutweiderich 'Stichflamme'große Blüten

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Blutweiderich 'Zigeunerblut'

40 - 120 cm
30 - 40 cm

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Häufige Fragen

Ist der Blut-Weiderich winterhart?

Blut-Weiderich ist voll frosthart und stört sich nicht an strengen Minusgraden.

Ist Blut-Weiderich giftig?

Blut-Weiderich ist nicht giftig, aber das gerbstoffreiche Kraut ist nicht jedermanns Geschmack. In Notzeiten kochte man die Pflanzen als Gemüse. Verbreiteter war die Nutzung als Heilpflanze, die man bereits die alten Griechen gegen Magen-Darm-Infekte und bei entzündlichen Hauterkrankungen einsetzten. Er enthält neben Gerbstoffen etherisches Öl, Harz und Glykoside.

Wann blüht der Blut-Weiderich?

Blut-Weiderich blüht in der Zeit von Juni bis September – und das reichlich. Jeder der bis zu einem halben Meter langen Scheinähren kann über hundert Blüten enthalten, und jede Pflanze bildet bis zu drei Millionen Samen.

Wert für Insekten und Vögel

Blutweiderich ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
8
Anzahl Schmetterlingsarten:
21
Nektarwert:
3
Pollenwert:
2
Dient als Futterplanze für Raupen:
7
Dient als Nektarpflanze für Schmetterlinge:
14

Schmetterlingsarten

Foto Ampfer-Rindeneule
Quelle: Henrik Larsson/shutterstock.com
Acronicta rumicis
Ampfer-Rindeneule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Foto Kleiner Fuchs
Quelle: HWall/shutterstock.com
Aglais urticae
Kleiner Fuchs
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Faulbaum-Bläuling
Quelle: SanderMeertinsPhotography/shutterstock.com
Celastrina argiolus
Faulbaum-Bläuling
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Chloroclystis v-ata
Weiderich-Blütenspanner
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Foto Gemeines Wiesenvögelchen
Quelle: venars.original/shutterstock.com
Coenonympha pamphilus
Gemeines Wiesenvögelchen
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Moor-Wiesenvögelchen
Quelle: alslutsky/shutterstock.com
Coenonympha tullia
Moor-Wiesenvögelchen
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Foto Mittlerer Weinschwärmer
Quelle: Chekaramit/shutterstock.com
Deilephila elpenor
Mittlerer Weinschwärmer
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Foto Weidenröschen-Blattspanner
Quelle: DJTaylor/shutterstock.com
Ecliptopera silaceata
Weidenröschen-Blattspanner
  • Raupen-Futterpflanze
  • oligophag
  • ungefährdet
Foto Zitronenfalter
Quelle: Ihor Hvozdetskyi/shutterstock.com
Gonepteryx rhamni
Zitronenfalter
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Rostbinde
Quelle: colin robert varndell/shutterstock.com
Hipparchia semele
Rostbinde
  • Nektarpflanze
  • gefährdet
Foto Großer Feuerfalter
Quelle: Marci Pan/shutterstock.com
Lycaena dispar
Großer Feuerfalter
  • Nektarpflanze
  • gefährdet
Macrothylacia rubi
Brombeerspinner
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
Foto Lungenenzian-Ameisenbläuling
Quelle: Rudmer Zwerver/shutterstock.com
Maculinea alcon
Lungenenzian-Ameisenbläuling
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Foto Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Quelle: Petr Muckstein/shutterstock.com
Maculinea nausithous
Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling
  • Nektarpflanze
  • Vorwarnliste
Foto Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling
Quelle: aleksandrastachura/shutterstock.com
Maculinea teleius
Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Foto Großes Ochsenauge
Quelle: kristof lauwers/shutterstock.com
Maniola jurtina
Großes Ochsenauge
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Orgyia antiqua
Schlehen-Bürstenspinner
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Foto Großer Kohlweißling
Quelle: AbuMazna/shutterstock.com
Pieris brassicae
Großer Kohlweißling
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Raps-Weißling
Quelle: Ivan Marjanovic/shutterstock.com
Pieris napi
Raps-Weißling
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Gemeiner Bläuling
Quelle: SanderMeertinsPhotography/shutterstock.com
Polyommatus icarus
Gemeiner Bläuling
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet
Foto Schwarzkolbiger Braundickkopf
Quelle: Hector Ruiz Villar/shutterstock.com
Thymelicus lineola
Schwarzkolbiger Braundickkopf
  • Nektarpflanze
  • ungefährdet

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