Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris)
Quelle: GT1976, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sumpf-Dotterblume

Caltha palustris

Staude
heimisch
Wildform
winterhart
Bienenweide
lange Blühzeit
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Einheimische Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse
  • Nierenförmige glänzende Blätter und hohe, aufsteigende Stängel
  • Leuchtend dottergelbe Blüten in kleinen Gruppen endständig
  • Vermehrung durch Teilen, mit Ablegern oder Samen
  • Winterhart, robust und pflegeleicht
  • Für feuchte Stellen wie die Ufer von Gartenteichen
  • Sonne oder Halbschatten bevorzugt
  • Selten von Krankheiten und Schädlingen befallen
  • Leicht giftig
  • Früher in Küche und Naturheilkunde verwendet
Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: lehmig
Wasser: feucht
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
PH-Wert: sauer
Kübel/Balkon geeignet: ja
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Höhe: 15 - 40 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Frostverträglich: bis -40 °C (bis Klimazone 3)
Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenform: schalenförmig, radiärsymmetrisch
Laub
Blattfarbe grün
Blattphase sommergrün
Blattform rund bis rundlich, nierenförmig
Schneckenunempfindlich ja
Ökologie
Bienen: Bienenweide
Schmetterlinge: Schmetterlingsweide (4 Arten)
Raupenfutterpflanze: 3 Arten
Nektarwert: 2/4
Pollenwert: 2/4
Säugetiere: 3 fressende Arten
Klassifizierung
Ordnung: Hahnenfußartige
Familie: Hahnenfußgewächse
Gattung: Dotterblume

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Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Sumpf-Dotterblume?

Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) ist eine einheimische, 15-40 Zentimeter hohe Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Man findet sie auf der gesamten nördlichen Hemisphäre häufig in Sumpfwiesen, Mooren, an Quellen, Bächen, in Erlenbrüchen und Auwäldern auf nassen und dauerfeuchten Böden. Unterirdisch verfügt sie über ein kriechendes Rhizom, und die niederliegenden, bogig aufsteigenden und innen hohlen Stängel wurzeln an den Knoten und sorgen für zusätzliche Ausbreitung. Die 4-10 Zentimeter langen Blätter sind saftig dunkelgrün, nierenförmig, kahl, am Rand gezähnt, bodennah lang und weiter oben an der Pflanze kurz gestielt.

Die glänzend dottergelben Blüten erscheinen bereits im zeitigen Frühjahr endständig in kleinen Gruppen. Sie sind fünfzählig, schalenförmig und mit zahlreichen gelben Staubblättern versehen. Aus den freistehenden Fruchtblättern entwickeln sich nach der Bestäubung sternförmig angeordnete Balgfrüchte mit dunkelbraunen, zweieinhalb Millimeter langen Samen. Diese weisen einen Schwimmkörper auf, der ihnen bei der Verbreitung mit dem Wasser hilft.

Sumpf-Dotterblume im Garten

Standort

Die Sumpf-Dotterblume ist an dauerfeuchten, nährstoff- und basenreichen humosen Standorten mit Sonne oder Halbschatten gut aufgehoben. Am Wasser wächst sie sogar ein Stück unter der Oberfläche weiter.

Schnitt

Ein Schnitt ist zur Pflege der Sumpf-Dotterblume nicht notwendig, es sei denn man möchte sie in ihrem ausufernden Wachstum beschränken. Ansonsten kann das Entfernen abgeblühter Teile eine zweite Blüte im Herbst fördern.

Vermehrung

Die Vermehrung der Sumpf-Dotterblume erfolgt am einfachsten mit bereits bewurzelten Ablegern oder durch Teilung des Rhizoms. Beim Aussäen von Samen muss man darauf achten, dass sie ein Kaltkeimer ist und daher am besten im Herbst an Ort und Stelle ausgebracht werden sollte.

Verwendung

Wer einen Bach oder feuchte, sumpfige Stellen im Garten hat oder den Rand eines Gartenteiches bepflanzen möchte ist mit der Sumpf-Dotterblume gut beraten. Sie ist pflegeleicht und breitet sich mit Hilfe ihres unterirdischen Rhizoms und wurzelnden Triebe schnell aus.

Schädlinge

Die Sumpf-Dotterblume gilt als robust und wenig anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Den Blättern bereiten bisweilen Rostpilze der Gattung Puccinia Probleme.

Ökologie

Die Sumpf-Dotterblume ist bei Regen selbstbestäubend, nimmt aber die Hilfe von Insekten gerne in Anspruch. Mit ihrem reichlich gebildeten Pollen und Nektar ist sie bei Schwebfliegen, Käfern und Honigbienen beliebt. Will man diese fördern, sollte man auf gefüllte Sorten verzichten und lieber die Wildart oder Kultivare mit ungefüllten Blüten pflanzen. Bei den gefüllten Blüten ist ein Teil der Staubblätter durch Kronblätter ersetzt, die den Zugang zum Nektar erschweren. Als Pollenpflanze für Honigbienen sind sie nur teilweise besser geeignet.

Wissenswertes

Die Sumpf-Dotterblume ist eine typische Pflanze von Sümpfen und Überschwemmungsgebieten. Sie gehört zu den wenigen Stauden, die selbst eine tagelange Überflutung unbeschadet überstehen, wie sie an solchen Standorten insbesondere im Frühjahr häufig auftritt. Die früher häufige Pflanze wird dank Trockenlegungsmaßnahmen, Kanalisierungen und Flussbegradigungen immer seltener und steht bereits auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. 1999 wurde sie zur Blume des Jahres gewählt, um auf diesen Artenrückgang aufmerksam zu machen.

Zuchtsorten der Sumpf-Dotterblumen haben weiße oder gefüllte Blüten und unterscheiden sich in Wüchsigkeit und Größe.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (4)

Gesamte Pflanze Sumpf-Dotterblume
Quelle: GT1976, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blüte Sumpf-Dotterblume
Quelle: H. Zell, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blatt Sumpf-Dotterblume
Quelle: Walter Siegmund, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Sumpf-Dotterblume
Sumpf-Dotterblume: Gesamte Pflanze

Sortentabelle

Caltha palustris
Quelle:GT1976, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Caltha palustris 'Multiplex'
Quelle:Victoria Tucholka/shutterstock.com
Sumpf-Dotterblume 'Multiplex'
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
Sumpf-DotterblumeWildform

15 - 40 cm


Kübel geeignet

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f
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Häufige Fragen

Ist die Sumpf-Dotterblume giftig?

Mit ihrem Gehalt an Anemonin und Saponinen gilt die Sumpf-Dotterblume als schwach giftig. Daher ist man von dem Gebrauch der Blätter und Blüten in Küche und Heilkunde abgekommen. Schafe, Ziegen und Kühe lassen sie auf der Weide stehen. Für Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen kann das saftige Grün gefährlich werden, denn es führt zu erhöhtem Speichelfluss, Krämpfen und Störungen der Nierenfunktion, die unter Umständen tödlich verlaufen.

Kann man Sumpf-Dotterblume essen?

Die Sumpf-Dotterblume gilt aufgrund ihres Gehaltes an Anemonin und Alkaloiden als schwach giftig. Kühe und Schafe meiden die Pflanze, die auf feuchten Weiden oftmals weithin sichtbar stehenbleibt. Früher hat man die Blätter als Salatgrün und die eingelegten Knospen als Kapernersatz in der Küche verwendet. In der Volksheilkunde wurde sie gegen Hauterkrankungen und Erkältungen eingesetzt. Heute ist man aufgrund der unvorhersehbaren Giftstoffgehaltes von diesen Anwendungen abgekommen und nutzt die Sumpf-Dotterblume nur noch als Zierpflanze.

Wie hoch wird Sumpf-Dotterblume?

Die Sumpf-Dotterblume wird mit ihren niederliegenden Stängeln und gelben Blüten 15-40 Zentimeter hoch und ebenso breit. Mit ihrem unterirdischen Rhizom und bewurzelnden Trieben breitet sie sich allerdings schnell aus. Die Pflanzen vertragen kurzfristige Trockenheit, aber an sumpfigen und moorigen Standorten oder am Rand eines Gartenteiches fühlen sie sich deutlich wohler. Ihre Blätter und Triebe können unbeschadet tagelang unter Wasser stehen.

Wert für Insekten und Vögel

Sumpf-Dotterblume ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Schmetterlingsarten:
4
Nektarwert:
2
Pollenwert:
2
Dient als Futterplanze für Raupen:
3
Dient als Nektarpflanze für Schmetterlinge:
1

Schmetterlingsarten

Foto Wegerich-Erdeule
Quelle: DJTaylor/shutterstock.com
Diarsia rubi
Wegerich-Erdeule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • ungefährdet
Foto Blauschillernder Feuerfalter
Quelle: SanderMeertinsPhotography/shutterstock.com
Lycaena helle
Blauschillernder Feuerfalter
  • Nektarpflanze
  • stark gefährdet
Paradiarsia punicea
Rotbraune Moorheiden-Erdeule
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag
  • vom Aussterben bedroht
Rhyparioides metelkana
Metelkana-Bär
  • Raupen-Futterpflanze
  • polyphag

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