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Lungenenzian-Ameisenbläuling
Quelle: Rudmer Zwerver/shutterstock.com

Lungenenzian-Ameisenbläuling

Maculinea alcon

Das Wichtigste auf einen Blick

Schmetterling stark gefährdet
  • Lungenenzian-Ameisenbläuling wird auch Kleiner Moorbläuling genannt
  • Er ist ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge
  • Die Flügelspannweite beträgt 32 bis 36 mm
  • Bei den Männchen sind Flügel oberseits blau mit schmalem, schwarzem Rand
  • Die Flügel der Weibchen sind dunkelbraun, an der Flügelwurzel meist leicht blau bestäubt
  • Bei beiden Geschlechtern sind die Flügelunterseiten hellgrau mit großen schwarzen, hell umrandeten Flecken
  • Sie fliegen in Feuchtgebieten, zum Beispiel in Mooren, auf feuchten Wiesen und Heiden
  • Auch sind sie im Überschwemmungsbereich von großen Flüssen zu finden
  • Lungenenzian-Ameisenbläuling haben eine Generation im Jahr im Juli bis August
  • Die Weibchen legen ihre weißen abgeflachten Eier locker verteilt an die Knospen, manchmal auch auf Blätter und Stängel, der Futterpflanzen ab
  • Die Raupen fressen sich in das Pflanzeninnere und ernähren sich im Fruchtknoten von den Samen und deren Anlagen
  • Raupenfutterpflanzen sind der Schwalbenwurz-Enzian und der Lungen-Enzian
  • Sie durchleben zwei bis drei Häutungen, fressen sich einen Weg nach draußen und fallen zu Boden
  • Dort werden sie schon von zwei verschiedenen Arten Knotenameisen erwartet ( Waldknotenameise und die Rote Gartenameise
  • Durch das Täuschen mit Duftstoffen werden die Raupen in das Nest der Ameisen getragen
  • Sie ahmen den arteigenen Duft der Ameisen nach und werden von den Ameisen bevorzugt gefüttert
  • Die Raupen verpuppen sich im Inneren des Nestes
  • Bevor der Schwindel auffliegt, müssen sie ganz schnell das Ameisennest als Falter verlassen, denn jetzt besitzen sie keine Duftstoffe mehr, die sie vor den Ameisen schützen
  • Durch die bevorzugte Fütterung der Schmetterlingsraupen kann die Ameise ihren Nachwuchs vernachlässigen und der eigene Nachwuchs ist gefährdet
  • Aber auch die Raupen können im Ameisenbau durch die parasitisch lebende Schlupfwespenart Ichneumon eumerus befallen werden
  • Da legen dann die Weibchen der Schlupfwespen die Eier in den Raupen ab
  • Die Larven der Schlupfwespen schlüpfen, entwickeln sich und töten sie
Allgemein
Familie: Tagfalter
Gefährdung (Rote Liste): stark gefährdet
Schmetterling
Spannweite: 32-36 mm
Vorkommen:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Raupe
Vorkommen:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Länge: 15 mm
Nahrungsspektrum: spezialisert (oligophag)

Blütenbesuch

Raupenfutterpflanzen

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