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Breitblättriger Dornfarn (Dryopteris dilatata)
Quelle: Manishankar Patra/shutterstock.com

Breitblättriger DornfarnBreiter Wurmfarn

Dryopteris dilatata

Das Wichtigste auf einen Blick

heimische Wildform Farn winterhart giftig lange Blühzeit
  • Wintergrüner Farn mit aufrechtem Rhizom und trichterförmigen Rosetten
  • Wedel drei- bis vierteilig gefiedert, mit dunkelgrün glänzender Oberseite und heller drüsiger Unterseite
  • Braucht einen durchlässigen, mäßig nährstoffreichen Boden
  • Steht am liebsten im Halbschatten, verträgt aber auch vollen Schatten
  • Boden sollte feucht bis frisch bleiben
  • Robust, pflegeleicht und winterhart
  • Für den Unterwuchs von Bäumen und den Rand von Gehölz
  • Beliebtes Rotwildfutter
🏡 Standort
Licht: Halbschatten bis Schatten
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: feucht bis frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
PH-Wert: sauer

Thematisch passende Pflanzen:

🌱 Wuchs
Pflanzenart: Farn
Wuchs: bogig ausladend,horstbildend
Höhe: 50 - 70 cm
Breite: 40 - 60 cm
frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
Wurzelsystem: Flachwurzler

Thematisch passende Pflanzen:

🌼 Blüte
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
🍃 Laub
Blattfarbe: dunkelgrün
Blattphase: wintergrün
Blattform: 3- bis 4-fach gefiedert, matt, derb
Schneckenunempfindlich: ja

Thematisch passende Pflanzen:

🐝 Ökologie
Bestandssituation (Rote Liste): sehr häufig
Gefährdung (Rote Liste): ungefährdet
Raupen: 1 (davon keine spezialisiert)
🌐 Einheimische Verbreitung

Bitte beachte, dass die angezeigte Verbreitung auf der Karte lediglich als grobe Orientierungshilfe dienen soll. Für eine detailliertere Darstellung und mehr Informationen zur Verbreitung besuche doch gern floraweb.de.

Verbreitung:
häufig
mittel
gering
Höhenlage:

1 Mittelgebirge / 2 Alpen⁠

ℹ️ Sonstiges
ist giftig: sehr giftig
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Tüpfelfarnartige
Familie: Wurmfarngewächse
Gattung: Wurmfarne

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Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten
Markus Wichert

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Markus Wichert Naturgärtner

Was ist Breitblättriger Dornfarn?

Breitblättriger Dornfarn oder Großer Dornfarn ist einer der größten Vertreter der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae). In den gemäßigten Breiten der nördlichen Hemisphäre, vor allem in den Gebirgen und Mittelgebirgen, seltener im Tiefland ist dieser sommergrüne Farn weit verbreitet und findet sich vor allem in schattigen und kühlen Wäldern mit hoher Luftfeuchtigkeit und einem kalkarmen steinig-sandigen Boden, an Bächen und Gräben, in den Alpen bis in Höhen von 1900 Metern.

Dem kräftigen aufrechten Rhizom entspringen im Frühling neue Rosetten aus bis zu 1,5 Meter langen Wedeln. Diese sind halb bis ein Drittel so lang gestielt wie die Spreite lang ist und dicht mit braunen, in der Mittel dunkelbraunen Schuppen besetzt. Im Umriss sind die Blätter dreieckig bis oval und spitz zulaufend; die Oberseite ist glänzend dunkelgrün, die Unterseite deutlich heller und mit gelben Drüsen besetzt. Die Wedel sind drei- -oder vierfach gefiedert, mit eckigen und am Rand fein gesägten Fiederblättchen. Auf ihrer Unterseite sitzen die Sporenbehälter in zwei Reihen beiderseits der Mittelrippe; geschützt werden sie von einem dünnen weißlichen Schleier (Indusium). Im Winter bleiben die alten Wedel größtenteils vorerst noch erhalten.

Vom sehr ähnlichen Gewöhnlichen Dornfarn, der zudem ähnliche Lebensräume besiedelt, lässt sich der Breitblättrige Dornfarn am besten anhand seiner Spreuschuppen an den Wedelstielen unterscheiden: die sind bei ihm zahlreicher und dichter und zudem in der Mittel dunkler, bei seinem Verwandten hingegen einheitlich braun. Darüber hinaus sind bei Dryopteris dilatata die Wedel eher aufrecht als bogig hängend, und an den Blättern und am Indusium finden sich kleine Drüsen.

Breitblättriger Dornfarn im Garten

Standort

Der Breitblättrige Dornfarn bevorzugt einen kalkarmen und mäßig nährstoffreichen, sandigen oder steinigen und gut durchlässigen Boden, der feucht bis trocken ausfallen sollte. Er ist schattentolerant, hat es aber lieber ein wenig heller, vorzugsweise halbschattig. Hohe Luftfeuchtigkeit nimmt er dankbar zur Kenntnis, und im Winter verträgt er bis zu -28 °C.

Schnitt

Die meisten Wedel bleiben im Winter stehen und sterben erst im Frühjahr ab, wenn sich die neuen ankündigen. Du kannst sie dann abschneiden und als Mulch oder Kompost recyceln, wenn sie Dich stören; ansonsten bieten sie über Winter und im zeitigen Frühjahr noch vielen Kleinlebewesen Nahrung und Unterkunft.

Vermehrung

Manchmal bildet das aufrechte Rhizom lange kriechende Triebe, aus denen sich neue Trichter entwickeln. Allerdings überwiegt die sexuelle Reproduktion mit Sporen. Im Garten wirst Du in aller Regel zunächst ein gekauftes Exemplar pflanzen; hat sich dieses in seiner Umgebung ausgebreitet kannst Du die Pflanzen teilen und versetzen.

Verwendung

Am besten gedeiht der Breitblättrige Wurmfarn als Unterwuchs von Bäumen, am Rand von Hecken und Sträuchern oder im schattigen Staudenbeet.

Schädlinge

Schädlinge und Krankheiten spielen beim äußerst widerstandsfähigen Breitblättrigen Wurmfarn keine Rolle und werden ihm nur selten gefährlich. Schnecken machen einen großen Bogen um die für sie offenbar unbekömmlichen Pflanzen.

Ökologie

  • Für Insekten gibt es bei den archaischen Farnen weder Pollen noch Nektar zu holen. Trotzdem sind die Pflanzen wichtige Lebensräume und Nahrungspflanzen für zahlreiche Tiere.
  • Bei Rotwild sind die Wedel ein begehrtes Zubrot.
  • In seltenen Fällen wächst Dryopteris dilatata epiphytisch auf Bäumen, in Nordamerika beispielsweise am Stamm von Douglasien.

Wissenswertes

  • Wurmfarne enthalten Flavonoide und Phloroglucine wie Aspidin, Aspidinol und Desaspidin, die man früher als wurmtreibendes Mittel verwendete; daher auch der Name dieser alten Heilpflanzen.
  • Essen sollte man den Farn lieber nicht, denn er enthält auch ein Enzym namens Thiaminase, die Thiamin alias Vitamin B1 abbaut und so bei regelmäßigem Verzehr zu einem Vitamin B1-Mangel führen kann.
  • Sowohl der Wildtyp als auch die Sorten ‚Crispa Whiteside‘ und ‚Lepidota Cristata‘ wurden mit dem Award of Garden Merit der Royal Horticultural Society ausgezeichnet.
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Fotos (6)

Blatt Breitblättriger Dornfarn
Quelle: Manishankar Patra/shutterstock.com
Blatt Breitblättriger Dornfarn
Quelle: MurielBendel, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Breitblättriger Dornfarn
Quelle: Rasbak, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blatt Breitblättriger Dornfarn
Quelle: Southgeist, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blatt Breitblättriger Dornfarn
Breitblättriger Dornfarn: Blatt
Blatt Breitblättriger Dornfarn
Breitblättriger Dornfarn: Blatt

Häufige Fragen

Wo kann man Breitblättriger Dornfarn kaufen?

Am naheliegendsten ist der Kauf in einer Gärtnerei oder einer Baumschule deiner Region.
Unter "Breitblättriger Dornfarn kaufen" findest du sofort erhältliche Angebote unterschiedlicher Internet-Anbieter.

Wert für Insekten und Vögel

Breitblättriger Dornfarn ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Schmetterlingsraupen

Schmetterlingsarten

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Themen

Am Inhalt mitgewirkt haben:
Dr. rer. medic. Harald Stephan
Dr. rer. medic. Harald Stephan Diplom-Biologe
Markus Wichert
Markus Wichert Naturgärtner
Thomas Puhlmann
Thomas Puhlmann Balkongärtner
Sebastian Hadj Ahmed
Sebastian Hadj Ahmed Balkon- und Kleingärtner
Stand:
15.03.2024