Kapstachelbeere,Andenbeere

Physalis peruviana

Staude
Wildform
essbar
lange Blühzeit
Kapstachelbeere (Physalis peruviana) Alle 4 Fotos anzeigen
Quelle: Tubifex, Public domain, via Wikimedia Commons

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aus den Anden stammendes Nachtschattengewächs und beliebter Obstlieferant
  • Mehrjähriger, aber meist nur einjährig gehaltener und bis zu zwei Meter hoher Strauch
  • Herzförmige behaarte Blätter und schüsselartige gelbe Blüten mit fünf braunen Flecken am Grund
  • Typische Fruchthülle, grün, orange, zuletzt hellbraun und papierartig
  • Kugelige Orange Beere mit zahlreichen Samen im Inneren
  • Für einen durchlässigen Boden mit viel Sonne und Wärme
  • Vermehrung mit Samen oder Stecklingen, auch Überwinterung möglich
  • Gut als Kübelpflanze zu halten
  • Bestäubung vor allem durch Fliegen, Verbreitung der Samen durch Vögel und Säuger
  • In wärmeren Regionen vielerorts als invasiver Neophyt wachsend
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Höhe: 50 - 200 cm
Breite: 60 - 100 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Selbstbefruchter ja
Licht
Sonne
Boden
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: trocken
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Sonstiges
Ordnung: Nachtschattenartige
Familie: Nachtschattengewächse
Gattung: Blasenkirschen
ist essbar Frucht

Was ist Kapstachelbeere?

Kapstachelbeere oder Peruanische Blasenkirsche (Physalis peruviana) stammt ursprünglich aus der Andenregion und hat sich zu einer beliebten Obstpflanze entwickelt. Sie gehört als Vertreter aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) zu den Verwandten von Kartoffel, Tomate, Paprika und Aubergine, die von dort aus ebenso einen weltweiten Siegeszug antraten. In Kolumbien, Peru und Bolivien wächst sie wild an sonnigen bis schattigen Standorten in bis zu 3.200 Metern Höhe.

Es handelt sich dabei um einen 50-200 Zentimeter hohen rhizombildenden sommergrünen und krautig bleibenden Strauch. Er ist mehrjährig, wird aber bei uns fast immer einjährig gehalten. Die aufrechten und reich verzweigten kletternden Stängel sind grün, die Blätter 2-5 Zentimeter lang gestielt mit 6-15 Zentimeter langer und 4-10 Zentimeter breiter herzförmiger Spreite, auslaufender Spitze und glattem oder grob gezähntem Rand. Alle Teile der Pflanze sind dicht mit kurzen Trichomen behaart, die Blätter vor allem auf der Unterseite. Wenn die Früchte reifen werden die Blätter welk.

Die 1-2 Zentimeter lang gestielten Blüten sind recht unauffällig; sie sind zwittrig, fünfzählig mit doppelter Blütenhülle, breit glockenförmig mit einer sternförmigen Öffnung an der Spitze und erscheinen einzeln in den Blattachseln. Ihre Kelchblätter sind grün, gekielt, mit dreieckigen Kelchzipfeln und stark behaart. Die Kronblätter sind mit 10-14 Millimetern fast doppelt so lang und bilden eine Kronröhre mit durchscheinendem Grund, darüber sind sie gelblich mit jeweils einem dunklen braunen Flecken pro Kronblatt. Im Inneren stehen fünf kurze Staubblätter mit violetten Staubbeuteln und der oberständige Fruchtknoten mit Griffel und kopfiger Narbe.

Bezeichnend sind die hängenden blasig aufgetriebenen, laternenartigen Fruchtkelche, die anfangs grün und behaart sich leuchtend orange verfärben und allmählich dünn pergamentartig trocknen und hellbraun werden. Sie bleiben recht lange geschlossen. In der schützenden Hülle verbirgt sich eine kugelrunde, bis zwei Zentimeter große orangerote Frucht mit 100-300 winzigen hellbraunen Samen und saftigem, säuerlich-süßen Fruchtfleisch.

Kapstachelbeere im Garten

Standort

Die Kapstachelbeere ist recht genügsam und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Er muss nur gut wasserdurchlässig sein. Sie steht am liebsten in der vollen Sonne oder wenigstens im Halbschatten. Einen windgeschützten Standort nimmt sie dankend zur Kenntnis, ebenso wie ein paar Stäbe, ein Rankgitter oder eine Wand, an der die fragilen Triebe Stabilität finden und hochwachsen können.

Im Sommer braucht sie regelmäßig Wasser, sonst protestiert sie unübersehbar mit schlaff herabhängenden Blättern. Etwas Mulch am Boden verlangsamt das Austrocknen in der Sonne. Düngen solltest Du eher weniger, denn mit reichlich Nährstoffen versorgt treibt sie mehr Grün und weniger Blüten. Wichtig ist neben Sonne vor allem Wärme – nur wenn die Vegetationsperiode lange genug ist kannst Du reife Früchte ernten.

Achtung: Im Garten kann sie sich unter guten Bedingungen schnell ausbreiten, vor allem nach warmen Wintern, die sie oft auch überlebt.

Schnitt

Schneiden wird man die Kapstachelbeere bei uns nur, wenn sie zu groß zu werden droht. Ansonsten ist der Zauber spätestens nach dem ersten Frost ohnehin vorbei. Die Blätter sterben bereits ab, wenn die Früchte reifen, sodass nur die Stiele mit den Lampions stehenbleiben. Bei mehrjähriger Kultur kannst Du sie im Frühjahr vor dem ersten Austrieb zurechtstutzen.

Vermehrung

Eine Vermehrung mit Samen ist einfach; man sät sie nach den Eisheiligen direkt an Ort und Stelle im Garten aus oder zieht sie in Töpfen und Kästen im Haus zeitig vor, um sie zu dieser Zeit schon als kleine Pflanzen ins Beet setzen zu können. Das ist in unseren Breiten empfehlenswert, damit die Früchte noch rechtzeitig vor dem Winter ausreifen. Noch größer wird der Vorsprung mit Stecklingen, die man im Herbst rechtzeitig bewurzelt und im Haus überwintert. Die ideale Überwinterungstemperatur für die Kapstachelbeere liegt bei etwa 15 °C.

In wärmeren Regionen sorgen die samenreichen Früchte auch kräftig für eine Selbstaussaat.

Verwendung

Die Kapstachelbeere besticht in Rabatten durch ihre großen roten Lampions. Will man sie in Trockensträußen verwenden, sollte man sie ernten, sobald sich die Lampions zu verfärben beginnen. Ansonsten wäre das schade für den leckeren Inhalt. Bei uns weniger interessant als in den Tropen: Die Pflanzen sind mit ihrem dichten Wurzelwerk ein guter Bodenfestiger und stabilisieren Hänge und Böschungen.

Da die Pflanzen mehrjährig sind, kannst Du sich auch problemlos mehrjährig halten. Dafür musst Du sie entweder gleich in Container oder Kübel pflanzen und im Haus überwintern, oder Du gräbst die Kapstachelbeeren aus dem Freiland im Herbst aus und topfst sie ein. PS: Große Töpfe lassen sich auch auf Balkon und Terrasse stellen. Vor dem Winterstand kannst Du sie kräftig zurückschneiden, damit sie weniger Platz in Anspruch nimmt.

Schädlinge

Mitunter wird die Kapstachelbeere von reichlich Raupen heimgesucht – oft etwas zu viel des Guten. Kaninchen zeigen sich am frischen Grün interessiert, und Spinnmilben und Weiße Fliege machen sich an den Blättern zu schaffen.

Ökologie

Bestäubt wird die Kapstachelbeere überwiegend von Fliegen oder vom Wind. Die Verbreitung der Samen erfolgt mitsamt den Früchten, die von Vögeln und kleinen Säugetieren gefressen die Darmpassage unbeschadet überstehen.

Wissenswertes

Südafrika oder Peru?

Peruanische Blasenkirsche und Kapstachelbeere klingen nach recht verschiedenen Enden der Welt. Der scheinbare Widerspruch erklärt sich damit, dass die Physialis peruviana tatsächlich in den Anden im Nordwesten Südamerikas heimisch ist, sie aber bereits Ende des 18. Jahrhunderts mit Seefahrern nach Südafrika gebracht und nachweislich vor 1807 von den ersten Siedlern angebaut wurde.

Einer der Gründe: Die Frucht ist reich an Vitamin C und damit ein probates Mittel gegen die alte Seefahrerkrankheit Skorbut. Daher auch der Name Ascorbinsäureascorbin im Sinne von gegen Skorbut wirksam. Nachdem die englische Marine das spitzbekommen hatte, gehörten Zitronen zur Tagesration der Matrosen. Wahlweise Kapstachelbeeren. In Deutschland war es das vitaminreiche und gut haltbare Sauerkraut, weswegen die Deutschen bei den Briten noch heute als „krauts“ bezeichnet werden. Am Kap der Guten Hoffnung ist die Kapstachelbeere bis heute ein beliebtes Obst geblieben.

Noch mehr Namen

Den botanischen Namen hat das Nachtschattengewächs von seiner Fruchthülle: physalis bedeutet im Griechischen Blase. Wegen ihrer essbaren Früchte trägt die Kapstachelbeere auch das botanische Synonym Physalis edulis, die essbare Physalis. Oder im Volksmund Andenbeere, Inkapflaume, Ananaskirsche, Tomatenkirsche und viele andere. Der Name Judenkirsche bezieht sich auf die Form der Hüte, mit denen sich die Juden im Mittelalter kenntlich machen mussten. In den USA heißen sie goldberries. Mit der Stachelbeere, die zu den Rosengewächsen zählt, hat sie nur den Geschmack der Früchte gemein.

Noch mehr Lampionblumen

Die Peruanische Kapstachelbeere ist nicht die einzige Lampionblume mit so einer denkwürdigen Fruchtverpackung. Die Gattung Physalis besteht aus über 80 Arten von einjährigen oder ausdauernden Stauden, die weltweit auftreten und ihren Verbreitungsschwerpunkt in Südamerika haben. Als Zierpflanze – nicht als Obst – hält man im Garten besonders oft die ganz ähnliche Lampionkirsche (Physalis alkekengii).

Verwendung der Kapstachelbeeren

Die orangegelben Kügelchen sind in ihrer papierartigen Hülle bei Raumtemperatur ein bis eineinhalb Monate haltbar. In den Lebensmittelhandel kommen sie zumeist in kleinen Körbchen und voll ausgereift, denn sie reifen einmal gepflückt nicht nach. Sie schmecken süß-säuerlich und sehr aromatisch und sind besonders bei Kindern beliebt, die an den lustigen Lampions mit essbarem Inhalt ihre Freude haben.

Am besten isst man die Beeren roh, man kann sie aber auch zu Kompott verarbeiten oder im Obstsalat, in Desserts und – besonderer Tipp – im Rumtopf verwenden. Bei Marmelade muss man der Festigkeit mit einem Apfel oder mit Apfelpektin nachhelfen, da die Früchte kein Pektin enthalten.

In Südafrika gehört sie zu den Grundnahrungsmitteln und wird zu Konserven und Marmelade verarbeitet.

Kapstachelbeere als erfolgreicher, aber unbeständiger Neophyt

Die 100-200 Samen in jeder einzelnen Kapstachelbeere sind ziemlich renitent und treiben das mit der Verdauungsausbreitung auf die Spitze. Übernehmen normalerweise Tiere und andere Vögel die Verbreitung, so ist das auch ohne weiteres beim Menschen möglich – sogar, wenn das Abwasser durch eine Kläranlage gelaufen ist. Mittlerweile weiß man, dass die immer wieder auf Äckern und Feldern auftretenden Bestände der Pflanze aus dem Klärschlamm stammen. Somit sieht man die Physalis als Neophyt, aber wirklich invasiv ist sie bei uns dank des eher kalten Klimas und ihrer Frostempfindlichkeit nicht.

Anders sieht das in wärmeren Gefilden aus. Bereits in der Umgebung von Kapstadt breiteten sich die ersten von portugiesischen Seefahrern mitgebrachten Exemplare schnell aus, und in vielen Ländern gilt sie als invasiver Neophyt, der heimische Arten verdrängt. Das gilt insbesondere für die Länder, in denen die Pflanzen angebaut werden und zwangsläufig auch mal ausbüchsen, wie Australien, China, Indien, Malaysia und die Philippinen. Auf vielen Pazifikinseln einschließlich Hawaii bilden sie undurchdringliche Dickichte.

Fotos

Gesamte Pflanze Kapstachelbeere
Quelle: Tubifex, Public domain, via Wikimedia Commons
Frucht Kapstachelbeere
Quelle: Tubifex, Public domain, via Wikimedia Commons
Blüte Kapstachelbeere
Quelle: User:Carstor, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blatt Kapstachelbeere
Quelle: Forest & Kim Starr, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

Häufige Fragen

Wie gesund ist Physalis?

Die Physalisfrüchte sind reich an Vitamin C, Vitamin B, Provitamin A, Carotinoiden (die auch für die Farbe sorgen) und haben nur 53 kcal pro 100 Gramm. Ihre Samen enthalten Ölsäure und Linolensäure, Phytosterole wie Sitosterin, Vitamin K und Beta-Carotin. Hüten sollte man sich allerdings vor den unreifen Früchten – genau wie unreife Tomaten enthalten sie noch jede Menge von dem giftigen Alkaloid Solanin, das erst noch abgebaut werden muss.

In ihrer peruanischen Heimat wird die Kapstachelbeere auch von der traditionellen Volksmedizin genutzt. Diversen Studien zufolge wirken die Beeren, Blüten und Blätter entzündungshemmend, antioxidativ, antidiabetisch und hemmen in vitro das Wachstum von Krebszellen.

Wie pflege ich die Kapstachelbeere?

Du kannst die Kapstachelbeere aus Samen im Haus vorziehen, damit sie im Frühjahr einen zeitigen Start hinlegen kann. Oder überwintere die Pflanze bei rund 15 °C im Haus, oder begnüge Dich mit rechtzeitig vor dem ersten Frost im Herbst abgenommenen und bewurzelten Stecklingen.

Im Garten braucht die Physalis eine lockere und nicht zu nährstoffhaltige Erde und reichlich Wasser, Wärme und Sonne. Große Pflege ist ansonsten nicht notwendig; sie ist dankbar für einen Windschutz und eine Unterstützung beim Wachsen in Form eines Gitters oder von Rankstäben, denn die Triebe sind ähnlich fragil wie die einer Tomate.

Bei mehrjähriger Haltung solltest Du sie vor der Überwinterung kräftig zurückschneiden. Das hat auch den Vorteil, dass sie nicht so viel Platz wegnimmt und auch nicht so viel Wasser verdunstet, sodass Du sie im Winterstand deutlich seltener zu gießen brauchst.

Sollte man Physalis waschen?

Ja, aber erst unmittelbar vor dem Verzehr, sonst verderben sie ganz schnell. Ist jedenfalls besser, denn die glänzende Oberfläche ist oft ziemlich klebrig, und man weiß ja nie, was da alles dran hängen geblieben ist.

Ist die Physalis-Pflanze mehrjährig?

Ja, aber in unseren Breiten überlebt sie nur in den wärmeren Weinbaugebieten oder wenn man sie rechtzeitig vor dem ersten Frost ins Haus holt. Ansonsten hält man sie bei uns vorzugsweise einjährig. Will man Früchte ernten, muss man die Vegetationsperiode gut ausnutzen, denn sonst kann das mit der Reife bei unserem Klima knapp werden. Heißt am besten zeitig im Frühjahr aussäen und nach den Eisheiligen die jungen Pflanzen ins Freiland bringen, oder zu ebendieser Zeit die überwinterten Pflanzen rausstellen. Letztere müssen sich erst wieder an die Sonne gewöhnen, aber danach wachsen sie mit reichlich Sonnenlicht und Wasser in Windeseile und blühen und fruchten.

Ist die Physalis giftig?

Ja, aber nur so lange sie noch grün ist. Dann enthalten die Beeren noch reichlich Solanin. Das ist aber nicht weiter beunruhigend, denn bei Tomaten ist das nicht anders. Sobald sich die Früchte der Nachtschattengewächse verfärben sind sie genießbar. Mit Tollkirsche oder Bilsenkraut solltest Du das aber lieber nicht probieren, die sind immer tödlich giftig.

Wo wachsen Physalis am besten?

Physalis braucht einen mäßig nährstoffreichen, gut gelockerten Boden. Zu viel Dünger führt dazu, dass sie nur Grün bildet und keine Blüten produziert. Staunässe mag sie ebenso wenig wie Trockenheit. Der Standort sollte möglichst sonnig und warm sein, vorzugsweise windgeschützt und mit einer Rankhilfe versehen, damit die fragilen Äste nicht abbrechen und etwas zum Hochwachsen in der Nähe haben.

Wie lagert man Physalis?

Die Beeren lassen sich selbst bei Raumtemperatur einige Wochen aufheben, vor allem wenn man sie in ihren papierartigen Lampions belässt. Daher werden sie auch so frisch verkauft. Im Kühlschrank halten sie sich noch länger. Die aus dem Garten musst Du mit der richtigen Reife abpassen und ernten, denn nachreifen werden die Früchte nicht.

Sind Physalis Obst?

Gemäß der Definition von Wikipedia (und jedem guten Lebensmittellexikon) ist Obst „ein Sammelbegriff der für den Menschen roh genießbaren, meist wasserhaltigen Früchte oder Teilen davon (beispielsweise Samen), die von Bäumen, Sträuchern und mehrjährigen Stauden stammen.“ Stimmt alles hundertprozentig. Die Kapstachelbeere ist ein mehrjähriger krautiger Strauch, die Physalis eine Beere, die reichlich Wasser enthält und die man roh essen kann. Mit viel Vitamin C, Ballaststoffen, antioxidativ wirksamen Carotinoiden und nur 53 kcal/100 Gramm sogar ein recht gesundes Obst.

Was heißt Physalis auf Deutsch?

Physalis im Garten gibt es vor allem zwei Arten: Physalis peruviana oder Kapstachelbeere und die Lampionkirsche Physalis alkekengi. Andere Bezeichnungen für die Kapstachelbeere sind Andenbeere, Inkapflaume, Ananaskirsche und Tomatenkirsche. Politisch korrekt aus der Mode gekommen ist die Judenkirsche – im Mittelalter mussten die Juden spezielle Judenhüte tragen, um sich als solche erkennen zu geben. An diese erinnern die Lampions, wenn auch nur entfernt.

Woher kommt der Name Physalis?

Der Name der Blasenkirsche hat sich auch in der botanischen Bezeichnung verewigt: physalis heißt auf Griechisch die Blase. Das Art-Epitheton peruviana bedeutet, wie unschwer zu erraten, aus Peru kommend. Die Pflanzen wachsen wild vor allem in der Andenregion von Peru, Kolumbien und Bolivien.

Wann kann man Physalis ernten?

Die Physalis im Garten wird nur mit reichlich Sonne und Wärme reif und wenn Du sie rechtzeitig im Jahr gepflanzt oder aus dem Winterstand geholt hast. Grün solltest Du sie auf keinen Fall verzehren, denn dann sind die Beere noch durch die darin enthaltenen Alkaloide giftig. Genussreif werden sie erst, wenn sie sich orange verfärbt haben. Zu dieser Zeit ist der schützende „Lampion“ bereits papierartig vertrocknet. So lange er noch grün oder orange ist brauchst Du Dich also noch nicht um die Ernte zu kümmern.

Ökologischer Wert

Kapstachelbeere nicht heimisch und hat nach unseren Informationen keinen (großen) Wert für Bienen, Schmetterlinge & Co.

Stauden mit gelben Blüten