https://www.naturadb.de/pflanzen/caltha-palustris/
Licht: | Sonne bis Halbschatten |
Boden: | lehmig |
Wasser: | feucht |
Nährstoffe: | nährstoffreicher Boden |
PH-Wert: | basisch / kalk |
Kübel/Balkon geeignet: | ja |
Pflanzenart: | Staude |
Höhe: | 15 - 40 cm |
frostverträglich: | bis -40 °C (bis Klimazone 3) |
Wurzelsystem: | Flachwurzler |
Blütenfarbe: | gelb |
Blühzeit: | |
Blütenform: | schalenförmig, radiärsymmetrisch |
Blattfarbe: | grün |
Blattphase: | sommergrün |
Blattform: | rund bis rundlich, nierenförmig |
Schneckenunempfindlich: | ja |
Bestandssituation (Rote Liste): | häufig |
Gefährdung (Rote Liste): | Vorwarnliste |
Wildbienen: | 18 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert) |
Schmetterlinge: | 1 |
Raupen: | 3 (davon keine spezialisiert) |
Schwebfliegen: | 24 |
Käfer: | 24 |
Nektarwert: | 3/4 - viel |
Pollenwert: | 2/4 - mäßig |
floraweb.de.
Höhenlage: |
planar (<100m1 / <300m)2 bis subalpin (1000m-1100m1 / 1500m-2500m)2 1 Mittelgebirge / 2 Alpen |
Pflanzen je ㎡: | 12 |
Eignung im Hortus: Was bedeutet Hortus? |
gut geeignet für Hotspot-Zone |
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Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!
Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) ist eine einheimische, 15-40 Zentimeter hohe Staude aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Man findet sie auf der gesamten nördlichen Hemisphäre häufig in Sumpfwiesen, Mooren, an Quellen, Bächen, in Erlenbrüchen und Auwäldern auf nassen und dauerfeuchten Böden. Unterirdisch verfügt sie über ein kriechendes Rhizom, und die niederliegenden, bogig aufsteigenden und innen hohlen Stängel wurzeln an den Knoten und sorgen für zusätzliche Ausbreitung. Die 4-10 Zentimeter langen Blätter sind saftig dunkelgrün, nierenförmig, kahl, am Rand gezähnt, bodennah lang und weiter oben an der Pflanze kurz gestielt.
Die glänzend dottergelben Blüten erscheinen bereits im zeitigen Frühjahr endständig in kleinen Gruppen. Sie sind fünfzählig, schalenförmig und mit zahlreichen gelben Staubblättern versehen. Aus den freistehenden Fruchtblättern entwickeln sich nach der Bestäubung sternförmig angeordnete Balgfrüchte mit dunkelbraunen, zweieinhalb Millimeter langen Samen. Diese weisen einen Schwimmkörper auf, der ihnen bei der Verbreitung mit dem Wasser hilft.
Die Sumpf-Dotterblume ist an dauerfeuchten, nährstoff- und basenreichen humosen Standorten mit Sonne oder Halbschatten gut aufgehoben. Am Wasser wächst sie sogar ein Stück unter der Oberfläche weiter.
Ein Schnitt ist zur Pflege der Sumpf-Dotterblume nicht notwendig, es sei denn man möchte sie in ihrem ausufernden Wachstum beschränken. Ansonsten kann das Entfernen abgeblühter Teile eine zweite Blüte im Herbst fördern.
Die Vermehrung der Sumpf-Dotterblume erfolgt am einfachsten mit bereits bewurzelten Ablegern oder durch Teilung des Rhizoms. Beim Aussäen von Samen muss man darauf achten, dass sie ein Kaltkeimer ist und daher am besten im Herbst an Ort und Stelle ausgebracht werden sollte.
Wer einen Bach oder feuchte, sumpfige Stellen im Garten hat oder den Rand eines Gartenteiches bepflanzen möchte ist mit der Sumpf-Dotterblume gut beraten. Sie ist pflegeleicht und breitet sich mit Hilfe ihres unterirdischen Rhizoms und wurzelnden Triebe schnell aus.
Die Sumpf-Dotterblume gilt als robust und wenig anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Den Blättern bereiten bisweilen Rostpilze der Gattung Puccinia Probleme.
Die Sumpf-Dotterblume ist bei Regen selbstbestäubend, nimmt aber die Hilfe von Insekten gerne in Anspruch. Mit ihrem reichlich gebildeten Pollen und Nektar ist sie bei Schwebfliegen, Käfern und Honigbienen beliebt. Will man diese fördern, sollte man auf gefüllte Sorten verzichten und lieber die Wildart oder Kultivare mit ungefüllten Blüten pflanzen. Bei den gefüllten Blüten ist ein Teil der Staubblätter durch Kronblätter ersetzt, die den Zugang zum Nektar erschweren. Als Pollenpflanze für Honigbienen sind sie nur teilweise besser geeignet.
Die Sumpf-Dotterblume ist eine typische Pflanze von Sümpfen und Überschwemmungsgebieten. Sie gehört zu den wenigen Stauden, die selbst eine tagelange Überflutung unbeschadet überstehen, wie sie an solchen Standorten insbesondere im Frühjahr häufig auftritt. Die früher häufige Pflanze wird dank Trockenlegungsmaßnahmen, Kanalisierungen und Flussbegradigungen immer seltener und steht bereits auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten. 1999 wurde sie zur Blume des Jahres gewählt, um auf diesen Artenrückgang aufmerksam zu machen.
Zuchtsorten der Sumpf-Dotterblumen haben weiße oder gefüllte Blüten und unterscheiden sich in Wüchsigkeit und Größe.
Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.
Pflanze | Wuchs | Standort | Blüte | Kaufen |
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Sumpf-DotterblumeCaltha palustrisWildform | 15 - 40 cm | | ab 3,45 € | |
Sumpf-Dotterblume 'Multiplex'Caltha palustris 'Multiplex'gefüllte Blüten | horstig, breitbuschig 10 - 20 cm 20 - 30 cm |
| ab 13,40 € |
Am naheliegendsten ist der Kauf in einer Gärtnerei oder einer Baumschule deiner Region.
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Mit ihrem Gehalt an Anemonin und Saponinen gilt die Sumpf-Dotterblume als schwach giftig. Daher ist man von dem Gebrauch der Blätter und Blüten in Küche und Heilkunde abgekommen. Schafe, Ziegen und Kühe lassen sie auf der Weide stehen. Für Kleintiere wie Kaninchen und Meerschweinchen kann das saftige Grün gefährlich werden, denn es führt zu erhöhtem Speichelfluss, Krämpfen und Störungen der Nierenfunktion, die unter Umständen tödlich verlaufen.
Die Sumpf-Dotterblume gilt aufgrund ihres Gehaltes an Anemonin und Alkaloiden als schwach giftig. Kühe und Schafe meiden die Pflanze, die auf feuchten Weiden oftmals weithin sichtbar stehenbleibt. Früher hat man die Blätter als Salatgrün und die eingelegten Knospen als Kapernersatz in der Küche verwendet. In der Volksheilkunde wurde sie gegen Hauterkrankungen und Erkältungen eingesetzt. Heute ist man aufgrund der unvorhersehbaren Giftstoffgehaltes von diesen Anwendungen abgekommen und nutzt die Sumpf-Dotterblume nur noch als Zierpflanze.
Die Sumpf-Dotterblume wird mit ihren niederliegenden Stängeln und gelben Blüten 15-40 Zentimeter hoch und ebenso breit. Mit ihrem unterirdischen Rhizom und bewurzelnden Trieben breitet sie sich allerdings schnell aus. Die Pflanzen vertragen kurzfristige Trockenheit, aber an sumpfigen und moorigen Standorten oder am Rand eines Gartenteiches fühlen sie sich deutlich wohler. Ihre Blätter und Triebe können unbeschadet tagelang unter Wasser stehen.
Sumpf-Dotterblume ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Schmetterlingsraupen