Breitblättrige Platterbse,Staudenwicke

Lathyrus latifolius

Staude
Wildform
winterhart
Bienenweide
lange Blühzeit
Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius) Alle 3 Fotos anzeigen
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vom Mittelmeer stammende Zierpflanze
  • Gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler
  • Bis zu zwei Meter lange Triebe und ausgedehnte Wurzelausläufer
  • Gefiederte Blätter mit Ranken
  • Namensgebende breite Flügel an Stängeln und Blattstielen
  • Bestäubung vor allem durch Hummeln
  • Auch von Schmetterlingen und anderen Insekten besucht
  • Vermehrung mit Samen oder durch Teilung
  • Ideal für Mauern und Zäune
  • Ausdauernd, pflegeleicht und winterhart
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs: kletternd, Ranker
Höhe: 1.5 - 2 m
Breite: 1 - 1.2 m
Wurzelsystem: Flachwurzler
Wurzelausläufer: Äusläufer
Frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
Blüte
Blütenfarbe: pink
Blühzeit:
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Licht
Sonne bis Halbschatten
Laub
Schneckenunempfindlich Ja
Boden
Boden: durchlässig
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
PH-Wert: sauer bis kalkhaltig
Kübel/Balkon geeignet: Ja
Sonstiges
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige
Familie: Hülsenfrüchtler
Gattung: Platterbsen
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Was ist Breitblättrige Platterbse?

Breitblättrige Platterbse (Lathyrus latifolius) ist bei uns eher als Zierpflanze in Gärten als in der freien Natur zu finden. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und ist selten verwildert an sonnigen Busch- und Heckensäumen zu finden. Es handelt sich dabei um eine ausdauernde krautige Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae), deren Triebe eine Länge von 1,5-2 Metern erreichen und die sich unterirdisch mit Wurzelausläufern weit verzweigt.

Die 2-6 Millimeter breiten Flügel des Stängels sind etwa so breit wie die der Blattstiele. Die Blätter sind gefiedert mit einem einzelnen Fiederpaar und einer Endfieder, die in eine lange Ranke umgewandelt ist. Ihre Fiederblättchen werden bis zu 10 Zentimeter lang und bis zu fünf Zentimeter breit, meist deutlich weniger, und am Blattgrund stehen halb spießförmige Nebenblätter.

5-15 Blüten stehen in aufrechten Trauben, die mitsamt ihrem Stiel deutlich länger sind als die Tragblätter am Grund. Die Blüten sind typische zygomorphe Schmetterlingsblüten mit kahlem Kelch und ungleich langen Kelchblättern und 20-30 Millimeter langen karminroten Kronblättern, abgesehen vom grünlich erscheinenden Schiffchen. Bei den Früchten handelt es sich um 7-11 Zentimeter lange braune, kahle und zusammengedrückte Schoten mit 4-7 Millimeter großen kugelförmigen oder abgeflachten Samen. Diese haben einen großen ovalen Nabel.

Breitblättrige Platterbse im Garten

Standort

Die Breitblättrige Platterbse bevorzugt einen mäßig trockenen und basenreichen Boden mit viel Wärme. Sie steht am liebsten in der Sonne oder zumindest im Halbschatten.

Schnitt

Nach der Blüte kann man die Pflanzen problemlos kräftig zurückschneiden.

Vermehrung

Selbst sorgt die Breitblättrige Platterbse mit ihren unterirdischen Ausläufern für ihre Vermehrung, und die Schoten übernehmen auch eine reichliche Selbstaussaat. Man kann sie auch aussäen oder problemlos die Bestände teilen.

Verwendung

Die Breitblättrige Platterbse wächst gerne in die Höhe und nimmt Rankhilfen in Bauerngarten oder Mauern und Zäune des Gartens gerne in Anspruch. Mit ein paar Pflanzen auf Balkon und Terrasse kann man den Insekten auch in der Stadt reichlich Nahrung bieten.

Schädlinge

Wie alle Platterbsen leidet auch die Breitblättrige Platterbse mitunter an Mehltau – vor allem bei feuchtem Wetter. An den jungen Trieben machen sich regelmäßig Blattläuse und bisweilen Thripse zu schaffen.

Ökologie

Die Bestäubung der Breitblättrigen Platterbse übernehmen vor allem Hummeln. Honigbienen können den Öffnungsmechanismus der Blüten nicht auslösen und sind hier nur selten anzutreffen. Besser gelingt das einigen relativ großen Wildbienen wie Holzbienen und Blattschneiderbienen. Zahlreiche Schmetterlinge sammeln den Nektar, ohne sich wesentlich an der Bestäubungsleistung zu beteiligen. Für den Pollen interessieren sich die drei Wildbienen Megachile ericetorum, Megachile willughiella und Osmia tridentata.

Wissenswertes

Neben der Wildform gibt es im Gartenfachhandel eine Vielzahl von Zuchtsorten.

Fotos

Gesamte Pflanze Breitblättrige Platterbse
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blatt Breitblättrige Platterbse
Quelle: Stefan.lefnaer, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blüte Breitblättrige Platterbse
Quelle: Cbaile19, CC0, via Wikimedia Commons

Sorten Breitblättrige Platterbse

Sorte Blütenfarbe Blühzeit
Breitblättrige Platterbse (Wildform) pink
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Breitblättrige Platterbse 'Alba' weiß
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Breitblättrige Platterbse 'Rosa Perle' rosa
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Breitblättrige Platterbse 'Rote Perle' pink
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Breitblättrige Platterbse 'Weiße Perle' weiß
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Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

Häufige Fragen

Woher kommt die Breitblättrige Platterbse?

Als Zierpflanze wurde die Breitblättrige Platterbse vermutlich im 16. Jahrhundert aus dem Mittelmeerraum eingeschleppt. Heute ist sie als solche deutlich weniger beliebt als in den vergangenen Jahrhunderten, wird aber immer wieder gerne als Insektenpflanze ausgebracht. Bestäubt wird sie vor allem von Hummeln, den Nektar holen sich auch viele Schmetterlinge, ohne etwas zur Bestäubung beizutragen.

Ökologischer Wert

Breitblättrige Platterbse ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
3

Wildbienenpflanzen

Themen

Quelle: Foto von Carsten Ruthemann von Pexels
Pflanzen für Tiere