Alpen-Johannisbeere

Ribes alpinum

Gehölz
Wildform
Bienenweide
essbar
Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum) Alle 20 Fotos anzeigen
Gesamte Pflanze von Alpen-Johannisbeere

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aus europäischen Gebirgen stammendes Stachelbeergewächs
  • Heckenbildende Zierpflanze, 80-120 Zentimeter hoch
  • Keine Dornen
  • Kurze aufrechte Trauben mit weiblichen oder männlichen Blüten
  • Früchte rote Beeren ähnlich der Roten Johannisbeere
  • Essbar aber nicht besonders geschmackvoll
  • Vermehrung mit Samen oder Stecklingen
  • Winterhart, robust und pflegeleicht
  • Für schattige und leicht feuchte Stellen
  • Pollenquelle für Wildbienen und Nektarpflanze für Honigbienen
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 80 - 120 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Blüte
Blütenfarbe: grün
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Licht
Sonne bis Schatten
Boden
Boden: normal
Wasser: frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
PH-Wert: basisch / kalk
Sonstiges
Ordnung: Steinbrechartige
Familie: Stachelbeergewächse
Gattung: Johannisbeeren
ist essbar essbare Beeren, aber fade schmeckend
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Was ist Alpen-Johannisbeere?

Alpen-Johannisbeere oder Berg-Johannisbeere (Ribes alpinum) nennt man einen einheimischen Vertreter aus der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae), der in Mittel- und Nordeuropa vorkommt und zerstreut in krautreichen Bergmischwäldern vor allem des Gebirges und Hochgebirges, Schluchtwäldern und Gebirgsauen wächst. Es handelt sich dabei um einen sommergrünen Strauch, der eine Höhe von 80-120 Zentimetern erreicht und reich verzweigte hellgraue Äste aufweist. Von anderen Johannisbeeren und Stachelbeeren zeichnet sie sich durch das Fehlen von Dornen aus.

Die Blätter sind kurz gestielt, mit langen Drüsenhaaren auf den Stielen, und stehen dicht gedrängt an den Kurztrieben. Sie sind im Umriss rundlich bis dreieckig, unregelmäßig drei- bis fünflappig mit grob gezähntem Rand, mit einer mattgrünen Oberseite und einer glänzenden hellgrünen Unterseite. Die Deckblätter sind länger als die Blattstiele.

Alpen-Johannisbeeren sind zweihäusig, es gibt also Exemplare mit männlichen oder weiblichen Blüten. Diese stehen in aufrechten Trauben, wobei die männlichen mit 1,5-3 Zentimeter Länge und bis zu 30 Blüten größer sind als die weiblichen mit 0,5-2 Zentimetern und 2-5 Blüten. Sie sind radiärsymmetrisch vier- bis fünfzählig, 5-9 Millimeter groß mit großen ovalen Kelchblättern und deutlich kleineren Kronblättern, die beide eine unscheinbar grüne bis grünlichgelbe Farbe haben. Sie haben einen typischen intensiven Geruch, der etwas an Weihrauch erinnert. Ihre Früchte sind rot, glänzend und etwas durchscheinend, bis zu einem halben Zentimeter groß mit einem Rest des Kelches an der Spitze, ganz ähnlich wie bei der Roten Johannisbeere. Sie enthalten mehrere Samen.

Alpen-Johannisbeere im Garten

Standort

Die Alpen-Johannisbeere bevorzugt einen frischen bis mäßig trockenen, nährstoff- und basenreichen, vorzugsweise kalkhaltigen lockeren und steinigen Lehmboden mit Schatten oder Halbschatten. Sonne und Staunässe verträgt sie nicht.

Schnitt

Hecken mit der Alpen-Johannisbeere sind gut schnittverträglich und bilden blickdichte Hecken.

Vermehrung

Eine Vermehrung der Alpen-Johannisbeere ist mit Stecklingen oder Samen möglich. Wer sie noch nicht im Garten hat, fährt mit jungen Exemplaren aus dem Gartenfachhandel am besten, da die Aufzucht aus Samen relativ langwierig ist.

Verwendung

Mit ihren dekorativen Früchten dient die Alpen-Johannisbeere vor allem als Zierpflanze, die man an frischen und schattigen Stellen im Garten pflanzen kann. Sie eignen sich für Hecken und Unterpflanzung von Gehölzen.

Schädlinge

Die Alpen-Johannisbeere ist dank ihrer alpinen Herkunft hart im Nehmen und wird von Krankheiten und Schädlingen wesentlich seltener befallen als andere Johannisbeeren.

Ökologie

Die Bestäubung der Alpen-Johannisbeere übernehmen vor allem Honigbienen. Den Pollen sammeln die beiden Wildbienen Andrena fulvata und Andrena varians für die Aufzucht ihrer Nachkommenschaft. Die Blätter als Raupenfutter nutzt der Honiggelbe Haarbüschelspanner Eulithis mellinata.

Wissenswertes

Der Gattungsname Ribes taucht in europäischen Kräuterbüchern erstmalig im 13. Jahrhundert . Der Arzt und Botaniker Simon von Genua übernahm ihn aus dem Pseudo-Serapion Liber aggregatus in medicinis simplicibus des maurischen Ibn Wafid. Rabas bezeichnet im Arabischen eigentlich Rhabarber, der ähnlich sauer schmeckt wie die Früchte der Johannisbeere und medizinisch ähnlich verwendet wurde.

Neben der Wildform gibt es im Gartenfachhandel eine Reihe von Zuchtsorten mit abweichendem Wuchs und Beblätterung.

Fotos

Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blatt Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blatt Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blüte Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blatt Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blatt Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Rinde Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blatt Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blatt Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blatt Alpen-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB

Sorten Alpen-Johannisbeere

Sorte Höhe
Alpen-Johannisbeere (Wildform) 80 - 120 cm
Alpen-Johannisbeere 'Nana' 60 - 80 cm

Häufige Fragen

Kann man Alpen-Johannisbeere essen?

Giftig sind die hübschen roten Beeren nicht, aber sie sind so völlig ohne Geschmack und Aroma, dass man in der Regel über das Kosten nicht hinauskommt. Notfalls kann man sie mit anderen Beerenfrüchten zu Gelee oder Fruchtsaft verarbeiten.

Ökologischer Wert

Alpen-Johannisbeere in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
2
Anzahl Schmetterlingsarten:
1
Dient als Futterplanze für Raupen:
1

Alpen-Johannisbeere passt gut zu

Themen

Sträucher
Pflanzen für Tiere
Pflanzen für Tiere
Quelle: Photo by Peter Monsberger from Pexels
Pflanzen für Tiere