Pfirsich

Prunus persica

Gehölz
Wildform
winterhart
Bienenweide
essbar

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Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons
  • Ursprünglich in China beheimateter Obstbaum
  • Braucht einen warmen, sonnigen und windgeschützten Platz
  • Durchlässiger Boden und gleichmäßige Feuchtigkeit
  • Blüte bereits im März
  • Rückschnitt in jedem Frühjahr angeraten
  • Vermehrung durch Samen möglich, Jungbäume sind zu bevorzugen
  • Fast immer veredelt
  • Einer der ersten Nektarlieferanten für Wildbienen und Hummeln
  • Pilzerkrankungen und Schädlinge vor allem bei ungünstigem Standort
  • Zuchtsorten mit unterschiedlichen Formen, Wuchshöhen und Früchten
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 1 - 8 m
Breite: 3 - 4 m
Wurzelsystem: Herzwurzler
Frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
Blüte
Blütenfarbe: rosa
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Selbstbefruchter ja
Licht

Sonne

Frucht
Fruchtreife:
j
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m
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a
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n
d
Boden
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: nährstoffreich
Sonstiges
Ordnung: Rosenartige
Familie: Rosengewächse
Gattung: Prunus
ist essbar Blüte,Frucht,Harz

Was ist Pfirsich ?

Der Pfirsich ist ein Steinobst und gehört wie viele Obstbäume zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Wenngleich der Name eine Herkunft aus Persien angibt, ist er doch ursprünglich in China beheimatet und gelangte über Griechenland und die Römer nach Mitteleuropa. Die Bäume werden bis zu acht Metern hoch. Auffällig ist die rote Färbung der Zweige auf der Sonnenseite, wohingegen sie im Schatten grün bleiben. Die lanzettlichen Laubblätter sind gestielt, dunkelgrün glänzend, bis zu fünf Zentimeter lang und haben einen fein gesägten Rand. Die kurz gestielten Blüten des Pfirsichs sind glockenförmig, rosa gefärbt, duftend und erreichen einen Durchmesser um die drei Zentimeter.

Seine Früchte sind apfelgroß und rundlich, gelb oder weiß und saftig. Die Schale ist gelb bis rot und von einem dichten Flaum bedeckt. Im Inneren verbirgt sich die braune, hartschalige Steinfrucht mit furchiger, harter Schale.

Pfirsich  im Garten

Standort

Pfirsiche mögen reichlich Wärme und Licht und verabscheuen Frost. Der Standort sollte windgeschützt sein und mit einem gut durchlässigen, humusreichen und leicht feuchten Boden bedacht. Trockenheit verträgt der Baum ebenso wenig wie stehende Nässe, bei der er schnell krank oder von Schädlingen heimgesucht wird. Ideal ist eine schützende Hecke, Mauer oder Hauswand mit viel Sonne.

Schnitt

Tote und überkreuzende Triebe sollte man alljährlich bereits im Januar oder kurz nach der Blüte abschneiden. Nur so lässt sich ein guter Ertrag sichern.

Vermehrung

Prinzipiell kann man den Stein einer Frucht zur Anzucht eines neuen Baumes verwenden. Allerdings erreicht dieser nie die Wuchsstärke eines veredelten Exemplars aus dem Gartenfachhandel. Zudem ist zu bedenken, dass die Nachzucht Jahre braucht, bis es die ersten Früchte gibt.

Verwendung

Hauptsache warm und windgeschützt – der Pfirsichbaum gibt einen schönen Solitär und kommt auch in kleinen Gruppen schön zur Geltung. Das gilt insbesondere für die kleineren Kultivare, die nicht ganz so hoch werden wie die ursprünglichen Sorten. Viele davon kann man sogar in Kübeln auf Terrasse und Balkon unterbringen. Im Winter muss man sie gut vor Frost schützen oder noch besser hereinholen.

Schädlinge

Leider bleibt der exotische Obstbaum in unseren Breiten nicht von Krankheiten und Schädlingen verschont. Vor allem an einem nicht optimalen Standort mit zu viel Feuchtigkeit oder Schatten bereiten vor allem Pilzerkrankungen Probleme. Dazu gehören die Kräuselkrankheit, bei der ein Pilz die Blätter deformiert, Schrotschusskrankheit mit Blattflecken oder oder die Gummose (Glummifluss), bei der eine gelartig-klebrige Masse aus der Rinde austritt. Andere ungebetene Gäste sind Frostspannerraupen, Blattläuse und Junikäfer (Gartenlaubkäfer, Phyllopertha horticola).

Ökologie

Viele Pfirsichblüten sind selbstbefruchtend – wenn kein Bestäuber zur Hand ist. Allerdings sind die hübschen rosa Blüten im Frühjahr eine gute Bienenweide für Honigbienen, Hummeln und Wildbienen. Da viele Pfirsichbäume bereits im März blühen sind sie oftmals die erste reichhaltige Nektarquelle nach der Überwinterung.

Wissenswertes

Der Pfirsich verträgt keinen Frost, benötigt aber die Kälte des Winters für den neuen Austrieb von Blütenknospen. Kübelpflanzen sollte man daher nicht übermäßig warm überwintern.

Praktisch alle Pfirsichbäume sind veredelt. Meistens handelt es sich bei der Unterlage um wesentlich unempfindlichere Pflaumen. Man bekommt sehr viele Zuchtsorten mit unterschiedlichen Wuchshöhen, Wuchsformen und Früchten.

Von Prunus persica gibt es eine Vielzahl von Unterarten, darunter der seit einigen Jahren beliebte Plattpfirsich oder Paraguayo (Prunus persica platycarpa). Vielfach werden seine Früchte im Handel fälschlich als Weinbergpfirsich angeboten – das ist aber eine eigenständige Sorte, die früher die Weinanbaugebiete an der Mosel prägte und von den Römern eingeschleppt wurde. Die aromatischen Früchte sind kleiner, rotfleischig und dicht filzig behaart. Die glattfrüchtigen Nektarinen sind keine eigenständige Art, sondern eine Mutation, die man vegetativ weitervermehrt hat.

Häufige Fragen

Wie groß wird der Pfirischbaum?

Pfirsichbäume erreichen eine Wuchshöhe von bis zu acht Metern. Viele Zuchtsorten sind kleiner geraten, sodass man die Früchte besser ernten kann.

Wie lange braucht ein Pfirsichbaum bis er Früchte trägt?

Zieht man einen Pfirschbaum aus einem Kern, muss man sich lange bis zu den ersten Früchten gedulden. Die meisten im Handel erhältlichen Exemplare sind bereits so weit fortgeschritten, dass sie bei guter Pflege nach zwei oder drei Jahren tragen sollten.

Ist ein Pfirsich winterhart?

Pfirsiche sind winterhart, müssen aber gut vor Frösten geschützt werden. Kübelpflanzen sollte man nicht zu warm überwintern, da sie ein gewisses Maß an Kälte für die Ausbildung von Blütenknopsen benötigen.

Ökologischer Wert

Pfirsich ist nicht heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
2
Anzahl Schmetterlingsarten:
2
Nektarwert:
2
Pollenwert:
2
Dient als Futterplanze für Raupen:
2

Fotos

Blüte Pfirsich
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons
Frucht Pfirsich
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons
Blüte Pfirsich
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Pfirsich
Quelle: Nicholas Gemini, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

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