Purpur-Leinkraut (Linaria purpurea)
Quelle: mizy/shutterstock.com

Purpur-Leinkraut

Linaria purpurea

Staude
heimisch
Wildform
bedingt winterhart
Bienenweide
Alle 3 Fotos anzeigen

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aus Italien stammende Zierpflanze
  • Gehört zur Familie der Wegerichgewächse
  • Bis zu 80 Zentimeter hohe Staude mit aufrechten Stängeln
  • Linealische, mittelgrüne Blätter
  • Purpurrote, Löwenmaul-ähnliche Blüten
  • Vermehrung mit Samen oder durch Teilung und Stecklinge
  • Bestäubung durch Hummeln und Bienen
  • Für Nutztiere giftig
  • Benötigt durchlässigen Boden und volle Sonne
  • Ideal für Steingärten und sonnige Beete und Rabatten
Standort
Licht: Sonne
Boden: durchlässig
Wasser: trocken
Nährstoffe: nährstoffarmer Boden
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs: versamend
Wuchs Konkurrenz: stark
Höhe: 60 - 80 cm
Breite: 20 - 30 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Frostverträglich: bis -17 °C (bis Klimazone 7)
Blüte
Blütenfarbe: violett
Blühzeit:
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Blütenform: rachenförmig, asymmetrisch bis disymmetrisch
Laub
Blattfarbe grau-grün
Blattphase sommergrün
Blattform lineal bis lineallanzettlich
Schneckenunempfindlich ja
Ökologie
Bienen: Bienenweide (2 Arten)
Schmetterlinge: Schmetterlingsweide
Sonstiges
Pflanzen je ㎡: 7
Klassifizierung
Ordnung: Lippenblütlerartige
Familie: Wegerichgewächse
Gattung: Leinkräuter

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Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Purpur-Leinkraut?

Das Purpur-Leinkraut (Linaria purpurea) ist eine beliebte Gartenpflanze aus der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae), die ursprünglich in Italien beheimatet ist. Die aufrechten, schlanken Stauden werden 60-80 Zentimeter hoch und weisen einfache linealische, 2-6 Zentimeter lange mittelgrüne Blätter auf, die unten dicht gedrängt und weiter oben am Stängel wechselständig stehen. An langen schlanken Trauben am Ende der Stängel erscheinen die fünfzähligen und zygomorphen, zweilippigen violetten oder purpurfarbenen Blüten; sie werden 1-2 Zentimeter groß und haben einen gebogenen Sporn und eine aufgewölbte Unterlippe, ähnlich wie beim Löwenmäulchen. Die kugeligen braunen Früchte haben zwei Kammern und öffnen sich an der Spitze, um die millimetergroßen runzeligen schwarzen Samen zu entlassen.

Purpur-Leinkraut im Garten

Standort

Das Rote Leinkraut ist wenig anspruchsvoll, bevorzugt aber einen mäßig nährstoffreichen, leichten und durchlässigen sandigen Boden mit voller Sonne. Im Winter müssen die Pflanzen gegebenenfalls vor zu viel Feuchtigkeit geschützt werden.

Schnitt

Ein Schnitt ist vor allen notwendig, wenn man im Herbst die Selbstaussaat verhindern möchte. Ansonsten braucht man nur ab und zu verwelkte Triebe abzuschneiden.

Vermehrung

Das Rote Leinkraut sorgt unbeaufsichtigt auch kräftig für seine Selbstaussaat. Außer mit Samen kann man es mit noch nicht vollständig verholzten Stecklingen vermehren oder die Bestände teilen.

Verwendung

Mit seinem reichhaltigen Blütenschmuck ist das Rote Leinkraut eine Zierde für Steingärten, Blumenbeete und Rabatten und kommt in Gruppen am besten zur Geltung.

Schädlinge

Die meisten Probleme verursachen Blattläuse, die hier Dauergäste sind, und Mehltau.

Ökologie

Die Bestäubung des Roten Leinkrautes erfolgt vor allen durch Bienen und Hummeln, die mit ihrem Körpergewicht den Öffnungsmechanismus betätigen können. Pollen als Futter für ihre Jungen sammeln hier die beiden Wildbienen Anthidium manicatum und Melitta leporina. Die Blätter verwenden einige Schmetterlinge als Raupenfutter. Die Verbreitung erfolgt durch den Wind und nicht zuletzt durch Ameisen, die sich für das ölhaltige Elaisom des Samens interessieren.

Wissenswertes

Neben der Wildform bekommt man im Gartenfachhandel auch diverse Zuchtsorten, unter anderem mit weißen oder rosafarbenen Blüten. Für Nutztiere ist die Pflanze giftig.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (3)

Gesamte Pflanze Purpur-Leinkraut
Quelle: mizy/shutterstock.com
Blüte Purpur-Leinkraut
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Purpur-Leinkraut
Quelle: Wouterhagens, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Linaria purpurea
Quelle:mizy/shutterstock.com
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
Purpur-LeinkrautWildform

versamend
60 - 80 cm
20 - 30 cm

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ab 4,50 €
Weißes Leinkraut

60 - 80 cm

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Purpur-Leinkraut 'Canon J. Went'

Purpur-Leinkraut 'Canon Went'

50 - 80 cm
20 - 30 cm

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Hohes Leinkraut 'Dial Park'

80 - 100 cm
20 - 30 cm

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Purpur-Leinkraut 'Marion'

Purpur-Leinkraut 'Rosea'

40 - 60 cm
20 - 30 cm

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Purpur-Leinkraut 'Springside White'

60 - 80 cm
20 - 30 cm

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Häufige Fragen

Ist Rotes Leinkraut winterhart?

Ja, die aus Italien stammende und bis zu 80 Zentimeter hoch werdende Staude überdauert in der Regel mehrere Jahre. Sie gilt als recht frosthart, nur in sehr kalten Wintern ist etwas Schutz angesagt. Der Boden muss in jedem Fall gut durchlässig sein, denn gerade im Winter verträgt die Pflanze keine stehende Nässe. Überlebt sie den Winter nicht, hat sie in der Regel durch Selbstaussaat für Nachwuchs gesorgt.

Wert für Insekten und Vögel

Purpur-Leinkraut ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
2

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