Mazedonische Witwenblume (Knautia macedonica)
Mazedonische Witwenblume: Blüte

Mazedonische Witwenblume,Purpur-Witwenblume, Rote Witwenblume

Knautia macedonica

Staude
nicht heimisch
Wildform
winterhart
Bienenweide
essbar
lange Blühzeit
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vom Balkan stammende ausdauernde Zierstaude mit auffälligen Blüten
  • Horstbildend, bis zu 80 Zentimeter hoch mit einer bodenständigen Blattrosette
  • Fiederspaltige weiche Blätter und verzweigte Stängel
  • 2-3 Zentimeter große purpurrote Körbchen
  • Braucht einen sonnigen Platz mit durchlässiger Erde
  • Umempfindlich gegenüber Schnecken und Schädlingen
  • Robust, pflegeleicht und winterhart bis -17 °C
  • Futterlieferant für Bienen und Schmetterlinge
  • Essbare Blüten und Blätter
  • Vermehrung mit Samen, durch Teilung oder mit Stecklingen
Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig bis humus
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: normaler Boden
Kübel/Balkon geeignet: ja
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs: aufrecht
Höhe: 60 - 80 cm
Breite: 50 - 70 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Frostverträglich: bis -23 °C (bis Klimazone 6)
Blüte
Blütenfarbe: rot
Blühzeit:
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Blütenform: einfach
Laub
Blattfarbe mittelgrün
Blattform Rosettig stehende Grundblätter geteilt, Stängelblätter lanzettlich und deutlich kleiner
Schneckenunempfindlich ja
Ökologie
Bienen: Bienenweide
Schmetterlinge: Schmetterlingsweide
Sonstiges
ist essbar Blätter und Blüten
Verwendung: als Dekoration, für Salate, Eintöpfe, Bratlinge, Kräuterquark
Pflanzen je ㎡: 7
Klassifizierung
Ordnung: Kardenartige
Familie: Geißblattgewächse
Gattung: Witwenblume

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Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Mazedonische Witwenblume?

Mazedonische Witwenblume oder Rote Witwenblume (Knautia macedonica) ist eine krautige, bis zu 80 Zentimeter hohe Zierpflanze, die in Südosteuropa in Albanien, Bulgarien, Griechenland, Mazedonien, im Südosten Rumäniens und im Westen der Türkei offene und steinige Ton-, Schlick- und Kalkböden besiedelt. Beliebt ist der Vertreter aus der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) vor allem wegen seiner auffälligen purpurroten und nadelkissenartigen Blütenstände, die extrem lange blühen. Trotz der Ähnlichkeit ist sie mit den Korbblütlern (Asteraceae) nicht näher verwandt.

Die mehrjährige Staude bildet kleine Horste mit einer bodennahen dichten Rosette aus gegenständigen flauschigen Blättern. Die Rosettenblätter sind bis zu acht Zentimeter lang, fiederspaltig mit einer großen Endfieder; die Stängelblätter werden nach oben hin zusehends kleiner und weniger geteilt, bis sie letztlich klein und einfach lanzettlich ausfallen. Nebenblätter sind nicht vorhanden. Das Blattwerk wird im Hoch- und Spätsommer von purpurroten Blütenständen überragt, die an aufrechten runden und verzweigten Stängeln stehen.

Bei den 2-3 Zentimeter breiten Blütenkörbchen handelt es sich um verbreiterte Köpfchen mit mehreren Reihen von weichborstig behaarten Hüllblättern am Köpfchenboden. Die Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle, zwittrig und zygomorph und weisen einen trockenhäutigen Außenkelch auf. Die Kronblätter sind am Grund miteinander verwachsen, die Griffel und je vier freien Staubblätter ragen weit aus den Blüten hervor. Die einzelnen Körbchen halten ausgesprochen lange, bis sie verblühen. Als Verbreitungseinheiten dienen abgeflachte vierkantige Achänen mit nur einem Samen.

Mazedonische Witwenblume im Garten

Standort

Die Mazedonische Witwenblume hat keine besonderen Ansprüche; sie braucht einen neutralen oder alkalischen, unbedingt durchlässigen und daher gerne kiesigen, steinigen und kalkhaltigen humosen Boden. Sie steht lieber mal zu trocken als zu feucht; länger trockenes Wetter im Sommer verträgt sie deutlich besser als stehende Nässe. Sonne oder Halbschatten sorgt für Blütenreichtum, der bei schattigem Stand beinahe komplett ausfällt.

Knautia macedonica ist winterhart bis -23 °C. Kübelpflanzen sollten im Winter nicht zu nass stehen. Im Freiland kannst Du sie trotz der Winterhärte mit etwas Mulch, Laub oder Reisig abdecken; das schützt sie nicht nur vor übermäßiger kalter Nässe, sondern sorgt zugleich im Frühjahr mit ein paar zusätzlichen Nährstoffen für einen guten Start.

Schnitt

Die mehrjährigen Mazedonischen Witwenblumen sind ausgesprochen pflegeleicht – es reicht aus, das im Herbst verwelkte Kraut spätestens im Frühjahr rechtzeitig vor dem neuen Austrieb bodennah zu entfernen. Ansonsten musst Du bestenfalls darauf achten, dass sie sich mit ihren selbst ausgestreuten Samen nicht über Gebühr breitmacht.

Vermehrung

Auch wenn die Pflanzen selbst relativ kurzlebig sind sorgen sie mit reichlich Selbstaussaat dafür, dass sie Deinem Garten erhalten bleiben. Ansonsten kannst Du eine Aussaat im zeitigen Frühjahr vornehmen – entweder in Töpfen oder gleich im Freiland. Der Kaltkeimer sollte ruhig noch ein paar kalten Tage mitbekommen. Die Knautie lässt sich auch durch Teilung der Wurzelballen oder mit grundnahen Stecklingen vermehren.

Wenn Du Mazedonische Witwenblumen kaufen und pflanzen willst reichen etwa sieben Pflanzen pro Quadratmeter vollkommen aus; ein halber Meter Abstand wäre optimal.

Verwendung

Mit ihren dekorativen Blüten ist die Mazedonische Witwenblume bestens für Blumenbeete und Staudenrabatten oder naturnahe Wildblumengärten geeignet. In kleinen Gruppen kommt sie am besten zur Geltung, auch in Kübel und Kästen für den Balkon oder die Terrasse. Sie gibt auch schöne Schnittblumen für die Vase ab oder lässt sich zu Trockenblumen für Gestecke verwenden.

Schädlinge

Blattläuse sind praktisch unvermeidlich, stellen für die Witwenblume aber keine echte Gefahr dar. Auch Schnecken scheint das Kraut unbekömmlich zu sein, sie machen einen großen Bogen darum. Eher machen ihr Pflegefehler zu schaffen, insbesondere zu feuchter Stand, der schnell zu Wurzelfäule führt.

Ökologie

Bestäubt wird die Mazedonische Witwenblume vor allem von Honigbienen und Schmetterlingen. Daten über potentielles Raupenfutter liegen uns für die vom Balkan stammende Pflanze nicht vor. Für die Verbreitung sorgen Ameisen, denn die Achänen weisen ein nahrhaftes Elaiosom auf. Bei der Freisetzung helfen oft Vögel, welche die Fruchtstände auf der Suche nach Nahrung zerzupfen.

Wissenswertes

Knautien wurden von Carl von Linné nach einem deutschen Bruderpaar benannt, die beide als Ärzte und Botaniker unterwegs waren: Christoph (1638-1694) und Christian (1654-1716) Knaut aus Halle an der Saale, die mit ihren Werken großen Einfluss auf die Taxonomie seiner Species Plantarum hatten.

Von den nahe verwandten Skabiosen lassen sich die Knautien durch ihre vier ungleichen Kronzipfel unterscheiden: Bei Scabiosa gibt es fünf davon. Trotzdem wird die Mazedonische Witwenblume im Gartenhandel immer noch bisweilen unter der Bezeichnung Scabiosa macedonica verkauft.

Neben der Wildform gibt es auch einige Sorten von Mazedonische Witwenblume im Handel; ‚Mars Midget‘ ist etwas zierlicher und wartet mit einer noch längeren Blütezeit von Juni bis Oktober auf, ‚Melton Pastells‘ hat wie der Name bereits andeutet pastellrote Blüten.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (8)

Blüte Mazedonische Witwenblume
Mazedonische Witwenblume: Blüte
Blatt Mazedonische Witwenblume
Mazedonische Witwenblume: Blatt
Gesamte Pflanze Mazedonische Witwenblume
Mazedonische Witwenblume: Gesamte Pflanze
Blüte Mazedonische Witwenblume
Mazedonische Witwenblume: Blüte
Gesamte Pflanze Mazedonische Witwenblume
Mazedonische Witwenblume: Gesamte Pflanze
Gesamte Pflanze Mazedonische Witwenblume
Quelle: Epibase, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Blüte Mazedonische Witwenblume
Quelle: Paul Smith, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Frucht Mazedonische Witwenblume
Quelle: Salicyna, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Knautia macedonica 'Mars Midget'
Quelle:bienen-leben-in-bamberg.de
Mazedonische Witwenblume 'Mars Midget'
Knautia macedonica 'Melton Pastells'
Quelle:Thorsten Schier/shutterstock.com
Mazedonische Witwenblume 'Melton Pastells'
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
Mazedonische WitwenblumeWildform

aufrecht
60 - 80 cm
50 - 70 cm


Kübel geeignet

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ab 3,99 €
Mazedonische Witwenblume 'Mars Midget'

40 - 50 cm
30 - 50 cm

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ab 5,50 €
Mazedonische Witwenblume 'Melton Pastells'

50 - 80 cm
40 - 60 cm

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Mazedonische Witwenblume 'Melton Pastels'

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Häufige Fragen

Ist Mazedonische Witwenblume winterhart?

Ja, der Balkanbewohner verträgt Minustemperaturen bis -17 °C. Nur zu nass sollte sie in der kalten Jahreszeit nicht stehen, vor allem nicht als Kübelpflanze, denn ein Eisblock im Wurzelwerk bringt selbst die widerstandsfähige Knautia macedonica um. Im Freiland kannst Du sie sicherheitshalber abdecken – mit etwas Laub, Reisig und/oder Mulch. Das hält nicht nur den gröbsten Regen ab, sondern liefert auch ein paar frische Nährstoffe, wenn im Frühjahr der neue Austrieb ansteht.

Wann Mazedonische Witwenblume schneiden?

Eigentlich braucht man bei der Knautia macedonica nicht viel zu schneiden – meistens reicht es bereits aus, die vertrockneten Teile spätestens im Frühjahr vor dem neuerlichen Austrieb zu entfernen. Wenn sie zu groß wird kannst Du sie auch jederzeit einmal kräftig zurechtstutzen, sogar bodennah. Allerdings entgehen Dir und den Bienen und Schmetterlingen in Deinem Garten einige Blüten. Putzt Du die abgeblühten Körbchen regelmäßig aus, so werden noch ein paar Blüten mehr gebildet und Du verhinderst zugleich eine Selbstaussaat.

Kann man Mazedonische Witwenblume essen?

Die Mazedonische Witwenblume Knautia macedonica ist nicht giftig. Interessant sind vor allem die prägnanten Blüten, die eine schöne essbare Dekoration abgeben. Auch die Blätter lassen sich als Wildkraut in Eintöpfen und Salaten verwenden – aber nur sparsam, denn sie schmecken deutlich bitter. Etwas mildern kann man die Bitterstoffe, indem man das gehackte Kraut für ein oder zwei Stunden in warmes Wasser legt. Danach lassen sich damit Bratlinge, Gemüse und Suppen würzen. Geheimtipp: Blüten und Blätter von Witwenblume machen Kartoffelsalat nicht nur lecker, sondern auch besonders dekorativ.

Wert für Insekten und Vögel

Mazedonische Witwenblume ist nicht heimisch, aber dennoch Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge

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Quelle: YesPhotographers / Shutterstock.com
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