Berg-Steinkraut (Alyssum montanum)
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Berg-Steinkraut,Steinkresse, Steinrich

Alyssum montanum

Staude
heimisch
Wildform
winterhart
Wichtige Bienenpflanze
essbar
Bodendecker
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Einheimischer, wild selten anzutreffender Kreuzblütler
  • Dankbarer mehrjähriger und immergrüner Bodendecker
  • Unzählige gelbe Blüten bereits im März und April
  • Frühblühender und bienenfreundlicher Futterlieferant für Honigbienen und Wildbienen
  • Für trockene und sonnige Standorte im Steingarten, für Balkon und Terrasse oder Dachbegrünung
  • Gut zu kombinieren mit anderen bunt blühenden Bodendeckern
  • Vermehrung durch Aussaat oder Stecklinge, Teilen meist wenig erfolgreich
  • Pflegeleicht, robust und winterhart, sollte im Herbst geschnitten werden
  • Reagiert empfindlich auf Staunässe
  • Unempfindlich gegenüber Schnecken und anderen Schädlingen
Standort
Licht: Sonne bis Schatten
Boden: durchlässig
Wasser: trocken
Nährstoffe: nährstoffarmer Boden
Kübel/Balkon geeignet: ja
Dachbegrünung geeignet: ja
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs: bodendeckend
Höhe: 5 - 20 cm
Breite: 30 - 40 cm
Wurzelsystem: Pfahlwurzler
Frostverträglich: bis -23 °C (bis Klimazone 6)
Dachbegrünung: geeignet für Dachbegrünung
Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
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n
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Blütenform: kreuzförmig
Blütenduft ja (Honigduft)
Laub
Blattfarbe grau-grün
Blattphase wintergrün
Blattform lineal bis lineallanzettlich
Schneckenunempfindlich ja
Ökologie
Bienen: Bienenweide (7 Arten)
Sonstiges
ist essbar Verwendung: Gemüse, Kräuter, Senfpaste
Klassifizierung
Ordnung: Kreuzblütlerartige
Familie: Kreuzblütlergewächse
Gattung: Steinkräuter

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Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Berg-Steinkraut?

Berg-Steinkraut, Steinkresse, Steinrich oder Berggold (Alyssum montanum) ist ein beliebter, nur 10-20 Zentimeter hoher buschiger Bodendecker, der im zeitigen Frühjahr mit besonders reichhaltiger Blütenpracht auf sich aufmerksam macht. Es gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) und kommt bei uns mittlerweile nur noch selten wild auf warmen und basenreichen Felsfluren, Trockenrasen und Steppenrasen vor. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Frankreich bis zum Balkan und nach Russland hinein, wo es von mittleren Lagen bis in eine Höhe von 1500 Metern wächst.

Beim Berg-Steinkraut handelt es sich um eine krautige mehrjährige Pflanze, die über ein bis zu einem Meter in die Tiefe reichendes verholzendes Rhizom und zahlreiche aufrechte und aufsteigende Stängel verfügt. An diesen stehen zahlreiche wechselständige, 8-25 Zentimeter lange einnervige Blätter; im unteren Anteil sind sie verkehrt-eiförmig, im oberen Teil lanzettlich und zusehends kleiner. Ihre Unterseite ist durch kleine Sternhaare weißfilzig, die Oberseite graugrün.

Die angenehm nach Honig duftenden, fünf Millimeter großen Blüten von Alyssum montanum erscheinen im April und Mai an den Enden der Stängel, wo sie kurze Trauben aus 15-50 Einzelblüten bilden und das Blattwerk vollständig überdecken. Während der Blütezeit verlängern sich die Trauben stetig. Jede einzelne Blüte ist Kreuzblütler-typisch vierzählig mit doppelter Blütenhülle, sternförmig und zwittrig. Die 2-3 Millimeter langen grünen Kelchblätter fallen während der Fruchtreife ab; die Kronblätter sind leuchtend gelb, 4-6 Millimeter lang, zwei Millimeter breit und am Ende ausgerandet. In der Mitte stehen sechs geflügelte Staubblätter und zweifächerige Fruchtknoten mit kurzen Griffeln.

Aus den Fruchtknoten entwickeln sich 3-6 Millimeter lange, rundlich-flache Schötchen, die außen teils mit Sternhaaren besetzt sind und an denen der Griffel erhalten bleibt. Ihr Stiel ist 1-2 Millimeter lang. Sie öffnen sich mit zwei Klappen, um die jeweils ein bis zwei Samen der beiden Fächer freizugeben.

Berg-Steinkraut im Garten

Standort

Wie an seinen natürlichen Standorten bevorzugt das Berg-Steinkraut auch im Garten einen eher trockenen und nährstoffarmen, vor allem basenreichen, neutralen bis mäßig sauren und flachgründigen Steinboden, der gerne Kalk enthalten darf und möglichst der Sonne exponiert liegt. Ansonsten nimmt es mit jeder Gartenerde vorlieb, so lange die nur gut durchlässig ist: Staunässe sollte man unbedingt vermeiden, denn die nimmt es ausgesprochen übel. Das gilt insbesondere für den Winter, wo das Wasser gut ablaufen muss. Als einheimische Pflanze ist Alyssum montanum natürlich vollkommen frosthart und übersteht im Winter auch tiefe Minusgrade bis unter -20 °C.

Schnitt

Am besten schneidest Du das Berg-Steinkraut nach der Blüte etwas zurück, am besten im Herbst, dann wächst es buschiger und wird nicht so schnell kahl und blühfaul. Nur wenn Du Samen gewinnen möchtest solltest Du einige Fruchtstände ausreifen lassen.

Vermehrung

Eine Vermehrung ist mit Samen möglich. Die Aussaat erfolgt vorzugsweise im Herbst oder im Frühling, oder man zieht sie im Haus vor und bringt sie im Frühjahr ins Freiland. In Töpfen vorgezogen kannst Du Berg-Steinkraut auch fertig kaufen. Ansonsten sorgt Alyssum montanum auch fleißig für Selbstaussaat. Die Lichtkeimer dürfen nur leicht auf das Substrat angedrückt werden.

Stecklinge schneidet man vom grünen Holz, am besten im Frühsommer; sie bewurzeln mit etwas mehr Feuchtigkeit als üblich recht zuverlässig. Verpflanzen oder Teilen ist Fehlanzeige – da spielt die extrem lange Pfahlwurzel nicht mit.

Verwendung

Dank seiner Vorliebe für trockene und steinige Standorte ist das Berg-Steinkraut geradezu prädestiniert für den Steingarten oder für den Vordergrund von Rabatten und Beeten; selbst auf bodenarmen Trockenmauern findet es noch Halt. Als Dachbegrünung ist es ähnlich unschlagbar, und in Topf und Kübel lässt es sich auch auf Balkon und Terrasse bringen.

Damit es gut zur Geltung kommt pflanzt man es üblicherweise in Gruppen oder mit anderen bunt blühenden Bodendeckern. Gut kombinieren kann man Alyssum montanum unter anderem mit Blaukissen (Aubrieta spec.), Gänsekresse (Arabis spec.) und Phlox (Phlox spec.).

Schädlinge

Blattläuse lassen sich bei Alyssum montanum kaum vermeiden; unangenehmer sind Wurzelfäule oder Mehltau und Rostpilze an den Blättern, die vor allem bei ungünstigen Bedingungen auftreten, insbesondere bei zu wenig Sonne und zu viel Feuchtigkeit. Ansonsten ist das Berg-Steinkraut wenig anfällig und robust, sodass Schädlinge und Krankheiten es längst nicht so zuverlässig umbringen wie Staunässe. Sogar im Gegenteil: Der intensive Geruch der Blüten und die im Kraut enthaltenen Senfölglykoside schützen die Pflanzen in der näheren Umgebung vor vielen Schädlingen. Selbst die sonst wenig wählerischen Schnecken können sich für die Steinkresse nicht erwärmen.

Ökologie

Mit seinen Pfahlwurzeln und dem weitreichenden Wurzelsystem erobert das Berg-Steinkraut selbst die kleinsten Ritzen zwischen Steinen. So findet es an den trockensten Standorten immer noch etwas Wasser.

Bestäubt wird das Berg-Steinkraut vor allem von Bienen und Fliegen; mit seinem reichlich gebildeten und leicht zugänglichen Pollen und Nektar gilt es als ausgesprochen bienenfreundlich. Ökologisch wichtig ist vor allem die frühe Blütezeit im März und April, wo der Tisch noch nicht allzu reichlich gedeckt ist.

Am Pollen für die Versorgung ihrer Brut interessieren sich sieben Wildbienen: die Sandbienen Andrena lagopus, (Andrena tscheki, Andrena dorsata, Andrena flavipes und Andrena haemorrhoa sowie die beiden Schmalbienen Lasioglossum nitidulum und Lasioglossum nitidusculum.

Die Samen werden durch auftreffende Regentropfen aus ihren Schötchen geschleudert.

Bemerkenswert ist die Schwermetalltoleranz von Alyssum montanum. Nicht nur dass es Blei, Cadmium und Zink in Konzentrationen verträgt, bei denen andere Pflanzen längst eingehen, das Berg-Steinkraut sammelt sie – es ist ein Hyperakkumulator, der für die Dekontaminierung von schwermetallhaltigen Böden diskutiert wird.

Wissenswertes

Nach mir die Eiszeit

Man vermutet, dass das Berg-Steinkraut ursprünglich in Osteuropa und im Mittelmeerraum beheimatet war und sich erst dank der Klimaerwärmung nach der letzten Eiszeit nach Mitteleuropa ausgebreitet hat.

Zwei Unterarten – eine seltener als die andere

Botaniker unterscheiden zwei Unterarten vom Berg-Steinkraut:

  • Alyssum montanum ssp. montanum , die Typart, kommt in Deutschland am Bodensee, in Mainfranken und Hessen, Thüringen, Brandenburg und Sachsen vor. Ihre Blätter sind schmal-lanzettlich, 1-2,5 Zentimeter lang, ganzrandig mit runden behaarten Schötchen und 10-20 Zentimeter langen traubigen Blütenständen.
  • Alyssum montanum ssp. gmelinii ist bei uns noch seltener und wächst lediglich in Mainfranken und der nördlichen Oberrheinebene. Die Triebe sind niederliegend bis aufrecht, seine Blätter breit-lanzettlich, entfernt gezähnt und bis zu zehn Zentimeter lang, die Blütenstände erreichen eine Höhe von 10-30 Zentimeter. Die Kronblätter sind mit 3-4 Millimeter Länge und 1-1,5 Millimetern Breite etwas kleiner, die Schötchen meistens kahl und elliptisch geformt.

Beide gelten als gefährdet und stehen unter Naturschutz, insbesondere Alyssum montanum ssp. gmelinii. Wild wachsende Exemplare dürfen also keinesfalls gepflückt oder ausgegraben werden.

Noch gelber als gelb: Berggold

Für den Steingarten besonders beliebt ist die Sorte Alyssum montanum ‚Berggold‘, bei der die Blüten noch intensiver gelb gefärbt sind als bei der Stammform.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (2)

Gesamte Pflanze Berg-Steinkraut
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blüte Berg-Steinkraut
Quelle: Klaus Selle MA, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Alyssum montanum
Quelle:Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Alyssum montanum 'Berggold'
Berg-Steinkraut 'Berggold'
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
Berg-SteinkrautWildform

bodendeckend
5 - 20 cm
30 - 40 cm


Kübel geeignet

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ab 4,40 €
Berg-Steinkraut 'Berggold'

10 - 20 cm


Kübel geeignet

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a
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Häufige Fragen

Ist Berg-Steinkraut giftig?

Nein, allerdings auch nicht besonders wohlschmeckend. Zudem ist das Kraut relativ zäh. Essen kann man Alyssum montanum aber durchaus, wenn man sich mal an den Blüten versuchen möchte. Für Haustiere wie Hunde und Katzen ist es also vollkommen unbedenklich, wenn sie sich mal an dem schönen Bodendecker vergreifen.

Woher kommt der Name Alyssum?

Den Gattungsnamen hat Carl von Linné aus dem Griechischen: alysson heißt Kette. Gemeint ist eigentlich so was wie an die Kette legen oder besänftigen. Das kommt daher, dass das Steinkraut früher als Heilpflanze gegen Bisswunden, vor allem von tollwütigen Hunden verwendet wurde. Der Artname montanum beim Berg-Steinkraut bedeutet aus dem Gebirge stammend.

Ist Steinkraut winterhart?

Ja, Winterhärte bis -23 °C sagt man ihm nach. Immerhin ist Alyssum montanum eine einheimische Pflanze, die lange genug Zeit hatte, sich an die Temperaturen in unseren Breitengraden anzupassen. Man geht sogar davon aus, dass es ursprünglich aus Osteuropa und am Mittelmeer beheimatet war und erst mit dem Rückgang der Gletscher nach der letzten Eiszeit nach Mitteleuropa vorgedrungen ist.

Wann schneidet man Steinkraut?

Unbedingt erst nach der Blüte, wäre schade um die gelbe Pracht. Vorzugsweise im Herbst, dann haben die Pflanzen noch die Chance, für eine Selbstaussaat zu sorgen. Möchtest Du das verhindern solltest Du deutlich früher schneiden, jedenfalls bevor die kleinen Schötchen reif werden und aufspringen.

Wie schnell wächst Steinkraut?

Ruckzuck – ein paar Töpfe Steinkraut kaufen, mit gebührendem Abstand von etwa zwei Handbreit in den Steingarten pflanzen und sich wundern, wie schnell die Lücken gefüllt sind ;-). Bei einem schön warmen und sonnigen Standort mit gut durchlässiger Erde bildet Alyssum montanum recht flott einen schönen polsterartigen Teppich, der spätestens im folgenden Sommer vor lauter Blüten kaum noch das Kraut erkennen lässt.

Wann sät man Steinkraut?

Im Herbst oder im Frühling direkt im Freiland, oder man zieht die Pflänzchen ab Februar im Haus vor und bringt sie bei ausreichender Größe im Frühjahr in den Garten. Besonders gut macht es sich in kleinen Gruppen oder kombiniert mit anderen bunt blühenden Bodendeckern wie Phlox, Blaukissen oder Gänsekresse.

Ist Steinkraut ein Bodendecker?

Ja, und was für einer! Alyssum montanum gilt als schier unkaputtbar und sorgt mit seinem mehrjährigen Wuchs viele Jahre für reichhaltige Blütenpracht im Garten. Die Pflanzen sind robust und wenig empfindlich für Krankheiten und Schädlinge. Ansonsten beschränkt sich die Pflege auf einen Schnitt nach der Blüte, vorzugsweise im Herbst, wo man die kleinen Büsche um ein Drittel einkürzt. Damit vergreist das Steinkraut nicht so schnell und blüht weiterhin so prächtig. Es lässt sich auch gut kombinieren, etwa mit blauer Aubrieta oder rotem Phlox, die das bunte Bild noch etwas üppiger machen.

Wie viel Wasser braucht Steinkraut?

Wenig. Die Pflanzen sind Trockenheit gewohnt, denn an ihren natürlichen Standorten finden sie dank ihrer tiefreichenden Pfahlwurzeln selbst auf Felsschutt und Trockenrasen noch ausreichend Wasser. Gießen musst Du sie höchstens im Hochsommer, wenn das trockene und sonnige Wetter kein Ende nehmen will. Wichtig ist vor allem ein lockerer und gut durchlässiger Boden, der gerne auch Steine und Kies enthalten darf wie im Steingarten; so läuft das Wasser zuverlässig ab. Staunässe ist nämlich mit der größte Feind des dankbaren Bodendeckers.

Kann man Steinkraut teilen?

Das geht nur in den seltensten Fällen gut. Die einzelnen Pflänzchen sehen oberirdisch recht unscheinbar aus, aber in der Tiefe steckt eine Pfahlwurzel, die bis zu einem knappen Meter lang werden kann. Daran herumgefummelt zu bekommen mag Alyssum montanum nicht besonders und wächst dementsprechend nur sehr schlecht neu an. Lass es lieber einfach wachsen und verzichte auf das Risiko. Brauchst Du mehr davon, so kannst Du Berg-Steinkraut kaufen, es gehört zum Standardsortiment jeder Gärtnerei und kostet nicht die Welt. Oder Du säst Samen aus, entweder aus dem Gartenfachhandel oder aus eigener Ernte; die kleinen Schötchen sorgen auch für Selbstaussaat, wenn Du sie ausreifen lässt.

Ist Steinkraut essbar?

Ja, aber nicht wirklich lecker. Es gehört zu den Kreuzblütlern, von denen die meisten für den menschlichen Verzehr geeignet sind – allen voran die bestens bekannten Arten von Kohl, die definitiv besser schmecken. Mit seinen intensiv nach Honig duftenden Blüten und den im Saft enthaltenen Senfölglykosiden hält das Berg-Steinkraut auch die meisten Schädlinge von einer Mahlzeit fern, sogar Schnecken. Das gilt nicht nur für Alyssum selbst, sondern auch mehr oder weniger erfolgreich für die Pflanzen in der näheren Umgebung.

Wo wächst Felsensteinkraut?

Wie der Name bereits andeutet gerne auch auf felsigen Untergründen. Mit der langen Pfahlwurzel sorgt Alyssum montanum für die Wasserversorgung und kommt mit wenig Feuchtigkeit klar. Daher findet man es in der freien Wildbahn auch auf Trockenrasen und Steppenfluren, im Garten vor allem im Steingarten, als Dachbegrünung und nicht zuletzt im Vordergrund von Blumenbeeten und Staudenrabatten. Die natürlichen Vorkommen erstrecken sich ausgehend von Frankreich über das restliche Mitteleuropa bis nach Osteuropa und Westasien, wo es von den mittleren Lagen bis ins Gebirge auf 1500 Meter Höhe aufsteigt.

Ist Steinkraut immergrün?

Ja, die dicht an dicht stehenden lanzettlichen, durch Sternhaare unterseits graufilzigen Blätter bleiben größtenteils auch im Winter erhalten. Die bei uns üblichen Minusgrade machen ihnen nichts aus, und das Berg-Steinkraut wächst als mehrjähriger, kleine Polster bildender Bodendecker, der bereits im zeitigen Frühjahr mit unzähligen gelben Blüten das Auge und nicht zuletzt Honigbienen und Wildbienen erfreut.

Wert für Insekten und Vögel

Berg-Steinkraut ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
7

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