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Laubholz-Mistel (Viscum album)
Quelle: George Chernilevsky, Public domain, via Wikimedia Commons
Wichtige Insekten-pflanze

Laubholz-MistelWeißbeerige Mistel

Viscum album

Das Wichtigste auf einen Blick

heimische Wildform Gehölz Wichtige Raupenfutterpflanze essbar Frühblüher
  • Die Laubholz-Mistel wird auch Weißbeerige Mistel genannt
  • Wächst als sattgrüner, die männlichen Exemplare gelblich-grüner, immergrüner Halbstrauch
  • Dieser Halbschmarotzer sitzt auf Ästen von Bäumen und entzieht Wasser und darin gelöste Minerale aus deren Holzteil
  • Es werden im Laufe der Zeit kugelige Büsche, welche bei Berührung der Knoten an den Sprossachsen leicht brechen
  • Die Blätter sind verkehrt lanzettlich bis verkehrt eiförmig mit stumpfem oberem Ende
  • Bei günstiger Witterung in Mitteleuropa blüht die Weißbeerige Mistel im Januar bis April und die Blüten sind gelb, klein, unscheinbar
  • Von der Blüte im Februar bis zur Reife der Beeren vergehen circa neun Monate
  • Es sind weiße, einsamige, kugelige, glasige Beeren und die Samen sind von einem zähen, fleischigen, klebrigen Fruchtfleisch umgeben
  • Verbreitung der Samen durch Vögel
  • Spezialisiert sind wenige Insekten, der Spitzmausrüsselkäfer, der Borkenkäfer und die Schildlaus und unter den Schmetterlingen haben sich die Raupen des Mistel-Wicklers und des Mistel-Glasflügler spezialisiert, ebenso die Raupen des Blausiebs sind auf den Zweigen der Mistel zu finden
🏡 Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Wasser: feucht bis frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
🌱 Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Wuchs: Halbstrauch
Höhe: 50 - 100 cm
Breite: 50 - 100 cm
🌼 Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
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Blütenform: unscheinbar
🍊 Frucht
Fruchtreife:
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🍃 Laub
Blattfarbe: gelbgrün
Blattphase: wintergrün
Blattform: verkehrt-eiförmig bis länglich-eiförmig, derb, stumpf
🐝 Ökologie
Bestandssituation (Rote Liste): häufig
Gefährdung (Rote Liste): ungefährdet
Raupen: 2 (davon 1 spezialisiert)

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🌐 Einheimische Verbreitung

Bitte beachte, dass die angezeigte Verbreitung auf der Karte lediglich als grobe Orientierungshilfe dienen soll. Für eine detailliertere Darstellung und mehr Informationen zur Verbreitung besuche doch gern floraweb.de.

Verbreitung:
häufig
mittel
gering
Höhenlage: planar (<100m1 / <300m)2
bis
montan (500m-600m1 / 800m-1200m)2

1 Mittelgebirge / 2 Alpen⁠

ℹ️ Sonstiges
ist essbar Früchte
Verwendung: Beeren in geringer Beimischung zu Marmelade, med. Verwendung
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Sandelholzartige
Familie: Sandelholzgewächse
Gattung: Misteln
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten
Markus Wichert

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Markus Wichert Naturgärtner
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Fotos (3)

Gesamte Pflanze Laubholz-Mistel
Quelle: George Chernilevsky, Public domain, via Wikimedia Commons
Frucht Laubholz-Mistel
Quelle: H. Zell, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blüte Laubholz-Mistel
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons

Wert für Insekten und Vögel

Laubholz-Mistel ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Schmetterlingsraupen

Schmetterlingsarten

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Stand:
29.01.2024