Blut-Johannisbeere

Ribes sanguineum

Gehölz
Wildform
winterhart
Bienenweide
essbar
Blut-Johannisbeere (Ribes sanguineum) Alle 6 Fotos anzeigen
Quelle: Walter Siegmund, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
  • Aus Nordamerika stammende Johannisbeere
  • Bildet ein bis vier Meter hohe Sträucher
  • Vor allem wegen der dekorativen roten Blütenstände beliebt
  • Intensiver Geruch in allen Pflanzenteilen
  • Bei Insekten weniger beliebt als die einheimischen Johannisbeeren
  • Früchte für den Menschen ungenießbar sauer
  • Beeren bei Vögeln wesentlich beliebter
  • Zahlreiche Zuchtsorten mit weißen bis dunkelroten Blüten
  • Regelmäßiger Schnitt erforderlich
  • Winterhart und robust
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 1.5 - 2.5 m
Breite: 1 - 1.5 m
Zuwachs: 20 - 40 cm/Jahr
Wurzelsystem: Flachwurzler
Frostverträglich: bis -23 °C (bis Klimazone 6)
Blüte
Blütenfarbe: rosa
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Licht
Sonne bis Halbschatten
Boden
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Sonstiges
Ordnung: Steinbrechartige
Familie: Stachelbeergewächse
Gattung: Johannisbeeren
ist essbar Beeren, aber fade

Was ist Blutjohannisbeere?

Blutjohannisbeere oder Blaue Johannisbeere (Ribes sanguineum) ist ein Mitglied aus der Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae), das in Nordamerika beheimatet ist und 1826 als Zierpflanze in Europa eingeführt wurde. Ihre lichten Sträucher werden ein bis vier Meter hoch, mit kräftigen glänzendbraunen Ästen und fünflappigen unterseits weißfilzig behaarten Blättern. Alle Teile der Pflanze haben einen intensiven moschusähnlichen Geruch ähnlich wie die Schwarze Johannisbeere. Die namensgebenden blutroten Blüten erscheinen zusammen mit den Blättern in 3-7 Zentimeter langen Trauben. Aus ihnen entstehen dunkelrote, blau bereifte Beeren.

Blutjohannisbeere im Garten

Standort

Die Blutjohannisbeere benötigt einen nährstoffreichen, leicht feuchten und sandig-lehmigen Boden in Sonne oder Halbschatten. Im Schatten bildet sie nur wenige Blüten. Insbesondere an heißen Tagen muss auf ausreichende Feuchtigkeit geachtet werden, da die Sträucher wegen ihrer flachen Wurzeln sonst ihre Blätter abwerfen.

Schnitt

Blutjohannisbeere ist gut schnittverträglich und sollte ab und zu nach der Blüte kräftig zurückgeschnitten werden, damit sie buschiger austreibt und nicht blühfaul wird.

Vermehrung

Eine Vermehrung der Blutjohannisbeere erfolgt am einfachsten durch Stecklinge, die schnell Wurzeln bilden.

Verwendung

Als Zierpflanze setzt man die Blutjohannisbeere einzeln oder in kleinen Gruppen als dekorative Hecken. Mit ihrem Blütenschmuck lassen sie sich gut mit anderen frühblühenden Heckenpflanzen kombinieren.

Schädlinge

Die bei uns exotische Blutjohannisbeere findet bei unseren einheimischen Schädlingen wenig Anklang und gilt als recht unempfindlich gegenüber Krankheiten.

Ökologie

Neben der Honigbiene und Hummeln sammelt die Frühlings-Pelzbiene (Anthophora plumipes) Nektar und Pollen an den Blüten der Blut-Johannisbeere. Insgesamt ist der nordamerikanische Exot bei unserer Fauna nicht so beliebt wie seine einheimische Verwandtschaft. In seiner Heimat gehören Kolibris zu den häufigsten Bestäubern.

Was dem Menschen zu sauer ist, findet bei Vögeln wesentlich besseren Anklang: Sie machen sich im Herbst und Winter mit Vorliebe über die Johannisbeeren her.

Wissenswertes

Der lateinische Artname sanguineum bedeutet blutrot. Wegen der blauen Bereifung der Früchte bezeichnet man die Blutjohannisbeere bisweilen auch passend zu ihrer roten, weißen und schwarzen Verwandtschaft als Blaue Johannisbeere.

Die Blutjohannisbeere dient vor allem mit ihrem Blütenschmuck als Zierpflanze, daher haben es die züchterischen Bestrebungen vor allem auf die Blütenfarbe abgesehen. Inzwischen bekommt man im Gartenfachhandel viele Zuchtformen mit weißen bis dunkelroten Blüten.

Fotos

Gesamte Pflanze Blut-Johannisbeere
Quelle: Walter Siegmund, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blatt Blut-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blatt Blut-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Blut-Johannisbeere
Quelle: NaturaDB
Blüte Blut-Johannisbeere
Quelle: Walter Siegmund, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Frucht Blut-Johannisbeere
Quelle: Patrice78500, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Sorten Blut-Johannisbeere

Sorte Höhe Breite
Blut-Johannisbeere (Wildform) 1.5 - 2.5 m 1 - 1.5 m
Blutjohannisbeere 'Atrorubens' 1.5 - 2 m 1.5 - 2 m
Blutjohannisbeere 'King Edward VII' 1.5 - 2 m 1 - 1.5 m
Blut-Johannisbeere 'Pulborough Scarlet' 2 - 3 m 1 - 2 m
Zierjohannisbeere 'Carneum' 2 - 2.5 m 1 - 1.5 m
Zierjohannisbeere 'Koja' 75 - 100 cm 75 - 100 cm
Weiße Blut-Johannisbeere 1 - 1.5 m 1 - 1.5 m
Blutjohannisbeere 'White Icicle' 1.5 - 2 m 1 - 1.5 m

Häufige Fragen

Ist die Blutjohannisbeere giftig?

Die Blutjohannisbeere ist ebenso wenig giftig wie Rote, Schwarze und Weiße Johannisbeeren – ihre Beeren schmecken nur nicht besonders, denn sie sind ziemlich sauer und haben wenig vom bekannten fruchtigen Johannisbeer-Aroma. Im heimischen Garten hält man sie eher wegen ihrer dekorativen Blütenstände als für eine Beerenernte. Vögel sind allerdings für die charakteristisch bereiften „Blauen Johannisbeeren“ dankbar.

Wann schneidet man Blutjohannisbeere?

Blutjohannisbeeren muss man regelmäßig schneiden, da die alten Triebe nicht mehr so reichhaltig blühen wie die jungen. Daher sollte man alle paar Jahre nach der Blüte die ältesten Äste zurückschneiden. Die radikalere Lösung ist ein kompletter Rückschnitt bis auf etwa einen halben Meter Höhe.

Ökologischer Wert

Blut-Johannisbeere ist nicht heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
1

Wildbienenpflanzen

Themen

Quelle: Foto von Carsten Ruthemann von Pexels
Pflanzen für Tiere