Japanische Lärche (Larix kaempferi)
Quelle: ?64, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Japanische Lärche

Larix kaempferi

Gehölz
nicht heimisch
Wildform
Vogelschutznährgehölz
Frühblüher
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • In Japan beheimateten, der europäischen Lärche ähnlicher Nadelbaum
  • Bis zu 30 Meter hoch mit langem geradem Stamm und rissiger Borke
  • Vor allem in der Jugend schnell wüchsig
  • Weiche Nadelblätter gebüschelt an den Kurztrieben, sommergrün
  • Gelbe bis orangefarbene Herbstfärbung
  • Aufrechte Zapfen verbleiben jahrelang an den Bäumen
  • Futterquelle für Vögel und Eichhörnchen
  • Geringe Bodenansprüche, Erde muss wasserdurchlässig sein
  • Pflegeleicht, robust und winterhart
  • In vielen Ländern als Forstbaum angebaut
Standort
Licht: Sonne
Boden: durchlässig
Wasser: feucht bis frisch
Nährstoffe: normaler Boden
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Wuchs: langschäftig, mit breiter Krone und horizontalen Ästen
Höhe: 25 - 30 m
Breite: 4 - 6 m
Zuwachs: 40 - 50 cm/Jahr
Wurzelsystem: Herzwurzler
Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
j
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Laub
Blattfarbe graugrün, im Austrieb hellgrün und bläulich bereif
Blattphase sommergrün
Blattform nadelförmig
Ökologie
Vögel: Vogelnährgehölz
Sonstiges
Jahreszeitlich Aspekte: Herbstfärbung
Klassifizierung
Ordnung: Koniferen
Familie: Kieferngewächse
Gattung: Lärchen

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Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch

Bedenke, die auf heimische Wildpflanzen angewiesenen Tierarten, wie die meisten Wildbienen- und Schmetterlingsarten sowie davon abhängige Vögel, sind von einem dramatischen Artenschwund betroffen. Mit heimischen Arten kannst du etwas zum Erhalt beitragen.



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Japanische Lärche?

Japanische Lärche (Larix kaempferi) stammt wie der Name bereits verrät aus Ostasien; hier wächst sie vor allem in den Gebirgslagen zwischen 1200 und 2900 Metern auf der Hauptinsel Hondu, vielfach auf vulkanischen Böden mit rauem Klima. Sie gehört ebenso wie unsere einheimische Lärche zu den Kieferngewächsen (Pinaceae).

Die Japanische Lärche ist ein bis über 30 Meter hoher und 4-6 Meter breiter sommergrüner Baum mit einem langen geraden, bis 1,5 Meter dicken Stamm und einer anfangs rotbrauner, im Alter hellbraunen oder grauen und tief rissigen Schuppenborke, die sich in großen Platten ablöst. Ihre Krone ist kegelförmig und breit ausladend mit horizontal abstehenden und an den Enden bogig aufsteigenden Ästen. Die Zweige sind gelblich oder rötlich braun: die 10-50 Zentimeter langen Langtriebe kahl oder schwach behaart, die Kurztriebe 1-2 Millimeter lang mit nur je einer Knospe; die Winterknospen sind braun und schwach harzig.

Die abgeflachten weichen Nadelblätter der Japanischen Lärche sind 2-4 Zentimeter lang und etwa einen Millimeter breit; im Austrieb sind sie hellgrün und bläulich bereift, später werden sie dunkler und graugrün. Auf der Unterseite finden sich zwei graue Bänder aus Spaltöffnungen. Die Blätter stehen an den Kurztrieben gebüschelt zu 40-50 Exemplaren und sind einjährig. Bevor sie abfallen bekommen sie eine leuchtend gelbe bis orange Herbstfärbung.

Die männlichen und weiblichen Blüten sehen denen der Europäischen Lärche zum Verwechseln ähnlich: die braun Zapfen stehen aufrecht und sind 2-4 Zentimeter lang. Allerdings sind bei ihr die 30-50 Schuppen an der Spitze nach hinten gebogen und nicht wie bei Larix decidua flach anliegend, und die Tragblätter sind verdeckt. Im Inneren der Zapfen befinden sich 2-4 Millimeter lange Samen mit einem 6-10 Millimeter langen Flügel; die Samenreife erfolgt im September. Danach bleiben die Zapfen viele Jahre an den Bäumen stehen und verfärben sich matt grauschwarz; sie öffnen sich bei trockenem Wetter, damit die Samen davonfliegen können.

Japanische Lärche im Garten

Standort

Japanische Lärche wächst am besten auf einem mittel- bis tiefgründigen, gut durchlässigen Boden; ansonsten ist sie hier absolut anspruchslos und kommt mit fast jeder Gartenerde klar. Staunässe ist für sie absolut tödlich. Rauhes Klima und kalte trockene Winter machen ihr hingegen nichts aus, das ist sie von zuhause gewöhnt – bei uns ist sie dementsprechend vollkommen winterhart. Sie steht am liebsten in der vollen Sonne, und der Boden sollte immer frisch bis feucht sein.

Schnitt

Ein Schnitt ist bei dem japanischen Nadelbaum nicht üblich und auch nicht notwendig.

Vermehrung

Die Japanische Lärche sollte man am besten kaufen, denn eine Nachzucht aus Samen ist mühsam und langwierig, und eine Bewurzelung von Stecklingen funktioniert nur selten. Nach zehn Jahren ist der Baum etwa fünf Meter hoch. Die ersten Samen werden nach 15-20 Jahren gebildet, größere Mengen davon aber nur alle 3-7 Jahre.

Verwendung

In unseren Gärten findet man die Japanische Lärche zumeist als Solitär oder zu wenigen Exemplaren nebeneinander gepflanzt. Ein großes Plus: Sie ist weniger empfindlich gegenüber Rauchgasen als die europäische und daher auch für das innerstädtische Klima besser geeignet. Daher findet man sie auch relativ häufig in Parks und Grünanlagen.

Außer in groß gibt es die Japanische Lärche auch in klein: Mit ihren weichen Nadeln lässt sie sich zu einem hübschen Bonsai ziehen.

Schädlinge

Wie bei ihren Verwandten können Fichtenläuse auch die Japanische Lärche schädigen. Alte Exemplare leiden mitunter an Baumkrebs oder werden von Pilzen heimgesucht.

Ökologie

Mit ihrem Herzwurzelsystem ist die Japanische Lärche gut im Untergrund verankert – anders als viele ihrer eher flachwurzelnden Verwandten. Das ist daheim in den japanischen Gebirgen auch bitter nötig, denn der scharfe und oft kalte Wind kann hier ganz gewaltig an den Bäumen rütteln.

An den Wurzeln finden sich ebenso wie bei unserer heimischen Lärche Mykorrhiza-Pilze, die Nährstoffe gegen Zucker eintauschen und in der Nähe bisweilen Fruchtkörper bilden, wie Gelber Lärchenröhrling (Suillus flavus) oder Hohlfußröhrling (Suillus cavipes).

Wie alle Nadelbäume übernimmt auch bei Larix kaempferi der Wind die Übertragung des Pollens. Er sorgt auch für die Verbreitung der geflügelten Samen. Für die nahrhaften Samen interessieren sich wie bei anderen Nadelbäumen Vögel wie der Eichelhäher und Eichhörnchen.

Wissenswertes

Synonym für Larix kaempferi stehen Larix leptolepis, Pinus kaempferi und Abies kaempferi.

Nach Europa gebracht hat die Japanische Lärche der britische Botaniker und Pflanzenjäger John Gould Veitch (1839-1870) von einer seiner Asienreisen. Benannt ist sie nach dem deutschen Forschungsreisenden Engelbert Kaempfer (1651-1716), der mit seiner Historia Imperii Japonici eines der ersten und prägenden Bücher über das fernöstliche Land schrieb.

Daheim in Japan spielt Larix kaempferi als robuster und unkaputtbarer Forstbaum eine wichtige Rolle, und auch in Mitteleuropa findet man sie in vielen Nadelforsten eigens angebaut. In Deutschland ist sie als Forstgehölz wenig verbreitet: Hier greift man lieber auf die klassische Europäische Lärche zurück, die nicht so empfindlich auf extreme Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter reagiert – daheim ist es bei Larix kaempferi meistens eher gleichmäßig kalt. In jungen Jahren wächst sie langsamer als die japanische Verwandtschaft, holt das im Alter aber wieder schnell auf.

Das Lärchenholz der Japanischen Lärche ist zäh und langlebig und ein beliebtes Bauholz; auch für den Schiffsbau und für Zaunpfähle wird es wegen seiner Beständigkeit gerne verwendet.

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Fotos (4)

Gesamte Pflanze Japanische Lärche
Quelle: ?64, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Blatt Japanische Lärche
Quelle: Dinesh Valke from Thane, India, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Frucht Japanische Lärche
Quelle: Diego Delso, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Rinde Japanische Lärche
Quelle: Photo (c)2007 Derek Ramsey (Ram-Man), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Larix kaempferi
Quelle:?64, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
Japanische LärcheWildform

langschäftig, mit breiter Krone und horizontalen Ästen
25 - 30 m
4 - 6 m

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ab 42,30 €
Japanische Lärche 'Blue Dwarf'

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Japanische Lärche Diana'gedrehte Zweige und Äste, im Austrieb bläulich, später mattgrün, im Herbst goldgelbe Nadelfärbung

8 - 10 m
3 - 4 m

ab 44,80 €
Japanische Hänge-Lärche 'Pendula'Solitärgehölz, bogig überhängende Zweige, im Autrieb blaugrün, später vergrünend, im Herbst goldgelb

5 - 7 m
2 - 3 m

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Japanische Lärche 'Stiff Weeper'

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Häufige Fragen

Wie schnell wächst Japanische Lärche?

In jungen Jahren wächst Larix kaempferi schneller als Fichte und Europäische Lärche; innerhalb von zehn Jahren erreicht sie bis zu fünf Meter Höhe, die anderen nur etwas über die Hälfte. Bei einer Endhöhe von bis zu über 30 Metern und einer Kronenbreite von 4-6 Metern legt sie im Jahr etwa 25 Zentimeter an Höhe und 10-15 Zentimeter in der Breite zu. Ab etwa dem fünfzigsten Jahr wird sie deutlich langsamer; daher wird sie als Forstbaum meistens in diesem Alter geschlagen.

Ist die Japanische Lärche winterhart?

Ja, sie ist von daheim Schlimmeres gewöhnt als das, was bei uns im Winter an Minusgraden üblich ist. Auf der japanischen Hauptinsel wächst sie in den luftfeuchten Gebirgsregionen bis in einer Höhe von 2900 Metern. Winterhart heißt nicht wintergrün: Ebenso wie unsere Europäische Lärche wechselt der Baum einmal im Jahr das Nadelkleid, das sich im Herbst prächtig gelb bis orange verfärbt.

Wie groß wird eine Japanische Lärche?

Die Japanische Lärche wird üblicherweise um die 30 Meter hoch; in ihrer Heimat oder in der Forstwirtschaft darf es gerne auch etwas mehr sein, vorausgesetzt man lässt ihr Zeit. Im Alter wächst sie längst nicht mehr so rapide wie in ihrer Jugend; daher wird sie als Forstbaum selten älter als 50 Jahre.

Welche Erde für Japanische Lärche?

Larix kaempferi ist da wenig anspruchsvoll – sie kommt mit so ziemlich jeder Gartenerde klar, Hauptsache sie ist gut durchlässig und lässt keine Staunässe aufkommen, denn die wird ihr schnell zum Verhängnis. In Japan wächst sie auf vulkanischen Böden.

Wert für Insekten und Vögel

Japanische Lärche ist nicht heimisch, aber dennoch Nahrungsquelle/Lebensraum für Vögel

Vögel und Säugetiere

Vogelschutzgehölz & Vogelnährgehölz ja

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