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Kriechendes Netzblatt (Goodyera repens)

Kriechendes Netzblatt

Goodyera repens

Das Wichtigste auf einen Blick

heimische Wildform Zwiebel lange Blühzeit
  • Kriechendes Netzblatt ist ein immergrüner, mehrjährig, krautig wachsender Geophyt und bildet Rhizome als Überdauerungsorgane
  • Bevorzugt den sonnigen und halbschattigen Standort und wurzelt oberflächennah in Moos und Humus
  • Ein neuer Trieb wächst über Jahre hinweg bis zur Blüte heran und stirbt danach ab und ist aufgrund dieses Wachstumszyklus die einzige immergrüne, heimische Orchidee
  • Gedrängt am Stängelgrund stehende, dunkelgrüne Blätter mit netzartiger Struktur
  • Die weißen Blüten erscheinen an einem ährigen, behaarten Blütenstängel und auch die Blüten sind behaart
  • Blütezeit ist Mitte Juni bis Mitte August
  • Bestäubung der Blüten erfolgt durch Hummeln
  • Als Früchte bildet die Pflanze Streukapseln mit dem Samen im Oktober aus und diese verbreiten sich als Körnchenflieger
  • Entkalkter, trockener Boden mit einer Rohhumusauflage, die sich nur schwer zersetzt ist ideal, denn die Pflanze verträgt schon mäßig hohe Konzentrationen an Stickstoff nicht
  • Besiedelt Fichten- und Kiefernwälder, in den Alpen auch Bach begleitende Gebüsche
🏡 Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig bis lehmig
Wasser:
🌱 Wuchs
Pflanzenart: Zwiebel
Wuchs: kriechend, aufsteigend, rosettenartig
Höhe: 5 - 30 cm
🌼 Blüte
Blütenfarbe: weiß
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenform: lippenförmig
🍃 Laub
Blattfarbe: dunkelgrün
Blattphase: wintergrün
Blattform: eiförmig
🌐 Regionale Verbreitung der Art

Bitte beachte, dass die angezeigte Verbreitung auf der Karte lediglich als grobe Orientierungshilfe dienen soll. Für eine detailliertere Darstellung und mehr Informationen zur Verbreitung besuche doch gern floraweb.de.

Verbreitung:
häufig
mittel
gering
Höhenlage: kollin (100m-300m1 / 300m-800m)2
bis
montan (500m-600m1 / 800m-1200m)2

1 Mittelgebirge / 2 Alpen⁠

ℹ️ Sonstiges
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Spargelartige
Familie: Orchideen
Gattung: Netzblatt
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten
Markus Wichert

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Markus Wichert Naturgärtner
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Wert für Insekten und Vögel

Kriechendes Netzblatt ist in Mitteleuropa heimisch und dürfte deshalb einen Wert für Bienen, Schmetterlinge & Co. haben.

Bienenfreundliche Stauden & Blumen

Stand:
18.12.2023