Pampasgras: Pflege in jeder Jahreszeit
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Ratgeber

Pampasgras: Pflege in jeder Jahreszeit


Bei der Pflege von Pampasgras solltest Du im Sommer auf gleichmäßige Feuchtigkeit, im Winter auf Nässeschutz achten. Im Frühling beginnt der neuerliche Austrieb und ist die beste Zeit zum Pflanzen und Teilen, und im Herbst musst Du das Pampasgras winterfest machen. Dementsprechend gibt es in jeder Jahreszeit etwas zu tun.

Wie pflegt man Pampasgras im Sommer?

Pampasgras in der Sonne
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Pampasgras in der Sonne

Im Sommer hat Pampasgras es gerne feucht und sonnig

Wie pflegt man Pampasgras im Herbst?

Im Herbst musst Du das Pampasgras winterfest machen. Das Herz der Pflanzen und ihre Wurzeln sind besonders empfindlich gegenüber kalter Nässe und brauchen einen guten Winterschutz:

Wie pflegt man Pampasgras im Winter?

Pampasgras mit Schnee bedeckt im Winter
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Pampasgras mit Schnee bedeckt im Winter

Im Freiland ist es bei besonders nassen Wintern und im ersten Jahr nach dem Pampasgras pflanzen oft besser, ganz auf Nummer sicher zu gehen: 

Pampasgras in Pflanzgefäßen muss im Winter geschützt stehen und darf ebenso wie im Freiland nicht zu nass werden. Alle Einzelheiten dazu erklären wir Dir in unserem Ratgeber Pampasgras in Topf und Kübel.

Wie pflegt man Pampasgras im Frühjahr?

Im Frühling schwinden mit den steigenden Temperaturen die Probleme mit Kälte und Nässe. Das späte Frühjahr ist auch die richtige Zeit, um neues Pampasgras zu pflanzen und alte Bestände vom Pampasgras zu teilen.

Nach den Eisheiligen drohen keine Spätfröste mehr. Jetzt beginnt die Pflege von Pampasgras:

Welche Erde ist für Pampasgras geeignet?

Fruchtbare Erde für den Anbau von Pflanzen
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Fruchtbare Erde für den Anbau von Pflanzen

Pampasgras hat einen hohen Nährstoffbedarf und braucht im Sommer gleichmäßige Feuchtigkeit ohne stehende Nässe. Ausreichend Wasser findet es mithilfe seiner tiefreichenden Wurzeln. Andererseits reagiert es allergisch auf zu viel Nässe, vor allem im kalten Winter. Diese Vorlieben geben vor, wie der richtige Boden aussehen sollte:

Wie oft muss man Pampasgras gießen?

Pflanze mit einer Gießkanne gießen
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Pflanze mit einer Gießkanne gießen

Kurz gesagt: Im Sommer reichlich, im Winter praktisch gar nicht. Pampasgras wächst im südöstlichen Südamerika auf tiefgründigen, gut durchlässigen Lössböden, die im Sommer in der Tiefe gleichmäßig feucht bleiben und weiter oben in der prallen Hitze stehen. Dagegen sind die Winter kalt und trocken. Das gilt es im heimischen Garten möglichst gut zu imitieren, damit sich die dekorative Südamerikanerin möglichst wohl fühlt. Das gilt sowohl fürs Freiland wie auch das Pampasgras im Topf oder Kübel.

Braucht man für Pampasgras eine Rhizomsperre?

Eine Rhizomsperre ist nicht erforderlich, zumal das Pampasgras keine Rhizome bildet, sondern nur seine Horste laufend vergrößert. Es besteht also nicht die Gefahr, dass es ohne solche Schutzmaßnahmen wie Bambus oder Japanischer Staudenknöterich unvermittelt beim Nachbarn auftaucht. In vielen wärmeren Ländern gilt es mittlerweile als invasiver Neophyt, aber in unseren Breitengraden werden den aus dem Garten ausgebüchsten Samen und Pflanzen die kalten Winter zum Verhängnis. Daher bleibt in Deutschland das Wachstum erstmal übersichtlich und lässt sich durch Teilen und Abstechen der Horste im Zaum halten. 

Warum blüht mein Pampasgras nicht?

Buschig großgewachsenes Pampasgras
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Buschig großgewachsenes Pampasgras

Dafür kommen verschiedene Ursachen in Frage:

  1. Vor allem ausreichend Nährstoffe, lockerer und durchlässiger Boden und ein sonniger, warmer Standort sind wichtig für den Blütenreichtum. Sind diese Bedingungen nicht gegeben kränkelt das Pampasgras auch sonst und zeigt sich recht anfällig für Schädlinge und Krankheiten.
  2. Zu viel Feuchtigkeit oder übermäßiges Nährstoffangebot können ebenfalls daran schuld sein. Zu viel Nitrat im Dünger lässt zwar das Grün in die Höhe schießen, aber Blüten werden zur Mangelware.
  3. Zu wenig Wasser im Sommer sorgt ebenfalls dafür, dass das Pampasgras nicht blüht. Der Boden sollte immer ganz leicht feucht sein, aber im Zweifelsfalle lieber mal zu trocken als zu nass. Bei zu geringem Wasserangebot versuchen die Pflanzen damit zu haushalten, und Blüten wären da ein Luxus.
  4. Zu alte Horste, die schon lange nicht mehr geteilt wurden und bereits von innen heraus kahl zu werden beginnen sind ebenfalls blühfaul. Dann solltest Du wie in unserem Ratgeber beschrieben das Pampasgras teilen; das wirkt wie ein Jungbrunnen und macht die Pflanzen wieder vital und blühstark.
  5. Möglicherweise hast Du schlichtweg ein männliches Exemplar erwischt? Die Jungs bilden nur kleine Rispen mit deutlich weniger Blüten. Trotzdem produzieren sie reichlich Pollen; die weiblichen Blütenstände müssen vergleichsweise groß sein, um diesen aus der Luft zu filtern, da die Gräser auf Windbestäubung setzen.

Muss man Pampasgras düngen?

Sollte man während der Wachstumsphase, denn das Ziergras braucht für seine Dimensionen nicht nur Luft und Licht. Welche Dünger geeignet sind und wie oft Du das Pampasgras düngen solltest haben wir hier für Dich zusammengefasst: Ratgeber Pampasgras düngen

Wie teilt man Pampasgras?

Im Freiland sollte man das Pampasgras alle paar Jahre teilen und versetzen; das erhält die Wuchsfreudigkeit und den Blütenreichtum. Bei dieser Gelegenheit kannst Du auch gleich Ableger davon machen, so wie hier beschrieben: Ratgeber Pampasgras vermehren

Am Inhalt mitgewirkt haben:
Dr. rer. medic. Harald Stephan
Dr. rer. medic. Harald Stephan Diplom-Biologe
Markus Wichert
Markus Wichert Naturgärtner
Thomas Puhlmann
Thomas Puhlmann Balkongärtner
Sebastian Hadj Ahmed
Sebastian Hadj Ahmed Balkon- und Kleingärtner
Stand:
30.11.-0001
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