Ratgeber

Pampasgras düngen


Ein nährstoffreicher Boden und regelmäßiges Düngen sorgen für reichhaltiges Wachstum und viele hübsche Rispen in Weiß, Hellgelb oder Rosa. Nicht minder wichtig dafür sind aber auch ein durchlässiger Boden und viel, viel Sonne, wie im Ratgeber Pampasgras pflegen beschrieben.

Wie viel Dünger ist für Pampasgras nötig?

Viele Gräser kommen in ihrer Wachstumsperiode besser mit magerem Boden klar als mit einem nährstoffreichen. Bei Pampasgras sieht das anders aus; es braucht außer Licht und Kohlendioxid für die Photosynthese einiges an Stickstoff, Kalium, Phosphor und anderen Mineralien. Eigentlich kein Wunder, wenn man sich die Horste anschaut: Diese Riesen sind ein ganz anderes Kaliber als der gepflegte Rasen oder eine niedrige Grassorte - irgendwo muss das Material dafür herkommen. Logischerweise benötigen die ganz großen Sorten von Pampasgras wesentlich mehr Dünger als die kleinbleibenden Zwergsorten.

Welcher Dünger für Pampasgras?

Im Vergleich zu anderen Ziergräsern benötigt Pampasgras reichlich Nährstoffe im Boden. Daher ist ab und zu eine Portion organischer Dünger hilfreich, vor allem wenn die Erde am Standort eher mager ausfällt. 

  • Die Portion Laub und Reisig, die man zum Überwintern um das Pampasgras anhäufelt, zerfällt zu Mulch und gibt jedes Jahr eine erste kleine Düngung.
  • Gut verrotteter Kompost ist die beste und nachhaltigste Lösung und allemal besser als einen speziellen Dünger für Pampasgras zu kaufen – keine Chemie und keine unnötigen Plastiktüten. Vorausgesetzt natürlich, Du hast einen Komposthaufen im Garten.
  • Hornspäne sind ebenfalls ein geeigneter Dünger für Pampasgras – allerdings eher für die Horste im Freiland als für Pampasgras im Topf oder als Kübelpflanze: Für die Zersetzung und Freilegung der Nährstoffe sind Bodenorganismen erforderlich, von denen es im Pflanzgefäß deutlich weniger gibt als draußen im Garten. Dementsprechend solltest Du die Hornspäne auch im Boden unterarbeiten und nicht einfach nur aufstreuen.
  • Kaffeesatz als Dünger für Pampasgras ist eher ein Kuriosum, das aber recht oft empfohlen wird. Mit seinem niedrigen pH-Wert eignet er sich vor allem für Pflanzen, die einen sauren humosen Boden brauchen; Kalkliebhaber wie Lavendel oder Blaukissen können sich daher nicht dafür erwärmen, wohl aber Hortensien und Geranien. Auch Pampasgras bedient sich an den reichlich enthaltenen Nährstoffen. Kaffeesatz hat zudem den großen Vorteil, dass er die für den Stoffumsatz im Boden wichtigen Regenwürmer anlockt. Für den Müll ist er jedenfalls viel zu schade.
  • Ein normaler Rasendünger aus dem Gartenhandel tut es zur Not auch. Die beiliegende Gebrauchsanleitung gibt Auskunft über die erforderlichen Mengen.

Wie viel Dünger für Pampasgras?

Übertreiben darfst Du es beim Pampasgras düngen grundsätzlich nicht: Zu viel davon ist unzuträglich. Insbesondere große Mengen Stickstoff führen dazu, dass die Pflanzen fett und faul werden. Heißt sie blühen kaum und stecken ihre ganze Energie in das Grün, das zu allem Überfluss durch das überschnelle Wachstum empfindlich für Krankheiten und Schädlinge wird.

Wie oft sollte man Pampasgras düngen?

Auch hier sollte man nicht zu viel des Guten tun. Während der Wachstumsperiode im Sommer die Horste vom Pampasgras drei oder vier Mal in etwa monatlichen Abständen mit etwas Dünger zu bedenken reicht vollkommen aus.

Wie düngt man Pampasgras im Topf und Kübel?

Ein Sonderfall beim Düngen ist das Pampasgras im Topf oder Kübel: Bei reichlichem Gießen gehen viele Nährstoffe verloren, die sich mit dem überschüssigen Wasser aus dem Pflanzgefäß verabschieden. Hier ist gegebenenfalls deutlich mehr Dünger für ein gutes Wachstum erforderlich als im Freiland. Das passiert recht schnell, da man dieses Gras üblicherweise selten, dann aber durchdringend gießt. Zwischendurch darf die Erde ruhig etwas antrocknen, das ist allemal besser als ein zu feuchter Stand, der die nässeempfindlichen Pflanzen todsicher umbringt.

Was muss man beim Pampasgras düngen beachten?

Am wichtigsten: Im Winterstand darf man Pampasgras auf keinen Fall düngen. Das ist auch deswegen nicht erforderlich, weil die Pflanzen in der kalten Jahreszeit ohnehin nicht wachsen und keine Nährstoffe für die Photosynthese benötigen. Sie würden sich daher nur unnötig ansammeln und im Frühjahr beim Erwachen aus dem Winterschlaf im schädlichen Übermaß zur Verfügung stehen.

Ansonsten solltest Du das Pampasgras umso mehr düngen, je mehr es im Wachstum steht. Dafür braucht es die Nährstoffe am dringlichsten, vor allem wenn die Erde im Garten nicht allzu nahrhaft ist.

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