Zierapfel 'Rudolph'

Malus 'Rudolph'

Gehölz
Sorte
Gute Bienenweide
Vogelschutznährgehölz

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Beliebter Zierapfel
  • Baum 4 - 6 Meter hoch
  • Krone zunächst aufrecht und schlank, später mit doppelter Breite
  • Auch als Hochstamm, Strauch, mehrstämmiger Baum, Formgehölz, Bonsai erhältlich
  • Braunviolettes Blütenknospenmeer
  • Rosarote Blütenfülle, zart duftend
  • Gelborange Apfelfrüchte, kirschgroß, ungiftig, nicht lang anhaftend
  • Bronzefarben angehauchte, mittelgrüne Blätter, im Herbst rotorange bis gelb, lang anhaftend
  • Winterhart, pflegeleicht, robust
  • Pollenspender für Kulturäpfel, Augenweide, Bienenweide, Vogelweide
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 5 - 6 m
Breite: 4 - 5 m
Zuwachs: 30 - 50 cm/Jahr
Wurzelsystem: Herzwurzler
Blüte
Blütenfarbe: rosa
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Licht
Sonne bis Halbschatten
Boden
Boden: humos
Wasser: feucht bis frisch
Nährstoffe: normaler Boden
Sonstiges
Ordnung: Rosenartige
Familie: Rosengewächse
Gattung: Äpfel

Was ist Zierapfel ‚Rudolph‘

Aussehen

Erscheinungsbild (Habitus)

Malus rudolph ist eine attraktive Zierapfelsorte und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Als Baum wird das Gehölz im Normalfall 4 - 6 Meter hoch. Die schlanke Krone verdoppelt mit den Jahren ihren Umfang. Der kahle Stamm und die Äste haben eine dunkelbraune Rinde, die mit den Jahren immer mehr Furchen aufweist. Sie sind frei von Dornen. Die Zierapfelsorte steht auch als Hochstamm, Strauch, mehrstämmiges Gehölz, Formgehölz und Bonsai zur Verfügung.

Wurzeln

Herzwurzelsysteme wie das von Malus rudolph verleihen einem Gehölz eine robuste Standfestigkeit und sorgen gleichzeitig für optimale Versorgung. Denn ein Herzwurzelsystem vereint die Vorteile tiefer mit denen flacher, weiter verzweigter Wurzelsysteme auf sich. Namensgebend ist die herzförmige Ansicht, die ein senkrechter Schnitt durch das Wurzelwerk ergibt.

Blätter

Das Laub ist mittelgrün mit einem bronzefarbenen Hauch, den es zum Herbst hin aber immer mehr verliert. Der rotbraune Laubaustrieb kontrastiert sehr schön mit den intensiv rosafarbenen Blüten. Die ovalen Blätter sitzen auf roten Stielen und sind 6 - 8 Zentimeter lang. Der Blattrand ist gesägt. Im Herbst nehmen die Blätter eine rotorange bis gelbe Färbung an.

Fülle für Mensch und Tier

Der ganze Baum – eine Augenweide

Der Baum ist zu allen Jahreszeiten eine Augenweide: die braunvioletten Blütenknospen und später intensiv rosaroten Blüten; das Laub, das sich über die Monate von einem nahezu rostbraunen bis zu einem fast reinen Mittelgrün hin verändert, bevor es schließlich seine rotorange bis gelbe Herbstfärbung annimmt; die kirschgroßen, gelborangen Apfelfrüchte, die bei dieser Sorte aber schon nach dem ersten Frost abfallen. Das Gehölz ist zu jeder Zeit eine Zierde für einen Garten.

Das endlose Blütenmeer – eine Bienenweide

Malus rudolph entwickelt eine Menge großer, zart duftender, intensiv rosafarbener Blüten. Diese Blütenfülle lockt viele Insekten an, vor allem Bienen und Hummeln. Die Blüten mit ihren fünf einfachen Blütenblättern sind geformt wie eine offen Schale und enthalten reichlich Nektar sowie Pollen, so dass die Insekten auf ihre Kosten kommen. Diese Schalenblüten mit ihren fünf einfachen Blütenblättern haben einen Durchmesser von gut fünf Zentimetern und stehen zu viert bis zu acht in Büscheln zusammen.

Die sagenhafte Fruchtfülle – eine Vogelweide

Die kirschgroßen, gelborangen Äpfelchen sind ungiftig und dienen vor allem Vögeln als Nahrung. Allerdings haften die Früchte dieser Zierapfelsorte nicht lange an, nehmen schon bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt Schaden und fallen so nach dem ersten Frost ab. In der Küche werden die Äpfelchen wegen des hohen Gehalts an Pektinen gern Gelees und Marmeladen als Geliermittel zugesetzt. Und aufgrund ihres attraktiven Aussehens sind sie ausgesprochen gut als Dekoration geeignet, zum Beispiel in herbstlichen Gestecken, noch am Zweig anhaftend in einer Blumenvase, verarbeitet zu fröhlichen Gebilden wie attraktiven Halsketten oder kleinen Kränzen.

Zierapfel ‚Rudolph‘ im Garten

Standort

Genügsam und pflegeleicht

Malus rudolph gilt als pflegeleicht: Dieser Zierapfelsorte genügt normale nährstoffreiche Gartenerde, die sandig bis lehmig sein kann und leicht saure bis leicht basische pH-Werte aufweist. Mäßige Nährstoff- und Humusgaben wirken sich dennoch positiv auf. Für Malus rudolph darf es lieber etwas feuchter als zu trocken sein, wobei Staunässe nicht toleriert wird.

Wärme und Kälte

Der Baum liebt die Sonne, gedeiht aber auch im Halbschatten. Allerdings entwickelt er nur an sonnigen Standorten seine volle Fülle hinsichtlich Blütenmeer, Laubkleid, Fruchtdichte und Farbintensitäten. Wind wird toleriert, solange es keine Brise von der See her ist. Die Sorte ist winterhart. Auch Temperaturen bis fast minus 40 Grad Celsius können Malus rudolph kaum etwas anhaben.

Schnitt

Ein Jugendschnitt fördert die Verzweigung und sorgt so für dichteres Wachstum. Ein Auslichten der Krone vermindert die Gefahr von Pilzwachstum. Darüber hinaus schaden formgebende Schnitte nicht.

Vermehrung

Bei Malus rudolph erfolgt die Vermehrung vegetativ durch Wurzelhalsveredelung, also durch Aufbringen von Trieben dieser Zierapfelsorte auf eine geeignete Unterlage wie zum Beispiel Wildapfel dicht über der Erde. So gehen die Sorteneigenschaften nicht verloren, wie das bei einer Aussaat unweigerlich der Fall wäre.

Verwendung

Diese Zierapfelsorte ist ausgesprochen vielseitig einsetzbar:

  • als einzeln stehender Baum in Garten wie Vorgarten (ein Eyecatcher für ganze Jahr)
  • als Baumgruppe, auch im Verbund mit anderen Sorten oder Kulturobstgehölzen
  • als Hochstamm, einzeln wie in einer Gruppe
  • als Formgehölz, einzeln oder in Gruppen
  • als Kübelpflanze auf Terrassen oder Dachgärten oder in Innenhöfen
  • als einzeln stehender Strauch, vergesellschaftet mit Hecken
  • als mehrstämmiger Baum, aus einem Strauch selbst gezogen
  • als Bonsai

Schädlinge

Malus rudolph gilt als robust. Dennoch ist Mehltau-Befall an schattigen Plätzen möglich. Apfelschorf und Feuerbrand haben bei dieser Zierapfelsorte aber praktisch keine Chance

Ökologie

Mit seiner Blütenfülle ist dieser Zierapfel eine echte Bienenweide. Da die Früchte Vögeln munden, kann man auch von einer Vogelweide sprechen, allerdings nur bis zum ersten Frost. Außerdem gilt Malus rudolph als hervorragender Pollenspender für Kulturapfelbäume.

Wissenswertes

Pflege

Malus rudolph gilt als robust, vielseitig verwendbar und pflegeleicht. Das Gehölz braucht keine spezielle Düngung, ist aber für gelegentliche Humus- und/oder Mulchgaben dankbar. Dieser kleine Aufwand führt in der Regel zu einer noch größeren Pracht und Fülle bei Knospen, Blüten, Laubwerk, Früchten und Intensität der Farben.

Blütezeit

Dieser Zierapfel blüht von Mai bis Juni. Die Blütezeit kann variieren, also zum Beispiel früher beginnen oder auch später enden, und zwar in Abhängigkeit von Region, Standort und den jeweiligen Frühjahrstemperaturen. Zweige, die am Barbara-Tag, dem 4. Dezember, geschnitten und in eine Vase gestellt werden, blühen zu Weihnachten, wie das auch Zweige von Kirschbäumen tun.

Pflanzung

Malus rudolph kann praktisch das ganze Jahr über gepflanzt werden, allerdings nicht, wenn der Boden gefroren ist und möglichst nicht später als November. Dann kann sich das Wurzelwerk am neuen Standort bis zum Beginn des Winters in einem genügend hohen Maße ausbilden. Aufgrund des lichten Laubwerks erhält eine Unterpflanzung ausreichend Licht.

Herkunft

Malus rudolph wurde in Kanada durch Auslese gewonnen. Diese Zierapfelsorte ist seit 1954 auf dem Markt und geht wahrscheinlich auf Malus baccata, den Kirsch- oder Beerenapfel zurück, einem Zierapfel, der in Ostasien beheimatet ist.

Häufige Fragen

Wie groß wird Zierapfel ‚Rudolph‘?

Ein Zierapfel ‚Rudolph‘-Baum wird etwa 4 - 6 Meter hoch. Wenn ein Formgehölz daraus wird, zum Beispiel eine Spalier- oder Dachform, kann sich das ändern. Es gibt auch Bonsai-Formen. Als Strauch kann das Gehölz ebenfalls Höhen von einigen Metern erreichen.

Wie schnell wächst Zierapfel ‚Rudolph‘?

Malus rudolph wächst mit 30 - 50 Zentimetern pro Jahr, in der Jugend deutlich schneller als in späteren Jahren. Die anfänglich schmale Krone verdoppelt mit der Zeit ihre Breite.

Muss Zierapfel ‚Rudolph‘ gedüngt werden?

Bei Böden mit einem normalen Nährstoffgehalt ist keine zusätzliche Düngung nötig. Dennoch dankt Malus rudolph gelegentliche Humus- und/oder Mulchgaben mit einer noch größeren Blüten- und Fruchtfülle. Auch wird die Farbe der Früchte dann meist intensiver.

Muss Zierapfel ‚Rudolph‘ geschnitten werden?

Ein Jugendschnitt fördert die Verzweigung und sorgt so für dichteres Wachstum. Ein Auslichten der Krone vermindert die Gefahr von Pilzwachstum. Darüber hinaus sind formgebende Schnitte möglich.

Sind die Früchte von Zierapfel ‚Rudolph‘ giftig           ?

Nein, die kirschgroßen Äpfelchen sind nicht giftig und durchaus essbar. Die Früchte können als Geliermittel Gelees und Marmeladen zugesetzt werden, da sie einen hohen Pektingehalt haben. Darüber hinaus eignen sie sich für Ansatzschnaps.

Was tun mit den Früchten von Zierapfel ‚Rudolph‘?

Die reifen Äpfelchen können im Spätsommer geerntet werden. Aufgrund ihres hohen Gehalts an Pektinen werden sie gern Gelees und Marmeladen als Geliermittel zugesetzt. Auch sind sie für Ansatzschnaps geeignet.

Die Früchte sind als herbstliche Dekoration sehr beliebt und das nicht nur in der Floristik. So werden sie unter anderem bei Gestecken verwendet oder, noch an den Zweigen anhaftend, in eine Vase gestellt, zum Beispiel als Pendant zu Blumensträußen oder zu fröhlichen Halsketten und leichten Kränzen verarbeitet.

Vögel wissen die Äpfelchen besonders zu schätzen. Bei dieser Sorte haften die Früchte nicht lange an. Sie fallen nach dem ersten Frost ab, so dass sich die gefiederte Fauna im Winter andere Nahrungsquellen erschließen muss. Über die herunter gefallenen Früchte freuen sich aber kleinere Säuger wie Igel, Marder, Nager.

 

Ökologischer Wert

Zierapfel 'Rudolph' ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Vögel

Insekten

Nektarwert:
3
Pollenwert:
3

Vögel und Säugetiere

Vogelschutzgehölz & Vogelnährgehölz ja
Nistplatz: wird häufig als Nistplatz verwendet
Landeplatz: wird häufig aufgesucht

Bienenweiden mit Nektar- und Pollenwerten

Themen

Obstgehölze und Beerensträucher