Japanischer Schnurbaum (Styphnolobium japonicum)
Japanischer Schnurbaum: Gesamte Pflanze

Japanischer Schnurbaum

Styphnolobium japonicum

Gehölz
nicht heimisch
Wildform
winterhart
Gute Bienenweide
giftig
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Exotischer Baum aus dem Fernen Osten
  • Breite Krone, 15-20 Meter hoch
  • Gefiederte Blätter ähnlich wie bei Robinie
  • Cremeweiße Blüten in großen lockeren Rispen
  • Wohlriechend und nektarreich
  • Typische perlschnurartige Schoten mit schwarzbraunen Samen
  • Gute Bienenweide mit reichlich Nektar
  • Vor allem jung frostgefährdet
  • In allen Teilen giftig
  • In der TCM als Heilpflanze verwendet

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Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig bis normal
Wasser: trocken
Nährstoffe: nährstoffarmer Boden
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 15 - 20 m
Breite: 12 - 18 m
Zuwachs: 25 - 40 cm/Jahr
Wurzelsystem: Herzwurzler
Frostverträglich: bis -23 °C (bis Klimazone 6)
Blüte
Blütenfarbe: weiß
Blühzeit:
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n
d
Blütenform: rispenförmig
Laub
Blattfarbe dunkelgrün, im Herbst gelb
Blattphase sommergrün
Blattform unpaarig gefiedert, ovale Fiederblätter
Ökologie
Bienen: Bienenweide (1 Arten)
Nektarwert: 4/4
Pollenwert: 2/4
Sonstiges
ist giftig Alle Pflanzenteile außer den Blüten sehr giftig
Klassifizierung
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige
Familie: Hülsenfrüchtler
Gattung: Schnurbäume
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch

Bedenke, die auf heimische Wildpflanzen angewiesenen Tierarten, wie die meisten Wildbienen- und Schmetterlingsarten sowie davon abhängige Vögel, sind von einem dramatischen Artenschwund betroffen. Mit heimischen Arten kannst du etwas zum Erhalt beitragen.



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Japanischer Schnurbaum?

Japanischer Schnurbaum, Pagodenbaum oder Perlschnurbaum (Styphnolobium japonicum) ist ein aus Japan, Korea und China stammender Baum, der zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) gehört. Er wird 15-20 Meter hoch und in Deutschland nur als Zierpflanze in Garten und Parks zu finden.

Der Baum hat eine breite Krone und graubraune Rinde, die an den jungen Zweigen anfangs grün und dicht mit Lentizellen besetzt ist. Seine unpaarig gefiederten Blätter werden bis zu 25 Zentimeter lang und bestehen aus 7-17 Fiederblättchen, die eiförmig bis eilanzettlich, 2,5-5 Zentimeter lang sind, mit glänzender dunkelgrüner Oberseite und bläulichgrüner, dicht behaarter Unterseite.

Bei den Blütenständen handelt es sich um lockere, bis zu 30 Zentimeter lange Rispen. Die zwittrigen und duftenden Blüten sind zygomorph fünfzählig, cremeweiß, lang gestielt und wie für die Familie typisch mit in Fahne, Flügel und Schiffchen geteilten Kronblättern. Die Früchte sind 5-8 Zentimeter lange kahle Hülsen, in denen die schwarzbraunen Samen perlschnurartig angeordnet sind.

Japanischer Schnurbaum im Garten

Standort

Der Japanische Schnurbaum bevorzugt einen mäßig nährstoffreichen, alkalischen bis leicht sauren Boden und braucht viel Sonne. Beim Pflanzen sollte man berücksichtigen, dass es sich um eine Giftpflanze handelt – bei Kindern im Haushalt ist daher Vorsicht angebracht. Windgeschützter Stand und Winterschutz ist vor allem bei jungen Bäumen erforderlich.

Schnitt

Ein Schnitt ist beim Japanischen Schnurbaum zum Entfernen von altem Holz nötig und wenn man seine breite Krone in Form bringen will.

Vermehrung

Die Vermehrung des Japanischen Schnurbaumes ist langwierig, daher greift man in der Regel auf junge Bäumchen aus der Baumschule oder dem Gartenfachhandel zurück. Prinzipiell lässt er sich aber auch mit Stecklingen und Samen vermehren.

Verwendung

Mit seinen dekorativen Blüten und Schoten ist der Japanische Schnurbaum ein hübscher Solitär, der auch im Alleingang gut zur Geltung kommt.

Schädlinge

Aufgrund seiner Toxine ist der Japanische Schnurbaum vor Schädlingen recht gut geschützt.

Ökologie

Der Japanische Schnurbaum ist eine gute Bienenweide und dient als Pollenlieferant für die Asiatische Mörtelbiene (Megachila sculpturalis).

Wissenswertes

Alle Pflanzenteile des Japanischen Schnurbaumes gelten als stark giftig, insbesondere Samen, Rinde und die Schale der Schoten. Das hindert die chinesische Küche nicht daran, die Blüten für Omeletts und Tee zu verwenden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verwendet man die getrockneten Blüten als blutdrucksenkendes und entzündungshemmendes Mittel.

Das besonders harte und widerstandsfähige Holz verwendet man in seiner asiatischen Heimat zum Schnitzen sowie zum Bau von Booten und Karren. Die Knospen nutzt man in China zum Färben von Seide.

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Fotos (4)

Gesamte Pflanze Japanischer Schnurbaum
Japanischer Schnurbaum: Gesamte Pflanze
Gesamte Pflanze Japanischer Schnurbaum
Japanischer Schnurbaum: Gesamte Pflanze
Rinde Japanischer Schnurbaum
Japanischer Schnurbaum: Rinde
Gesamte Pflanze Japanischer Schnurbaum
Japanischer Schnurbaum: Gesamte Pflanze

Sortentabelle

Styphnolobium japonicum 'Pendula'
Hängender Schnurbaum 'Pendula'
PflanzeWuchsStandortBlüte
Japanischer SchnurbaumWildform

15 - 20 m
12 - 18 m

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Hängender Schnurbaum 'Pendula'

4 - 8 m

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Häufige Fragen

Ist Japanischer Schnurbaum giftig?

Alle Pflanzenteile des Japanischen Schnurbaumes gelten als stark giftig – besonders die auffälligen Schoten, die Samen und Rinde enthalten Sophoricosid, Sophorabiosid, Sophoramin und weitere Toxine. Trotzdem werden die Blüten in der asiatischen Küche und Heilkunde verwendet, in der Traditionellen Chinesischen Medizin beispielsweise zur Senkung des Blutdruckes und als entzündungshemmende Mittel. Er gilt als eines der „50 fundamentalen Mittel“ der TCM.

Wert für Insekten und Vögel

Japanischer Schnurbaum ist nicht heimisch, aber dennoch Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
1
Nektarwert:
4
Pollenwert:
2

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Themen

Quelle: Ruth Swan/shutterstock.com
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