Teppich-Zwergmispel

Cotoneaster dammeri

Gehölz
Wildform
Gute Bienenweide
Teppich-Zwergmispel (Cotoneaster dammeri) Alle 8 Fotos anzeigen
Blüte von Teppich-Zwergmispel

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Aus Zentralchina stammendes Rosengewächs
  • Bildet niedrige, nur 10-15 Zentimeter hohe Sträucher
  • Guter Bodendecker
  • Ovale dunkelgrüne, ledrige Blätter
  • Zahlreiche kleine weiße Blüten mit roten Staubbeuteln
  • Kugelförmige rote Apfelfrüchte
  • Ausgezeichnete Bienenweide und Attraktion für viele Insektenarten
  • Pflegeleicht, robust und weitestgehend winterhart
  • Gut schnittverträglich
  • Früchte enthalten blausäurebildende Substanzen und sind schwach giftig
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 10 - 15 cm
Breite: 20 - 70 cm
Zuwachs: 5 - 15 cm/Jahr
schnittverträglich ja
Wurzelsystem: Flachwurzler
Wurzelausläufer: keine Ausläufer
Blüte
Blütenfarbe: rosa
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Licht
Sonne bis Halbschatten
Boden
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: frisch
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Kübel/Balkon geeignet: Nein
Sonstiges
Ordnung: Rosenartige
Familie: Rosengewächse
Gattung: Zwergmispeln
Teppich-Zwergmispel gefährdet möglicherweise die Artenvielfalt in Deutschland

Teppich-Zwergmispel eine potenziell invasive gebietsfremde Art. Es liegt die begründete Annahme vor, dass sie heimische Arten verdrängt und die Biodiversität gefährdet (siehe BfN-Skripten 352).

Pflanze im Zweifelsfall lieber einheimische Gewächse, über die sich auch die Tierwelt in deinem Garten freut.

Was ist Teppich-Zwergmispel?

Teppich-Zwergmispel (Cotoneaster dammeri) stammt ursprünglich aus Zentralchina und erfreut sich zunehmender Beliebtheit als Bodendecker. Die niederliegenden, 10-15 Zentimeter hohen Pflanzen sind immergrüne kleinbleibende Sträucher aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und wurzeln an den Knoten. Das Wurzelwerk ist feinfaserig und bleibt flach.

Ihre Zweige sind braungrau bis dunkelgrau, anfangs gelb behaart und später verkahlend, mit zweizeilig angeordneten 1-2 Zentimeter langen ovalen bis verkehrt-eiförmigen, ledrigen Blättern. Diese sind kurz gestielt, mit glänzender dunkelgrüner Oberseite und hellgrüner, matter und schwach behaarter Unterseite und glattem Rand. Im Herbst färben sie sich oftmals lila, abhängig von der Sonneneinstrahlung.

Bei den Blütenständen handelt es sich um kleine Schirmrispen aus 2-3 einzelnen Blüten. Diese sind fünfzählig, radiärsymmetrisch und zwittrig, mit dreieckigen spitzen Kelchblättern und waagerecht abstehenden weißen, rundlichen Kronblättern. Sie kontrastieren mit den roten Staubbeuteln im Inneren. Die Früchte sind 6 Millimeter große hellrote runde Äpfelchen mit 4-5 Samen.

Teppich-Zwergmispel im Garten

Standort

Die Teppich-Zwergmispel ist wenig anspruchsvoll und nimmt mit jedem nährstoffreichen und durchlässigen Boden vorlieb, möglichst mit Kalkanteil. Sie steht am liebsten in Sonne oder Halbschatten. Vorübergehende Trockenheit im Sommer übersteht sie problemlos, nur Staunässe verträgt sie nicht.

Schnitt

Mit ihren bodendeckenden Zweigen ist die Teppich-Zwergmispel ausgesprochen pflegeleicht. Nur bei allzu ausuferndem Wachstum muss man sie gegebenenfalls zurückschneiden. Sie ist gut schnittverträglich.

Vermehrung

Am einfachsten ist die Vermehrung mit Stecklingen, die man von noch nicht vollständig verholzten Zweigen schneidet und einfach in die Erde steckt.

Verwendung

Die Teppich-Zwegmispel ist ein dankbarer und pflegeleichter Bodendecker, der sich an vielen Orten im Garten einsetzen lässt und eine ausgezeichnete Bienenweide abgibt. Mit ihren Früchten ist sie zudem ein gutes Vogelnährgehölz.

Schädlinge

Pilzerkrankungen wie der Feuerbrand sind bei der Teppich-Zwergmispel häufiger anzutreffen. Blattläuse sind Dauergäste, die den Pflanzen nicht schaden, aber häufig Pilzkrankheiten wie den Feuerbrand übertragen.

Ökologie

Die kleinen nektarreichen Blüten der Teppich-Zwergmispel sind bei Insekten heißbegehrt und im Sommer eine der Hauptattraktionen für Honigbienen, Schwebfliegen und Wespen. Drei Wildbienen besuchen die Blüten als Pollenspender, die drei Sandbienen Andrena fucata, A. nitida und A. scotica. Nicht minder beliebt sind vor allem bei Vögeln die bis lange in den Winter an den Sträuchern verbleibenden leuchtend roten Früchte.

Wissenswertes

In deutschen Gärten sind die zahlreichen Zuchtsorten wesentlich verbreiteter als die Wildform; sie zeichnen sich durch unterschiedliche Wuchshöhe, Beblätterung, Blüten und Früchte aus.

Fotos

Blüte Teppich-Zwergmispel
Quelle: NaturaDB
Blatt Teppich-Zwergmispel
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Teppich-Zwergmispel
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Teppich-Zwergmispel
Quelle: NaturaDB
Blüte Teppich-Zwergmispel
Quelle: Père Igor, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Teppich-Zwergmispel
Quelle: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blatt Teppich-Zwergmispel
Quelle: Len Worthington, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons
Frucht Teppich-Zwergmispel
Quelle: Père Igor, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch

Bedenke, die auf heimische Wildpflanzen angewiesenen Tierarten, wie die meisten Wildbienen- und Schmetterlingsarten sowie davon abhängige Vögel, sind von einem dramatischen Artenschwund betroffen. Mit heimischen Arten kannst du etwas zum Erhalt beitragen.

Häufige Fragen

Ist die Teppich-Zwergmispel giftig?

Essen sollte man die hübschen roten Früchte lieber nicht – sie gelten nicht als extrem giftig, enthalten aber cyanogene Glykoside wie das von bitteren Mandeln bekannte Amygdalin, die im Magen Blausäure abspalten und Übelkeit und Erbrechen hervorrufen. Vögeln macht das Gift nichts aus, sie machen sich im Winter mit Begeisterung über die kleinen Äpfelchen her.

Ökologischer Wert

Teppich-Zwergmispel ist nicht heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
3
Nektarwert:
4
Pollenwert:
3

Bienenweiden mit Nektar- und Pollenwerten

Themen

Quelle: Foto von Carsten Ruthemann von Pexels
Pflanzen für Tiere