Gewöhnliches Ruchgras (Anthoxanthum odoratum)
Quelle: Forest & Kim Starr, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Gewöhnliches Ruchgras

Anthoxanthum odoratum

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Das Wichtigste auf einen Blick

heimische Wildform Gras winterhart Wichtige Schmetterlingspflanze essbar lange Blühzeit
  • heimisches Gras für die sonnigen und absonnigen Standorte
  • ausbreitender Wuchs mit aufrechten Blütenstielen
  • bildet zeitig im Frühjahr grüne Flächen
  • grüne, zugespitzte, grasartige Blätter, welche beim Trocknen nach Waldmeister riechen
  • gelbe Blüten im April bis Juni
  • sehr gute Schmetterlingspflanze
  • nicht zu kalkreicher, humoser, lehmiger, trockener bis feuchter, saurer Boden
  • Verwendung in Wildblumenwiesen, als Zusatz zum Futterheu, für Duftsäckchen und Kräuterkissen
🏡 Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: lehmig
Wasser: feucht bis trocken
Nährstoffe: normaler Boden
PH-Wert: sauer
🌱 Wuchs
Pflanzenart: Gras
Wuchs: ausbreitend, aufrechte Blütenstiele
Höhe: 10 - 50 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Frostverträglich: bis -34 °C (bis Klimazone 4)
🌼 Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenform: klein, unscheinbar
🍃 Laub
Blattfarbe grün
Blattphase sommergrün
Blattform grasartig, spitz
Blatt aromatisch ja
Schneckenunempfindlich ja
🐝 Ökologie
Schmetterlinge: Schmetterlingsweide (5 Arten)
Raupenfutterpflanze: 5 Arten
ℹ️ Sonstiges
ist essbar Blätter
Verwendung: Blätter mit Waldmeisteraroma
Pflanzen je ㎡: 11
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Süßgrasartige
Familie: Süßgräser
Gattung: Ruchgräser
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten
Markus Wichert

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Markus Wichert Naturgärtner

Gewöhnliches Ruchgras im Garten

Standort

Gewöhnliches Ruchgras bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit lehmigen, normalen Boden. Dieser sollte feucht bis trocken sein. Anthoxanthum odoratum ist ein Flachwurzler und gut winterhart – verträgt Temperaturen bis -34 °C (bis Klimazone 4).

Pflegemaßnahmen

Schnitt

Schnitt Gewöhnliches Ruchgras
Gewöhnliches Ruchgras schneiden - Schnittpunkte sind gelb markiert, zu entferndende Pflanzenteile grau

Sommergrüne Gräser, wie Gewöhnliches Ruchgras, müssen nicht geschnitten werden. Wenn, macht man es aus ästhetischen Gründen.

Wichtig: Lass die Blätter über den Winter stehen. Das trockene Laub schützt die Pflanze und hilft häufig auch Insekten zu überwintern.

Schneide im Frühjahr (April), kurz vor dem Neuaustrieb, die vertrockneten Blätter und Halme handhoch über der Basis ab.
Das Schnittgut kannst du kompostieren oder als Mulch für Beete verwenden.

Fotos (2)

Gesamte Pflanze Gewöhnliches Ruchgras
Quelle: Forest & Kim Starr, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Blüte Gewöhnliches Ruchgras
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons

Wert für Insekten und Vögel

Gewöhnliches Ruchgras ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Schmetterlinge

Insekten

Dient als Futterplanze für Raupen:
5

Schmetterlingsarten

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Stand:
07.12.2022