Blumenzwiebeln für sonnige und nährstoffarme Standorte

Blumenzwiebeln für sonnige und nährstoffarme Standorte
Quelle: 13threephotography/shutterstock.com

Die meisten Blumenzwiebeln brauchen eine eher feuchte und fruchtbare Erde und bevorzugen einen halbschattigen Stand. Einige sind jedoch auch für sonnige und nährstoffarme Standorte geeignet und kommen häufig auch mit länger anhaltender Trockenheit im Sommer klar. 

Der Herbst ist die beste Zeit zum Pflanzen; dann haben die Zwiebeln und Knollen noch ausreichend Zeit, sich auf den kalten Winter vorzubereiten und stehen im Frühjahr in den Startlöchern. Hier liegt bei den meisten auch die Blütezeit; als Frühblüher bieten sie den gerade erwachten Bienen und anderen Insekten erste Nahrung. 

Die Blüten der kleinen Staudengewächse sind nicht nur äußerst dekorativ, sie vermehren sich auch schnell von Jahr zu Jahr und bilden stetig ansehnlichere Bestände. Um die brauchst Du Dich nach dem Pflanzen der Zwiebeln kaum noch zu kümmern; Schneiden ist in aller Regel nicht erforderlich, und das Düngen entfällt dank der bescheidenen Nährstoffansprüche ebenfalls. Ganz im Gegenteil – oft vertragen die Blumenzwiebeln aus unserer Auswahl keine übermäßigen Düngegaben. Oft ein Grund, warum sie in der inzwischen vielerorts überdüngten Natur kaum noch geeignete Lebensräume finden.

Pflanzen im Überblick

Unsere Empfehlungen

Anemone blanda

Blaue Anemone

Als Bodendecker geeignet
kalkliebend
Frühblüher
nicht heimisch
bedingt winterhart
Bienenweide
Blüte Blaue Anemone
Blaue Anemone: Blüte

Das Balkan-Windröschen wächst in seiner Heimat ähnlich wie unser bekanntes Busch-Windröschen gerne in Wäldern, wobei es neben dem typischen Halbschatten auch sonnigere Standorte verträgt. Der Boden sollte nicht nur eher mager, sondern auch frisch bis leicht trocken ausfallen, schön locker sein und Kalk enthalten. Im Garten verwendet man die Blaue Anemone auch gerne als Unterpflanzung von Hecken, Sträuchern und Bäumen. In größeren Beständen geben die blauen Blüten Bienen eine zeitlich begrenzte, aber dafür umso reichhaltigere Futterquelle ab.
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Tulipa saxatilis

Felsen-Tulpe

Die schöne Griechin für warme Standorte
kalkliebend
trockene Böden
Frühblüher
winterhart
wärmeliebend
Blüte Felsen-Tulpe
Quelle: Brookgardener/ shutterstock.com

Die Felsen-Tulpe ist für eine Tulpenart etwas ungewöhnlich: Sie wächst am besten in der vollen Sonne mit viel Wärme und einem eher trockenen und mageren Boden. Dabei sind ihre Blüten nicht minder apart mit ihren zartrosa Spitzen und der leuchtend gelben Mitte. Das hat sie ihrer mediterranen Heimat zu verdanken; wild wächst sie vor allem an Berghängen, Waldrändern und Wiesen der griechischen Inseln, weswegen man sie bisweilen auch als Kretische Tulpe bezeichnet. Mit der Tulipa cretica ist sie allerdings nicht identisch, wie man leicht annehmen könnte. Trotz ihrer warmen Heimat ist sie in unseren Breiten winterhart, sodass die Zwiebeln im Herbst nicht ausgegraben und überwintert werden müssen. Weitere Informationen

Weitere Pflanzen

Muscari botryoides

Kleine Traubenhyazinthe

Blaue oder weiße Blütentrauben
winterhart
heimisch
kübelgeeignet.
Blüte Kleine Traubenhyazinthe
Quelle: Enrico Blasutto, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Kleine Traubenhyazinthe macht mit nur 10-20 Zentimetern Höhe ihrem Namen alle Ehre. Der in Süd- und Mitteleuropa wild wachsende Frühblüher mag eine lehmige, aber gut durchlässige Erde, die frisch bis eher trocken ausfallen sollte. Neben Sonne verträgt er auch Halbschatten. Die gute Bienenweide kommt in kleinen Gruppen am besten zur Geltung, wenn ihre charakteristischen blauen Blütentrauben etwas dichter stehen. Die Horste bleiben recht locker und die einzelnen Pflänzchen stehen nicht so dicht beieinander wie bei anderen Traubenhyazinten-Arten. Außer an sonnigen Stellen im Garten lässt sich die Kleine Traubenhyazinthe auch problemlos im Kübel, Balkonkasten oder Schalen halten. Neben der blauen Wildart gibt es im Handel auch weiße Albinos.
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Allium flavum

Gelber Lauch

Gelbe statt blaue Lauchblüten
nicht heimisch
bedingt winterhart
Bienenweide
kalkliebend
kübelgeeignet
Blüte Gelber Lauch
Quelle: avoferten/shutterstock.com

Gelber Lauch fällt mit seinen gelben Blüten aus der Reihe, da die meisten Allium-Arten eher blau oder violett blühen. Bienen ist das relativ egal, sie machen sich im Spätsommer auch gerne über den Pollen und Nektar des Südeuropäers her; die Lauch-Seidenbiene (Colletes graeffei) ist auf ihn als einzige Nahrungspflanze angewiesen. Seine Blütenfarbe gibt einen hübschen Kontrast zu den bläulichgrünen, lauchtypisch röhrenförmigen Blättern. Abgesehen von Sonne verträgt Gelber Lauch auch Halbschatten; er braucht nur wenig Wasser und kann auch mal im Sommer längere Zeit trocken stehen, deutlich lieber als zu nass, denn Staunässe ist unmittelbar tödlich für ihn. Am liebsten ist ihm ein kalkhaltiger Boden; dann kannst Du ihn außer im Bauergarten auch vollsonnig im Kübel oder Balkonkasten auf Terrasse und Balkon halten.
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Scilla mischtschenkoana

Kaukasischer Blaustern

Aparte frühblühende Zwiebelchen
nicht heimisch
winterhart
giftig
Frühblüher
Bienenweide
Blüte Kaukasischer Blaustern
Quelle: Meneerke bloem, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Kaukasischer Blaustern fällt gegenüber den anderen Blaustern-Arten vor allem durch seine weißen Blütenblätter mit hellblauer Mittellinie auf. Wie der Name bereits andeutet stammt er aus Vorderasien, wo er im Kaukasus und Iran auf trockenen, sonnigen und nährstoffarmen Heiden und Felshängen wächst. Im Garten pflanzt man die Zwiebeln gerne im Steingarten, als Einfassungen für Beete oder in Blumenrabatten, wo die Blausterne auch mal mit wenig Wasser zurande kommen. Ebenso lassen sie sich auf dem Balkon oder der Terrasse in kleinen Pflanzgefäßen halten. Weitere Informationen

Tulipa eichleri

Eichlers Wildtulpe

Trockenverträgliche Wildtulpe
nicht heimisch
Frühblüher
Schnittblume
trockenresistent
kübelgeeignet
winterhart
Blüte Eichlers Wildtulpe
Quelle: Mbzt, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ursprünglich kommt Eichlers Wildtulpe aus dem Kaukasus und Iran, wo sie mit Vorliebe auf trockenen Hängen gedeiht. Im Vergleich zu den weit verbreiteten Gartentulpen findet man sie in unseren Gärten deutlich seltener, aber auch diese ungewöhnliche Wildart hat ihre Reize. Sie steht gerne in der prallen Sonne, kommt mit einem frischen bis trockenen Boden klar und braucht nicht besonders viele Nährstoffe. Im April imponiert die Wildtulpe mit ihren knallig karminroten, einfachen Blüten, die weithin sichtbar leuchten. Im Inneren haben sie eine schwarze, von einer gelben Linie umrandete Mitte. Du kannst sie auch im Steingarten pflanzen oder in Kästen und Kübeln auf Balkon und Terrasse holen. Weitere Informationen

Blühkalender

Pflanze Blühzeit und -farbe
Felsen-Tulpe
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Kaukasischer Blaustern
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Blaue Anemone
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Kleine Traubenhyazinthe
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Eichlers Wildtulpe
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Gelber Lauch
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