Apfelsorten und -bäume
Quelle: MemoSaBAM/ shutterstock.com
Gartenthemen

Apfelsorten und -bäume

Dr. sc. agr. Barbara Dinkelaker
Autor:
Dr. sc. agr. Barbara Dinkelaker
Diplom-Agraringenieurin
Stand:
10.01.2022

Apfelsorten - von altbewährt bis neu gezüchtet

Äpfel sind das beliebteste Obst deutscher Verbraucher*innen. Unsere heutigen Sorten des Kulturapfels (Malus domestica) stammen vom Asiatischen Wildapfel ab. Weltweit gibt es mehr als 15.000 Apfelsorten. Im Supermarkt sucht man das facettenreiche Spektrum an Apfelsorten jedoch vergeblich. Oft beschränkt sich das Angebot auf wenige Sorten wie Elstar, Braeburn, Gala, Golden Delicious, Jonagold, Granny Smith und Boskoop. Deutlich mehr Vielfalt bietet der Einkauf auf dem Wochenmarkt oder in Hofläden. Hier findet man alte und altbewährte Apfelsorten, die häufig aromatischer und verträglicher sind als die gängigen Tafeläpfel. Von der besseren Verträglichkeit traditioneller Apfelsorten profitieren insbesondere Allergiker.

In den folgenden Übersichten haben wir bekannte und weniger bekannte Apfelsorten nach unterschiedlichen Kriterien zusammengestellt. Nach der Reifezeit unterscheidet man Apfelsorten in Sommeräpfel (Frühäpfel), Herbstäpfel und Winteräpfel. Eine weitere Einteilung ist diejenige in alte, altbewährte und neue Sorten.

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Unabhängig von der Sorte lassen sich Apfelbäume und andere Obstbäume in verschiedene Wuchsformen klassifizieren:

  • Apfel als Hochstamm: für Streuobstwiesen und große Gärten. Stammlänge über 1,80 m.
  • Apfel als Halbstamm: für mittelgroße Gärten und Kleingärten. Stammlänge 80-120 cm.
  • Apfel als Buschbaum: für kleine Gärten, Obsthecken und Spaliere. Buschförmiges Wachstum.
  • Apfel als Säulenobst: schwachwüchsige "Mini-Bäume" für Balkon und Terrasse. Extrem schmal.

Bei der Auswahl der passenden Apfelsorte und Wuchsform für den eigenen Garten müssen viele Faktoren berücksichtigt werden. Neben persönlichen Vorlieben (Geschmack, Verwendungszweck etc.) und der gewünschten Reifezeit sind die Standortbedingungen (Boden, Niederschläge, Wind, Lichtverhältnisse, Spätfröste etc.) und die Größe des Gartens entscheidend. In einen Kleingarten passt kein weit ausladender Hochstamm, sondern eher ein kleiner Buschbaum oder ein schlanker Säulenapfel.

So klappt's auch mit der Befruchtung:

Honigbiene auf Apfelblüte
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Da Äpfel selbststeril sind, benötigen sie mindestens eine zweite Sorte zur Befruchtung. Die Sorten sollten eine ähnliche Blütezeit haben. Achtet bei der Zusammenstellung der Sorten darauf, dass gute Pollenspender dabei sind! Für die Übertragung des Pollens sorgen dann im Wesentlichen Honigbienen, Hummeln und andere Wildbienen.

Befruchtertabelle für Apfelsorten

Die 10 beliebtesten Apfelsorten - von Boskoop bis Pink Lady

Dies sind aktuell die zehn beliebtesten Apfelsorten der Verbraucher*innen in Deutschland:

Apfel 'Cox Orange'
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Winterapfel 'Golden Delicious'
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Herbstapfel 'Elstar'
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Apfel 'Gala'
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Apfel 'Gloster'
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Winterapfel 'Roter Boskoop'
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Apfel 'Granny Smith'
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Winterapfel 'Jonagold'
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Apfel 'Pink Lady'
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Wobei Pink Lady keine Sortenbezeichnung ist, sondern ein Markenname. Die Sorte dahinter heißt 'Cripps Pink'. Auch Obstregale unterliegen Modetrends. Apfelsorten, die noch vor einem Jahrzehnt auf Begeisterung trafen, klingen heute wie Ladenhüter. Dazu trägt auch das Marketing bei, denn viele neueren Apfelsorten werden wie Lifestyle-Produkte beworben. Die meisten Verbraucher*innen bevorzugen Apfelsorten mit makellosem Aussehen. Davon abgesehen hängt die Wahl der Sorte vom persönlichen Geschmack und vom Verwendungszweck ab.

Apfelsorten - alte deutsche und altbewährte Sorten

Viele alte (Streuobst-)Apfelsorten sind vom Aussterben bedroht. Oft sind sie jedoch robuster und regional besser angepasst als die neueren Sorten. Mit dem Anbau dieser Sorten könnt ihr einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten. Regionale Streuobstinitiativen helfen euch gerne weiter bei der Sortenwahl.

Viele alte Sorten feiern in den letzten Jahren ein Comeback. Liebhaber*innen alter Apfelsorten schätzen den intensiveren und vielfältigeren Geschmack sowie die bessere Verträglichkeit für Allergiker. Darüber hinaus sind regionale alte Apfelsorten besonders gut an die jeweiligen Klima- und Bodenbedingungen angepasst. Man findet alte Apfelsorten auf Märkten, in Bioläden, auf Obsthöfen und in Baumschulen.

Alte Apfelsorten wachsen meist in privaten Gärten und auf Streuobstwiesen, deren Bestand in den letzten 50 Jahren stark zurückgegangen ist. Als besonders artenreiche Lebensräume sind Streuobstwiesen wertvolle Rückzugsgebiete für Insekten und Wildtiere. Da Streuobstwiesen selten gemäht werden, sind Tiere hier ungestört und können sich leichter ansiedeln. Pflanzenschutzmittel und Dünger kommen entweder gar nicht oder nur extrem sparsam zum Einsatz.

Wir stellen einige alte "deutsche" Sorten vor, die sich seit Jahrzehnten bei uns bewährt haben. Das Wort "deutsche" setzen wir in Anführungszeichen, denn viele hier kultivierten Sorten haben einen unverkennbaren Migrationshintergrund.

Malus 'Altländer Pfannkuchenapfel'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
mittelfest, mäßig saftig, säuerlich, groß
Ernte ab: Oktober

  • Große Früchte sind gelb mit rotmarmorierter Deckfarbe
  • Äpfel erreichen Ende Oktober Genussreife
  • Mittelfrüh einsetzender Ertrag alterniert zwischen hohen und mittelhohen Ernten
  • Im kühlen Naturlager etwa sechs Monate haltbar
  • Mäßig saftig mit säuerlichem Geschmack
  • Nur für küstennahe Gebiete mit hoher Luftfeuchtigkeit und humusreichen Boden geeignet
  • Kaum anfällig für Schorf, Mittelstark für Mehltau
  • Empfehlenswert für Streuobstwiesen, in Hausgärten eher für Liebhaber

Malus 'Ananasrenette'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons
saftig, weinsäuerlich, klein bis mittelgross
Ernte ab: September - Oktober

  • Kleine bis mittelgroße Früchte sind goldgelb mit Rostpunkten
  • Äpfel erreichen Anfang Oktober Genussreife
  • Früh einsetzender Ertrag ist meist mittelhoch und regelmäßig
  • Im kühlen Naturlager etwa fünf Monate haltbar
  • Saftig mit angenehm weinsäuerlichem Geschmack
  • Benötigt gute, ausreichend feuchte Böden in windgeschützter, mittlerer Lage
  • Stark anfällig für Feuerbrand und Mehltau, gar nicht für Schorf
  • Guter Pollenspender

Malus 'Baumanns Renette'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
süßsäuerlicher, schwaches Aroma, von klein bis groß
Ernte ab: September

  • Früchte sind gelbgrün mit roter Deckfarbe und hellen Schalenpunkten
  • Äpfel erreichen Mitte September Genussreife
  • Früh einsetzender Ertrag ist hoch und fast regelmäßig
  • Im kühlen Naturlager etwa fünf Monate haltbar
  • Mäßig saftig mit süßsäuerlichem Geschmack
  • Bevorzugt nährstoffreiche, feuchte Böden bin in hohe, aber geschützte Lagen
  • Stark anfällig für Schorf und Feuerbrand
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Streuobstwiesen

Malus 'Dülmener Rosenapfel'
Quelle:Helge Klaus Rieder, CC0, via Wikimedia Commons
süßsauer, fein aromatisch, meist groß
Ernte ab: September

  • Große Früchte sind gelb mit kurzen roten Streifen
  • Äpfel sind Anfang September reif für die Ernte
  • Im kühlen Naturlager etwa sechs Wochen haltbar
  • Saftig mit ausgeglichen süßsäuerlichem Geschmack
  • Ertrag ist insgesamt mittelhoch, schwankt aber zwischen mittelhohen und geringen Ernten
  • Auf guten, durchlässigen Böden bis in mittlere, windgeschützte Lagen anbaufähig
  • Gering anfällig für Feuerbrand und Schorf, mäßig für Mehltau
  • Guter Pollenspender
  • Für Hausgärten und Streuobstwiesen geeignet

Malus 'Goldparmäne'
Quelle:Helge Klaus Rieder, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
saftig, mäßig süß, nußartig, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Kleine, goldgelbe Früchte, die rötliche Streifen aufweisen
  • Ab September geerntet werden
  • Genussreif ab Oktober, nach kurzer Einlagerung
  • Fruchtfleisch schmeckt süß-säuerlich mit nussigem Aroma
  • Liebt einen sonnigen Platz und eignet sich für Hausgärten oder Streuobstwiesen
  • Seit 1510 in der Normandie in Kultur stehende Winterapfelsorte
  • Mäßig anfällig für Schorf und Mehltau, aber anfällig für Obstbaumkrebs
  • Bevorzugt geschützte Lagen
  • Gut lagerfähig

Malus 'Jakob Fischer'
Quelle:Simon Groewe/ shutterstock.com
mürbe, saftig, weinsäüerlich, groß
Ernte ab: August

  • Große bis sehr große Früchte sind gelb gefärbt mit roter Wange
  • Äpfel sind ab Ende August genussreif
  • Ertrag ist meist hoch und regelmäßig
  • Rund einen Monat lang im Naturlager haltbar
  • Aromatischer, feinsäuerlich Geschmack
  • Sehr frostharte und robuste  Sorte
  • Kaum Ansprüche an den Boden, anbaufähig bis in Höhenlagen 
  • Durch starken Wuchs nur bedingt empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'James Grieve'
Quelle:JoannaTkaczuk/ shutterstock.com
sehr saftig, fein fruchtig, gutes Aroma, meist mittelgroß
Ernte ab: August

  • Mittelgroße Früchte sind gelb-rot gestreift
  • Äpfel sind ab Ende August genussreif
  • Ertrag setzt sehr früh ein und ist regelmäßig hoch bis sehr hoch
  • Rund einen Monat lang im Naturlager haltbar
  • Sehr saftiger, süßsäuerlicher Geschmack
  • Stark anfällig für Feuerbrand, in niedrigen Lagen auch für andere Krankheiten
  • Am besten für nährstoffreiche Böden in mittleren und hohen Lagen 
  • Empfehlenswert für Hausgärten
  • Guter Pollenspender

Malus 'Jonathan'
Quelle:Ina Meer Sommer/ shutterstock.com
saftig, süßsäuerlich, mäßig parfümiert, klein bis mittelgroß
Ernte ab: Oktober

1820 in den USA entstandene Sorte mit grün-gelben Äpfeln, die sonnenseits dunkelrot gefärbt sind. Säuerlicher Geschmack. Gut lagerfähig.

Malus 'Ontario'
Quelle:guentermanaus/ shutterstock.com
saftig, säuerlich, herb, großes Aroma, groß bis sehr groß
Ernte ab: Oktober

Die um 1820 entstandene Winterapfelsorte trägt sehr große, gelbe Äpfel. Die Früchte schmecken erfrischend und säuerlich. Guter Pollenspender.

Malus 'Rote Sternrenette'
Quelle:Gerd Peter, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
saftig, süßsäuerlich, mittelgroß
Ernte ab: Oktober

  • Mittelgroße Früchte sind gelbgrün mit roter Deckfarbe und typischen Roststernen
  • Äpfel erreichen Anfang Oktober Genussreife
  • Spät einsetzender Ertrag alterniert jährlich zwischen mittelhohen und sehr geringen Ernten
  • Bis Januar im Naturlager haltbar
  • Süß- säuerlicher, parfümierter Geschmack
  • Mäßig anfällig für Feuerbrand, kaum für Mehltau und Schorf
  • Am besten auf guten, feuchten Böden in rauen Lagen
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Hausgärten und Streuobstwiesen

Liste alter Apfelsorten

Süße Apfelsorten

Zu den Äpfeln mit viel Süße zählen unter anderem:

  • Cox Orange
  • Delbarestivale
  • Florina
  • Fuji
  • Gala
  • Golden Delicious
  • Jonagold
  • Julka

Säuerliche Apfelsorten

Bei den Säuren in Äpfeln dominiert die Äpfelsäure, die den Geschmack eines Apfels wesentlich prägt. Darauf folgen Chinasäure und Zitronensäure. Im Mittel liegt der Säuregehalt bei etwa 9,5 Gramm pro Liter. Milde Apfelsorten wie Gala oder Fuji liegen im Säuregehalt unter 6 Gramm pro Liter.

Zu den säuerlichen Apfelsorten zählen:

  • Alkmene
  • Discovery
  • Granny Smith
  • Holsteiner Cox
  • Idared
  • Ontario
  • Roter Boskoop
  • Weißer Klarapfel

Die Farbe eines Apfels weist nicht unbedingt auf seinen Säuregehalt hin. Zwar sind unreife Äpfel in der Regel grün und schmecken sauer, aber es gibt auch grüne Apfelsorten, die im gereiften Zustand süß schmecken. Süße grüne Apfelsorten sind jedoch seltener als süße rote Apfelsorten.

Sommeräpfel - von Allegro bis Zimtapfel

Sommeräpfel oder Frühäpfel können ab Ende Juli bis Anfang September geerntet werden. Sie eignen sich am besten für den sofortigen Verzehr und sind nur kurze Zeit lagerfähig. Am bekanntesten ist der Weiße Klarapfel. Aufgrund der schlechten Lagerfähigkeit von Sommeräpfeln konzentriert sich ihr Anbau auf private Nutzgärten.

Malus 'Allegro'
Sommerapfel 'Allegro'

Sommersorte mit mittelgroßen, leuchtend roten Äpfeln. Fruchtfleisch mit knackigem Biss und süß aromatisch. Widerstandsfähig gegen Schorf und Mehltau. Geeignet für den Hausgarten.

Malus 'Charlamowsky'
Quelle:MemoSaBAM/ shutterstock.com
saftig, angenehm säuerlich, klein bis mittelgroß
Ernte ab: August

  • Kleine bis mittelgroße Früchte sind goldgelb und sonnenseits rot gestreift
  • Äpfel sind Anfang August reif für die Ernte und nur kurz lagerfähig
  • Saftig mit angenehm säuerlichem Geschmack
  • Früh einsetzender Ertrag ist regelmäßig und hoch bis sehr hoch
  • Kaum Ansprüche an Boden und Klima, beste Fruchtqualität in rauen Höhenlagen
  • Mittelstark anfällig für Feuerbrand, auf trockenen Böden stark für Mehltau, in Tallagen auf schwerem Boden auch für Schorf
  • Guter Pollenspender
  • Für Streuobstwiesen geeignet

Malus 'Delbarestivale'
Quelle:User:MarkusHagenlocher, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

  • Große Früchte sind hellgelb und sonnenseits rot gefärbt
  • Äpfel sind je nach Lage zwischen Mitte August und Anfang September reif für die Ernte
  • Im kühlen Naturlager etwa vier Wochen haltbar
  • Sehr saftig mit angenehmem Geschmack und wenig Säure
  • Ertrag ist insgesamt hoch, aber alterniert jährlich zwischen sehr hohen und geringen Ernten
  • Bevorzugt nährstoffreichen Boden in warmen, geschützten Lagen  
  • Stark anfällig für Schorf, mittelstark für Mehltau und gering für Feuerbrand
  • Guter Pollenspender
  • Für Hausgärten gut geeignet

Malus 'Discovery'
Quelle:Jackie Tweddle/ shutterstock.com
saftig, angenehm säuerlich, mittelgroß
Ernte ab: August

  • Kleine bis mittelgroße Früchte sind gelb gefärbt mit roter Wange
  • Äpfel sind ab Ende August genussreif
  • Ertrag ist meist mittelhoch, aber regelmäßig und kann durch zusätzlichen Sommerschnitt erhöht werden
  • Rund vier Wochen lang im Naturlager haltbar
  • Saftiger, angenehm säuerlicher Geschmack
  • Stark anfällig für Feuerbrand, gering für Mehltau und Schorf 
  • Am besten für gute Böden in warmen und mittleren Lagen 
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Helios'
Sommerapfel 'Helios'
säuerlich-süß, feinaromatisch, klein bis mittelgroß
Ernte ab: August

Die mittelgroßen Früchte dieser Sorte sind von einer gelben Schale umgeben, die sonnenseits gerötet ist. Das Fruchtfleisch schmeckt süßlich und enthält wenig Säure. Ertragreich und resistent gegen Schorf.

Malus 'James Grieve'
Quelle:JoannaTkaczuk/ shutterstock.com
sehr saftig, fein fruchtig, gutes Aroma, meist mittelgroß
Ernte ab: August

  • Mittelgroße Früchte sind gelb-rot gestreift
  • Äpfel sind ab Ende August genussreif
  • Ertrag setzt sehr früh ein und ist regelmäßig hoch bis sehr hoch
  • Rund einen Monat lang im Naturlager haltbar
  • Sehr saftiger, süßsäuerlicher Geschmack
  • Stark anfällig für Feuerbrand, in niedrigen Lagen auch für andere Krankheiten
  • Am besten für nährstoffreiche Böden in mittleren und hohen Lagen 
  • Empfehlenswert für Hausgärten
  • Guter Pollenspender

Malus 'Piros'
Quelle:Simon Groewe/ shutterstock.com
saftig mit fruchtigem Aroma, meist mittelgroß
Ernte ab: August

  • Mittelgroße Früchte sind sind zu Beginn grünlich-gelb und verfärben sich mit zunehmender Reife leuchtend rot
  • Äpfel sind ab Mitte August genussreif
  • Ertrag setzt früh ein und wird später hoch und regelmäßig
  • Rund drei Wochen lang im Naturlager haltbar
  • Ausgewogen süßsäuerlicher Geschmack
  • Resistent gegen Schorf und Mehltau, auf Feuerbrand ist zu achten
  • Für nährstoffreiche, lockere Böden bis mittlere Höhen
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Retina'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons
süß-säuerlich, feines Aroma, groß
Ernte ab: August - September

Sommerapfelsorte mit großen, rotgelben Früchten, die zur Reife hin stark gerötet sind. Das Fruchtfleisch hat einen süß-säuerlichen Geschmack mit feinem Aroma. Guter Pollenspender. Die Sorte ist sehr robust und widerstandsfähig und eignet sich daher gut für den naturnahen Hausgarten.

Malus 'Schöner aus Bath'
Quelle:trinitronboy/ shutterstock.com
würzig, säuerlich erfrischendes Aroma, mittelgroß
Ernte ab: Juli

  • Mittelgroße Früchte sind orangegelb und sonnenseits rot gefärbt mit hellen Schalenpunkten
  • Äpfel erreichen Mitte August Genussreife
  • Ertrag alterniert jährlich zwischen mittelhohen bis hohen und sehr geringen Ernten
  • Im kühlen Naturlager etwa vier Wochen haltbar
  • Saftig mit gutem Geschmack
  • Benötigt nährstoffreiche Böden an warmen Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit
  • Wenig anfällig für Schorf; mittelstark für Mehltau und Feuerbrand
  • Guter Pollenspender

Malus 'Summerred'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
fest, sehr saftig, angenehme Säure, mittelgroß
Ernte ab: August

Sommerapfelsorte mit mittelgroßen, dunkelroten Früchten, deren Schalen weiß gepunktet sind. Das saftige Fruchtfleisch besitzt einen süßsäuerlichen Geschmack. Die Sorte kann gut im Kübel kultiviert werden. Benötigt einen geschützten und warmen Standort (Weinbauklima).

Malus 'Weißer Klarapfel'
Quelle:Helge Klaus Rieder, CC0, via Wikimedia Commons
saftig, feinsäuerlich, nur leichtes Aroma, mittelgroß
Ernte ab: Juli

  • Wächst als Baum mit aufrechter, stark verzweigter Krone
  • Kleine bis Mittelgroße Früchte haben eine grünlich-gelbe Färbung
  • Äpfel sind bereits Ende Juli genussreif
  • Früh einsetzender, regelmäßiger Ertrag
  • Nur wenige Tage im Naturlager haltbar
  • feinsäuerlicher und saftiger Geschmack
  • Anfällig gegen Krebs, Feuerbrand, Mehltau, Kragenfäule, Blaulaut; für Schorf dagegen nur wenig
  • Für nährstoffreiche Böden bis in Höhenlagen geeignet; beste Fruchtqualität in wärmeren Umgebungen
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Zimtapfel'
Sommerapfel 'Zimtapfel'

Sommerapfel mit kleinen grüngelben Äpfeln, der Schalen sonnenseits rot gestreift sind. Die sehr saftigen Früchte zeigen neben der feinen Säure eine überraschende zimtartige Note.

Malus Ballerina 'Bolero'
Säulenapfel Ballerina 'Bolero'

Säulenapfelsorte mit mittelgroßen, grünen Früchten und feinsäuerlichem Geschmack. Gesunde und widerstandfähige Sorte mit geringem Pflegeaufwand. Ideal für kleine Gärten oder in einem Kübel.

Herbstäpfel - von Alkmene bis Prinz Albrecht von Preußen

Je nach Sorte sind Herbstäpfel von September bis Anfang November erntereif. Manche Sorten, wie Alkmene und Elstar, sind direkt nach der Ernte genussreif, andere erst nach längerer Lagerung. Herbstäpfel können bis in den Winter hinein gelagert werden.

Malus 'Alkmene'
Quelle:sasimoto/ shutterstock.com
saftig, mittelfest, aromatisch, klein bis mittelgross
Ernte ab: September

  • Beliebte, ältere Tafelapfelsorte, auch geeignet für trockenere Lagen und mittlere Höhenlagen
  • Kleinbaum, der gut in kleinere Gärten passt, 2-4 Meter hoch, 2-3 Meter breit
  • Weiß bis zart rosafarbene Blütenpracht von April bis Mai, Blüten mit mittlerer Frostanfälligkeit
  • Laubblätter mittelgrün, eiförmig, mit gesägtem Rand
  • Apfelfrüchte mit herausragendem Geschmack, fein süß-säuerlich, Farbe grüngelb mit rotorange
  • Erntereife und Genussreife ab September, kaum Fruchtfall, gekühlt lagerfähig bis November
  • Mittelprächtige Erträge, besser durch regelmäßige Auslichtungsschnitte und Frühjahrsdüngung
  • ,Alkmene‘-Äpfel für viele Apfelallergiker geeignet
  • Winterhartes und windresistentes Gehölz
  • Bienenweide und Pollenspender

Malus 'Braeburn'
sehr saftig, aromatisch süß, mittelgroß bis groß
Ernte ab: Oktober

  • Mittelgroße bis große Früchte sind goldgelb und sonnenseits rot gestreift mit hellen Schalenpunkten
  • Äpfel sind Ende Oktober reif für die Ernte
  • Im kühlen Naturlager etwa fünf Monate haltbar
  • Ertrag ist zunächst gering, später dann hoch mit leichter Neigung zur Alternanz
  • Sehr saftig mit süßem Aroma und leichter Säure
  • Benötigt beste Böden und warmes Klima für ein gutes Fruchtwachstum
  • Stark anfällig für Krankheiten

Malus 'Carola'
Quelle:Bahnmoeller, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
saftig, süßaromatisch leichte Säure, mittelgroß bis groß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße bis große Früchte sind zitronengelb und flächig rot marmoriert
  • Äpfel sind Mitte September reif für die Ernte
  • Im kühlen Naturlager etwa zehn Wochen haltbar
  • Sehr saftig mit angenehm süßem, leicht säuerlichem Geschmack
  • Ertrag alterniert nach hohen Ernten, ist insgesamt aber hoch
  • Bevorzugt nährstoffreiche, ausreichend feuchte Böden bis in geschützte, mittlere Lagen
  • Anfällig für Schorf, mittelstark für Feuerbrand, gering für Mehltau
  • Guter Pollenspender
  • Geeignet für Spaliere und Topfbäume

Malus 'Danziger Kantapfel'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
mäßig saftig, angenehme Würze, meist mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße bis große Früchte sind schön rot gefärbt
  • Äpfel erreichen Anfang Oktober Genussreife
  • Spät einsetzender Ertrag ist mittelhoch und regelmäßig
  • Bis Januar im Naturlager haltbar
  • Mäßig Saftig mit säuerlichem Geschmack
  • Anfällig für Mehltau und Schorf
  • Kann bei nicht zu trockenem Boden in allen apfelfähigen Lagen angebaut werden
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Hausgärten und Streuobstwiesen

Malus 'Gala'
Quelle:JoannaTkaczuk/ shutterstock.com
saftig, süß, sehr niedrigem Säuregehalt, mittelgroß
Ernte ab: September - Oktober

Die relativ kleinen Äpfel haben eine hellrote Schale. Zur Reifezeit im September bis Oktober können die Früchte direkt verzehrt werden. Das Fruchtfleisch ist fest und sehr süß im Geschmack. Guter Pollenspender. Eine Lagerung ist bis in den Januar möglich. Bei den im Handel befindlichen Äpfeln der Sorte Gala handelt es sich vorwiegend um die Mutante 'Gala Royal'.

Malus 'Gravensteiner'
Quelle:Diane N. Ennis/ shutterstock.com
saftig, edles Aroma, mittelgroß bis groß
Ernte ab: August

  • Mittelgroße bis große Früchte sind gelb-rot gestreift
  • Äpfel erreichen Genussreife Ende August bis Anfang September
  • Ertrag setzt sehr spät ein und ist meist mittelhoch; mehrjährige Ausfälle nach reicher Ernte möglich
  • Etwa ein bis zwei Monat lang im Naturlager haltbar
  • Sehr saftig mit edlem Aroma
  • Stark anfällig für Mehltau, Schorf, Krebs; mittelstark für Feuerbrand
  • Am besten für feuchte Böden in rauen und hohen Lagen 
  • Durch starken Wuchs nur bedingt empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Holsteiner Cox'
Quelle:dreamblenders.photography/ shutterstock.com
mürbe, würzig, aromatisch, mittelgroß
Ernte ab: Oktober

Malus 'Ingrid Marie'
Quelle:KN/ shutterstock.com
saftig süß, mildaromatisch, leichte Säure, mittelgroß
Ernte ab: September

Die 1910 gezüchtete Sorte trägt mittelgroße Äpfel, die sich zur Reife hin rot färben. Das anfangs saftige Fruchtfleisch weist eine feinsäuerliche Note auf. Die Sorte ist absolut winterhart und übersteht eisige Temperaturen ohne Probleme. Ein regelmäßiger Rückschnitt ist erforderlich.

Malus 'Prinz Albrecht von Preußen'
Quelle:User:MarkusHagenlocher, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
saftreich, angenehm süßsäuerlich, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße bis große Früchte sind hellgelb mit roter Wange
  • Äpfel erreichen Ende September bis Mitte Oktober Genussreife
  • Ertrag ab zweitem Standjahr ist hoch und regelmäßig
  • Bis Dezember im Naturlager haltbar
  • Saftig mit angenehmem süßsäuerlichem Geschmack
  • Guter Pollenspender
  • Auf nährstoffreichen, feuchten Böden bis in raue und hohe Lagen anbaufähig
  • In Tallagen gering anfällig für Schorf und Mehltau
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Reglindis'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
saftreich, süßsäuerlich, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind gelb-rot gestreift
  • Äpfel sind ab Mitte September genussreif
  • Etwas unregelmäßiger Ertrag setzt früh ein
  • Bis Ende Oktober im Naturlager haltbar
  • Saftig mit süß-säuerlichem Geschmack
  • resistent gegenüber Schorf, Mehltau, Feuerbrand und Roter Spinne
  • Kaum Ansprüche an den Standort, bis in mittlere Höhenlagen anbaufähig
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Remo'
Quelle:Manfred Ruckszio/ shuttesrtock.com
süß, fruchtig mit geringer Säure, klein bis mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind karminrot gefärbt
  • Äpfel erreichen Mitte September Genussreife
  • Sehr früh einsetzender und regelmäßiger Ertrag
  • Bis Oktober im Naturlager haltbar
  • Sehr saftig mit säurebetontem, leichtaromatischem Geschmack
  • Schorfresistenz ist durchbrochen, wenig anfällig für Feuerbrand und Mehltau
  • Kaum Ansprüche an den Boden und Klima
  • Empfehlenswert für Hausgärten, aber nur bedingt für Streuobstwiesen

Malus domestica 'Elstar'
Quelle:Helge Klaus Rieder, CC0, via Wikimedia Commons
saftig, süßsäuerlich, mittelgroß
Ernte ab: September - Oktober

  • Die niederländische Züchtung ist seit 1975 auf dem Markt
  • Mittelgroße Früchte sind gelb mit roter Wange
  • Äpfel sind ab Mitte September genussreif
  • Ertrag ist mittelhoch bis hoch und bei jungen Bäumen regelmäßig; später dann alternierend
  • Bis Ende Oktober im Naturlager haltbar
  • Sehr saftig mit kräftigem Aroma und feinsäuerlichem Geschmack
  • Am besten für nährstoffreiche, feuchte Böden in warmen und mittleren Lagen 
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Winteräpfel - von Boskoop bis Pilot

Äpfel im Winter
Quelle: Piotr Wawrzyniuk/shutterstock.com

Winteräpfel werden im Oktober und November geerntet. Typischerweise sind Winteräpfel nicht für den sofortigen Verzehr geeignet. Die volle Genussreife erzielen sie erst nach einigen Wochen Lagerzeit ab Dezember. Daher bezeichnet man Winteräpfel auch als Lageräpfel. Bekannte Sorten sind Boskoop, Golden Delicious und Gloster.

Malus 'Berlepsch'
Quelle:Worldlover/ shutterstock.com
hocharomatisch mit edler Säure, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind rötlichgelb und sonnenseits rot gestreift
  • Äpfel erreichen Ende September Genussreife
  • Früh einsetzender Ertrag alterniert jährlich zwischen hohen und komplett ausfallenden Ernten
  • Im kühlen Naturlager etwa sechs Monate haltbar
  • Sehr saftig und hocharomatisch mit edler Säure
  • Benötigt nährstoffreiche, genügend feuchte Böden in geschützter Lage
  • Stark anfällig für Feuerbrand, mittelstark für Schorf und Mehltau
  • Guter Pollenspender
  • Eingeschränkt empfehlenswert für Gärten, schwach wachsende Unterlagen nötig

Malus 'Boskoop'
Quelle:marina kuchenbecker/ shutterstock.com
weinsäuerlich, süß, gutes Aroma, groß bis sehr groß
Ernte ab: September

  • Große bis sehr große Früchte sind gelbgrün mit oranger Deckfarbe
  • Äpfel erreichen Ende September Erntereife
  • Spät einsetzender Ertrag ist alternierend und insgesamt nur unterdurchschnittlich
  • Im kühlen Naturlager etwa fünf Monate haltbar
  • Saftig mit weinsäuerlichem Geschmack und hohem Zuckergehalt
  • Bevorzugt nährstoffreiche Böden bis in mittlere Höhenlagen
  • Stark anfällig für Schorf, gering für Feuerbrand
  • Anbau im Garten nur auf schwachwachsenden Unterlagen möglich

Malus 'Brettacher Gewürzapfel'
Quelle:Manfred Ruckszio/ shutterstock.com
herbe Würze mit erfrischender Säure, groß
Ernte ab: Oktober - November

Die meist nur 'Brettacher' genannte Sorte wird hauptsächlich in Süddeutschland als Hochstamm kultiviert. Die sehr großen, flachen Äpfel haben eine gelblich-weiße Grundfarbe und eine rote bis braunrote Deckfarbe. Das saftige Fruchtfleisch schmeckt erfrischend säuerlich. Die Sorte wird gerne in Hausgärten gepflanzt. Ungeeignet als Befruchter. Geringe Anfälligkeit für Schorf und Mehltau.

Malus 'Cox Orange'
Quelle:BlackSoulChoir/ shutterstock.com
saftig mit edlem Aroma, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind gelb und sonnenseits rot gestreift
  • Äpfel sind Ende September reif für die Ernte
  • Im kühlen Naturlager etwa vier Monate haltbar
  • Saftig mit wenig Säure und edlem Aroma
  • Früh einsetzender Ertrag ist mittelhoch
  • Benötigt humus- und nährstoffreiche, ausreichend feuchte Böden in warmen Lagen mit hoher Luftfeuchtigkeit
  • Stark anfällig für Feuerbrand, Schorf und Mehltau
  • Guter Pollenspender
  • durch hohe Ansprüche nur bedingt für Gärten zu empfehlen

Malus 'Golden Delicious'
Quelle:Kristen Prahl/ shutterstock.com
saftig mit gutem Aroma, mittelgroß bis groß
Ernte ab: Oktober

Aus den USA stammende Sorte, die seit 1914 in Deutschland im Handel ist. Die großen Äpfel haben eine grüngelbe Farbe. Das Fruchtfleisch ist saftig-süß und aromatisch. Guter Pollenspender. Nach der Ernte Mitte bis Ende Oktober können die Früchte gleich verzehrt werden. Eine Lagerung ist ohne Kühllager bis Februar möglich.

Malus 'Goldparmäne'
Quelle:Helge Klaus Rieder, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
saftig, mäßig süß, nußartig, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Kleine, goldgelbe Früchte, die rötliche Streifen aufweisen
  • Ab September geerntet werden
  • Genussreif ab Oktober, nach kurzer Einlagerung
  • Fruchtfleisch schmeckt süß-säuerlich mit nussigem Aroma
  • Liebt einen sonnigen Platz und eignet sich für Hausgärten oder Streuobstwiesen
  • Seit 1510 in der Normandie in Kultur stehende Winterapfelsorte
  • Mäßig anfällig für Schorf und Mehltau, aber anfällig für Obstbaumkrebs
  • Bevorzugt geschützte Lagen
  • Gut lagerfähig

Malus 'Granny Smith'
Quelle:Lester Balajadia/ shutterstock.com
saftig, säuerlicher Geschmack, mittelgroß
Ernte ab: Oktober

Der Klassiker unter den grünen Apfelsorten wurde im vorletzten Jahrhundert in Australien entdeckt. Die mittelgroßen Früchte haben eine leicht fettige Schale und schmecken feinsäuerlich. Guter Pollenspender. Geerntet wird ab Ende Oktober, genussreif sind die Äpfel ab Januar.

Malus 'Idared'
Quelle:Michael Dubenetsky/ shutterstock.com
saftig, süßlich, mittel bis groß
Ernte ab: Oktober

  • Mittelgroße Früchte mit leuchtend roter Färbung
  • Äpfel erreichen ab Februar Genussreife
  • Früh einsetzender Ertrag ist regelmäßig und hoch
  • Bis Mai im Naturlager haltbar
  • Saftig mit frisch-säuerlichem Geschmack
  • Stark anfällig für Schorf, Mehltau und Feuerbrand
  • Guter Pollenspender
  • Bevorzugt nährstoffreiche Böden in warmen Lagen
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Jonagold'
Quelle:Johann Jaritz, CC BY-SA 3.0 AT, via Wikimedia Commons
süß, mildsäuerlich, mittelgroß bis groß
Ernte ab: Oktober

Die Sorte entstand um 1953 in den USA (Geneva)) und befindet sich seit 1968 auf dem Markt. Die großen Früchte sind bei der Reife gelb und sonnenseits rot. Das Fruchtfleisch schmeckt süß-saftig und aromatisch. Schlechter Pollenspender. Wächst optimal auf nährstoffreichen, tiefgründigen Böden.

Malus 'Kaiser Wilhelm'
Quelle:Manfred Ruckszio/shutterstock.com
mäßig saftig, weinsäuerlich, groß
Ernte ab: September

Malus 'Pilot'
Quelle:Simon Groewe/ shutterstock.com
trocken, kräftig, süßsäuerlich, aromatisch, mittelgroß
Ernte ab: Oktober

Die mittelgroßen, leuchtend-orangeroten Äpfel dieser Sorte sind zinnoberrot und schmecken spritzig süßsäuerlich. Die Ernte kann ab Ende September beginnen. Guter Pollenspender. Aufgrund ihrer Anspruchslosigkeit und Widerstandfähigkeit kann die Sorte sehr gut im Hausgarten kultiviert werden. Als Hochstamm ist die Sorte nicht geeignet.

Malus 'Pinova'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
saftig, süßsäuerlich, gutes Aroma, mittelgroß
Ernte ab: Oktober

Malus 'Reanda'
Quelle:Simon Groewe/ shutterstock.com
saftig, süßsäuerlich mit feinem Aroma, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind goldgelb mit kräftig roter Deckfarbe
  • Äpfel erreichen Anfang Oktober Genussreife
  • Früh einsetzender Ertrag ist hoch und regelmäßig
  • Bis Januar im Naturlager haltbar
  • Saftig mit angenehmem, süßsäuerlichem Geschmack
  • Widerstandsfähig gegen Feuerbrand und Schorf, aber anfällig für Mehltau
  • Kann in allen apfelfähigen Lagen angebaut werden
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Regine'
Winterapfel 'Regine'

Die Winterapfelsorte trägt gelbe, blassrote und teils dunkelrote Früchte mit süß-säuerlichem Geschmack. Der Standort muss vor Wind geschützt sein. Ansonsten ist die Sorte sehr anspruchslos und robust. Widerstandsfähig gegen Schorf.

Malus 'Rewena'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
saftig, angenehmes Aroma, herb, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind orange-rot verwaschen
  • Äpfel erreichen Ende September Genussreife
  • Früh einsetzender Ertrag ist hoch und regelmäßig
  • Bis Februar im Naturlager haltbar
  • Saftig mit angenehmem herb-säuerlichem Geschmack
  • Für nährstoffreiche Böden in mittleren und rauen Lagen
  • Guter Pollenspender
  • Schorfresistenz ist durchbrochen, widerstandsfähig gegen Mehltau und Feuerbrand
  • Empfehlenswert für Streuobstwiesen

Weihnachtsäpfel - die Top-Sorten für die Weihnachts-Deko

Für das Dekorieren in der Weihnachtszeit sind rote Apfelsorten sehr begehrt. Zu den klassischen Weihnachtsäpfeln zählen Rote Sternrenette, Danziger Kant und Roter Eiserapfel.

Resistente Apfelsorten - widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Schädlingen

Apfel - Mehltau
Quelle: Tomasz Klejdysz/shutterstock.com

Bei der Züchtung neuer Apfelsorten wird auf eine möglichst hohe Resistenz gegen bestimmte Schaderreger geachtet. Der Markt bietet heute Apfelsorten, die gegen Echten Mehltau, Schorf , Feuerbrand und Spinnmilben resistent sind. Alte Sorten sind nicht in jedem Fall resistenter als die Tafeläpfel aus dem Supermarkt. Auch hier gibt es Sorten, die sehr anfällig für Schorf oder Echten Mehltau sind.

Bei der Auswahl resistenter Apfelsorten für den Hausgarten seid ihr mit den sogenannten RE-Sorten auf der sichereren Seite. Die Buchstaben RE am Anfang der Sortennamen stehen hier für resistent. RE-Sorten sind nachweislich mehrfach resistent gegen Schaderreger.

Malus 'Reanda'
Quelle:Simon Groewe/ shutterstock.com
saftig, süßsäuerlich mit feinem Aroma, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind goldgelb mit kräftig roter Deckfarbe
  • Äpfel erreichen Anfang Oktober Genussreife
  • Früh einsetzender Ertrag ist hoch und regelmäßig
  • Bis Januar im Naturlager haltbar
  • Saftig mit angenehmem, süßsäuerlichem Geschmack
  • Widerstandsfähig gegen Feuerbrand und Schorf, aber anfällig für Mehltau
  • Kann in allen apfelfähigen Lagen angebaut werden
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Regine'
Winterapfel 'Regine'

Die Winterapfelsorte trägt gelbe, blassrote und teils dunkelrote Früchte mit süß-säuerlichem Geschmack. Der Standort muss vor Wind geschützt sein. Ansonsten ist die Sorte sehr anspruchslos und robust. Widerstandsfähig gegen Schorf.

Malus 'Reglindis'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
saftreich, süßsäuerlich, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind gelb-rot gestreift
  • Äpfel sind ab Mitte September genussreif
  • Etwas unregelmäßiger Ertrag setzt früh ein
  • Bis Ende Oktober im Naturlager haltbar
  • Saftig mit süß-säuerlichem Geschmack
  • resistent gegenüber Schorf, Mehltau, Feuerbrand und Roter Spinne
  • Kaum Ansprüche an den Standort, bis in mittlere Höhenlagen anbaufähig
  • Guter Pollenspender
  • Empfehlenswert für Hausgärten

Malus 'Remo'
Quelle:Manfred Ruckszio/ shuttesrtock.com
süß, fruchtig mit geringer Säure, klein bis mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind karminrot gefärbt
  • Äpfel erreichen Mitte September Genussreife
  • Sehr früh einsetzender und regelmäßiger Ertrag
  • Bis Oktober im Naturlager haltbar
  • Sehr saftig mit säurebetontem, leichtaromatischem Geschmack
  • Schorfresistenz ist durchbrochen, wenig anfällig für Feuerbrand und Mehltau
  • Kaum Ansprüche an den Boden und Klima
  • Empfehlenswert für Hausgärten, aber nur bedingt für Streuobstwiesen

Malus 'Retina'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 2.0 DE, via Wikimedia Commons
süß-säuerlich, feines Aroma, groß
Ernte ab: August - September

Sommerapfelsorte mit großen, rotgelben Früchten, die zur Reife hin stark gerötet sind. Das Fruchtfleisch hat einen süß-säuerlichen Geschmack mit feinem Aroma. Guter Pollenspender. Die Sorte ist sehr robust und widerstandsfähig und eignet sich daher gut für den naturnahen Hausgarten.

Malus 'Rewena'
Quelle:Sven Teschke, CC BY-SA 3.0 DE, via Wikimedia Commons
saftig, angenehmes Aroma, herb, mittelgroß
Ernte ab: September

  • Mittelgroße Früchte sind orange-rot verwaschen
  • Äpfel erreichen Ende September Genussreife
  • Früh einsetzender Ertrag ist hoch und regelmäßig
  • Bis Februar im Naturlager haltbar
  • Saftig mit angenehmem herb-säuerlichem Geschmack
  • Für nährstoffreiche Böden in mittleren und rauen Lagen
  • Guter Pollenspender
  • Schorfresistenz ist durchbrochen, widerstandsfähig gegen Mehltau und Feuerbrand
  • Empfehlenswert für Streuobstwiesen

Weitere Informationen findest du in unserer Liste "Apfelsorten und deren Anfälligkeit für Krankheiten".

Apfelsorten für Allergiker - die Polyphenole machen den Unterschied

Allergiegeplagte reagieren oft allergisch auf Apfelsorten aus dem Supermarkt. Schwellungen von Mund und Rachen sowie Juckreiz sind häufig genannte Symptome. Besonders viele Allergene sind in den neueren Apfelsorten enthalten. Gängige Apfelsorten wie Gala, Jonagold oder Golden Delicious haben einen hohen Allergen-Anteil. Allergologen erklären den hohen Allergen-Anteil von Tafeläpfeln damit, dass durch Züchtungen der Polyphenolgehalt reduziert wurde, um süßere Früchte zu erzielen und das Braunwerden der Früchte nach dem Aufschneiden zu verhindern. Damit verringerte sich jedoch gleichzeitig die Verträglichkeit der Sorten. Alte Apfelsorten mit hohem Polyphenolgehalt sind leichter verdaulich und führen deutlich seltener zu Allergien.

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in Lemgo stellt eine laufend aktualisierte Liste mit Apfelsorten im Internet zur Verfügung, die für Apfelallergiker verträglich sind. Zu diesen Sorten zählen unter anderem:

  • Alkmene
  • Altländer Pfannkuchenapfel
  • Berlepsch ('Goldrenette Freiherr von Berlepsch')
  • Boskoop ('Schöner aus Boskoop')
  • Finkenwerder Herbstprinz
  • Goldparmäne
  • Pilot
  • Roter Boskoop
  • Gravensteiner
  • Rubinette
  • Santana
  • Weißer Winterglockenapfel
  • Weißer Klarapfel

Zum Backen geeignete Apfelsorten

Stück Apfelkuchen
Quelle: Lesya Dolyuk/shutterstock.com

Wichtig für einen Backapfel ist die Säure, da sie die das Apfelaroma gut zur Geltung bringt. Zu wässrig darf ein Backapfel nicht sein, damit der Kuchenteig nicht zu feucht wird. Als Backäpfel kommen besonders die folgenden Sorten in Betracht: 'Boskoop', 'Berlepsch', 'Braeburn', 'Elstar' und 'Jonagold'. Ein 'Golden Delicious' kann ebenfalls sehr gut zum Backen verwendet werden. 'Cox Orange', 'Gravensteiner' und 'Jonagold' können auch gut verwendet werden.

Apfelsorten mit langer Lagerfähigkeit

Unter optimalen Bedingungen lassen sich viele Apfelsorten mehrere Monate lagern. Nur Winteräpfel lassen sind lange lagern. Wichtig ist dabei der richtige Erntezeitpunkt. Die Äpfel sollten nicht zu spät im Herbst geerntet werden, damit sie noch genügend Stärke zum Nachreifen enthalten. Bei der Lagerung wandelt sich die restliche Stärke in Zucker um. Als optimale Lagertemperatur gelten drei bis zehn Grad.

Gute Lageräpfel sind unter anderem:

  • Boskoop
  • Goldparmäne
  • Freiherr von Berlepsch
  • Kaiser Wilhelm
  • Ontario
  • Rote Sternrenette
  • Schöner von Nordhausen
  • Topaz

Apfelbäume für den Balkon

Auf schwach wachsenden Unterlagen gedeihen viele Apfelsorten problemlos auch in großen Töpfen und Kübeln. Beliebte Zwergapfelsorten für Balkon und Terrasse sind 'Galina' und 'Sally'. Beide erreichen eine maximale Höhe von 150 cm. Die selbststerile 'Galina' liefert knackige, süße Früchte. Die Früchte der schorfresistenten Sorte 'Sally' schmecken leicht süßlich.

Als Alternative zu Zwergapfelsorten bieten sich Säulenapfelbäume (z.B. Sorte 'Bolero') an, also besonders schwachwüchsige Sorten mit extrem schlankem Wuchs.

Entdecke unsere fantastische Auswahl an Obstpflanzen für den Balkon.

Tipp: Auch auf dem Balkon benötigen Apfelbäume einen gleichzeitig blühenden Partnerbaum, um Früchte anzusetzen. Am besten stellt ihr zwei Töpfe mit Apfelbäumchen nebeneinander.

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