Ratgeber

Thuja - ökoligischer Wert


Kurz gesagt: Es gibt ökologisch interessantere Alternativen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Thuja occidentalis bei uns in Mitteleuropa nicht heimisch ist, sondern aus Nordamerika stammt: Ihre normalen Interaktionspartner in Flora und Fauna fehlen in unseren Breiten.

  • Für Insekten ist die Thuja uninteressant (mit Ausnahme von einigen Schadinsekten, siehe dazu unseren Pflegeratgeber Thuja), da ihre kleinen unscheinbaren Blüten keinen Nektar bilden und sich wie alle Nadelbäume bei der Bestäubung auf den Wind verlassen. 
  • Blüten, Früchte und Samen wie auch die Blätter sind giftig und nur für einige wenige Nahrungsspezialisten genießbar.
  • Als Vogelnährgehölz ist Lebensbaum ebenso unbrauchbar wie als Vogelschutzgehölz – die Hecken sind mit ihren dichtstehenden Ästen so kompakt, dass sich nur selten ein Piepmatz darin verirrt und erst recht nicht auf die Idee kommt, dort ein Nest zu bauen.
  • Unter einer Thujahecke gibt es keinen Unterwuchs, sodass hier weder Kleintiere verstecken noch laubzersetzende Insekten und Pilze ansiedeln.

Alternativen zur Thuja gibt es zuhauf, vor allem wenn es um das Pflanzen einer Hecke geht: 

Eibe
Eibe

ist robust und immergrün. Die heimische Konifere wächst deutlich langsamer und muss kaum geschnitten werden; zudem ist der Frühblüher eine ausgezeichnete Bienenweide und ein wertvolles Vogelnährgehölz. 

Liguster
Liguster

ist nur sommergrün, verliert aber erst spät im Jahr seine Blätter und verträgt auch einen kräftigen Rückschnitt. Das Laubgehölz liefert Nahrung für Wildbienen, Schmetterlinge und ihre Raupen und bietet Vögeln Nistplatz und Winterfutter. </div>

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