Thuja pflegen und düngen
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Ratgeber

Thuja pflegen und düngen


Thujahecken sind winterhart; wenn sie braun werden liegt das meistens an einem Pflegefehler und selten an Krankheiten oder Schädlingen. Wichtig bei der Pflege ist vor allem, den Boden gleichmäßig feucht zu halten und regelmäßig, aber vorsichtig zu schneiden. Bei Thuja in Topf oder Kübel gelten einige zusätzliche Regeln.

Welche Pflege braucht Thuja?

Thuja ist pflegeleicht, solange Du auf folgende Punkte achtest:

  • Bei einer Thuja ist ein regelmäßiger Schnitt wichtig, vor allem bei einer Hecke, weniger bei einem Solitär oder einem Lebensbaum im Kübel oder Topf. Siehe dazu auch unseren Ratgeber Thuja schneiden.
  • Welche Erde sie braucht, welche Standorte geeignet sind, wie man sie ein- oder umpflanzt und vermehrt erfährst Du im Ratgeber Thuja pflanzen.
  • Eine Thuja im Topf zu pflegen ist etwas aufwändiger als im Garten:
    • Kübelpflanzen von Kugelthuja oder Zwergthuja musst Du meistens alle zwei oder drei Jahre umtopfen. Wenn das Pflanzgefäß zu klein geworden ist wachsen die Bäumchen nicht mehr richtig. Näheres kannst Du ebenfalls im Ratgeber Thuja pflanzen nachlesen.
    • Im Topf musst Du Thuja regelmäßig gießen: In Anbetracht der beengten Verhältnisse wird der Wurzelballen vor allem an heißen Sommertagen schnell trocken - das mögen die Pflanzen ebenso wenig wie stehende Nässe.
    • Fürs Düngen gilt ähnliches: Beim Gießen gehen regelmäßig viele Nährstoffe verloren, indem sie mit dem überschüssigen Wasser ablaufen. Daher musst Du hier auf eine regelmäßige Nährstoffversorgung achten.
    • Ist die Thuja als Kübelpflanze mit der Zeit zu groß geworden ist ein Rückschnitt nicht mehr angebracht – den verträgt sie nur schlecht. Dann solltest Du sie lieber in den Garten verpflanzen.

Wie oft muss man Thuja gießen?

Kommt aufs Wetter und den Boden an. Gerade im Sommer trocknet eine gut durchlässige Erde, wie die Thuja sie mag, schnell aus. Das musst Du rechtzeitig mit durchdringendem Gießen verhindern, denn Trockenheit verträgt der Lebensbaum nur schlecht. Das Substrat sollte immer gleichmäßig feucht bleiben. Staunässe darf es aber ebenso wenig geben, denn dann verfaulen unweigerlich die Wurzeln.

Du kannst das Austrocknen des Wurzelballens verlangsamen, indem Du bei einer Thujahecke oder einem Solitär eine ordentliche Portion Mulch um die Pflanzen anhäufelst.

Warum wird meine Thuja braun?

trockene Thuja-Pflanze
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trockene Thuja-Pflanze

Da kommen mehrere Möglichkeiten in Frage:

  • Braun im Sinne von kahl? Da dürfte etwas beim Schnitt schiefgelaufen sein. Schau doch mal in unseren Ratgeber Thuja schneiden, ob Du wirklich alles richtig gemacht hast.
  • Wie ebenfalls im Schnittratgeber beschrieben tritt die braune Verfärbung auch nach dem Schneiden bei heißem und trockenem Wetter auf. Den Erziehungs- oder Erhaltungsschnitt solltest Du daher im Sommer lieber auf ein paar weniger sonnige Tage verschieben.
  • Bei der Wildart von Thuja occidentalis ist es vollkommen normal, dass sich die Nadeln im Herbst bräunlich verfärben und insbesondere im Inneren einer Hecke viele davon abfallen. Daher pflanzt man gerne Sorten wie ‚Smaragd‘ oder ‚Columna‘, die auch im Winter ihre frische grüne Farbe behalten.
  • Falls auch solche Thuja-Sorten braun werden handelt es sich fast immer um einen Pflegefehler – vor allem infolge von Wassermangel. Das erkennt man daran, dass sich die Nadeln von den Spitzen her verfärben. Umso wichtiger ist gerade im Sommer ein regelmäßiges Gießen. Mulch auf den Wurzeln sorgt dafür, dass der Boden das Wasser länger halten kann.
  • Wenn das alles ausscheidet sind vermutlich Krankheiten oder Schädlinge die Ursache dafür, dass die Thuja braun wird. Meistens stecken Pilze dahinter - siehe dazu auch den Abschnitt Schädlinge und Krankheiten.

Welcher Dünger für Thuja?

Thuja occidentalis und ihre zahlreichen Sorten sind recht genügsam und stellen keine besonderen Ansprüche an den Boden, der in erster Linie gut durchlässig sein sollte (siehe auch Ratgeber zum Thema Thuja pflanzen). Sie haben einen nur geringen Nährstoffbedarf, den Du gelegentlich mit etwas Dünger unterstützen kannst. Wichtig beim Düngen von Lebensbaum:

  • Die beste Zeit für eine Düngergabe ist das Frühjahr und der Sommer, wenn die Thuja am stärksten wächst.
  • Verwenden vorzugsweise einen organischen Dünger wie reifen Kompost oder Mist, dem Du auch einige Hornspäne untermischen kannst. Letztere zerfallen nur langsam und geben dabei kontinuierlich Nährstoffe ab.
  • Mineralischen Dünger wie Blaukorn und besonders stickstoffhaltigen Dünger vermeidest Du besser; vor allem ein Übermaß an Nitrat führt dazu, dass die Bäumchen vergeilen und empfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingen werden.
  • Zur Not tut es auch ein spezieller Koniferendünger. Er enthält weniger Kalium und Phosphor, dafür aber mehr Magnesium und Eisen, die für grüne Nadeln wichtig sind. Allerdings auch reichlich Stickstoff – daher nur sparsamst verwenden.
  • Thuja im Topf oder Kübel, zumeist Kugel-Thuja und Zwerg-Thuja, musst Du öfter düngen als eine Lebensbaumhecke im Freiland: Durch das ablaufende Gießwasser gehen regelmäßig viele Nährstoffe verloren, die gegebenenfalls ersetzt werden müssen.

Ist Thuja winterhart?

Thuja im Winter
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Thuja im Winter

In unseren Breiten ist der Lebensbaum vollkommen frosthart – er verträgt Temperaturen bis zu -28 °C, entsprechend Winterhärtezone (WHZ) 5a. Nicht unbedingt ein Wunder, denn Thuja ist zwar nicht einheimisch, stammt aber aus Nordamerika und wächst dort in einer Klimazone, die der von Mitteleuropa weitestgehend ähnelt. Entsprechendes gilt auch für die zahlreichen im Handel erhältlichen Sorten.

Vor allem bei einer Thuja-Hecke musst Du im Winter auf kalte austrocknende Winde achten – sie steht des Öfteren besonders exponiert, weil man sie gerne als Windschutz und Sichtschutz pflanzt. Wegen der immergrünen Nadeln geht an sonnigen, kalten und zugleich windigen Tagen viel Wasser verloren; dann musst Du gegebenenfalls auch im Winter mit der Gießkanne anrücken, denn auch in der kalten Jahreszeit solltest Du den Boden gleichmäßig feucht, aber ohne stehende Nässe halten.

Ähnliches gilt für Thuja im Kübel oder Topf. Die kannst Du im Winter problemlos auf Balkon und Terrasse stehenlassen, aber sie dürfen auch hier weder vollkommen austrocknen noch zu nass gehalten werden. Selbst der winterharte Lebensbaum ist not amused, wenn seine Wurzeln in einem Eisblock erstarren. Daher solltest Du ihn auch nur an frostfreien Tagen gießen, ansonsten gefriert das Wasser und steht ihm ohnehin nicht zur Verfügung.

Schädlinge und Krankheiten bei Thuja

braune Stellen am Thuja
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braune Stellen am Thuja

Wenn eine Thuja braun wird liegt das meistens eher an einem zu trockenen Boden als an Pilzen und ungebetenen Krabblern. Letztlich sorgt zu viel Trockenheit aber auch dafür, dass der Lebensbaum besonders anfällig für solche ungebetenen Gäste wird.

  • Thuja ist anfällig für Blattläuse und Schildläuse, die sich vor allem an den frischen zarten Trieben zu schaffen machen.
  • Thuja-Prachtkäfer (Palmar festiva), auch Grüner Wacholder-Prachtkäfer genannt breitet sich aktuell in Süddeutschland aus; ursprünglich stammt er aus der Mittelmeerregion. Mit ihren metallisch gelbgrün glänzenden Flügeldecken und leuchtend blauen Flecken sind die etwa einen Zentimeter langen Käfer unverkennbar. Ihre Larven entwickeln sich ähnlich wie beim Borkenkäfer unter der Rinde und hinterlassen nach zwei Jahren Entwicklung ovale Ausbohrlöcher in der Rinde.
  • Wacholderbock (Phymatodes glabratus) befällt nicht nur den namensgebenden Wacholder, sondern auch Thujen. Die ausgewachsenen Käfer sind bisher bei uns noch eher selten; sie werden bis zu einem Zentimeter lang und fallen durch ihren braun-metallischen Glanz auf. Durch die Fraßtätigkeit der Larven bricht die Rinde auf und die befallenen Äste sterben ab.
  • Thujen-Miniermotten (Agryrethia thuiella) sind nur etwa sechs Millimeter große Nachtfalter mit braunen grau gepunkteten Flügeln. Die Larven fressen sich durch das Innere der Blätter, sodass die betroffenen Äste braun werden. Sie brechen leicht ab und sind vor allem unschön, junge Pflanzen gehen mitunter ein.
  • Phytophtora-Fäule tritt vor allem bei zu feuchtem Stand an den Wurzeln auf und lässt die ganze Thuja zugrunde gehen.
  • Kabatina-Triebsterben wird durch den Pilz Kabatina thujae verursacht und befällt auch andere Zypressengewächse. Er tritt vor allem bei nassen Böden mit zu wenig Calcium und Magnesium auf. Gefährlich ist er vor allem für Jungpflanzen, die bei Befall absterben können.
  • Thuja-Nadelbräune wird durch den Pilz Didymascella thujina hervorgerufen. Man erkennt sie an braun verfärbten Jungtrieben, die wie verbrannt aussehen. Starker Befall lässt vor allem im unteren Bereich von Hecken ganze Triebe vertrocknen.
  • Baumkrebs in Form von Geschwüren an der Rinde lassen sich meist auf Coryneum cardinale (Seiridium cardinale) zurückführen, einen aggressiv wachsenden Pilz, der an Zypressengewächsen wie der Thuja ganze Äste zum Absterben bringt.

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