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Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Wichtige Insekten-pflanze

Wiesen-Wachtelweizen

Melampyrum pratense

Das Wichtigste auf einen Blick

heimische Wildform Einjährige Pflanze winterhart Wichtige Raupenfutterpflanze giftig lange Blühzeit
  • Wiesen-Wachtelweizen ist ein einjähriger Halbschmarotzer und kommt in lichten Laub- und Mischwäldern vor, somit ist der Name nicht zutreffend
  • Besitzt knotenartig geformte Saugorgane an den Wurzeln anderer Pflanzen
  • Kommt fast nicht in Wiesen vor
  • Ab Mai bis August erscheinen gelbe, lichtwendige Blütentrauben mit lanzettlich grünen Deckblättern
  • Bildet zweispaltige Kapselfrüchte aus und diese enthalten nur wenige Samen
  • Verbreitung erfolgt durch den Wind und Tiere, zum Beispiel durch Ameisen
  • Wächst auf mäßig trockenen, humosen, durchlässigen, nährstoffarmen Böden
  • Auf kalkhaltige Böden findet man den Wiesen-Wachtelweizen nicht
  • Bestäuber sind vor allem Hummeln, wegen der langen Röhre
  • Die Pflanze ist in allen Teilen schwach giftig, besonders giftig ist der Samen
🏡 Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: frisch
Nährstoffe: nährstoffarmer Boden
PH-Wert: sauer
🌱 Wuchs
Pflanzenart: Einjährige
Wuchs: aufrecht
Höhe: 10 - 50 cm
Breite: 20 - 30 cm
frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
Wurzelsystem: Flachwurzler
🌼 Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenform: traubenförmig
🍃 Laub
Blattfarbe: grün
Blattform: lanzettlich, untere ganzrandig
🐝 Ökologie
Bestandssituation (Rote Liste): häufig
Gefährdung (Rote Liste): ungefährdet
Wildbienen: 1 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge: 2
Raupen: 8 (davon 3 spezialisiert)
Käfer: 1

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🌐 Einheimische Verbreitung

Bitte beachte, dass die angezeigte Verbreitung auf der Karte lediglich als grobe Orientierungshilfe dienen soll. Für eine detailliertere Darstellung und mehr Informationen zur Verbreitung besuche doch gern floraweb.de.

Verbreitung:
häufig
mittel
gering
Höhenlage: planar (<100m1 / <300m)2
bis
subalpin (1000m-1100m1 / 1500m-2500m)2

1 Mittelgebirge / 2 Alpen⁠

ℹ️ Sonstiges
ist giftig: besonders die Samen leicht giftig
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Lippenblütlerartige
Familie: Sommerwurzgewächse
Gattung: Wachtelweizen
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten
Markus Wichert

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Markus Wichert Naturgärtner

Was ist der Wiesen-Wachtelweizen?

Der Wiesen-Wachtelweizen ist eine einjährige Pflanze mit Wuchshöhen von ca. 50 Zentimeter. Er wurzelt flach. Das Laub ist grün.

Die Blüte ist von Mai bis August. Er blüht gelb.

Wiesen-Wachtelweizen ist leicht giftig.

Er hat ein großes Verbreitungsgebiet und ist inzwischen in ganz Deutschland häufig verbreitet. Der Wiesen-Wachtelweizen wächst im Tiefland bis tiefste Hochgebirge.

Wiesen-Wachtelweizen ist laut Roter Liste nicht im Bestand gefährdet.

Wiesen-Wachtelweizen im Garten

Standort

Wiesen-Wachtelweizen favorisiert einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigen bis humosen, nährstoffarmen Boden. Dieser sollte frisch sein. Der Wiesen-Wachtelweizen ist gut frosthart.

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Fotos (2)

Gesamte Pflanze Wiesen-Wachtelweizen
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blüte Wiesen-Wachtelweizen
Quelle: AnRo0002, CC0, via Wikimedia Commons

Wert für Insekten und Vögel

Wiesen-Wachtelweizen ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Schmetterlingsraupen

Wildbienen insgesamt:
0
Nektar und/oder Pollen
Schmetterlinge:
0
Raupen spezialisiert:
0
Raupenarten:
0
Käfer:
0

Wildbienenarten

Schmetterlingsarten

Käfer

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Stand:
04.01.2024