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Wassernuss (Trapa natans)
Quelle: Olena Lesen/shutterstock.com

Wassernuss

Trapa natans

Das Wichtigste auf einen Blick

heimische Wildform Einjährige Pflanze winterhart essbar
  • Die Wassernuss kommt in gemäßigten und subtropischen Zonen Europas, Afrika und Asiens vor
  • Die Pflanze ist in Deutschland vor dem Aussterben bedroht und steht seit 1987 unter Naturschutz
  • Kommt in stehenden Gewässer vor und sie besitzt Blattstiele als Schwimmkörper
  • Fächerförmige Laubblätter schwimmen rosettenartig an der Wasseroberfläche
  • Die unscheinbaren, weißen, radiärsymmetrischen Blüten erscheinen im Juli bis August
  • Die dunkelbraune, harte Frucht mit spitzen Dornen von September bis Oktober dient zum Verankern am Seegrund
  • Gegart ist der weiße Kern in der Frucht essbar und besteht aus 20 % aus Stärke
  • Handelt sich um nektarführende „kleine Trichterblumen“ und es herrscht Selbstbestäubung vor
🏡 Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: humos
Wasser: Wasserpflanze
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
🌱 Wuchs
Pflanzenart: Einjährige
Wuchs: krautig, rosettenförmig
Höhe: 1 - 5 cm
Breite: 5 - 30 cm
frostverträglich: bis -28 °C (bis Klimazone 5)
🌼 Blüte
Blütenfarbe: weiß
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenform: radiärsymmetrisch
🍊 Frucht
Fruchtgröße: hartschalig, kantig
🍃 Laub
Blattfarbe: grün
Blattphase: sommergrün
Blattform: fächer- bis rautenförmig, Rand gezackt
🐝 Ökologie
Bestandssituation (Rote Liste): sehr selten
Gefährdung (Rote Liste): stark gefährdet
Wildbienen: 4 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
🌐 Einheimische Verbreitung

Bitte beachte, dass die angezeigte Verbreitung auf der Karte lediglich als grobe Orientierungshilfe dienen soll. Für eine detailliertere Darstellung und mehr Informationen zur Verbreitung besuche doch gern floraweb.de.

Verbreitung:
häufig
mittel
gering
Höhenlage: planar (<100m1 / <300m)2
bis
kollin (100m-300m1 / 300m-800m)2

1 Mittelgebirge / 2 Alpen⁠

ℹ️ Sonstiges
ist essbar Früchte
Verwendung: Streckmehl für Gebäck
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Myrtenartige
Familie: Weiderichgewächse
Gattung: Wassernuss
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten
Markus Wichert

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Markus Wichert Naturgärtner

Was ist die Wassernuss?

Die Wassernuss ist eine einjährige Pflanze mit Wuchshöhen von ca. 5 Zentimeter. Das Laub von Trapa natans ist grün.

Sie blüht von Juli bis August. Sie blüht weiß.

Die Früchte sind essbar.

Wassernuss ist inzwischen in folgenden Gebieten Deutschlands sehr selten verbreitet: Westdeutschen Tiefland und unterem Weserbergland, Nordostdeutschen Tiefland, Ostdeutschen Tiefland, Mitteldeutschen Tief- und Hügelland, Oberrheingraben und Saarpfälzer Bergland, Südwestdeutschen Bergland, Fränkischen Hügelland, Unterbayerischen Hügel- und Plattenregion, Südlichen Alpenvorland, Bayerischer und Oberpfälzer Wald, Sächsischen Löß- und Hügelland sowie Uckermark und Odertal. Vorwiegend in Höhenstufen von Tiefland bis Hügelland.

Wassernuss ist laut Roter Liste stark gefährdet.

Wassernuss im Garten

Standort

Die Wassernuss benötigt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit humosen, nährstoffreichen Boden. Dieser sollte im/unter Wasser (Wasserpflanze) sein. Die Wassernuss ist gut frosthart.

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Wert für Insekten und Vögel

Wassernuss ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen

Wildbienen insgesamt:
0
Nektar und/oder Pollen

Wildbienenarten

Stand:
24.01.2024