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Späte Ziest-Schlürfbiene

Späte Ziest-Schlürfbiene

Rophites quinquespinosus

Das Wichtigste auf einen Blick

Biene spezialisiert 1 Generationen/Jahr stark gefährdet
  • Das Weibchen der Späten Ziest-Schlürfbiene kann durch ihre Stacheln am Kopf an den Staubbeuteln der Blüten reiben und übertragen gleichzeitig Vibrationen, die im Thorax von der entkoppelten Flugmuskulatur erzeugt werden
  • Mit ihrer 8 bis 10 mm Körperlänge ist diese Biene relativ klein
  • Der Thorax ist gelb gefärbt und behaart
  • Ihr Hinterleib zeigt sich mit hellen Endbinden und im Vorderflügel befinden sich zwei Cubitalzellen
  • Die Mundwerkzeuge sind kurz und die Fühler der Weibchen ebenso, im Gegensatz zu den Männchen, da sind die Fühler lang
  • Liebt trockene, warme Ruderalstellen und Wiesen, die wachsen dürfen
  • Fliegt von Mitte Juni bis Mitte August
  • Sie ernähren sich oligolektisch, an kleinen Blüten der Lippenblütengewächse wie Schwarznessel (Ballota nigra) und Heilziest (Betonica officinalis)
  • Die Biene ist solitär und die Weibchen nisten einzeln oder in kleinen Kolonien auf schütter bewachsenen Flächen
  • Graben Löcher in sandigen bis lehmigen Boden und das Nest besteht aus einem Hauptgang und abzweigenden, kurzen Seitengängen
  • Am Ende der Gänge werden ein bis zwei Brutzellen angelegt und das Nest kann bis zu 10 enthalten
  • Das Weibchen versorgt die Zellen mit Nahrung und verschliesst sie durch Erdpfropfen
  • Im der Brutzelle überwintert die Ruhelarve (Präpuppe) in ihren Kokon im Nest
  • Die Kuckucksbiene (Biastes emarginatus) parasitiert an der Schlürfbiene
Allgemein
Familie: Furchenbienenartige
Gefährdung (Rote Liste): stark gefährdet
Vorkommen: sehr selten
Höhenlagen: planar (<100m1 / <300m)2
bis
kollin (100m-300m1 / 300m-800m)2
Verbreitung: AT, CH, CZ, DE, HU, PL, SK, SL
Nistweise: selbstgegrabene Nester in Sand, Lehm
Parasiten: Filzige Kraftbiene (Biastes emarginatus)
Pollensammelverhalten: spezialisiert
Lebensraum: Magerrasen, Ruderalstellen, Brachflächen, Hecken, Waldsäume, Binnendünen, Weinberge
Biene
Farbe: braunschwarz
Größe Weibchen: 8-10 mm
Größe Männchen: 8-10 mm
Vorkommen:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Larve
Generationen je Jahr: 1

Blütenbesuch

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