Blumenzwiebeln für sonnige und nährstoffreiche Standorte

Blumenzwiebeln für sonnige und nährstoffreiche Standorte
Quelle: Evgeny Haritonov/shutterstock.com

Viele Zwiebel- und Knollenpflanzen sind ausgewiesene Frühblüher – da heißt es zeitig im Jahr parat stehen und möglichst schnell viel Kraft zu tanken, um sich bereits im Sommer zurückziehen und auf Winter und kommendes Frühjahr vorzubereiten. Gerade ihnen sind sonnige und nährstoffreiche Standorte nur recht – sie bieten ausreichend Material und Licht, um in dieser kurzen Vegetationsperiode ausreichend Photosynthese zu betreiben und genügend Vorräte für den Winter anzulegen. Die lagern sie in den Zwiebeln und Knollen, die den Winter wohlgeschützt unter der Erde verbringen. Im Garten pflanzt Du diese am besten im Herbst; die ersten Blüten und Blätter gibt es dann zuverlässig im Folgejahr.

Unsere Empfehlungen

Eranthis hyemalis

Winterling

Glänzende gelbe Blüten mit Halskrause
Frühblüher
nicht heimisch
winterhart
Bienenweide
giftig
Blüte Winterling
Quelle: Holger Krisp, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Unter den Frühblühern ist der Winterling unverkennbar – seine goldgelben schalenförmigen Blüten erscheinen bereits im Januar und zeichnen sich durch eine Halskrause aus zerschlitzten Hochblättern aus, die es so bei keinem anderen Hahnenfußgewächs gibt. Oft erscheinen sie bereits, wenn noch Schnee liegt und kommen erst zum Vorschein, sobald dieser schmilzt. Seine kleinen Knöllchen breiten sich fleißig in der Umgebung aus, und seine reichliche Selbstaussaat sorgt nicht minder flott für die Bildung dichter Bestände. In kleinen Grüppchen oder zusammen mit anderen farbenfrohen Frühblühern kommen die nur bis zu 15 Zentimeter hohen Pflänzchen am besten zur Geltung. Außer in Rasen und Blumenwiese kannst Du ihn auch in Blumenbeete oder in Schalen und Töpfen auf dem Balkon setzen.
Weitere Informationen

Muscari armeniacum

Armenische Traubenhyazinthe

Sonnenanbeter für frische und nährstoffreiche Böden
nicht heimisch
giftig
Bienenweide
winterhart
Frühblüher
Blüte Armenische Traubenhyazinthe
Armenische Traubenhyazinthe: Blüte

Der Name lässt bereits vermuten, dass es sich bei der Armenischen Traubenhyazinthe nicht um eine heimische Pflanze, sondern um einen Südosteuropäer handelt. Hier wächst sie an Waldrändern und trocknen felsigen Hängen. Im April und Mai bieten die für eine Traubenhyazinthe unverkennbaren Blüten reichlich Futter für Insekten; sie weisen ihren Bestäubern mit angenehmem Duft den Weg zur Futterstelle. Mit der Vermehrung geht es nicht ganz so schnell – verglichen mit ihren Verwandten bildet diese Art nur vergleichsweise wenige Tochterzwiebeln. Als Zierpflanze setzt man die Blumenzwiebeln gerne in Rabatten und Blumenbeete oder nutzt sie für Einfassungen. Neben der tiefblauen Wildart gibt es eine Reihe von Sorten, darunter auch weiß blühende.
Weitere Informationen

Tulipa sylvestris

Wilde Tulpe

Wildtulpen: Klein, aber oho!
nicht heimisch
duftende Blüten
schnellwachsend
Frühblüher
Blüte Wilde Tulpe
Wilde Tulpe: Blüte

Wilde Tulpe oder Weinbergstulpe kommt ursprünglich aus Italien und wird schon länger bei uns kultiviert, sodass sie sich stellenweise bereits einbürgern konnte. Ihre hübschen schlichten Blüten sind eine Sensation für Bienen und andere Insekten, und ihre Bestände werden dank fleißig gebildeter Samen und Tochterzwiebeln schnell größer. In kleinen Gruppen gepflanzt sieht sie gleich viel attraktiver aus, auch wenn die Blüten nicht ganz so mächtig ausfallen wie die einer Gartentulpe. Viel Sonne und reichlich Nährstoffe im Boden weiß sie zu schätzen, nur allzu nass darf der nicht sein, denn Staunässe lässt die Blumenzwiebeln schnell verfaulen.
Weitere Informationen

Weitere Pflanzen

Colchicum autumnale

Herbstzeitlose

Zeitlos herbstlich
giftig
Herbstblüher
Bienenweide
lange blühend
winterhart
Blüte Herbstzeitlose
Quelle: Meneerke bloem, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Herbstzeitlose findet man in der freien Wildbahn häufig in herbstlichen Wiesen, wo ihre an Krokusse erinnernden, aber wesentlich größeren Blüten das erste auffällige Signal ihrer Anwesenheit darstellen. Zuvor hat sie fleißig in ihren aus dem Vorjahr reifenden Kapseln Samen gebildet und ihre Zwiebel mit ausreichend Zuckern aus der Photosynthese aufgefüllt, sodass sie nun auf Bestäuber warten und sich bis zum folgenden Jahr zurückziehen kann. Der Boden sollte für die Herbstzeitlose frisch und nährstoffreich sein, und reichlich Wärme und Sonne weiß sie dort zu schätzen. Nur auf ihre Giftigkeit solltest Du achten, mit Kleinkindern und Hund oder Katze im Haushalt solltest Du sie nicht unbedingt in Kübeln auf dem Balkon pflanzen.
Weitere Informationen
1 Sorte entdecken

Scilla non-scripta

Hasenglöckchen

Dekorative kleine (Hasen-)Glöckchen
heimisch
giftig
Frühblüher
polsterbildend
Blüte Hasenglöckchen
Quelle: AnemoneProjectors, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein nährstoffreicher Boden ist Grundvoraussetzung für das Gedeihen des hübschen Hasenglöckchens, das zudem auch gleichmäßige Feuchtigkeit benötigt. Dagegen sind die Lichtverhältnisse relativ gleichgültig – es kommt mit der prallen Sonne ebenso klar wie mit Schatten oder Halbschatten. Besonders beliebt ist es als Unterpflanzung von Hecken und Gesträuch, wo es innerhalb kurzer Zeit ansehnliche Bestände bildet und mit genug Wasser und Wärme viele seiner unverwechselbaren Blüten hervorbringt. Als Frühblüher lässt es sich dort auch gut mit anderen Kollegen wie Narzissen oder Primeln zusammen kombinieren. Weitere Informationen