Blumenzwiebeln für feuchte Standorte

Blumenzwiebeln für feuchte Standorte
Quelle: MinttuFin/shutterstock.com

Die meisten Blumenzwiebeln und Knollenpflanzen bevorzugen einen eher trockenen Standort, aber einige fühlen sich auf feuchten und wenig durchlässigen Böden am wohlsten. Rechtzeitig im Herbst gepflanzt sorgen sie im Folgejahr für bunte Blütenpracht an Stellen, die vielen anderen Gartenpflanzen viel zu feucht wären.

Damit sind sie prädestiniert für feuchtnasse bis sumpfige naturnahe Wiesen, Blumenbeete oder den Teichrand und Wassergarten. Hier fallen die dauerhaften Stauden vor allem mit bunten Farben und ungewöhnlichem Blattwerk auf. Einige davon kommen sogar mit schattigen Standorten zurecht und/oder bilden in kurzer Zeit große Bestände, die dichte Blütenteppiche hervorbringen. In feuchten Rasen unter Bäumen, wo oft sonst nur noch Moos gedeiht, bieten sie noch ein paar bunte Farbtupfer und lassen sich gut mit anderen Blumenzwiebeln für feuchte Böden kombinieren.

Einige davon blühen auch recht zeitig im Jahr – als Frühblüher liefern sie mit ihrem Pollen und Nektar den langsam erwachenden Bienen und anderen Insekten erste Nahrung. Viel tun musst Du dafür nicht: Die meisten Blumenzwiebeln für feuchte Standorte kannst Du nach dem Pflanzen gerne vernachlässigen, ohne dass sie besonders viel Pflege bräuchten.

Unsere Empfehlungen

Narcissus poeticus

Dichter-Narzisse

Vielfältig einsetzbar
heimisch
Schnittblume
anspruchslos
giftig
insektenfreundlich
Blüte Dichter-Narzisse
Quelle: Ole Schoener/ shutterstock.com

Die Dichter-Narzisse braucht einen eher feuchten, aber leichten Boden mit Sonne oder Halbschatten. Man kann sie ebenso gut als Unterpflanzung von Bäumen und Sträuchern nutzen wie auch in nicht zu trockenen Staudenrabatten und Blumenbeeten. Der Frühblüher ist auch eine beliebte Schnittblume für die Vase, die mit ihren außergewöhnlichen weiß-gelb-roten Blüten unverkennbar ist. Beim Schneiden sollte man allerdings auf den giftigen Saft achten, denn der kann Hautreizungen und Allergien hervorrufen.
Weitere Informationen
2 Sorten entdecken

Scilla siberica

Sibirischer Blaustern

Guter Kombinationspartner
nicht heimisch
giftig
Frühblüher
Bienenweide
schnelle Vermehrung
Blüte Sibirischer Blaustern
Quelle: Kor!An (?????? ??????), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Sibirischer Blaustern eignet sich gut zur Verwilderung im Unterwuchs von Bäumen und Sträuchern oder auf einer naturbelassenen Wiese. Dort bevorzugt er einen feucht-humosen Boden mit Sonne oder leichtem Schatten und breitet sich mithilfe von Tochterzwiebeln und Selbstaussaat schnell in der Umgebung aus. Neben der Wildform gibt es im Gartenhandel noch eine ganze Reihe von dekorativen Sorten, die sich beispielsweise durch weiße anstelle von blauen Blüten auszeichnen. Die kleinen blauen Sternchen bilden einen reizvollen Kontrast zu anderen bunten Blüten.
Weitere Informationen
2 Sorten entdecken

Arum maculatum

Gefleckter Aronstab

Aparte Blüten und giftige Beeren
giftig
Frühblüher
heimisch
winterhart
Blüte Gefleckter Aronstab
Quelle: Edimoh/shutterstock.com

Gefleckter Aronstab hat seinen Namen von den dunkel gefleckten pfeilartigen Blättern. Im Frühjahr entspringen seinem Rhizom die unverwechselbaren Blütenstände, die als Kesselfallen Fliegen anlocken und sich im Sommer mit auffällig knallroten Beeren zieren. Verzehren sollte man sie lieber nicht, denn sie sind giftig; Vögel stört das allerdings wenig. Was in der Natur häufig in krautreichen Mischwäldern und Auwäldern gedeiht wächst im heimischen Garten gerne an schattig-feuchten Stellen wie dem Unterwuchs von Sträuchern, Hecken und Bäumen, wo er sich mit anderen Frühblühern wie Bärlauch und Lungenkraut besonders gut macht.
Weitere Informationen

Weitere Pflanzen

Colchicum autumnale

Herbstzeitlose

Hochgiftige Riesenkrokusse im Herbst
giftig
winterhart
heimisch
lange blühend
Bienenweide
Herbstblüher
Blüte Herbstzeitlose
Quelle: Meneerke bloem, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die hochgiftige Herbstzeitlose ist die meiste Zeit des Jahres recht unauffällig, bis sie im namensgebenden Herbst ihre prächtigen, an riesige Krokusse erinnernden Blüten zeigt. Erst dann fällt sie in der freien Wildbahn in den von ihr bevorzugten feuchtnassen Wiesen auf und wird von Bienen und Fliegen frequentiert. Zu dieser Zeit ist das unscheinbare Kraut bereits verschwunden. Im Garten machen sich die im Herbst zu pflanzenden Knollen (oft fälschlich als Zwiebeln angeboten) am besten in lockeren kleinen Gruppen von feuchten naturnahen Wiesen oder am Gehölzrand, aber auch in Kübel auf Terrasse und Balkon. Dabei solltest Du aber daran denken, dass die Pflanzen hochgiftig sind und nichts für Kinder oder Haustiere.
Weitere Informationen
1 Sorte entdecken

Scilla non-scripta

Hasenglöckchen

Klein und niedlich
heimisch
kübelgeeignet
giftig
Bodendecker
Frühblüher
Blüte Hasenglöckchen
Quelle: AnemoneProjectors, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Das Hasenglöckchen mit seinen unverkennbaren glockenförmigen Blüten in traubigen Blütenständen vertragt von der Sonne bis zum Schatten alle Lichtverhältnisse, aber der Boden sollte immer frisch und nährstoffreich, nicht jedoch klitschenass sein. Am besten gedeiht es leicht schattiert unter Laubgehölzen, wo es schnell verwildert und flächendeckende Bestände bildet. Die Zwiebeln ist recht empfindlich gegen Austrocknung, sodass Du sie möglichst schnell im Garten pflanzen solltest. Im Garten lassen sie sich die Frühblüher gut mit andersfarbigen Stauden wie Schlüsselblumen und Narzissen kombinieren. Weitere Informationen

Blühkalender

Pflanze Blühzeit und -farbe
Sibirischer Blaustern
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Dichter-Narzisse
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Gefleckter Aronstab
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Hasenglöckchen
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Herbstzeitlose
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d