August: Wir stellen unsere 10 Lieblingspflanzen vor

August: Wir stellen unsere 10 Lieblingspflanzen vor

August – Hochsommer: Da ist auch Hochsaison im Garten. Alles blüht und fruchtet, und die Tierwelt ist emsig mit Nahrungssuche und Vermehrung beschäftigt. Und das bei dem vorwiegend trockenen und heißen Wetter.

Dementsprechend haben wir unsere 10 Lieblingspflanzen des Monats so ausgewählt, dass sie mit dem trockenheißen Sommer und wenig Gießen klarkommen und zudem den Tieren im Garten Lebensraum und Futter bieten.

Pflanzen im Überblick

Unsere Empfehlungen

Lavandula angustifolia

Echter Lavendel

Lavendelduft liegt in der Luft!
Gesamte Pflanze Echter Lavendel
Echter Lavendel: Gesamte Pflanze

Spätestens jetzt solltest Du Deinen Lavendel schneiden und bei dieser Gelegenheit die hübschen Blütenstände ernten. Wie der bekannte Lavendelhonig bereits vermuten lässt locken die zahlreichen kleinen Blüten mit ihrem Wohlgeruch Honigbienen und andere Insekten an; Lavendel auf einem sonnigen Balkon und Terrasse ist ebenso beliebt wie im Garten. Großes Plus bei dem Wetter: Lavendel hat nur wenig Durst – optimal zum Wassersparen.
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Rubus idaeus

Himbeere

Leckeres Naschobst!
Frucht Himbeere
Quelle: Peace656, Public domain, via Wikimedia Commons

Im August beginnt die Reifezeit der Herbsthimbeeren. Das beliebte Naschobst lässt sich nicht nur im Garten, sondern auch auf dem Naschbalkon in Kübeln und Kästen halten. Vor den leckeren Beeren gibt es jede Menge Pollen und Nektar, auf den sich Honigbienen, Wildbienen und Schmetterlinge freuen, und wenn Du beim Ernten nicht schnell bist helfen Dir ein paar Piepmätze gerne beim Pflücken. In einer Himbeerhecke finden viele Vögel zudem Unterschlupf und Platz zum Nester bauen.
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Urtica dioica

Brennnessel

Von wegen Unkraut!

Ein Unkraut als Lieblingspflanze? Damit sind wir in guter Gesellschaft, denn auch viele Tiere lieben das mehrjährige wehrhaft nesselnde Kraut, das an nährstoffreichen Stellen im Garten gedeiht. Den Nektar und Pollen holen sich Honigbienen, Fliegen, Wanzen und Käfern, und das Grün ist vor allem für Schmetterlinge als Raupenfutter wichtig: 36 heimische Arten legen hier ihre Eier ab. Brennnesselfalter wie der Kleine Fuchs (Aglais urticae) und Tagpfauenauge (Aglais io), Landkärtchen (Arachnia levana) und C-Falter (Polygonia c-album) sind auf sie angewiesen. Im Garten macht sie sich zudem mit Brennnesseljauche gegen Schädlinge nützlich, Brennesselspinat ist ein leckeres Wildgemüse und Brennnesseltee mit seinem hohen Kaliumgehalt ein hervorragendes harntreibendes Mittel. Lass also unbedingt ein paar Exemplare von dem völlig unterschätzten Unkraut im Garten stehen!
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Humulus lupulus

Echter Hopfen

Hopfen und Malz…!
Frucht Echter Hopfen
Quelle: Orest lyzhechka/shutterstock.com

So langsam beginnt in den Hopfenanbaugebieten wie der Hallertau in Bayern, in der Eifel und an Elbe und Saale die Hopfenernte. Die fürs Bierbrauen verwendeten weiblichen Blüten sorgen mit ihren Inhaltsstoffen für bessere Haltbarkeit. Wilden Hopfen findet man an Ufern, Wald- und Wegrändern, wo das mit Cannabis verwandte Hanfgewächs an Bäumen und Sträuchern hochrankt. Im Garten wird Hopfen bis um die 50 Jahre alt und kann Lücken in Sichtschutzhecken in Windeseile schließen oder Spaliere und Zäune begrünen. Als Windbestäuber verzichtet er auf tierische Bestäuber, aber dessen ungeachtet machen sich acht heimische Schmetterlinge wie der C-Falter und diverse Nachtfalter über die Blätter her und nutzen Hopfen als Raupenfutter.
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Nepeta cataria

Katzenminze

Minkas Lieblingspflanze des Monats
Blüte Katzenminze
Quelle: guppyss/ shutterstock.com

Minkas Lieblingspflanze des Monats steht gerade in voller Blüte. Die Katzenminze braucht einen durchlässigen Boden mit viel Sonne und nimmt trockenes Wetter klaglos hin. Im Garten lassen sich mit ihrem intensiven Geruch viele Schädlinge vertreiben – so schützt eine Unterpflanzung im Rosenbeet vor Blattläusen, und sogar Stechmücken (ideal für den Balkon oder das abendliche Grillen!) und Ratten soll sie fernhalten. Catnip kannst Du auch selber machen und in Säckchen verpackt Deiner Katze zum Spielen geben. Von den kleinen Stinkern gibt es jede Menge Sorten – schau doch mal in unsere Sortentabelle Katzenminzen. Die meisten davon lassen sich übrigens auch als Kübelpflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse halten.
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Tanacetum vulgare

Rainfarn

Für Bienen und Schmetterlinge und gegen Motten und Würmer!
Blüte Rainfarn
Quelle: Julitt/ shutterstock.com

Der Rainfarn gilt vielen als Unkraut, da man ihn häufig auf Schuttplätzen und an Wegrändern findet. Dabei ist er bei näherem Hinsehen ausnehmend hübsch: Die Blätter erinnern an Farn, die Blütenstände bestehen aus zahllosen kleinen gelben Knöpfchen aus Röhrenblüten, die bei vielen Insekten heiß begehrt sind. So finden sich hier neben Honigbienen auch 21 Wildbienen und 13 Schmetterlinge ein, und von letzteren nutzen ihn acht Arten als Raupenfutter. Die alte Heilpflanze vertreibt auch ungebetene Gäste – Würmer im Gedärm und Flöhe oder Läuse von der Haut, in Schachtelhalmsud oder Brennnesselbrühe gemischt Blattläuse und andere Schädlinge. Getrockneter Rainfarn ist ein altes Mittel, um Motten aus dem Kleiderschrank fernzuhalten.
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Hibiscus syriacus

Straucheibisch

Das Blütenwunder!
Blüte Straucheibisch
Quelle: Orest lyzhechka/ shutterstock.com

Der Straucheibisch steht zurzeit in voller Blüte. Hast Du eine ungefüllte Sorte gewählt kommen Honigbienen gerne auf den reichlich vorhandenen Pollen zurück, um damit ihr täglich Bienenbrot (Perga) zu backen. Als Sommerblüher fallen die zahlreichen im Handel erhältlichen Garteneibische mit ihrem farbenfrohen Blütenreichtum auf und kommen sogar mit längeren Trockenphasen gut zurecht – was einem aktuell nur recht sein kann. Hibiskushecken sind pflegeleicht und winterhart und brauchen nur ab und zu einen Schnitt; eine ebenso gute Figur machen die Pflanzen im Kübel auf Terrasse und Balkon, wo sie sich auch als Sichtschutz einsetzen lassen.
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