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Zweiblütiges Veilchen (Viola biflora)
Quelle: GT1976, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Wichtige Insekten-pflanze

Zweiblütiges Veilchen

Viola biflora

Das Wichtigste auf einen Blick

heimische Wildform Staude bedingt winterhart Wichtige Raupenfutterpflanze essbar lange Blühzeit
  • wächst in den alpinen und subalpinen Gebieten Europas, Asiens und Amerikas
  • bevorzugt halbschattige, feuchte Standorte
  • besitzt dünne Stiele und hellgrüne, nierenförmige Blätter
  • auf einen Stiel stehen jeweils zwei sattgelbe Blüten, die eine feine, schwarze Zeichnung haben
  • Vermehrung durch Samen
  • gedeiht am besten in feuchter Humuserde
  • Kultivierung der Zierpflanze im Unterwuchs von niedrigen Gehölzen
🏡 Standort
Licht: Halbschatten
Boden: lehmig
Wasser: feucht
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Verträgt Wurzeldruck: ja, zur Unterpflanzung von Bäumen geeignet

Thematisch passende Pflanzen:

🌱 Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs: polsterartig, kissenartig
Höhe: 5 - 15 cm
Breite: 20 - 30 cm
frostverträglich: bis -12 °C (bis Klimazone 8)
Wurzelsystem: Flachwurzler
🌼 Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenform: asymmetrisch bis disymmetrisch

Thematisch passende Pflanzen:

🍃 Laub
Blattfarbe: hellgrün
Blattphase: wintergrün
Blattform: nierenförmig
🐝 Ökologie
Bestandssituation (Rote Liste): selten
Gefährdung (Rote Liste): ungefährdet
Wildbienen: 2 (Nektar und/oder Pollen, davon keine spezialisiert)
Schmetterlinge: 1
Raupen: 11 (davon 4 spezialisiert)

Thematisch passende Pflanzen:

🌐 Einheimische Verbreitung

Bitte beachte, dass die angezeigte Verbreitung auf der Karte lediglich als grobe Orientierungshilfe dienen soll. Für eine detailliertere Darstellung und mehr Informationen zur Verbreitung besuche doch gern floraweb.de.

Verbreitung:
häufig
mittel
gering
Höhenlage: montan (500m-600m1 / 800m-1200m)2
bis
alpin (>1000m1 / 2000m-3000m)2

1 Mittelgebirge / 2 Alpen⁠

ℹ️ Sonstiges
ist essbar alle oberirdischen Teile
Verwendung: Heilpflanze
Pflanzen je ㎡: 11
⤵️ Klassifizierung
Ordnung: Malpighienartige
Familie: Veilchengewächse
Gattung: Veilchen
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten
Markus Wichert

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Markus Wichert Naturgärtner

Was ist das Zweiblütige Veilchen?

Das Zweiblütige Veilchen ist eine wintergrüne Staude mit einer Wuchshöhe zwischen 5 und 15 Zentimeter. Es bildet flache Wurzeln. Das Laub ist hellgrün.

Die Blütezeit reicht meist von Mai bis August. Es hat gelbe Blüten.

Zweiblütiges Veilchen ist essbar - alle oberirdischen Teile sind genießbar.

Zweiblütiges Veilchen ist inzwischen in folgenden Gebieten Deutschlands selten verbreitet: Rheinischen Bergland, Südlichen Alpenvorland, Alpen, Sächsischen Löß- und Hügelland sowie Hessischen Bergland. Es wächst vor allem im Mittelgebirge bis Hochgebirge.

Zweiblütiges Veilchen ist laut Roter Liste nicht im Bestand gefährdet.

Zweiblütiges Veilchen im Garten

Standort

Der Boden sollte lehmig und nährstoffreich sowie feucht sein. Ein halbschattiger Standort ist ideal. Das Zweiblütige Veilchen ist bedingt frosthart.
Viola biflora kommt gut mit Wurzeldruck von Gehölzen zurecht. Wir haben hier eine Liste mit weiteren Pflanzen angelegt, welche zur Unterpflanzung von Gehölzen geeignet sind.

Vermehrung

Zweiblütige Veilchen kannst du am einfachsten über Samen oder Teilung vermehren.

Pflegemaßnahmen

Schnitt

Schnitt Zweiblütige Veilchen
Zweiblütige Veilchen schneiden - Schnittpunkte sind gelb markiert, zu entferndende Pflanzenteile grau

Stauden werden erst im Frühjahr (!) zurückgeschnitten. Abgestorbene Pflanzenteile schützen die Pflanze, werden von Insekten zum Überwintern genutzt und sehen häufig auch im Winter noch attraktiv aus.

Schneide ab Ende März alles Abgestorbene von Zweiblütige Veilchen ca. handhoch über den Boden ab. Den unzerkleinerten Rückschnitt kannst du als Mulchmaterial für deinen Hecken und den Küchengarten verwenden.

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Fotos (3)

Gesamte Pflanze Zweiblütiges Veilchen
Quelle: GT1976, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blatt Zweiblütiges Veilchen
Quelle: Roland.aprent, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blüte Zweiblütiges Veilchen
Quelle: Philipp Weigell, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Wert für Insekten und Vögel

Zweiblütiges Veilchen ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Schmetterlingsraupen

Wildbienen insgesamt:
0
Nektar und/oder Pollen
Schmetterlinge:
0
Raupen spezialisiert:
0
Raupenarten:
0

Wildbienenarten

Schmetterlingsarten

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Stand:
29.01.2024