Gemeiner Flieder,Wildflieder

Syringa vulgaris

Gehölz
Wildform
Wichtige Schmetterlingspflanze
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Gesamte Pflanze von Gemeiner Flieder

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sehr beliebter Zierstrauch aus der Familie der Ölbaumgewächse
  • Im 19. Jahrhundert beliebt geworden mit zahlreichen Zuchtsorten
  • Sommergrün, anfangs straff aufrechte Büsche mit grauer Rinde und herzförmigen Blättern
  • Blüten in großen konischen, spitz zulaufenden Rispen
  • Vierzählig mit einer langen Kronröhre, (meist) intensiv duftend
  • Typische Fliederfarbe, aber auch in vielen Schattierungen von Weiß über Rot bis Violett erhältlich
  • Wenig anspruchsvoll beim Boden, braucht aber reichlich Licht und Platz
  • Regelmäßiger Schnitt erforderlich
  • Vermehrung mit Samen, Stecklingen und Absenkern, Sorten nur vegetativ vermehrbar
  • Von neun Schmetterlingen besucht als Nektarpflanze oder Raupenfutter
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 4 - 6 m
Breite: 2,5 - 3,5 m
Zuwachs: 20 - 30 cm/Jahr
Wurzelsystem: Tiefwurzler
Wurzelausläufer: Ausläufer
Blüte
Blütenfarbe: lila
Blühzeit:
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f
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a
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n
d
Licht
Sonne bis Halbschatten
Boden
Boden: durchlässig bis humos
Wasser: trocken
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
PH-Wert: basisch / kalk
Kübel/Balkon geeignet: Nein
Sonstiges
Ordnung: Lippenblütlerartige
Familie: Ölbaumgewächse
Gattung: Flieder
Gemeiner Flieder gefährdet die Artenvielfalt in Deutschland

Gemeiner Flieder ist eine invasive gebietsfremde Art, welche heimische Arten verdrängt und die Biodiversität gefährdet (siehe BfN-Skripten 352).

Pflanze im Zweifelsfall lieber einheimische Gewächse, über die sich auch die Tierwelt in deinem Garten freut.

Was ist Gemeiner Flieder?

Gemeiner Flieder (Syringa vulgaris) ist ein beliebter Zierstrauch, der bei uns seit dem 16. Jahrhundert kultiviert wird und vielerorts ausgewildert wächst. Man findet ihn vor allem in warmen Gebüschen, an Steilhängen und trockenen Felslagen, wo er oftmals dichte Bestände bildet. Beheimatet ist der Vertreter aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae) ursprünglich im Südosten Europas, von Rumänien und Bulgarien bis nach Serbien, Albanien, Mazedonien und das nordöstliche Griechenland.

Der sommergrüne, 2-6 Meter, selten sogar bis 10 Meter hohe Strauch oder Baum verfügt über ein kräftiges und weitreichendes Wurzelwerk. Die Borke ist grau und längsrissig und löst sich in langen Streifen ab. Oft erscheinen die straff aufrechten Äste in sich selbst verdreht. Junge Zweige sind kahl, gerade und olivgrün gefärbt, mit wenig hervortretenden Korkwarzen; erst später nimmt ihre Rinde die typische graue Farbe an. Die Endknospen verkümmern früh; an ihrer Stelle verzweigen sich die spitzennahen Seitenknospen und bilden gabelige Triebe. Ihre Knospen sind eiförmig, bis einen Zentimeter lang und kahl.

Die derben gegenständigen Blätter haben einen 1,5-2,5 Zentimeter langen Stiel und einen herzförmigen bis ovalen Umriss. Ihre beidseits kahle, oberseits leicht glänzende Blattspreite misst 8-10 Zentimeter in der Länge und 5-7 Zentimeter in der Breite, der Rand ist ganz und läuft in eine lange Spitze aus.

Beim Gemeinen Flieder erscheinen die Blüten im Mai und Juni in 15-20 Zentimeter langen konischen Rispen. Sie sind zwittrig und vierzählig mit doppelter Blütenhülle; der Kelch bleibt klein und unscheinbar, die Krone ist am Grunde zu einer engen, 10-15 Millimeter langen Röhre verwachsen, die von den vier 4-5 Millimeter langen runden und schälchenförmigen Kronzipfeln überragt wird. Ihre Farbe ist blauviolett, seltener weiß. Die beiden Staubblätter schauen nicht aus der Kronröhre hervor, und der Fruchtknoten ist oberständig.

Aus Letzterem bildet sich eine zweifächerige Kapsel von 15-17 Millimetern Länge; sie ist leicht zusammengedrückt und zugespitzt. Bei der Reife trocknet sie ein und öffnet sich an ihrer Spitze mit zwei Klappen und gibt die rundum geflügelten, etwa einen Zentimeter langen Samen frei.

Gemeiner Flieder im Garten

Standort

Flieder ist recht anspruchslos; ihm reicht ein durchlässiger, nährstoffreich-humoser und nicht zu saurer Boden. Er sollte möglichst viel Sonne bekommen, damit er auch reichhaltig blüht. Frost macht ihm nur in jungen Jahren etwas aus, wo er empfindlich auf Spätfröste reagiert. Später ist er vollkommen winterhart.

Schnitt und Pflege

Damit der Flieder stets reichlich blüht solltest Du die abgeblühten Triebe regelmäßig entfernen, sobald sie verwelkt sind. In den ersten Jahren nach dem Setzen empfiehlt es sich, die Äste unmittelbar nach der Blütezeit radikal um ein Drittel einzukürzen – dadurch verzweigt sich der Busch viel reichhaltiger und die Krone wird schöner.

Zweige, die bereits zweimal geblüht haben, kann man auf einen kräftigen Seitentrieb zurückschneiden. Wildtriebe aus den Unterlagen der veredelten Sorten musst Du rechtzeitig entfernen, bevor sie die Edelreiser überwuchern. Gegebenenfalls musst Du dafür auch ein bisschen graben, wenn sie in der Nähe des Busches aus der Erde kommen.

Besonders reichhaltigen Blütenansatz wirst Du bekommen, wenn Du den Flieder nicht nur regelmäßig ausputzt und schneidest, sondern auch im Sommer regelmäßig mit einem Volldünger versorgst.

Vermehrung

Die Wildform von Gemeiner Flieder kann man unmittelbar nach der Reife im Herbst aus Samen ziehen oder grüne Stecklinge im Frühsommer nehmen. Absenker sind ebenso leicht zu bewurzeln. Bei den Sorten ist nur eine vegetative Vermehrung möglich; die meisten im Handel erhältlichen Sorten sind auf eine wüchsige und robuste Unterlage gepfropft.

Verwendung

Flieder nennt man botanisch einen Intensivwurzler – mit sein weitreichenden dichten Wurzelsystem ist er auch ein ausgezeichneter Bodenfestiger für warme Hanglagen. Er gilt als rauchhart und ist auch für das Stadtklima geeignet. Deshalb ist er für die Strauchrabatten in öffentlichen Parkanlagen so beliebt.

Du kannst ihn an augenfälliger Stelle einzeln pflanzen, sodass er im Frühjahr mit seiner Blütenpracht besonders ins Auge sticht. Freiwachsende Hecken sind ein Blickfang – und lassen sich auch gut mit Rosen kombinieren, die wenig später im Jahr mit ihrer Blüte beginnen.

Beliebt ist Gemeiner Flieder auch als Schnittblume. Aus den Blumengeschäften ist er zu seiner Hauptblütezeit ebenso wenig wegzudenken wie aus den Vasen seiner LiebhaberInnen. Hierfür schneidest Du die Blütenstände am besten, wenn sie noch weitestgehend im Knospenstadium sind – in der Wärme gehen sie schnell auf.

Schädlinge

Vor allem im Sommer wird Flieder häufig von Mehltau heimgesucht. Blattläuse sind Dauergäste freuen sich darauf, mit den Blüten ins Haus geholt zu werden. Ebenso treten Viruskrankheiten und Thripse auf, bei geschädigtem Holz Hallimasch.

Die grüngelben Raupen der Fliedermotte (Gracillaria syringella) erkennt man daran, dass sie die Blätter minieren und später tütenartig zusammenrollen. Niemsamen helfen mindestens genauso gut wie die chemische Keule, denn überhand nehmen lassen sollte man die Fliedermotten nicht: Sie befallen auch Esche, Liguster, Pfaffenhütchen und Forsythie und können die Bäume und Sträucher bei übermäßigem Befall nicht nur schädigen, sondern sogar umbringen.

Ebenfalls Vorsicht geboten ist bei der Fliederseuche. Sie wird durch das Bakterium Pseudomonas syringae pv. syringae hervorgerufen und äußert sich mit braun und letztlich schwarz werdenden Blättern und Trieben, die letztlich umknicken. Hier solltest Du die betroffenen Äste großzügig entfernen und unbedingt über den Restmüll entsorgen – bloß nicht im Kompost. Denn die bösen Bakterien befallen ebenso Steinobst wie Pflaume und Aprikose, aber auch Forsythie, Pfeifenstrauch und Bohnen. Andere Stämme der Gram-negativen Stäbchen machen sich so ziemlich über alles her, was der Garten hergibt, von der Tomate über Ahorn bis Wildapfel und Kartoffel -nichts, was man im Haus- und Nutzgarten haben möchte. Einen umfangreichen englischsprachigen Review zu Pseudomonas syringae findest Du hier.

Ökologie

Die intensiv duftenden Blüten des Flieders halten, was sie versprechen: Tief am Grund der Kronröhre verbirgt sich jede Menge Nektar. Allerdings gelangen nur Insekten mit besonders langem Rüssel so tief herab – allen voran Schmetterlinge. Demensprechend spärlich ist im heimischen Garten der Fruchtansatz.

Zu seinen Verehrern gehören neun Schmetterlingsarten. Die Nachtfalter machen sich über den Nektar her, so wie der Kräutermönch (Cucullia lucifuga) und die Netzeule (Sideridis reticulata), oder nutzen ihn als Raupenfutter wie das Blausieb (Zeuzera pyrina) und die Pyramideneule (Amphipyra pyramidea).

Wissenswertes

Flieder ist nicht gleich Flieder

Neben dem bei uns heimisch gewordenen Gemeinen Flieder gibt es in Gärten häufig noch andere, vorwiegend aus Asien stammende Ziersträucher der gleichen Gattung Syringa. Insgesamt gibt es etwa 30 Arten, die im Gebiet zwischen Südosteuropa und Ostasien beheimatet sind, mit einem Verbreitungszentrum in Nord- und Zentralchina. In seiner Heimat ist er oft mit Orient-Hainbuchen, Blumen-Esche, Flaum-Eiche und Buchsbaum vergesellschaftet.

Flieder aus Konstantinopel

Der Gemeine Flieder wurde 1560 vom Gesandten von Kaiser Ferdinand I, Ogier Ghislain de Busbecq, der auch ein begeisterter Botaniker war, nach Wien gebracht – zusammen mit den ersten Hyazinthen und Tulpen, die wenige Jahre später in Holland und Europa zur Tulipomanie, dem Tulpenwahn führte. Entgegen sich hartnäckig haltenden Gerüchten waren Lilien und Rosskastanien nicht dabei – die überreichte Sultan Suleyman erst seinem Nachfolger. Ganz so dramatisch wie bei den Tulpen gestaltete sich die Einführung in den Gärten Europas beim Flieder nicht, aber er ist bis heute ein äußerst beliebter Zierstrauch, der mit seinen prächtigen und wohlriechenden Blütenständen begeistert.

Französischer Flieder und zahlreiche Sorten

Im ausgehenden 19. Jahrhundert bemühten sich vor allem französische Gärtner um Neuzüchtungen. Ähnliches gilt neben der Wildform auch für viele asiatische Arten. Inzwischen gibt es eine Unzahl von Fliedersorten, die sich durch Wuchshöhe, Größe und Farbe der Blütenstände und ihren Duft unterscheiden. Darunter sind auch einige gefüllte Sorten. Besonders hervorgetan hat sich der Gärtner Victor Lemoine aus Nancy, der über 153 Sorten einführte, von denen noch heute viele als Klassiker im Handel sind. Häufig spricht man von Edelflieder.

Bunte Farbenvielfalt begeisterte die Impressionisten

Die züchterischen Bemühungen haben bei den Sorten von Gemeiner Flieder eine ganze Palette von Farben hervorgebracht. Sie sind weiß, rosa, magenta, rot, blau bis tief lila. Oft sind die Knospen noch intensiver gefärbt als die sich öffnenden Blüten.

Die vielen Sorten, die dem Gewöhnlichen Flieder auch den Namen Französischer Flieder eingebracht haben, haben zu dieser Zeit auch die Maler des Impressionismus begeistert. Fliederblüten waren beliebte Motive und wurden unter anderem von Edouard Manet, Paul Gauguin und Vincent van Gogh gemalt.

Fliederduft im Parfüm

Mit ihrem Wohlgeruch wurden die Fliederblüten schon frühzeitig von Parfümeuren entdeckt. Das ätherische Öl wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen und ist Bestandteiler vieler Duftkompositionen.

Selten und wertvoll: Fliederholz

Fliederholz ist leider nur knapp bemessen, da die Stämmchen nur relativ wenig Material hergeben. Für Drechselarbeiten und Intarsien ist es äußerst beliebt, denn es ist extrem hart und lässt sich gut polieren. Das Splintholz hat eine gelbliche bis rötlich weiße, das Kernholz eine braune bis hellviolette Farbe.

Der Name Flieder

hat eine ziemlich kurze Geschichte – früher war das die übliche deutsche Bezeichnung für Holunder, der erst nach der Umwidmung seines alten Namens allgemein so genannt wird. Gehalten hat er sich in den Fliederbeeren, wie man die Holunderbeeren noch heute im Norden Deutschlands heißt. Der botanische Name Syringa leitet sich von lateinisch syrinx, Rohr oder stellvertretend für die Panflöte ab, wegen der langen geraden Triebe. Den Namen hat der Vater der botanischen Nomenklatur Carl von Linné höchstpersönlich eingeführt.

Woher die Farbe Lila kommt

Umgekehrt hat der Flieder seinen Spuren im Deutschen hinterlassen: Etwas ist lila gefärbt? Da ist der Gemeine Flieder quasi der Archetypus, denn lilas heißt der Flieder im Französischen. Den hat man wiederum von den Osmanen übernommen, genauer aus dem Persischen.

Fotos

Gesamte Pflanze Gemeiner Flieder
Quelle: NaturaDB
Blatt Gemeiner Flieder
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Gemeiner Flieder
Quelle: NaturaDB
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch

Bedenke, die auf heimische Wildpflanzen angewiesenen Tierarten, wie die meisten Wildbienen- und Schmetterlingsarten sowie davon abhängige Vögel, sind von einem dramatischen Artenschwund betroffen. Mit heimischen Arten kannst du etwas zum Erhalt beitragen.

Häufige Fragen

Beliebte Sorten von Gewöhnlicher Flieder

sind mit meist 3-5 Metern Höhe noch etwas kleiner als die Wildform. Bei vielen gefüllten Sorten hält sich der Geruch in Grenzen. Zudem gehen Insekten bei ihnen leer aus, da die Zusatzblätter den Weg zum Nektar versperren. Viele der Klassiker stammen noch aus der Zucht des berühmten Monsieur Lemoine.

  • Alphonse Lavallée‘, gefüllte fliederfarbene (…) Blüten mit vorher purpurnen Knospen
  • Ami Schott‘, gefüllte kobaltblaue Blüten
  • Andenken an Ludwig Späth‘ oder eigentlich ‚Souvenir de Louis Späth‘ mit tiefrosa bis purpurnen einfachen Blüten in bis zu 30 Zentimeter langen Rispen
  • Belle de Nancy‘, große Rispen mit gefüllten malvenrosa Blüten
  • Cavour‘, aufrechte Rispen, ungefüllte blauviolette Blüten
  • Charles Joly‘ mit dunkelpurpurnen, innen rosafarbenen gefüllten Blüten
  • Charles X‘, ungefüllte purpurne Blüten
  • Christophe Colombe‘ oder ‚Christopher Columbus’, ungefüllte rosa-fliederfarbenen Blüten
  • Congo‘, große ungefüllte flieder-purpurne Blüten, purpurrote Knospen
  • Decaisne‘ mit gedrungenem Wuchs und ungefüllten, hell purpurnen bis blauen Blüten
  • Edith Cavell‘, bis 30 Zentimeter lange Rispen, gefüllte cremeweiße Blüten
  • Esther Staley‘ (Synringa x hyacinthifolia) mit blasslila Blüten
  • Firmament‘, ungefüllte blasslila bis blassblaue Blüten
  • Jan van Tol‘, bis 35 Zentimeter lange Rispen, ungefüllte weiße Blüten
  • Katherine Havemeyer‘, lila bis rosa halbgefüllte Blüten
  • Madame Antoine Buchner‘, schlanke Rispen, dunkel purpurne Knospen, malvenfarbene Blüten
  • Madame Lemoine‘, weiße Blüten
  • Maréchal Foch‘, ungefüllte karminrosa Blüten
  • Maréchal Lannes‘, gefüllte blassviolette Blüten
  • Masséna‘, große ungefüllte purpurne Blüten
  • Michel Buchner‘, bis 30 Zentimeter große Rispen mit gefüllten, rosa-lila Blüten mit weißer Mitte
  • Monge‘, reichhaltig blühend, Blüten sehr groß, ungefüllt, dunkel purpurrot
  • Mont Blanc‘, bis 35 Zentimeter lange Rispen, ungefüllte reinweiße Blüten
  • Montaigne‘, gefüllte blassrosa Blüten und purpurrosa Knospen
  • Edward Harding‘, dunkelrosa bis purpurne gefüllte Blüten
  • Night‘, ungefüllte purpurne Blüten
  • Paul Hariot‘, schlanke Rispen, große gefüllte dunkelviolett-rosafarbene Blüten
  • Président Grévy‘, bis 25 Zentimeter lange Rispen, gefüllte fliederfarbene Blüten
  • Primrose‘, kleine Rispen, blassgelbe einfache Blüten
  • Ruhm von Horstenstein‘ oder ‚Glory of Horstenstein‘, wüchsig mit gedrungenen Rispen und ungefüllten lila-rosa Blüten
  • Sensation‘, lila Blüten mit weißem Rand
  • Vestale‘, reinweiße ungefüllte Blüten
  • Victor Lemoine‘, schlanke Rispen mit ungefüllten lavendelfarbenen bis rosa Blüten
  • Violetta‘, lange schlanke Rispen, gefüllte dunkelviolette Blüten

Ist der Flieder ein Baum oder ein Strauch?

Meistens wächst der Flieder eher als großer Strauch mit aufrechten Ästen denn als Baum. Aber im Alter kann er durchaus auch zum kleinen Baum mit einer ausladenden Krone werden, wenn man ihn entsprechend regelmäßig schneidet.

Wie groß wird der Flieder Syringa vulgaris?

Die Wildform wird meist 2-6, in seltenen Fällen sogar bis zu zehn Meter hoch. Im Garten findet man jedoch wesentlich häufiger eine der zahlreichen Zuchtformen. Diese bleiben größtenteils deutlich kleiner, oft auch nur zwei oder drei Meter.

Ist Flieder in Deutschland einheimisch?

Nein. Wild wächst er in Südosteuropa, vor allem auf dem Balkan an trockenen und felsigen Hängen und Gebüschen. Oft bildet er zusammen mit Blumen-Esche, Flaum-Eiche, Buchsbaum und Orient-Hainbuchen lockere Bestände.

Bei uns eingeführt wurde er erst 1560, als der Gesandte von Kaiser Ferdinand I. ihn vom osmanischen Hof in Konstantinopel mitbrachte. Zunächst führte er ein Schattendasein in botanischen Gärten, bis ihn französische Züchter wie der berühmte Victor Lemoine für sich entdeckten und zahlreiche Sorten hervorbrachten.

Heute ist er aus deutschen Gärten nicht mehr wegzudenken, und vielerorts ist die winterharte Pflanze ausgebüchst und macht sich an exponierten Steillagen breit. In der Nähe von alten Burgruinen, auf Felsriegeln und baumfreien sommerwarmen Abhängen bildet er häufig große Ansammlungen und ist inzwischen vielerorts fester Bestandteil der Gesellschaft des Berberidions mit Schlehen und Felsbirnen.

Ökologischer Wert

Gemeiner Flieder nicht heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Schmetterlingsarten:
9
Dient als Futterplanze für Raupen:
7
Dient als Nektarpflanze für Schmetterlinge:
2

Gemeiner Flieder passt gut zu

Themen

Pflanzen für Tiere
Quelle: Photo by Peter Monsberger from Pexels
Pflanzen für Tiere