Purpur-Fetthenne (Sedum telephium)
Quelle: Bernd Haynold, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Purpur-Fetthenne,Große Fetthenne

Sedum telephium

Staude
heimisch
Wildform
winterhart
Gute Bienenweide
essbar
lange Blühzeit
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Sukkulentes Dickblattgewächs mit dekorativen Blättern
  • Übersteht mit ihren Wasservorräten auch Trockenphasen
  • Einzeln oder in Gruppen anzupflanzen
  • Reichhaltige und lang blühende Dolden
  • Robust, anspruchslos und ausgesprochen winterhart
  • Überwintert mit Rhizomen und Winterknospen
  • Ausgezeichnete Insektenweide, insbesondere für Wildbienen und Schmetterlinge
  • Einfache Vermehrung durch Teilung oder Stecklinge
  • Selten von Schädlingen heimgesucht
  • Gut geeignet für Beete, Bauerngärten oder Balkonkästen

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Standort
Licht: Sonne
Boden: durchlässig
Wasser: trocken
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
Kübel/Balkon geeignet: ja, Kübelgröße klein
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs Konkurrenz: sehr stark
Höhe: 25 - 50 cm
Breite: 30 - 40 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Frostverträglich: bis -23 °C (bis Klimazone 6)
Blüte
Blütenfarbe: rosa
Blühzeit:
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Blütenform: sternförmig, kronblättrig
Laub
Blattfarbe blaugrün
Blattphase sommergrün
Blattform oval
Ökologie
Nektarwert: 3/4
Pollenwert: 2/4
Sonstiges
ist essbar Verwendung: Gemüse, Sauerkraut, Gewürz
Aussaat:
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Keimer: Lichtkeimer, Kaltkeimer
Pflanzen je ㎡: 7
Anwendung im Beet: Strukturpflanze
Klassifizierung
Ordnung: Steinbrechartige
Familie: Dickblattgewächse
Gattung: Fetthennen

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Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Große Fetthenne?

Die Große Fetthenne oder Purpur-Fetthenne (Sedum telephium) ist eine staudig wachsende Sukkulente aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Wild findet man sie in ganz Europa bevorzugt an trockenen, sonnigen Standorten wie Mauern, Trockenrasen oder Wegrändern. Ihre aufrechten Stängel entspringen einem rübenartigen Rhizom und erreichen eine Wuchshöhe von etwa einem halben Meter. Wie die dickfleischigen, länglich-eiförmigen, am Rand gezähnten Blätter sind sie völlig kahl, grün und glänzend. Ihre grünlich-gelben bis roten Blüten erscheinen in teils über zehn Zentimetern großen Dolden und halten lange. Im Herbst bilden sich die kleinen ledrigen Balgfrüchte.

Im Herbst zieht sich die Große Fetthenne bis auf die Wurzel und kleine Überwinterungsknospen zurück. Die vertrockneten Blütendolden bleiben stehen und sorgen für winterliche Dekoration. Sie gilt als ausgesprochen winterhart.

Große Fetthenne im Garten

Standort

Die Große Fetthenne bevorzugt einen sonnigen Standort mit lockerem und nährstoffreichem Boden. Trockenphasen übersteht die Sukkulente dank ihrer Wasservorräte recht lange, aber man sollte sie rechtzeitig wässern. Staunässe verträgt sie überhaupt nicht, ebenso wie übermäßige Düngergaben.

Schnitt

Ein Rückschnitt wird gut vertragen, ist aber nur bei ausuferndem Wachstum notwendig. Er sollte vorzugsweise im Frühjahr erfolgen.

Vermehrung

Die Vermehrung gelingt am einfachsten mit Stecklingen. Steckt man abgeschnittene Stängel in den Boden und hält sie leicht feucht, schlagen sie schnell Wurzeln. Alternativ dazu teilt man die Horste im Frühjahr.

Verwendung

Die niedrigen Stauden lassen sich in kleinen Gruppen gut mit anderen bunt blühenden Kräutern und Staudengewächsen kombinieren, etwa in Rabatten, Beeten, Dach- und Bauerngärten. Auch für Kübel und Balkonkästen ist sie gut geeignet.

Schädlinge

Schädlinge sind an der Großen Fetthenne relativ selten. Bisweilen machen sich Schnecken über sie her, und in den Blättern wachsen die Larven der eingeschleppten Schwebfliege Cheilosia semifasciata heran.

Ökologie

Für Hummeln und andere Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten sind die Blütendolden der Großen Fetthenne mit reichhaltigem Angebot an Nektar und Pollen ein gefundenes Fressen. Auf Balkon und Terrasse angepflanzt sorgen sie selbst in urbaner Umgebung für reichlich Nahrung. Da sie auch noch relativ spät im Jahr blüht bildet sie eine wichtige Nahrungsgrundlage.

Wissenswertes

Die Große Fetthenne ist äußerst variabel und zählt viele Unterarten und Zuchtsorten. Sie unterscheiden sich in der Belaubung sowie Größe und Farbe der Blütenstände. Bei Letzteren bekommt von reinem Weiß bis tiefstem Dunkelrot alle Farbschattierungen.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (4)

Gesamte Pflanze Purpur-Fetthenne
Quelle: Bernd Haynold, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blüte Purpur-Fetthenne
Purpur-Fetthenne: Blüte
Gesamte Pflanze Purpur-Fetthenne
Purpur-Fetthenne: Gesamte Pflanze
Blüte Purpur-Fetthenne
Quelle: N. Teerink, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Sedum telephium
Quelle:Bernd Haynold, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Sedum telephium 'Herbstfreude'
Quelle:Greens and Blues/shutterstock.com
Sedum telephium 'Indian Chief'
Quelle:Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Purpur-Fetthenne 'Indian Chief'
Sedum telephium 'Karfunkelstein'
Quelle:mizy/shutterstock.com
Purpur-Fetthenne 'Karfunkelstein'
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
Purpur-FetthenneWildform

25 - 50 cm
30 - 40 cm


Kübel geeignet

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Purpur-Fetthenne 'Chocolate Cherry'

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Purpur-Fetthenne 'Class Act'

ab 8,40 €
Purpur-Fetthenne 'Hab Gray'

ab 7,10 €
Purpur-Fetthenne 'Herbstfreude'Schnittblume für die Floristik

aufrecht, buschig
40 - 70 cm
50 - 60 cm


Kübel geeignet

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ab 4,40 €
Purpur-Fetthenne 'Indian Chief'

30 - 60 cm

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Purpur-Fetthenne 'José Aubergine'

ab 7,40 €
Purpur-Fetthenne 'Karfunkelstein'

40 - 50 cm

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ab 5,70 €
Purpur-Fetthenne 'Lajos'

ab 9,90 €
Purpur-Fetthenne 'Marina'

ab 8,10 €
Purpur-Fetthenne 'Matrona'

40 - 50 cm


Kübel geeignet

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ab 4,80 €
Purpur-Fetthenne 'Mr Goodbud'

ab 10,10 €
Purpur-Fetthenne 'Munstead Dark Red'

ab 5,20 €
Purpur-Fetthenne 'Munstead Purple'

30 - 40 cm

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ab 5,00 €
Purpur-Fetthenne 'Munstead Red'

30 - 40 cm

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Purpur-Fetthenne 'Purple Empero'

30 - 40 cm

Purpur-Fetthenne 'Red Cauli'

ab 5,70 €
Purpur-Fetthenne 'Red Emperor'

30 - 40 cm

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Häufige Fragen

Wo kann man Purpur-Fetthenne kaufen?

Am naheliegendsten ist der Kauf in einer Gärtnerei oder einer Baumschule deiner Region.
Unter "Purpur-Fetthenne kaufen" findest du sofort erhältliche Angebote unterschiedlicher Internet-Anbieter.

Ist die Fette Henne winterhart?

Ja, allerdings – ansonsten hätte sie als einheimische Pflanze in unseren Breiten in freier Wildbahn schlechte Chancen. Sie verträgt selbst kalte Winter problemlos und friert trotz ihrer fleischigen und wasserhaltigen, sukkulenten Blätter nicht zurück. Des Rätsels Lösung sind Substanzen im Saft der Zellen, die wie ein Frostschutzmittel wirken.

Wie vermehre ich Fetthenne?

Am einfachsten mit Stecklingen – mit etwas päppeln werden sogar aus einzelnen Blättern wieder neue Pflanzen. Mit Stecklingen geht das aber wesentlich schneller. Am besten abschneiden und zwei, drei Tage antrocknen lassen, bevor man sie in eine sandige und leicht feuchte Erde steckt, dann verfaulen sie nicht so schnell. Das mit der Bewurzelung geht fix und zuverlässig. Nur auf das „richtige“ Ende musst Du achten – verkehrt herum eingepflanzt klappt das mit den Abschnitten von größeren Trieben nicht besonders. Besonders viele Wurzeln ziehen die Stecklinge der Fetthenne, wenn Du sie schräg in den Boden steckst, dann bewurzeln sie über die ganze Länge. Davon abgesehen ist es auch ohne weiteres möglich, neue Fetthenne aus Samen zu ziehen. Lasse sie einfach ausreifen und säe sie schon im Herbst direkt an Ort und Stelle im Freiland aus.

Eine andere Möglichkeit, um Fetthenne zu vermehren: Einfach die Horste teilen und verpflanzen. Dann bleiben die Pflanzen auch gut wüchsig und blühen reichhaltig.

Wie lange blüht Fette Henne?

Die Purpur-Fetthenne Sedum telephium blüht von Juli bis September und zeigt ihre großen rosa Dolden.

Wie sieht die Pflanze Fetthenne aus?

Die Fetthennen sind allesamt sukkulente Pflanzen aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Speziell die Große Fetthenne Sedum telephium zeichnet sich durch einen staudenartigen Wuchs mit aufrechten Stängeln und länglich-eiförmigen, am Rand gezähnten Blättern aus. Blätter wie Stängel sind frischgrün, kahl und glänzend und vor allem typisch fleischig. Die Pflanze wird mit ihren aufragenden Blütenständen bis zu einem halben Meter hoch. Die rosa bis roten Blüten stehen in großen runden Dolden am Ende der Triebe. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile ab, und von der Großen Fetthenne bleiben nur kleine Überwinterungsknospen übrig, die im folgenden Frühjahr neu austreiben.

Welche Fetthenne ist winterhart?

Unsere einheimischen Sedum-Arten sind alle winterhart – wenn Du etwas davon in Deinem Garten ansiedelst bist Du mit oder ohne Frost auf der sicheren Seite und erweist zugleich den Tieren in Deinem Garten einen Gefallen. Die großen Dolden sind im Sommer eine Attraktion für Bienen und viele andere Insekten, die sich am Nektar und Pollen gütlich tun. Eine der winterharten Fetthenne-Arten ist die Große Fetthenne Sedum telephium, die in Mitteleuropa an trockenen, felsigen und sonnigen Standorten wild wächst.

Wie pflegt man die Blume Fetthenne?

Da ist eigentlich kein Aufwand nötig – es reicht vollkommen aus, wenn Du im Herbst oder Winter die verwelkten Anteile entfernst. Keine Bange, die Große Fetthenne ist nicht hinüber, ihre bodennahen Überwinterungsknospen warten nur darauf, dass die Tage wieder länger und wärmer werden, dann treibt sie im Frühjahr wieder aus. Gießen brauchst Du sie im Sommer auch nicht unbedingt – als Sukkulenten überleben sie auch lange Zeit ohne extra Wasser. Trotzdem sind sie bei längeren Trockenphasen für etwas Wasser dankbar. Düngen ist oft eher kontraprouktiv; die Pflanzen mögen vor allem keinen Überschuss an Stickstoff, der sie nur unnötig empfindlich gegenüber Schädlingen und Krankheiten macht. Fetthenne schneiden muss man auch nicht, es sei denn sie macht sich über Gebühr im Garten breit. Das verträgt sie sehr gut, und aus dem Schnittgut kannst Du problemlos neue Pflanzen ziehen. Wenn Du etwas über hast, wirf sie nicht auf den Kompost, sondern verschenke sie.

Welcher Standort für Fetthenne?

Fetthenne braucht vor allem einen warmen und sonnigen Standort. Der Boden sollte locker und fruchtbar sein und kann ruhig Steine enthalten – sie wächst sogar auf trockenen Mauern und Felsen. Trockenheit ist für die Sukkulente kein Problem. Das einzige, was sie überhaupt nicht mag ist Staunässe, damit kannst Du sie schnell und zuverlässig umbringen. Auch mit dem Düngen sollte man es nicht übertreiben; ein paar Nährstoffe sind gut für den Austrieb und die Blüten, aber zu viel davon macht die Pflanzen weichlich und anfällig für Krankheiten und Schädlinge.

Wann pflanzt man die Fetthenne?

Da macht die Fetthenne so ziemlich alles mit außer dem Winter. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein kannst Du junge Pflanzen aus dem Gartenmarkt im Garten pflanzen, vorhandene Bestände teilen oder Stecklinge abnehmen und bewurzeln.

Kann man Fetthenne teilen?

Kein Problem – einfach mit dem Spaten beliebig große Stücke von der Staude abnehmen und verpflanzen. Neue Wurzeln zu ziehen ist für sie absolut unproblematisch. In der Bewurzelungsphase solltest Du vielleicht im Sommer etwas öfter gießen als üblich, dann geht das mit den neuen Wurzeln bedeutend schneller als an einem dauertrockenen Standort.

Kann man Fetthenne trocknen?

Na, das kann problematisch werden. In Herbarien sind Fetthennen dafür berüchtigt, dass sie einfach nicht richtig trocken zu bekommen sind und bei der geringsten Feuchtigkeit neu auszutreiben beginnen. Wenn Du sie lediglich für ein Trockengesteck verwenden möchtest ist das glücklicherweise weniger problematisch. Schneide die Blütenstände – auf die hast Du es vermutlich abgesehen? – ab, bevor die Blüten vollständig geöffnet sind, und hänge sie am besten einzeln an Seil und Faden umgekehrt an einem luftigen und trockenen, vor der Sonne geschützten Ort auf, bis sie durchgetrocknet sind. Viel Luft ist nötig, damit sie nicht zu faulen beginnen, und in der Sonne werden die trocknenden Blüten schnell fahl und unansehnlich.

Wie schnell wächst Fetthenne?

Ruckzuck – anders kann man das fast nicht nennen. Eine Jungpflanze aus dem Gartenmarkt wird spätestens im Folgejahr zu einer eindrucksvollen Pflanze, und auch die Stecklinge entwickeln sich rasch. Gegebenenfalls musst Du aufpassen, dass sie im Garten nicht zu sehr in die Breite geht und anderen Pflanzen den Platz wegnimmt. Mit dem Spaten kannst Du ihr aber leicht jederzeit Einhalt gebieten.

Wie überwintert man die Fette Henne?

Das macht sie eigentlich schon sehr zuverlässig selber? Die Große Fetthenne Sedum telephium macht das in unseren Breiten schon seit Urzeiten so, dass sie sich im Herbst zurückzieht und ihre oberirdischen Teile absterben. Übrig bleiben nur die Überwinterungsknospen in Bodennähe, die im folgen Frühjahr bei den ersten warmen und sonnigen Tagen unverzagt neu austreiben und frisches Grün hergeben.

Ist Fetthenne immergrün?

Naja, nicht so ganz. Die Sukkulente überwintert mit Überwinterungsknospen – die bleiben in der Tat grün. Allerdings stirbt das oberirdische Grün im Herbst spätestens nach den ersten Frösten ab. Vorher nehmen die Pflanzen noch alle verwertbaren Nährstoffe und Materialien heraus und heben sie sich für das nächste Jahr auf. Dann treiben die Überwinterungsknospen der Fetthenne aus und bilden neue frische Pflanzen, die im Sommer mit ihren rosa Blütendolden für Akzente im Garten sorgen.

Warum bekommt die Fetthenne gelbe Blätter?

Gelbe Blätter sind im Herbst bei der Großen Fetthenne vollkommen normal – dann beginnt sie sich bis auf ihre Überwinterungsknospen zurückzuziehen, und die Blätter und Stängel werden gelb und trocken. Geschieht das mit den gelben Blättern aber mitten im Sommer oder Frühling, sind meistens Pflegefehler oder ungünstige Standortbedingungen die Ursache. Vor allem verdichtete Böden, Staunässe und Überdüngung nehmen die genügsamen Sukkulenten schnell übel. Dann können auch Pilze und Schädlinge für gelbe Blätter sorgen, etwa infolge einer Wurzelfäule. Ansonsten sind sie eigentlich kaum kaputt zu bekommen.

Kann man die Blätter der Fetthenne essen?

Ja, kann man, und sie schmecken gar nicht mal so übel. Sie sind leicht säuerlich, und der Saft ist etwas dickflüssig, je nach Sammelzeit und Wetter. Am besten verwendet man die frischen jungen, die sind noch besonders zart. Ältere kann man auch problemlos dünsten oder kochen. Auch die Blüten lassen sich verwenden, etwa zur Dekoration auf einem Büffet oder als Farbtupfer in Kräuterquark, Wildkräutersalat oder Suppen und Eintöpfen.

Ist die Fette Henne bienenfreundlich?

In Zahlen ausgedrückt: Nektarwert 3, Pollenwert 2. Das ist gar nicht schlecht, zumal die Pflanzen ihre kleinen Blüten in großer Menge bilden. Honigbienen, Wildbienen, Schwebfliegen, Käfer und Schmetterlinge sind davon jedenfalls ganz angetan und statten den rosa Dolden im Sommer gerne einen Besuch ab.

Wie breit wird eine Fette Henne?

Die Purpur-Fetthenne Sedum telephium wird mitsamt ihren Blütenständen bis zu einem halben Meter hoch und wächst zu Horsten mit einem Durchmesser von 30-40 Zentimetern heran. Wenn sie mal zu groß zu werden droht ist das kein Problem – mit dem Spaten lassen sich die Bestände teilen und anderweitig anpflanzen oder verschenken.

Warum heißt die Pflanze Fette Henne?

Das liegt an den dickfleischigen Blättern, wie sie für Blattsukkulenten typisch sind: Sie sind „dick und fett“, nicht im Sinne von fettig-öliger Beschaffenheit, denn sie sind im Gegenteil sehr wasserhaltig und eher reich an Kohlenhydraten und organischen Säuren. Das mit der Henne und dem Huhn soll dem Vernehmen nach darauf zurückzuführen sein, dass die Fetthenne reichlich für Nachwuchs sorgt – vegetativ, indem jedes kleine Fitzelchen der geradezu unkaputtbaren Pflanze das Potenzial für ein neues Gewächs hat.

Wert für Insekten und Vögel

Purpur-Fetthenne ist in Mitteleuropa heimisch und dürfte deshalb einen Wert für Bienen, Schmetterlinge & Co. haben.

Insekten

Nektarwert:
3
Pollenwert:
2

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