Bergkiefer,Latschenkiefer

Pinus mugo

Gehölz
Wildform
winterhart
Schmetterlingspflanze
wintergrün
Bergkiefer (Pinus mugo) Alle 10 Fotos anzeigen
Quelle: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Äußerst vielgestaltige Kiefernart aus Süd- und Mitteleuropa
  • Als Baum oder Strauch wachsend, viele kleinbleibende Sorten im Handel
  • Dicke längsrissige Borke und dunkelgrüne Nadelblätter
  • Besonders harzreiche Winterknospen
  • Walzenförmige gelbe männliche und rosa bis rote weibliche Blütenstände
  • Verholzende Zapfen reifen erst im folgenden Jahr
  • Aussaat mit Samen möglich
  • Pflegeleicht, winterhart, widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge
  • Für einen durchlässigen Boden mit reichlich Sonne
  • Geeignet als Hecke, für Steingarten, als Begleiter für Rosenbüsche und Rhododendron
Standort
Licht: Sonne bis Halbschatten
Boden: normal
Wasser: feucht bis trocken
Nährstoffe: nährstoffreicher Boden
PH-Wert: sauer
Wuchs
Pflanzenart: Gehölz
Höhe: 50 - 500 cm
Breite: 50 - 600 cm
Wurzelsystem: Flachwurzler
Frostverträglich: bis -34 °C (bis Klimazone 4)
Blüte
Blütenfarbe: gelb
Blühzeit:
j
f
m
a
m
j
j
a
s
o
n
d
Blütenform: zapfenförmig
Laub
Blattfarbe grün
Blattphase wintergrün
Blattform nadelförmig
Klassifizierung
Ordnung: Koniferen
Familie: Kieferngewächse
Gattung: Kiefern
Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!

Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Bergkiefer?

Bergkiefer, botanisch korrekter Berg-Kiefer, Berg-Föhre, Latsche, Krummholzkiefer oder Echte Legföhre (Pinus mugo) ist ein einheimischer Nadelbaum aus der Familie der Kieferngewächse (Pinaceae). Man findet sie in den Gebirgsregionen Süd- und Mitteleuropas in zahlreichen nicht miteinander zusammenhängenden Arealen. Am häufigsten ist die Bergkiefer in den Alpen und Pyrenäen, im französischen Zentralmassiv und in den Vogesen sowie dem benachbarten Schwarzwald, im Fichtelgebirge und Erzgebirge sowie im Bayerischen Wald.

Nadelbaum trifft die Sache bei der Bergkiefer nur unvollkommen – die rauen natürlichen Standorte haben dafür gesorgt, dass aus dem Baum oft ein niederliegender großer Strauch wird. Sie ist ein- oder mehrstämmig und bildet eine breit kegelförmige, lockere Krone, die eine Höhe von über 25 Metern erreichen kann und bis zu 40-50 Zentimeter dicke Stämme bildet. Keine Bange, die meisten Bergkiefern werden im heimischen Garten gerade mal um die fünf Meter hoch und etwa ebenso breit.

Die reich verzweigten Äste stehen bei den baumartig wachsenden Berg-Föhren etagenförmig quirlig und aufrecht oder bogenförmig aufsteigend. Bei den strauchartigen Formen wachsen sie recht unregelmäßig.

Charakteristisch ist die graubraune bis schwarzgraue dicke und längsrissige Borke, die sich an alten Stämmen schuppig ablöst. Junge Triebe sind olivgrün bis hellbraun, kahl und gefurcht, mit zunehmendem Alter werden sie violettbraun bis schwarzbraun. Die zylindrischen Winterknospen werden 1-1,6 Zentimeter lang; sie sind stumpf oder gespitzt, mit am Rand gefransten Knospenschuppen und reichlich mit klebrigem Harz bedeckt.

An jedem Kurztrieb stehen zwei steife, 2-8 Zentimeter lange und 1,2-3 Zentimeter breite dunkelgrüne Nadelblätter. Ihr Ende ist spitz, der Rand sehr fein gesägt, im Querschnitt haben sie eine halbrunde Form. Ihren Grund bildet eine gemeinsame graubraune, oben silbrig glänzende Nadelscheide von etwa einem Zentimeter Länge. Anfangs liegen die jungen Nadeln den Zweigen beinahe an, danach spreizen sie sich zusehends ab, bis sie fast rechtwinklig abstehen. Die feinen Spaltöffnungsstreifen sind über die ganze Blattoberfläche gleichmäßig verteilt.

Die Bergkiefer ist einhäusig und bildet ihre männlichen und weiblichen Blüten auf den gleichen Pflanzen. Dabei erscheinen die männlichen Blüten am Grund der jungen Langtriebe in den Achseln der Schuppenblätter, wo sonst die Kurztriebe herauskommen. Sie sind zylindrisch, 1-2 Zentimeter lang und durch den reichlich gebildeten Pollen gelb. An den Enden der gleichen Langtriebe erscheinen die weiblichen Blütenstände allein oder in kleinen Gruppen von bis zu vier Exemplaren. Sie stehen aufrecht und sind 5-10 Millimeter lang, hellrosa bis rot gefärbt.

Im ersten Jahr verändern sich die weiblichen Blütenstände kaum; erst im zweiten Jahr wachsen sie aus und beginnen zu reifen. Dabei verbiegen sie sich seitlich oder suchen eine hängende Stellung. Die daraus gebildeten verholzenden Zapfen sind ausgesprochen vielgestaltig – mal sind sie symmetrisch, mal mehr oder weniger asymmetrisch, 3-7 Zentimeter lang und geöffnet 2-6 Zentimeter breit. Die Schuppenschilde weisen einen großen Nabel, teils mit Dorn und bisweilen einem dunklen Ring auf. Im Inneren der Zapfen bilden sich die 4-5 Millimeter großen Samen, die einen 1-2 Zentimeter langen und fünf Millimeter breiten Flügel besitzen. Reif werden sie im Oktober und November – wohlgemerkt des Folgejahres.

Bergkiefer im Garten

Standort

Die Berg-Kiefer kommt mit geradezu erschreckend vielen Substraten zurecht – am besten achtet man noch mal zusätzlich darauf, welche Sorte oder Unterart man erwischt hat. Sie sind mehr oder weniger geeignet für saure bis alkalische, trockene bis feuchte, sandige bis torfige Böden. Die Überlebenskünstler wollen auf jeden Fall reichlich Sonne und eine möglichst wasserdurchlässige Erde haben, denn wenigstens mit Staunässe kann man sie einigermaßen zuverlässig umbringen.

Schnitt

Schneiden braucht man bei der Bergkiefer normalerweise nur, wenn man sie in Form bringen will. Ansonsten wächst sie völlig unbehelligt am schönsten. Natürlich kannst Du jederzeit tote trockene Äste absägen.

Vermehrung

Alte Bäume der Bergkiefer bilden reichlich Samen. Das Saatgut bleibt über vier Jahre keimfähig und keimt danach immer noch zu 50-90 Prozent aus. Wenn Du Dich im Frühjahr an der Aussaat versuchen möchtest, erkennst Du die Sämlinge an ihren 4-6 dünnen Keimblättern. Ansonsten pflegt man die Bergkiefer als jungen Baum im Gartencenter oder in der Baumschule zu kaufen, das macht am wenigsten Arbeit. Dabei geht das mit dem Wachstum der Bäumchen recht schnell: Sie blühen bereits nach 6-10 Jahren.

Verwendung

Mit ihrem eher niedrigen Wuchs sind die verschiedenen Sorten der Bergkiefer vor allem für Steingarten und Heidegarten geeignet. An geeigneten Stellen lassen sich daraus auch anspruchslose Hecken ziehen, die an Hängen und Böschungen den Boden festigen. Hervorragend machen sie sich auch zusammen mit Rosen und mit Rhododendron. Die besonders kleinen Sorten eigenen sich auch als Kübelpflanzen für den Balkon oder die Terrasse.

Schädlinge

Im Garten ist die Bergkiefer eigentlich kaum kaputtzukriegen – außer mit Staunässe und zu gut gemeinten Düngegaben. Schädlinge wie Fichtenläuse, Blattläuse und Kiefernrost plagen sie weniger als die anderen weniger widerstandsfähigen Pinus-Arten.

Noch am häufigsten tritt der Kiefern-Blasenrost (Cronatium ribicola) auf, ein Rostpilz, der sich auch an Weymouth-Kiefer und Johannisbeeren findet, vor allem bei der Schwarzen Johannisbeere. Bei Kiefern äußert er sich mit spindelförmig angeschwollenen Trieben und vergilbenden Nadeln. Mit der Zeit sterben die betroffenen Äste ab, und letztlich kann der ganze Baum daran verenden. Hier müssen die betroffenen Zweige großzügig entfernt, notfalls die kompletten Bäume gerodet und entsorgt werden. Nur nicht über den Kompost, denn da können die Pilzsporen überleben.

In den Gebirgen Europas machen den natürlichen Bestände Schimmelpilze zu schaffen, vor allem der Schwarze Schneeschimmel (Herpetotrichia nigra). Er fühlt sich in der feuchten Luft unter der Schneedecke besonders wohl und schädigt die Blätter, sodass sie gelb werden und abfallen. Zwischendurch braucht der ungebetene Pilz einen anderen Zwischenwirt, nämlich den Wacholder.

Ökologie

Für die Bestäubung der Bergkiefer sorgt der Wind, der den reichlich gebildeten Pollen über weite Strecken zur nächsten Blüte transportiert. Insekten gehen hier also mangels Nektar leer aus. Dafür freuen sich Nachtfalter über das Raupenfutter: Der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) und die Kieferneule (Panolis flammea) legen hier ihre Eier ab. Bei massenhafter Vermehrung gelten beide als Schädlinge, die ganze Wälder kahlfressen können.

Die Bergkiefer ist extrem anpassungsfähig und kommt aus basischen wie sauren, trockenen sandig-felsigen wie auch torfhaltigen und frischen Böden vor. Ihre Anpassungsfähigkeit hat es ihr erlaubt, auch an den extremen Standorten der alpinen Höhenstufe ihre ökologische Nische zu finden. Das zeigt sich selbst oberhalb der Waldgrenze, wo andere Gehölze den Geist aufgeben und die tapfere Bergföhre oftmals große Reinbestände bilden kann. Andernorts teilt sie ihren Standort mit anderen bergbewohnenden Kleingehölzen wie Alpenrose und Grün-Erle und bildet die typischen Latschen- oder Krummholzgürtel. Oder sie wächst in Hochmooren zusammen mit Rauschbeere und Torfmoosen.

In den Alpen und anderen Gebirgsregionen Europas ist die Latsche oder Legföhre ein wichtiger Bodenfestiger, der den Abgang von Lawinen verhindert. Zudem sind die Zweige und Äste extrem elastisch und belastbar, sodass sie auch über längere Zeiträume große Schneemassen ertragen. Andere Gehölze müssen bei einer derart beispiellosen mechanischen Belastung passen. Die Bergkiefer hält nicht nur Geröll, Schnee und Eis stand, sondern auch scharfen und kalten Winden, die sonst den meisten größeren Pflanzen den Garaus machen.

Erstaunlicherweise ist die Bergkiefer heute in den Alpen deutlich häufiger als früher – das liegt vor allem am Abholzen der Konkurrenz, allen voran der Lärche und Zirbelkiefer. An ihrer Stelle macht sich die Latsche breit.

Wissenswertes

Name? Alter?

Pinus ist der alte lateinische Name für die Kiefer, und mugo lautet der Name der Bergkiefer auf italienisch. Die Bäume werden über 100 Jahre alt, die Unterart uncinata, auch als Hakenkiefer bezeichnet, sogar bis zu 300 Jahre.

Regionale Trennung sorgt für unterschiedliche Morphologie

Die Berg-Föhre ist dank der regionalen Trennung ihrer Vorkommen extrem vielgestaltig geworden, sodass man zahlreiche geographische Sippen unterscheiden kann. Was davon als Unterart, Varietät oder wie auch immer zu bezeichnen ist, darüber streiten die Botaniker seit Jahren. Selbst die recht charakteristischen Zapfen, die bei den regionalen Vorkommen wenigstens ein erstes wichtiges Unterscheidungsmerkmal liefern sind an ein und demselben Baum oft so unterschiedlich im Detail, dass auch sie selten eine eindeutige Zuordnung ermöglichen.

Sorten, Varietäten und Unterarten von Pinus mugo

Im Gartenfachhandel bekommt man neben der Wildform Pinus mugo ssp. mugo vor allem die Hakenkiefer Pinus mugo ssp. uncinata, die meist als eigene Art Pinus uncinata geführt wird. Beliebt sind auch Sorten wie

  • Pinus mugo ‚Mops‘ mit einer flachkugeligen bis kissenartigen Form und einer Höhe von 0,3-0,8 Metern sowie
  • Pinus mugo ‚Gnom‘, die anfangs breit ausgebreitet wächst und später ebenfalls zu einem rundlichen, 0,5-1,5 Meter hohen Strauch wird. Beide bleiben somit deutlich kleiner als die Wildart.

Die wichtigsten Unterarten, Varietäten oder wie auch immer man sie ansieht:

  • Pinus mugo ssp. mugo (auch Pinus mugo var. mughus), Krummholzkiefer, Leg-Föhre, Knie-Föhre, Knieholz, Krummholz oder Lacken wächst in den Ostalpen, im Bayerischen Wald, den Abruzzen und auf dem Balkan auf oftmals nassen, nährstoffarmen und steinigen sauren Böden. Niederliegende, 3-5 Meter hohe Sträucher mit hellbraunen, eher symmetrischen Zapfen mit flachen Schuppenschilden ohne Haken oder Dorne.
  • Pinus mugo ssp. uncinata, Aufrechte Bergföhre, Berg-Spirke, Haken-Bergkiefer oder Hakenkiefer mit Hauptvorkommen in den Pyrenäen, im französischen Zentralmassiv und den Schweizer Alpen. Man findet sie auf Kalk, Granit und Dolomit zusammen mit Lärche, Arve und Waldkiefer. Auf lehmig-tonigen und trockenen Böden wächst sie bis in eine Höhe von über 2.400 Metern. Baumförmig mit geraden Stämmen, bis 25 Meter hoch, waagrecht spreizenden Ästen und asymmetrischen Zapfen, die sich durch die namensgebenden mit Haken versehene Schuppenschilde auszeichnen.
  • Pinus mugo ssp. rotunda, Moor-Bergkiefer, Moor-Spirke oder Spirke, ähnlich wie die Hakenkiefer, aber in Vogesen und Schwarzwald, Bayerischem Wald und bayrischen Alpen, Südböhmen, Lausitz, Erz- und Fichtelgebirge beheimatet. Dort vor allem an den Hochmooren zu finden. Niederliegende Äste und strauchiger Wuchs, asymmetrische Zapfen mit Schuppenschilden, die breiter als hoch sind und keinen Haken aufweisen.
  • Pinus mugo ssp. pumilio (Pinus mugo var. pumilio), Zwerglatsche oder Kniekiefer, wächst in den deutschen Mittelgebirgen, in Italien und auf dem Balkan; ebenfalls niederliegende Sträucher, etwas kleiner als die Krummholzkiefer und hier mit meist symmetrischen gelblichen bis dunkelbraunen Zapfen.

Fotos

Gesamte Pflanze Bergkiefer
Quelle: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blatt Bergkiefer
Quelle: Ximeg, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Blüte Bergkiefer
Quelle: Mykola Swarnyk, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
 Bergkiefer
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Bergkiefer
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Bergkiefer
Quelle: NaturaDB
Gesamte Pflanze Bergkiefer
Quelle: NaturaDB
Blatt Bergkiefer
Quelle: NaturaDB
Blüte Bergkiefer
Quelle: NaturaDB
Frucht Bergkiefer
Quelle: NaturaDB

Sorten Bergkiefer

Sorte Höhe Breite
Bergkiefer (Wildform) 50 - 500 cm 50 - 600 cm
Kugel-Kiefer 'Mops' 50 - 150 cm 50 - 150 cm
Krummholz-Kiefer 1 - 1.5 m
Berg-Kiefer 'Carsten'
Hakenkiefer 'Heideperle'
Zwergkiefer 'March'

Häufige Fragen

Wie groß wird eine Bergkiefer?

Das kommt auf die Sorte oder Unterart an. Die Bergkiefer ist von Haus aus sehr vielgestaltig und wächst entweder als bis zu 25 Meter hoher Baum mit einem halbmeterdicken Stamm oder als Strauch, der meist nur eine Höhe von etwa fünf Metern erreicht. Viele der im Gartenfachhandel erhätlichen Sorten wie ‚Gnom‘ und ‚Mops‘ bleiben noch deutlich kleiner und werden keine zwei Meter hoch. Gerade die kleineren Sorten sind auch für Stein- und Heidegärten oder als Hecken beliebt. Die größeren sind ideale Begleiter von Rosen und Rhododendron.

Welche Kiefern für den Garten?

Kommt darauf an wohin. Mit der Bergkiefer aka Pinus mugo findet man eigentlich immer etwas Passendes. Da gibt es Varianten, die sich als bis zu 25 Meter hoher Baum ziehen lassen, was sie zu idealen Solitärbäumen für größere Gärten macht. Andere sind deutlich kleiner und lassen sich als Hecken ziehen. Einige Sorten werden keine zwei Meter hoch und machen sich im Heidegarten und Steingarten ausgezeichnet. Die mittelgroßen strauchartig wachsenden Bergkiefernsorten machen sich gut zusammen mit Rosen und Rhododendren. Ein großer Vorteil: Es gibt die Bergkiefern nicht nur in allen Größen, sie vertragen auch alles Mögliche an Substrat, das sandig, steinig, lehmig oder tonig, sauer-humos bis kalkhaltig-basisch, eher feucht oder eher trocken sein darf. Wichtig ist nur eine durchlässige Erde und reichlich Sonne.

Wie schnell wächst die Bergkiefer?

Egal für was für eine Sorte von Bergkiefer man sich entscheidet, der Turbo sind sie alle nicht. Die meisten werden nicht so groß wie die riesigen, 25 Meter hohen Bäume, sondern bleiben deutlich kleiner mit fünf Metern oder sogar noch weniger. Dabei legen sie alle nur etwa eine Handbreit pro Jahr zu – also so etwas um die zehn Zentimeter. Mit dem Blühen geht das wesentlich schneller: Eine aus Samen gezogene Bergkiefer blüht bereits nach 6-10 Jahren zum ersten Mal.

Wie alt wird eine Bergkiefer?

Über das Alter der Bergkiefer liest man im Internet lustige Dinge. Über fünf bis zehn Jahre können die meisten nur lachen – das gilt bestenfalls für einige niedrige Sorten, die einen ziemlich üblen Standort erwischt haben. Und das will bei einer Bergkiefer schon etwas heißen – einige davon wachsen in den Alpen oberhalb der Baumgrenze, wo anderes Gehölz keine Chance hat. Die überaus elastischen Äste widerstehen Schutt, Geröll, Eis und Schnee und sind nicht kaputtzukriegen. Zumindest nicht in zehn Jahren. Wenn es Mutter Natur mit ihnen nicht übertreibt werden sie über 100 Jahre alt, einige besonders langlebige Hakenkiefern, eine spezielle Unterart der Bergföhre, hatten nach ihren Jahresringen zu urteilen bereits ein stolzes Alter von 200-300 Jahren.

Welche Erde für Bergkiefer?

Kommt auf die Bergkiefer an. Die meisten kommen mit jedem durchlässigen Boden mit reichlich Sonne zurecht. Ansonsten solltest Du Dich bei Deinem Gärtner oder bei uns in der NaturaDB erkundigen, welcher Boden für die jeweilige Sorte am besten geeignet ist. Da ist die Spanne groß: Einige natürliche Standorte liegen im sauren torfigen Hochmoor (so bei der Moorspirke Pinus mugo ssp. rotundata), andere in den Krummholzgürteln oberhalb der Waldgrenze auf steinigem Geröll (die „echte“ Legföhre Pinus mugo ssp. mugo) oder auf basischem Kalk-, Dolomit- und Granitboden (Hakenkiefer, Pinus mugo ssp. uncinata).

Ökologischer Wert

Bergkiefer ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Schmetterlingsarten:
2
Dient als Futterplanze für Raupen:
2

Ähnliche Pflanzen

Themen

Pflanzen für Tiere
Quelle: Photo by Peter Monsberger from Pexels
Pflanzen für Tiere