Katzenminze (Nepeta cataria)
Quelle: guppyss/ shutterstock.com

Katzenminze

Nepeta cataria

Staude
heimisch
Wildform
winterhart
Gute Bienenweide
essbar
lange Blühzeit
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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Bei Katzen sehr beliebter Lippenblütler
  • Aus Südeuropa eingewandert und vielerorts unbeständig
  • Bevorzugt lockeren, nährstoffreichen Boden mit viel Sonne
  • Vermehrung mit Stecklingen, Ablegern und Samen
  • Für Beete, Kübel und Balkonkästen
  • Aromatischer Geruch, der die meisten Schadinsekten fernhält
  • Als Schutzpflanze vor Schädlingen geeignet
  • Rückschnitt fördert zweite Blütezeit
  • Von Wildbienen und Hummeln bestäubt
  • Vorsicht bei schmusebedürftigen Stubentigern ;-)

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Standort
Licht: Sonne
Boden: durchlässig
Wasser: frisch bis trocken
Nährstoffe: normaler Boden
Kübel/Balkon geeignet: ja, Kübelgröße mittel
Wuchs
Pflanzenart: Staude
Wuchs Konkurrenz: stark
Höhe: 50 - 100 cm
schnittverträglich: ja
Wurzelsystem: Flachwurzler
Wurzelausläufer: Ausläufer
Frostverträglich: bis -40 °C (bis Klimazone 3)
Blüte
Blütenfarbe: weiß
Blühzeit:
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Blütenform: lippenförmig, zweilippig, röhrig
Zweitblühte nach Sommerschnitt ja
Laub
Blattfarbe grün
Blattphase sommergrün
Blattform herzförmig
Ökologie
Bienen: Bienenweide (1 Arten)
Schmetterlinge: Schmetterlingsweide
Nektarwert: 3/4
Pollenwert: 1/4
Sonstiges
ist essbar Blätter, Blüten
Verwendung: Teeblätter
Aussaat:
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d
Keimer: Lichtkeimer, Warmkeimer
Pflanzen je ㎡: 7
Klassifizierung
Ordnung: Lippenblütlerartige
Familie: Lippenblütler
Gattung: Katzenminzen

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Heimische Wildpflanzen sind die neuen Exoten

Heimische Wildpflanzen sind vielerorts selten geworden und damit die neuen Exoten in unseren Gärten. Sie sind, im Gegensatz zu Neuzüchtungen und Neuankömmlingen, eine wichtige Nahrungsquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. In puncto Stand- und Klimafestigkeit sind sie anderen Arten deutlich überlegen. Auch kalte Winter überleben sie meist ohne Probleme. Gut für dich, gut für die Natur.
Also pflanzt heimische Arten, so wie diese!



Dr. rer. medic. Harald Stephan
Autor:
Diplom-Biologe

Was ist Katzenminze?

Die Katzenminze (Nepeta cataria) gehört wie die ähnlich aussehende Pfefferminze zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Der Artname cataria verweist auf ihre Beliebtheit bei Katzen. Ursprünglich ist sie in Afrika und Asien beheimatet und verbreitet sich von Südeuropa ausgehend immer weiter auch in Deutschland. Man findet sie an Wegrändern, unter Hecken und auf Ruderalflächen.

Das ausdauernde Kraut wird mit seinen Blütenständen bis zu 80 Zentimeter hoch. Seine vierkantigen Stängel kriechen weithin über den Boden und erheben sich mit ihren Ausläufern. Die Blätter sind gegenständig, gestielt, bis zu sieben Zentimeter lang, breit herzförmig mit einer auslaufenden Spitze und gekerbtem Rand. Auf ihrer Oberfläche stehen Drüsenhaare mit aromatischem Minzöl, oben weniger dicht als auf der filzig behaarten Unterseite.

Die typischen Lippenblüten stehen mit bis zu zwanzig Exemplaren in dichten ährigen Scheinquirlen. Ihr Farbspektrum reicht von reinem Weiß bis zu dunklem Blau, seltener sind sie rötlich oder sogar gelb. Die Klausenfrüchte zerfallen in vier längliche, etwas über einen Millimeter große braune Samen.

Katzenminze im Garten

Standort

Die Katzenminze mag es gerne sonnig, warm und nahrhaft. Sie bevorzugt eher trockene und durchlässige, sandig-lehmige Böden.

Schnitt

Im Sommer empfiehlt sich ein radikaler bodennaher Schnitt, um buschigen Wuchs und eine zweite Blüte zu fördern. Alternativ dazu kann man regelmäßig nur die abgeblühten Stängel entfernen. Erntet man die ausgereiften Blütenstände regelmäßig ab, bekommt man eine Menge Saatgut zusammen, das bis zu fünf Jahre lang keimfähig bleibt.

Vermehrung

Die Vermehrung der Katzenminze gelingt leicht mit Ausläufern, Stecklingen, durch Teilen der Wurzelstöcke oder mit Samen. Das Teilen ist vor allem zu empfehlen, wenn sie mit den Jahren blühfaul wird. Sie sät sich auch selbst aus.

Verwendung

Gruppen von Katzenminze sind zur Einfassung von Beeten und Rabatten gut geeignet. Als Bodendecker füllen sie auch größere Flächen zuverlässig mit ihrem Wohlgeruch und ihren hübschen Sommerblüten. Ebenso kann man sie in Kübeln, Kästen oder Blumentöpfen anpflanzen. So bekommt auch eine Hauskatze ihre Dosis Katzenminze auf dem Balkon, und Wildbienen und Hummeln haben auch etwas davon.

Schädlinge

Ihren intensiven Duft entfaltet die Katzenminze nicht Katzen zuliebe – die etherischen Öle halten vor allem Schädlinge fern. Die sekundären Pflanzenstoffe Nepetalacton und Actinidin wirken antibakteriell, fungizid und sind für Schadinsekten giftig. Manche Gärtner empfehlen, Rosenbeete mittels einer Unterbepflanzung mit Katzenminze von Blattläusen freizuhalten. Nur Schnecken lassen sich von dem Aroma nicht abhalten und machen sich bei feuchtem Wetter gerne über die Jungpflanzen her.

Mit etwas Pech wird die Hauskatze zum Schädling – hat Minka ihren Rappel, kann sie sich schon mal wohlig schnurrend im Beet mit der Katzenminze wälzen, sich daran reiben, herumknabbern und alles plattmachen. Die Pflanzen erholen sich in der Regel schnell von der Verwüstung und nutzen das Fell der Tiere zur Verbreitung der darin hängenbleibenden Klausenfrüchte.

Ökologie

Die Katzenminze bestäubt sich zum Teil selbst, den Rest überlässt sie den Wildbienen und Hummeln, welche die Blüten im Sommer gerne besuchen.

Wissenswertes

Ob Katzenminze, Katzenmelisse, Katzenkraut oder Catnip: Im Zoofachhandel gibt es jede Menge getrocknete Blätter, Sprays und Spielzeug für die Katz. Nepetalacton und Actinidin regen den Spieltrieb an und sorgen für eine unübersehbare entspannte Euphorie – man könnte meinen, die Katze ist high.

Der intensive Geruch der Katzenminze soll nicht nur Schädlinge fernhalten, sondern auch Stechmücken. Sogar Ratten sollen sich damit vertreiben lassen. Man sollte sich allerdings nicht darauf verlassen, dass die Plagegeister das wissen – einen Versuch ist es aber allemal wert.

In der Naturheilkunde verwendet man das Kraut gegen Fieber, Krämpfe, Erkältungen und Magen-Darm-Beschwerden. Daran sind neben den etherischen Ölen auch kleine Mengen Alkaloide beteiligt.

Nicht nur die Katze, auch das Auge möchte etwas von dem pflegeleichten Kraut haben: In Gärtnereien gibt es eine Vielzahl von Zuchtsorten mit unterschiedlich gefärbten Blüten. Abgesehen von den üblichen Farbschattierungen in blau gibt es auch rein weiße, rosafarbene und gelbe. Darüber hinaus bekommt man verschiedene Blattfarben von graugrün bis zum intensiven hellgrün.

Was sind mehrjährige Stauden?

Mehrjährige Stauden bleiben über viele Jahre erhalten. Den Winter überdauern sie eingezogen in Wurzeln, Zwiebeln oder anderen unterirdischen Speicherorganen und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus.

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Fotos (4)

Blüte Katzenminze
Quelle: guppyss/ shutterstock.com
Blüte Katzenminze
Quelle: Robert Flogaus-Faust, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
Gesamte Pflanze Katzenminze
Quelle: Krzysztof Ziarnek, Kenraiz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Blatt Katzenminze
Quelle: Forest & Kim Starr, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Sortentabelle

Nepeta cataria
Quelle:guppyss/ shutterstock.com
Nepeta cataria 'Citriodora'
Quelle:Gaston Cerliani/shutterstock.com
Zitronen-Katzenminze
PflanzeWuchsStandortBlüteKaufen
KatzenminzeWildform

50 - 100 cm


Kübel geeignet

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Häufige Fragen

Wo kann man Katzenminze kaufen?

Am naheliegendsten ist der Kauf in einer Gärtnerei oder einer Baumschule deiner Region.
Unter "Katzenminze kaufen" findest du sofort erhältliche Angebote unterschiedlicher Internet-Anbieter.

Wie lange blüht Katzenminze?

Die zahlreichen Blüten der Katzenminze erscheinen von April bis in den Juli hinein. Die Blütezeit lässt sich verlängern, indem man die alten abgeblühten Teile regelmäßig entfernt. Dadurch wachsen die Pflanzen auch buschiger. Zudem verhindert man so eine Selbstaussaat, falls man Katers Liebling im nächsten Jahr nicht in rauen Mengen in der näheren Umgebung haben möchte.

Warum lieben Katzen Katzenminze?

Rund zwei Drittel aller Katzen ist vom Geruch der Katzenminze sehr angetan oder flippt regelrecht aus. Warum sie sich so begeistert über Catnip hermachen ist noch nicht vollständig geklärt. Man weiß, dass die Reaktion über das Riechepithel läuft und etwas mit den Monoterpen-Alkaloiden Actinidin und Nepetalacton zu tun hat. Beide Iridoide kommen auch im Urin geschlechtsreifer Katzendamen vor – passend zur Beobachtung, dass vor allem Kater auf Katzenminze reagieren und jüngere wie auch ältere Tiere sich seltener dafür interessieren.

Ist Katzenminze für Katzen eine Droge?

Keine Sorge, Katzenminze ist weder eine Droge noch macht sie einen Stubentiger abhängig. Apropos psychoaktiv: Das im Internet verbreitete Gerücht, dass getrocknete Katzenminze rauchen beim Menschen ähnlich euphorische Zustände hervorruft ist blanker Unsinn.

Wie wirkt Katzenminze auf Katzen?

Katzenminze beruhigt ähnlich wie der ebenfalls beliebte Baldrian nervöse und gestresste Tiere, wohingegen faule Tiere munter werden. Allerdings springen nicht alle auf den Geruch an: Manchen Katzen ist er völlig schnuppe. Das gilt oftmals für junge oder alte Tiere. Der genaue Mechanismus wie Katzenminze Katzen beeinflusst liegt nach wie vor im Dunklen.

Ist Katzenminze giftig für Katzen?

Pur in großen Mengen gefressen wäre Katzenminze für die Vierbeiner höchst ungesund, denn ihr Stoffwechsel arbeitet anders als der eines Menschen. Alkohol und etherische Öle kann ihre Leber nicht abbauen, da hierfür eine Glucuronidierung notwendig ist. Katzen verfügen nur über ungenügende Mengen der dafür erforderlichen Enzyme. Die Folgen wären Übelkeit und Erbrechen. Aber es besteht kein Anlass zur Sorge, dass man mit Katzenminze im Garten die Haustiere der ganzen Nachbarschaft eliminiert – Katzen sind klug genug, lieber damit zu spielen und höchstens daran herumzuknabbern als sich damit den Bauch vollzuschlagen.

Wert für Insekten und Vögel

Katzenminze ist in Mitteleuropa heimisch und Nahrungsquelle/Lebensraum für Bienen und Schmetterlinge

Insekten

Anzahl Wildbienenarten:
1
Nektarwert:
3
Pollenwert:
1

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